Japan VS the World

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  • #1199764
    NanoEXNanoEX
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    bitt0r wrote:

    champions of norrath ist doch aber gar nicht japanisch. ist von snowblind studios.

    fand das aber auch sehr gut damals. hab’s bestimmt 5 mal durchgespielt.

    Stimmt. Sry… -_-‘ Ich Schaf. Das war ja nur im Auftrag von Sony Computer Entertainment. Ich hatte es nur gedacht wegen Everquest. Deswegen ging ich davon aus, dass es eben auf “Sonys Mist gewachsen” ist.

    Wenn es mehr solcher Hack’n Slays geben würde, wäre ich froh. Denn das habe ich damals mit einem Kumpel gesuchtet bis zum Umfallen. ^^

    #1199765
    bitt0rbitt0r
    Teilnehmer

    naja, gäb’s kein japan, dann gäb’s kein sony und kein everquest und auch kein champions of norrath. von daher stimmt’s schon.

    #1199766
    captain carotcaptain carot
    Teilnehmer

    @ghostdog:
    Um auf deinen letzten Post zurückzukommen:

    Quote:
    Japan nimmt in den Köpfen relativ vieler Spieler einen nach wie vor großen Stellenwert ein, mehr als irgendein anderes Land auf der Welt.

    GEnau das wage ich schon zu bezweifeln. Früher hat es viele eh nicht so sehr interessiert, was nun genau woher kam. Und heute sind denke ich mal eher die kleine Gruppe der Die Hard Zocker an Nippontiteln allgemein interessiert, auch wenn einige, wenige Titel allgemeines Interesse wecken.
    Banales Argument, ich weiß, aber das spiegelt sich auch schon in den VK-Zahlen wider.

    Das gilt dann auch irgendwo für das Videospielzeitschriften Argument. Dir ist schon klar, dass Hefte wie Maniac und GamePro eher irgendwo zwischen 20.000 und 30.000 Heften je Auflage liegen, oder? Das spiegelt auch nicht gerade den Breitenmarkt wieder, auch wenn es früher mal so war. Heutzutage wird entweder online gelesen oder vllt. noch Computerblöd Spiele, Gamestar oder PC-Games. Das sind die letzten Hefte mit großer Auflage, gleich zwei davon rein PC.
    Und für viele Webseiten ist Japan auch eher Nischenthema.

    Quote:
    Du gehst davon aus, dass viele japanische Spiele sich dem Westen angepasst haben, aber womöglich liegt das auch daran, dass viele(?) auf den japanischen Markt ausgerichtete Spiele erst gar nicht außerhalb Japans mehr erscheinen (z.b. Yakuza 5), womöglich von denjenigen importiert werden, bei denen die Faszination erhalten geblieben ist.

    Das gab es doch schon immer. Es ist keineswegs so, dass früher alles in den Westen gekommen wäre. Im Gegenteil, vieles gab es nur als Japanimport, manches wurde wenigstens in den USA veröffentlicht…

    KIar, es gibt eine gewisse Japandominanz bei Handhelds. Die lässt sich aber tatsächlich recht simpel erklären. Handhelds sind in Japan immer noch sehr stark, im Westen allerdings nicht mehr. So hatte die PSP noch wesentlich mehr große Westtitel als mittlerweile die Vita.
    Beim 3DS dürften die jüngere Zielgruppe und auch Nintendos eigene Dominanz bei der Software eine gravierende Rolle spielen.
    Stattdessen kommen westliche Mobiltitel mittlerweile für Smartphones.

    Insofern, wenn man sich Zahlen und tatsächliche Entwicklungen mal wirklich anschaut, dann spielt Japan einfach nicht mehr die gleiche Rolle wie früher.
    Interessant sind da auch mal Sonys System Seller. Zu PS1 Zeiten waren viele der Exklusiv Highlights tatsächlich Made in Japan. Auf der PS3 waren fast alle großen, exklusiven Seller “Rest der Welt”, außer Gran Turismo. Und das kann man nicht wirklich als sehr japanisch bezeichnen.

    Das lässt sich empirisch sehr wohl belegen. Sicher gbt es eine sehr aktive japanophile Internetgemeinde und sicher spielt es für eine Gruppe von Die Hard Zockern immer noch eine gravierende Rolle. Allgemein waren japanische Spiele außerhalb Japans aber noch nie so unwichtig wie heute. Ganz abseits von persönlichen Vorlieben.

    Zum Thema ländertypischer Spiele, die eben auch ein eigenes Feeling versprühen. rvn hatte ja schon Anno und Siedler genannt. Ich würde z.B. mal Ambermoon und Amberstar oder auch Biing für Deutschland nennen. Solche Spiele hatten ein Look & Feel, das es weder in Japan noch bei amerikanischen Titeln gibt und das man irgendwo als typisch für deutsche Spiele ihrer Zeit bezeichnen könnte.

    Oder derzeit Adventures made in Germany, die einfach eine andere Art von Humor aber auch eine andere Art, Geschichten zu erzählen haben. Ebenso fühlen sich Gothic und Risen einfach anders an als ein US-RPG.

    Stellvertretend für Spiele aus dem Osten mal STALKER oder Metro. Die fühlen sich einfach völlig anders an als ein amerikanischer FPS.

    Genauso gab und gibt es sehr typisch britische Spiele. Homecomputerfans würden da vllt. neben anderen Bitmap Brothers und Project 17 nennen. Aber auch Ninja Theory oder Free Radical haben bzw. hatten einen anderen Stil.

    Nun mögen die je nachdem, wo sie nun genau herkommen mehr Gemeinsamkeiten untereinander haben als sehr japanische Spiele. Trotzdem finet man sehr viele kulturell bedingte Eigenheiten. Von einem amerikanischen oder französischen Entwicklerteam würde nie ein Spiel kommen, das sich wie STALKER anfühlt. Vieles davon geht an reinen Konsolenspielern aber völlig vorbei. Console only Zocker kennen weder STALKER wirklich, noch The Whispered World oder Ambermoon.

    Schlagen wir nochmal die Brücke zurück zur M! Games. Warum berichten die so viel über Japan? Weil es eine breite Masse an Spielern interessiert, oder viel mehr, weil die Gruppe der Spieler, die heute noch solche Zeitschriften wie die M! Games überhaupt kauft daran interessiert ist?

    Warum ist das hier im Forum ein dominantes Thema? Weil das maniac.de Forum so furchtbar repräsentativ ist, oder weil sich hier ein Haufen absoluter Obernerds rumtrollt, die oft über 30, teils sogar 40+ sind, schon 25 Jahre oder länger zocken und eben mehr wollen als das jährliche CoD/FIFA/Assassins Creed?

    #1199767
    NanoEXNanoEX
    Teilnehmer

    Die M! ist ein halbes Otaku – Magazin mit Japannews. Und das finde ich wiederum gut. Gibt nicht mehr viele Seiten, welche dem ehemaligen Hype von damals noch die Stange halten. Deswegen würde ich es cooler finden, wenn es eine Anime/Manga Sektion, anstelle von platten Hollywood- Gedöns- Trailern geben würde. Das würde die M! extrem aufwerten. Wie das Heft so ist, kann ich nicht sagen. Habs früher mal gelesen, doch heute macht man ohnehin (fast) alles nur noch online. Ich kaufe z.B. kein Papiermedium mehr.

    Das klingt ein wenig OT, aber dennoch gehört es mMn noch ganz gut zum Thema. Vor allem Ullus dürfte sich hier recht wohl fühlen. Schade das man hier als User keine Blogs eröffnen kann. Sonst würde ich mich über JRPG und Anime/Manga Blogs sehr freuen und diese auch verschlingen. Gegen eine K-pop und J-Rock/Pop Sektion hätte ich ehrlich gesagt auch nichts. N’ bissl Girls Generation (SNSD, Shoujo Jidai), Bi Rain, Exile und Co. ist nichts einzuwenden. Gibt ja schon genug Hip- Hop in De. und ich kanns echt nicht mehr hören. ;/

    #1199768
    ghostdog83ghostdog83
    Teilnehmer

    @NanoEX:

    Einige der von dir angesprochenen Punkte (Nintendo) habe ich doch bereits erwähnt (im Gespräch mit captain carot).

    Das die ursprüngliche Ausgangsfrage besser oder anders hätte formuliert werden müssen ebenso (im Gespräch mit ChrisKong), ich hatte diese dann auch noch etwas abgewandelt und an ChrisKong weitergereicht. Besser wäre es wohl gewesen, gleich zu fragen, wie es mit der Zufriedenzeit bzgl. der derzeitigen Lage in Japan steht, statt dieser Versus-Frage vorzuschieben. Tinker Corps schreibt im letzten Satz, dass er den japanischen Markt zwar grundsätzlich lieb hat, aber von der derzeitigen Situation frustriert ist. Das wurde scheinbar überlesen, hätte daher der eigentliche Aufhänger dieses Threads sein müssen.

    NanoEX wrote:
    Deswegen empfinde ich dieses Gedankenspiel als solches zu plump, um es ausführlich diskutieren zu können. Gerade eben weil man schwer auf japanische Spiele verzichten kann.

    Das ist eine Pauschalisierung, es gibt auch Spieler, die mittlerweile wenig oder gar nicht etwas mit dem japanischen Markt anfangen können. Ich z.b. kann derzeit gut auf japanische Spiele verzichten, sehe da aktuell keinen Titel für mich, den ich unbedingt haben müsste.

    captain carot wrote:

    KIar, es gibt eine gewisse Japandominanz bei Handhelds. Die lässt sich aber tatsächlich recht simpel erklären. Handhelds sind in Japan immer noch sehr stark, im Westen allerdings nicht mehr.

    Das habe ich doch auch als Grund für die stärkere Unterstützung bei klassischen Japan Titel genannt (du beschreibst es nur ausführlicher). Sorry, aber so was regt mich wirklich etwas auf. Wozu schreibe ich überhaupt etwas, wenn dann nur ein Teil davon gelesen wird, auch so muss ich mich immer mal wieder wiederholen, obwohl bestimmte Punkte bereits genannt wurden (damit meine ich nicht dich im speziellen sondern allgemein).

    Ich werde auf die übrigen Punkte später noch eingehen, da ich noch was zu tun habe und für den Filmzirkel noch Ergänzungen vornehmen möchte.

    #1199769
    captain carotcaptain carot
    Teilnehmer

    Ich zitiere mal meine ursprüngliche Antwort:

    captain carot wrote:

    Früher?

    Rest der Welt, wenn auch ungern.

    Heute?

    Japan.

    Im Vergleich zu früher fallen mir nicht mehr besonders viele in Japan entwickelte ein, die wirklich wichtig wären. Und davon ist ein sehr großer Teil von Nintendo.

    Die Begründung dürfte die gleiche wie bei vielen sein. Es kommt einfach nicht mehr besonders viel aus Japan, das mich reizt, gerade im Vergleich zu früher.

    Zu PS1/N64 Zeiten gab es auf Konsole bei mir mehr Japan- als Westtitel. Wobei ich damals auch nicht ausschließlich auf Konsolen gezockt hab.
    Zu PS2 Zeiten immer noch eine leichte Japandominanz. Mit PC dürfte das Verhältnis alles in allem ausgewogen gewesen sein. Aber alleine schon Devil May Cry 1-3 (ich find Teil 2 zwar sehr deutlich schwächer aber immer noch ganz ok), die damals noch obligatorischen Technikgranaten von Namco wie Soul Calibur oder auch Tekken 5, das zu Unrecht missachtete FF XII mit vielen frischen Ideen, ich hätte zu der Zeit keineswegs auf Nippontitel verzichten wollen.

    Heute?
    Sorry, aber aus meiner Sicht haben eine Handvoll J-RPG’s wirklich noch Topqualität, Lost Odyssey etwa.
    Infinite Undiscovery war schon sehr mittelmäßig, Blue Dragon ist zwar nicht schlecht, aber auch nicht so richtig gut, eher ein 2- Spiel.

    Brilliante, klassisch japanische, fette Action?
    Bayonetta, Vanquish, sogar Ace Combat 6. Es gab schon welche. Devil May Cry 4 war vllt. etwas uninspiriert, sah aber gut aus und spielte sich gut. Es ist aber verdammt noch mal viel weniger als früher und es interessiert sich in vielen Fällen kein Schwein dafür.

    Also einmal in der Kurzfassung und dann noch mal ausgearbeitet, weder kommt aus Japan noch sehr viel, das mich reizt noch scheint es in den meisten Fällen dann wirklich jemanden zu interessieren. Es gibt immer noch Nippontitel, die ich mag und auf die ich nicht verzichten will. Aber wenn ich mich ernsthaft entscheiden müsste, dann für den Rest der Welt. Qualitativ ganz sicher nicht schlechter, vllt. nicht wirklich innovativer aber entwicklungsfreudiger und mittlerweile auch öfter mal mit mehr Spirit.

    Immerhin, es gibt noch eine Handvoll japanischer Entwickler, die das bringen, was ich haben will. Und ich muss auch keine Wahl treffen.

    Edit:
    @Ghostdog:

    Quote:
    Das habe ich doch auch als Grund für die stärkere Unterstützung bei klassischen Japan Titel genannt (du beschreibst es nur ausführlicher).

    Nur leitest du daraus und aus Leuten, die Neuauflagen alter Titel spielen ab, dass ernsthaft neues Interesse an Nippontiteln geweckt wird. Und genau das glaub ich nicht.

    Wer kauft denn im Westen eine Vita? Vorzugsweise eh Vollnerds. Also nicht unbedingt ein Klientel, das wirklich neu an japanophile Spiele herangeführt wird sondern eher Spieler, die sowas sowieso spielen.

    Auf dem 3DS ist wiederrum die Nintendodominanz das Problem.

    Hoffe mal, der Link funzt wie er soll.

    Von den Top 20 Spielen sind 17 von Nintendo, zwei nicht im Westen erschienen und bei Kingdom Hearts 3D könnte man jetzt prima drüber streiten, ob sich das in den USA wegen der Disney Figuren besser verkauft hat als in den USA.
    Zu den Reihen, die diesseits von Nintendo im Westen wirklich populär sind gehört primär Lego, während die meisten typisch japanischen Spiele tatsächlich primär in Japan populär sind.

    Insofern würde ich wirklich ernsthaft bestreiten, dass im Westen wirklich noch eine nennenswerte Anzahl neuer Spieler an japanische Spiele im Allgemeinen herangeführt werden. Eher an Nintendo selbst.

    #1199770
    ChrisKongChrisKong
    Teilnehmer

    @Carot Dies mag sicher auch mit MS zusammenhängen. Immerhin kamen seit Sega/Nintendo ja alle Konsolen aus Japan, zumindest die mehr oder wenig erfolgreichen. ^^

    Darum kam zu PS1, Saturn, Dreamcast Zeiten sehr viel aus Japan. Das N64 war eigentlich die Konsole, wo mMn noch die meisten West-Perlen kamen, namentlich von Acclaim. Spätestens seit der X-Box hats wohl aber in die andere Richtung gekippt.

    Ich kann mich auch noch so vage an einen Artikel in der Maniac erinnern wos um die damals aktuelle Situation japanischer Entwickler ging und warum die westlichen Entwickler ihnen langsam das Wasser abgraben.

    Weiss allerdings nicht mehr wie lange das her ist. Vielleicht hat jemand die betreffende Ausgabe sogar schon erwähnt.

    #1199771
    Anonym
    Inaktiv

    Den Rest der Welt.

    Japanische Spiele haben für mich einen unerreichbaren, fast schon mystischen, Charme den für mich bis heute nicht ein einziges Spiel aus dem Westen erreicht hat.
    Klar gibts tolle Spiele aus dem Westen, aber nichts davon kann japanischen Spielen das Wasser reichen.

    DAS IST MEINE REIN SUBJEKTIVE MEINUNG!!!!

    #1199772
    ghostdog83ghostdog83
    Teilnehmer

    @ChrisKong: Das müsste die Ausgabe 4/2010 sein.

    #1199773
    SpacemoonkeySpacemoonkey
    Teilnehmer

    also wenn ich die meisten guten spiele spielen wollte würde ich mich für den westen entscheiden aber da ich nicht hundert spiele spielen kann würde ich mich für die wenigen besten spiele ihres genres aus japan entscheiden. zum glück muss ich mich nicht entscheiden denn ein leben ohne wipeout wäre schon doof

    #1199774
    ChrisKongChrisKong
    Teilnehmer

    Vermutlich ist auf beiden Seiten in gewissen Genres der Sättigungsgrad längst überschritten worden. Ich vergleich das mit Musik. Da kann auch ein Lied, welches man exzessiv hört, auf einmal verleiden, als hätte man es nie gemocht.

    Im Westen sind das halt Shooter, von denen es nicht wenige gibt. Darum werden Westspiele hauptsächlich mit diesem Genre in Verbindung gebracht, ferner noch Sandboxspiele, wobei auch da ein gewisser Shooterpart mit drinne ist.

    Bei den Japanern dürfte das RPG Blatt langsam ausgereizt sein, die Masse an blaubehaarten oder stachelfrisurigen Helden und kichernden Mädchen ist unterdessen einfach inflationär im Gebrauch.

    Bei Nintendo könnte man von einer JnR Sättigung sprechen. DKTF ist klar besser als sein Wii Vorgänger, dennoch zeigt sich da auch bei den Testern ein gewisser Trott, der sich auch in so manchem Kommentar hier wiedergespiegelt hat. Man findet es nicht generell schlecht, aber es reizt irgendwie nicht mehr so.

    Ich würde momentan bei den populären Genres, den Japanern sogar etwas mehr Ideenlosigkeit vorwerfen. Da versucht der Westen aktuell eher ein wenig die Themen zu variieren. Aber das ist jetzt nur mein Eindruck.

    Aber ich glaube in Japan hat man das langsam aber sicher auch erkannt. Wie da nun Massnahmen genau aussehen werden, wage ich nicht zu mutmassen, aber Tatsache ist, dass der stationäre Markt in Japan nicht mehr auch nur ansatzweise den Stellenwert von früher hat. Sogar die PS4, die weltweit lief, hat dort irgendwie nur Schulterzucken ausgelöst. Da fehlts einfach an Spielen, die an den TV fesseln. Dass auch immer wieder Westspiele in japanischen Charts drin sind, zeigt, dass man dort durchaus bereit ist, Neues auszuprobieren. So schätze ich auch die Japaner als Volk ein.

    Ich wohn ja in einer Touristenhochburg hier in Luzern. Und von den internationalen Gästen sind die Japaner definitiv die probierfreudigsten, besonders auf kulinarischer Ebene. Das ist einfach der Kick, was Neues zu erfahren und zu erleben.

    Ich vermute mal, dass das Spieleangebot auf stationären Konsolen eben diesem Bedürfnis kaum noch entspricht.

    Also könnte man sagen, dass der japanische Markt diesbezüglich wegbricht. Und anstatt wieder ein wenig darauf zu fokussieren, bringt man Spiele und versucht sie so westtauglich als möglich zu machen, sprich man setzt auf Konformität. Dies lässt die Spiele dann natürlich erst recht nicht mehr ein eigenes Feeling haben. Mag sein, dass ich mich da täusche, aber dieses Anpassen an den globalen Markt, war irgendwie Gift für die Kreativität der Japaner.

    #1199775
    ghostdog83ghostdog83
    Teilnehmer

    @captain carot:

    Einige deiner Argumente stimme ich nach wie vor nicht zu bzw. bin von diesen nicht überzeugt oder die Aussage ist selbstredend (z.b. die Stilfrage, nebenbei, für mich ist STALKER einer der besten Shooter die ich je gespielt habe), werde dazu aber auch nichts mehr entgegnen, da sie jeweils nur Meinungen repräsentieren.

    Was die Auflage der Zeitschriften angeht, so sind mir diese Zahlen durchaus bewusst, daher stimme ich dir zu, dass diese mittlerweile mehr in die Nische verdrängt werden.

    Was das Repräsentative angeht, so habe ich nie behauptet, dass dieses Forum ein Spiegelbild der Spielerschaft als Ganzes ist, sondern dass du hier “einige” Beispiele findest “warum Spieler nicht ohne japanische Spiele leben können bzw. diese ausschließlich bevorzugen.”, mehr nicht.
    Das war auch als Teilantwort auf deine Frage gedacht:

    captain carot wrote:

    “Die große Frage lautet IMO eher, warum wird immer noch so sehr zwischen Japan und Rest unterschieden, obendrein wo sich doch recht viele japanische Spiele auch an den Rest der Welt angepasst haben.”

    Ich habe auch nicht von vielen gesprochen sondern von relativ vielen Spielern, also in abgeschwächter Form, da mein Wissen auf dem Gebiet nicht fundiert genug ist um zu behaupten es wären wirklich viele, die sich für solche Spiele interessieren. Die Aussage, der Stellenwert sei größer, als bei jedem anderen Land ist dagegen eine sehr kühne Aussage von mir gewesen, das muss ich einräumen, würde diese auch nachträglich streichen.

    Bzgl. des Nischendaseins auf den Webseiten – da fehlt mir der Überblick (ich bin nur auf Maniac.de, Gamersglobal.de und dem Neogaf aktiv), aber ich gehe mal davon aus, dass dies von Fall zu Fall unterschiedlich sein kann, je nachdem welchen Schwerpunkt die jeweilige Seite hat und welche Titel aktuell im Gespräch sind, grundsätzlich dürften japanischen Titel mit großen Namen (Metal Gear Solid) nach wie vor eine große Aufmerksamkeit erhalten – und MGS ist für mich immer noch eine Reihe, die typisch japanisch ist (schon allein aufgrund der Präsentation). Das soll nur ein Beispiel aus meiner Sicht sein, du kannst das natürlich anderes sehen, wie japanisch die Reihe noch ist bzw. dass solche Titel nur noch die Ausnahme bilden.

    captain carot wrote:

    Das gab es doch schon immer. Es ist keineswegs so, dass früher alles in den Westen gekommen wäre. Im Gegenteil, vieles gab es nur als Japanimport, manches wurde wenigstens in den USA veröffentlicht….

    Das ist auch nicht Punkt, es ging mir nur darum, dass du behauptest hast, viele japanische Spiele seien verwestlichst worden – meine Entgegnung sollte nur diese Aussage (“viele”) infrage stellen mehr nicht.

    captain carot wrote:

    Nur leitest du daraus und aus Leuten, die Neuauflagen alter Titel spielen ab, dass ernsthaft neues Interesse an Nippontiteln geweckt wird. Und genau das glaub ich nicht.

    Ich habe keine Behauptungen aufgestellt, sondern Ursachenansätze versucht zu liefern, daher auch im Konjunktiv geschrieben (“sein kann” nicht “wird”).
    Ich habe meine Aussagen auf der Basis, keine eindeutigen Antworten zu liefern zu können, formuliert (Konjunktiv bzw. als indirekte Frage), ohne eine klare Behauptung aufzustellen, die ich nicht belegen kann.
    Meine Ausgangsaussage, bevor wir über deine Frage “… warum wird immer noch so sehr zwischen Japan und Rest unterschieden, …” diskutiert hatten, lautete unmissverständlich:
    “Ich kann dazu keine eindeutige Antwort liefern, da ich den japanischen Markt in seiner Umfassendheit nicht so gut im Blick habe wie andere.”

    Einzig bei Nintendo würde ich mich festlegen wollen, dass das Unternehmen eine nun wichtigere Rolle bei der Außenwahrnehmung Japans einnimmt, da die anderen großen Hersteller schwächeln (wie von dir genannt z.b. Square Enix).

    Das Nintendo universell gut ankommt ändert nichts daran, dass das Unternehmen für mich durch und durch Japanisch geprägt ist, was sich auch in den Spielen widerspiegelt, vielleicht nicht so überdreht wie bei anderen (mit Ausnahmen siehe Bajonetta, auch wenn dieses nicht von Nintendo selbst stammt), aber immer noch japanisch genug.

    Deine Begründung bzgl. des Umschwungs zu West Titeln ist bei mir sehr ähnlich, Lost Odyssey hat mir z.b. auch noch sehr gut gefallen. Wie sieht es bei dir mit Xenoblade Chronicles aus?

    #1199776
    captain carotcaptain carot
    Teilnehmer

    @Ghostdog:
    Der Witz ist, im Prinzip stimme ich dir zwar zu, dass es bei den Japanfans eben wirklich so ist, das Land und die Spielekultur, ggf. japanische Subkultur allgemein, haben einen hohen Stellenwert. Die andere Frage ist, wie viele Spieler sind das nun. Und genau da denke ich, wenn man Nintendo mal als getrenntes Thema behandelt, weil die nahezu überall sehr populär sind und, behaupte ich zumindest mal, nicht unbedingt typisch japanisch, sondern er weltweit gleich kompatibel, dann ist die Rolle einfach extrem geschrumpft.
    Gleichzeitig spielt es in der Fraktion der Nipponanhänger immer noch eine sehr gravierende Rolle.


    @ChrisKong
    :
    MS hatte sicher einen gewissen Einfluss. Den sollte man aber auch nicht überbewerten. Videospielkonsolen kamen aus dem Westen und in der Frühzeit waren westliche Unternehmen auch sehr prägend. Mit den Homecomputern sind dann viele Entwickler abgewandert auf andere Syteme. Dennoch waren die Spiele im Westen gefragt. Ab Playstation 1 gab es dann einen allmählichen Trend zurück zur Konsole, auch wenn damals viele Westentwickler nur im PC-Lager aktiv waren. Microsofts Eintritt in den Konsolenmarkt hat da IMO nur einen Trend beschleunigt, den es eh schon gab.

    #1199777
    Anonym
    Inaktiv

    @Ullus
    Erstmal sorry das das solange mit meiner Antwort gedauert hat … zum Thema :

    Einerseits sagst du das du 14 nicht gespielt hast , im selben Satz erwähnst du das es das alles früher schon gab , begreife ich nicht.

    Drakengard.Wenn jemand kategorisch sagt etwas sein Müll bin ich damit grundsätzlich nicht einverstanden.Du findest es ist Müll. Nicht mehr,nicht weniger.

    Das neue Sacred ist kein Sacred und ein Schlag ins Gesicht für alle Fans des Quellmaterials , wohl kein schlechtes Spiel aber eben kein Sacred.

    Was die Jrpg Bibliothek des Saturns angeht kann die insgesamt betrachtet sicherlich nicht mit der der PsOne mithalten , allerdings hats dort mit Shining the holy Ark meinen persönlichen heiligen Rpg Gral , deshalb musste ich es erwähnen.
    Aber zu sagen mit Squaresoft und Atlus konnte keiner mithalten ist mir schonwieder zu grundsätzlich Ich finde es in diesem Zusammenhang immer sehr angemessen ein imo,mMn etc davor zu setzten denn das macht es Lesern die potentiell anderer Meinung sind einfacher damit klarzukommen und zeigt auch gleichzeitig das man nur von seiner eigenen Meinung redet und nicht von allgemeingültigen in Stein gemeisselten Wahrheiten.

    Ich habe verstanden das du Neptunia etc zum fremdschämen findest und das ist dein gutes Recht.Muss das auch auf mich zutreffen?Nein.

    Die Bewertungen der Fachpresse treffen derart selten meinen Geschmack das sie für mich einfach keine Rolle spielen.
    Enchanted Arms habe ich mittlerweile 3x durchgespielt.Geiles Kampfsystem, sammelbare Gegner die man selber benennen kann und mit der Queen of Ice einen meiner Lieblingsbosse ever. Infinity Undiscovery hatte nen Echtzeit Kampfsystem , ne mehr oder weniger frei begehbare Welt und am Ende tötet man einen Gott.Genau mein Fall.

    Worauf du dich im folgenden Part beziehst ist mir nicht ganz klar , ich nehme an es geht darum das ich jp Spiele besser finde als westliche.Wenn ich mich richtig entsinne habe ich aber klargemacht das es sich dabei nur um meine Ansicht handelt und gleichzeitig erwähnt das ich null Problemo mit Westkram habe – ich verstehe das Problem nicht.

    Das Gemecker einzustellen war eine Aufforderung an alle die eben ständig meckern, insbesondere der SE Bash ist ja derzeit sehr trendy.Mit der Androhung das ICH sonst auch mal das Maul aufreissen könnte war eben genau das gemeint.Es git nämlich ne Quaddrillion an Sachen die ich im Videospielsektor nicht nachvollziehen kann ,bzw Dinge die mir auf die Nerven fallen..bspw.Microsoft.Ich habe absolut nichts gegen die XboxOne und auch auf diesem System wird es wie auf so ziemlich jeden anderen System ne Menge geiler Sachen geben, aber ich verstehe einfach nicht wie man als Kunde etwas von denen kaufen kann nachdem die alles und jeden von vorne bis hinten belogen haben.Aber meckere ich im XboxOne Talk oder MS News rum wie kacke ich die finde?nein!Einfach weil es Leute gibt die ihren Spass damit haben und warum soll ich denen das vermiesen?

    Nächster Post nach dem Review:

    Normalerweise halte ich mich aus solchen Disskusionen alleine schon deshalb raus weil sowas meistens einfach zu nichts führt. Und bezogen auf deinen Thread mit ähnlichem Thema . Den habe ich sehr wohl wahrgenommen ,allerdings hat schon die Namensgebung ein Kopfschütteln bei mir hervorgerufen , damit war der Drops für mich gelutscht.

    Damit ein Videospiel für mich phänomenal wird muss es mir gefallen, es gibt keine allgemeingültigen Messwerte dafür die auf Jedermann zutreffen.
    Was ein Psychologe , Schriftsteller oder Drehbuchautor zu diesem oder jenem Spiel zu sagen hätte ist mir herzlich egal.

    Viel Spasss beim spielen !

    #1199778
    UllusUllus
    Teilnehmer

    @ Hakumen: Die Kritik an den japanischen Rpgs ist definitiv gerechtfertigt, denn in Japan ist nicht alles Gold was glänzt.

    Japan hat definitiv abgebaut.

    Ich hatte meinen Thread dazu aufgemacht um etwas tiefer zu gehen und über die Materie zu diskutieren.

    Das hat nichts mit gelutschten Drops zu tun, sondern entspricht der Wahrheit.

    Oder meinst du etwa die Japaner machen alles richtig, auffallend ist folgendes, ihr als Japanfreunde nehmt alles hin und heißt alles gut, selbst bei den größten auffallenden Macken eines Spiels.

    Entchanted Arms hat unfassbar lange und das Spiel künstlich in die Länge gezogene Dialoge, allein diese Tatsache ist ein ganz großer Patzer für den Spielfluss.

    Sacred 3 is Müll, so viele schlechte Bewertungen können nicht irren. Die grauenhaften Dialoge und die grässliche Sprachausgabe sind zum Kreischen Davonlaufen oder Würgen. Das allein versaut schon das ganze Game.

    Auch die Tatsache, das die PC Version, wenn einmal freigeschaltet, nur noch auf dem eigenen PC läuft und somit ein Weiterverkauf unterbunden wird ist ganz großer Scheiss und eine bodenlose Frechheit gegenüber dem zahlungskräftigen Kunden.

    Außerdem hab ich jetzt zum dritten Mal bereits niedergetippt, das im Prinzip westliche und japanische Games beide jeweils nicht schlechter oder besser sind.

    Bei euch ist alles gut. Gemeckert wird dann wieder mehr über die westlichen Games.

    Wenn ich etwas kritisiere, dann meine ich das auch, bin aber immer noch tolerant und fair und finde noch was gutes.

    Verstellen bringt nix, wenn ich kritisiere dann äußere ich Kritik, wenn ich motze dann motze ich. Sowas ist wenigstens ehrlich.

    Anscheinend sind manche zu brav und trauen sich nicht zu kritisieren, wo Kritik durchaus angebracht wäre.

    Die Zeiten wo ich alles schlucke sind vorbei, wenn mir was nicht passt, sage ich das auch oder schreib es nieder !

    Fertig is !

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