Der Film und Fernseh Thread

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  • #1637111
    ChrisKongChrisKong
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    Dallas Buyers Club

    Toll gespieltes Drama. Der Zerfall von McConaughey ist wirklich beängstigend, aber Jared Leto steht dem in nichts nach. Der Film schildert den Kampf gegen eine Behörde, die ihren Sinn und Zweck pervertiert hat, die FDA, die Zulassungsbehörde für Medikamente, die so gar nicht unabhängig ist. Das ist wirklich spannend gemacht, inszenatorisch sehr solide aber erst durch die Darsteller so herausragend. Die Verzweiflung und Wut bringt McConaughey wirklich auf den Punkt. Die Wandlung vom homophoben Texaner, der sich mehr schlecht als recht durchs Leben mogelt zum cleveren und findigen Geschäftsmann ist zwar sehr gestrafft, aber wirkt dank der intensiven Darstellung durchaus glaubhaft.
    Wenn man dem Film eines vorwerfen kann, dann das neben Leto, McConaughey und Jennifer Garner die anderen Darsteller reine Statisten und Stichwortgeber sind. Gerade sein direktes Umfeld hätte mehr Profil vertragen und Interaktion mit den Hauptfiguren zeigen können.
    Kann den Film empfehlen.

    #1637146
    ChrisKongChrisKong
    Teilnehmer

    Frustnachtrag

    Gestern bei oben genanntem Film über Ascot Elite geärgert, den Vertrieb des Films auf Disc. Die nervigen Tailer vor Filmbeginn stossen mir schon lange sauer auf, Splendid, Disney u.a. nerven mit Trailershows, die Top-Menütaste funktioniert auch so gut wie nie. Aber beim Filmerlebnis gestern, es war ein Kino-Trailer, der liess sich nicht skippen, schneller laufen lassen oder sonstwie abbrechen. Ich muss mir also jedes Mal, wenn ich den Film ansehe, einen total überflüssigen Kino-Trailer ansehen, der dazu noch ca. ne Minute dauert. Und das soll die Premium-Version eines Films sein.
    Ich muss mal googeln, ob sne Seite mit den ganzen Kontakt-Adressen von diesen beschissenen Anbietern gibt. Als zahlender Kunde ständig zu Poposex gezwungen zu werden, nervt extremst. Zum Teil aber auch totale Willkür, weil auch bei genannten Anbietern das unterschiedlich gehandhabt wird.
    Trailershows gehören als Menüpunkt ins Haupt- oder Extrasmenü und sollten nicht unaufgefordert ablaufen. Das wäre etwa ähnlich, wenn bei Netflix vor jedem Streifen Werbung laufen würde. Das würde wohl niemand akzeptieren. Und Youtube-Zustände brauch ich sicher nicht, wenn ich für den Kram bezahle. Einfach nur dreist.

    #1637182
    ChrisKongChrisKong
    Teilnehmer

    Roman J. Israel ESQ.

    Für die Rolle in diesem Film war Denzel Washington glaub ich letztes Jahr als Hauptdarsteller nominiert. Und er ist es auch, der den Film trägt. Dem Film selbst fehlt es etwas an einem Spannungsbogen, viel mehr zeigt er eine spezielle Phase im Leben von Roman und wie dieser sich selber kompromittiert. Die Dialoge sind die Stärke, die Dramaturgie die Schwäche.
    Über seinen Traum, das Justizsystem der USA zu verändern, wird im Kern zu wenig gesprochen. Der Film kann sich dann irgendwie nicht so recht entscheiden, was er stärker thematisieren soll. Thematisches All-you-can-eat-Buffet, bei dem der Teller einfach zu voll ist.
    Sein Mentor und Partner tritt auch in Flashbacks nicht in Erscheinung, das hätte aber geholfen, etwas Emotionen reinzubringen. Da die Figur aber vielleicht unter Asperger oder ähnlichem leidet, sind Gefühlsausbrüche eh nicht zu erwarten, respk. hält sich die Betroffenheit in Grenzen, oder zumindest deren Äusserung. Roman ist dafür sehr direkt und nimmmt kein Blatt vor den Mund.
    Wie gesagt, der Film lebt hauptsächlich von Washingtons Performance. Farell und Ejogo machen ihre Sache aber auch sehr gut und umspielen Klischees gekonnt. Oft werden sie von Roman in ein Rollenbild gedrängt, offenbaren dann aber, dass sie längst nicht so eindimensional sind.
    Fazit: Unterhaltsames Darstellerkino mit keiner wirklich stringenten Dramaturgie, die sich von Situation zu Situation hangelt.

    #1637214
    John SpartanJohn Spartan
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    Roman J. Israel Esq. habe ich in der Sneak gesehen und mich gefühlt als einziger im Saal über den Film gefreut. Ich kann dir da nur zustimmen. Der Film an sich ist nichts besonderes, aber Denzel Washington könnte man auch in ein Trials Kostüm stecken und er würde trotzdem eine fantastische Performance abliefern.

    Mann unter Feuer muss ich mir endlich mal ansehen. Vorher schaue ich aber noch The Florida Project auf Prime. Habe den Film gestern angefangen und war von der ersten halben Stunde sehr angetan.

    #1637237
    ChrisKongChrisKong
    Teilnehmer

    Denzel gehört def. zu den Darstellern, die einen Film rausreissen können. Aber, er spielt auch so gut wie nie in einem wirklich schlechten Streifen mit. Davon können andere nur träumen. Dabei verfügt er neben seiner Wandlungsfähigkeit auch über ein enormes Charisma. Gibt auch genug Darsteller, die haben nur eins von beidem.

    #1637244
    John SpartanJohn Spartan
    Teilnehmer

    Ich frag mich, ob er im Reboot des Marvel Universums einen Auftritt haben wird. Mit Jake Gyllenhall, Samuel L. Jackson, Scarlett Johannson, Brie Larsson und Mark Ruffalo tummeln sich mittlerweile doch einige schauspielerische Hochkaräter unter den Superhelden. Finanziell würde es ihm sicher nicht schaden und mit Equalizer 2 hat er unter Beweis gestellt, dass er Sequels nicht gänzlich abgeneigt ist.

    #1637246
    ChrisKongChrisKong
    Teilnehmer

    Gibts dazu Gerüchte oder ist jetzt das nur Wunschdenken? In welchem der Streifen spielt Gyllenhaal mit? Kommt mir jetzt echt grad kein Film in den Sinn.

    #1637248
    John SpartanJohn Spartan
    Teilnehmer

    War nur ein Gedankenspiel. Dazu hab ich noch nichts gehört.

    In Spider-Man: Far from Home spielt er Mysterio.

    #1637250
    LofwyrLofwyr
    Teilnehmer

    Die werden das Marvel Universum so schnell nicht rebooten. Das wird so lange weiter gehen bis es echt niemand mehr sehen kann.

    #1637288
    ChrisKongChrisKong
    Teilnehmer

    Na Gyllenhaal ist auf jeden Fall ein sehr guter Schauspieler, aber bislang haben die mMn den Marvel Zirkus auch kaum bereichert, respk. waren nicht gefordert.

    Atomic Blonde

    Coldwar-Agenten-Action-Thriller vor dem Hintergrund des Mauerfalls in Berlin angesiedelt. Sehr launiger Streifen, der Charlize Theron als eiskalte Agentin in Szene setzt. Daneben brilliert vor allem McAvoy als undurchsichtiger Verbindungsmann vor Ort. Oft ist auch nicht ganz klar, wer denn nun für welche Seite arbeitet, bezw. warum Seiten sich gegenseitig helfen. Ganz am Ende wird das aufgelöst, aber für meinen Geschmack wärs besser gewesen, man hätte es bei subtilen Hinweisen belassen. Die letzten paar Minuten scheinen mir schon fast ein Zugeständnis an die Aufmerksamkeitsspanne der Generation Alda, deine Mudda zu sein. Das hätte der Film nicht nötig gehabt.
    Wer auf Musik aus der Zeit steht, also New Wave, Nena und dgl., der kriegt auch was auf die Ohren. Mir gefiel der Soundtrack und das Setting sehr gut. Wenn ich den Abspann richtig im Kopf habe, doubelt Bulgarien hier zeitweise das Alt-Berlin von 89.
    Der Cast ist sehr international und fügt sich ausgezeichnet zu diesem Agenten-Verwirrspiel zusammen.
    Sollte der nächste Bond gar eine Frau sein, dann hat Theron so eben ihre Bewerbung eingereicht. Die Kampfchoreografie kommt richtig gut rüber und wirkt auch nicht komplett übertrieben.
    Wäre cool, wenns einen weiteren Einsatz der wasserstoff-…äh atomblonden Agentin geben würde.

    #1637291
    John SpartanJohn Spartan
    Teilnehmer

    Denzel ist zum Glück noch nicht soo alt. Der wird auch in 5-10 Jahren noch einen älteren Charakter spielen können.

    #1637304
    Anonym
    Inaktiv

    Alita: Battle Angel

    Die ersten Trailer ließen böses befürchten, entsprechend gering war meine Erwartung an den Streifen und um das gleich deutlich zu machen, der war überraschend gut. Schon schade das sich da mal wieder ein Flop abzeichnet. Anime Verfilmungen scheinen es beim Publikum sehr schwer zu haben, dabei würde ich mir wünschen das da mal eine Big Budget Produktion voll einschlägt und mal langsam Comic Verfilmungen ablöst. Gibt ja durchaus starke Geschichten, Charakter und spannende Welten in Mangas zu bestaunen die sich eignen würden, aber wenn die Dinger immer floppen, wird wohl im AAA Bereich kaum was grünes Licht bekommen…aber ich schweife ab. Alita spielt 600 Jahre in der Zukunft und christoph waltz spielt einen Cyborgdoktor der auf den Schrottplatz auf der Suche nach Ersatzteilen eine Cyborgkopf findet der techno & neurologisch noch in Takt ist. Diesen pflanzt er auf einen Körper mit Energiequelle. Der Cyborg erwacht ohne Erinnerungen seiner früheren Existenz und muss erstmal lernen was es heißt ein fühlendes atmendes Lebewesen zu sein. In 600 Jahren sind Cyborgs Alltag und haben genauso Gefühle und Rechte wie jeder normale Menschen (sehr fortschrittlicher Gedanke, Cyborgs equal zu Menschen darzustellen, wie ich fand). Nach und nach lernt sich das Mädel in Alltag zurecht zu finden und lernt über Erinnerungsfragmente und Research mehr über ihre Herkunft. Dafür nimmt sich der Film auch entsprechend Zeit, wenngleich ich mir noch mehr Zeit gewünscht hätte, weil es einfach Spaß gemacht hat Alita dabei zu zusehen wie sie die Welt entdeckt. Die Zweite Hälfte von Film ist dafür eher Action orientiert, wobei die durchaus abwechslungsreich ist. Neben Kampf-Choreografieren gibts auch auch einen wenig zimperlichen FutureSport zu bestaunen. Die Setpieces sind wirklich Abwechslungsreich,ob Zukunftsstadt, Ruinen, Ausflug ins Grüne, dunklen Gassen mit Zwielichten Typen oder Sportarena, alles bekommt angemessen Screentime (was auch für den Schauspieler Jai Courtney gilt, der ist bestenfalls 10sek im Film zu sehen XD) Das Highlight ist Alita, einen CGI Cyborg zu zaubern der ich abkaufe das sie eine unbesiegbare Kampfmaschine ist, und gleichzeitig so emotional extrem verletzlich muss man auch erstmal hinbekommen. Was sie auch hinbekommen haben sind ihre Augen die im ersten Trailer noch ehr merkwürdig anmuteten, im fertigen Film stören die übertriebenen Proportionen gar nicht mehr. Einige Schauspieler wirkten in ihren Rollen ein wenig verschenkt, da auch namhafte Darsteller die zweite Reihe besetzen durften, Chritoph Waltz fand ich in seiner Rolle allerdings nicht immer überzeugend. Man hat für den Film wohl die ersten 3 Bände des Mangas verarbeitet und entsprechend ist es die Handlung nicht abgeschlossen, dennoch endet der Film weitgehend zufriedenstellend. Einer Fortsetzung wäre ich nicht abgeneigt, hängt aber wohl an den Einnahmen in Europa und China, in den USA gewinnt der wohl keinen Blumentopf mehr.

    Fazit: Der Film hat Action, Herz und Seele, ist aber auch nicht frei von kleineren Schwächen (die ich persönlich gern verzeihe).

    Ps. kann mir nicht vorstellen das Captain Marvel nächste Woche einen besseren Film abliefert, aber wir werden sehen…

    #1637305
    ChrisKongChrisKong
    Teilnehmer

    Captain Marvel wird der nächste Film nach der Standard Marvel Formel sein. Zuletzt kam da nix mehr wirklich Überzeugendes, was sich irgendwie abhob.

    Vielleicht sollte man die Anime/Manga Herkunft einfach verschweigen, um den ersten Abwehrreflex auszuschalten. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass das eine Art Hemmschwelle ist.
    Leider hat man auch die Strahlkraft eines Cameron verschenkt und vermarktungstechnisch nicht wirklich genutzt. Rodriguez werden viele noch für in letzter Zeit eher missglückte Sachen wie Spy Kids 3 oder wars 4? Sin City 2 und dgl. in Erinnerung haben. Sry, keine gute Visitenkarte. Wirklich Konkurrenz hatte der Film ja nicht.
    Bin selber gespannt auf den Film.

    #1637306
    Anonym
    Inaktiv

    Zuletzt kam da nix mehr wirklich Überzeugendes, was sich irgendwie abhob.

    Sah die Acadamy anders, die haben Black Panther mit 3 Oscars ausgezeichnet… (lachhaft)

    #1637308
    LofwyrLofwyr
    Teilnehmer

    Alita zeigt auch wieder wie unnötig Kritiker sind. Wenn man sich z. B. Rotten Tomatoes ansieht und feststellt das die Meinungen der “Profis” und des Pöbels meilenweit auseinander liegen.

    Black Panther mag ein wichtiger Film für die schwarze Bevölkerung sein aber filmisch ist er garantiert wieder ein typischer Marvel. Die Oscars waren da nur ein Versuch sich an die Afroamerikaner ranzuwanzen um zu zeigen das Hollywood gar nicht soooo rassistisch ist ohne wirklich was zu ändern.

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