(Komplexe) Stories in Spielen. Segen oder Fluch?

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  • #1166098
    FuffelpupsFuffelpups
    Teilnehmer

    HOW DARE YOU, wagst du es das beste und storylastigste Spiel ever anzuzweifeln, die Stanley Parabel. Das Spiel lebt von seiner Story und allein davon. Wer nur ein Video schaut, der hat sich schon 95% vom Spiel versaut. #TeamStanley Let’s Do it again, shall we..?

    #1166099
    bitt0rbitt0r
    Teilnehmer

    handlung ist schon in ordnung. sollte halt nix allzu verwirrendes sein.
    aber spiele, die vor lauter mega-cineastischer präsentation und leck-mich-doch-am-arsch-grafik das gameplay vernachlässigen und nichtmal die steuerung richtig gebacken bekommen find ich auch scheiße (nach dem ersten mal durchspielen).

    #1166100
    RonynRonyn
    Teilnehmer

    Handlung 8bit.
    Geschichte 16bit.

    (Komplexe) Handlungen werden ja sehr oft mit Motivation verwechselt.

    #1166101
    ZetsuboudaZetsubouda
    Teilnehmer

    @Kong (Dank der langen Schreibzeit^^’]
    Oha, dass du ausgerechnet Mario als Beispiel hinlegst…wo doch die ewiggleiche Handlung sowas von behämmert ist. ^^
    Prinzessin wird entführt -> Dicker Klempner+Freunde ziehen los und -Hüpf hüpf- retten sie.
    Nächster Teil: Rinse and repeat. Copy and paste. Aus der Pfanne auf den Teller und zurück. Immer wieder.
    Da seh ich keine großartig durchdachte Geschichte, sondern eine sinnbefreite Rahmenhandlung, die das Rumgehüpfe rechtfertigen soll.
    Ach, Prinzessin Peach hat eine Schwester (nicht mehrere?)? Warum nimmt sich King Bowser denn nicht mal ihrer an?
    Wieviele Königreiche haben Mario und Konsorten bereist? Gabs da keine Prinzessinnen oder wieso pflückt die Riesenkröte immer den Pfirsich?
    “Naja, weil die Charaktere halt bekannt sind!” lautet die Schlussfolgerung.
    Und wer kann sich nicht mit einem dickbäuchigen Latzhosenträger, der wiederholt in Abflussrohren taucht, reihenweise magic mushrooms konsumiert und Schildkröten plattstampft, identifizieren? :D

    Nehmen wir mal das Beispiel ‘Silent Hill’:
    Story? Okkult und düster. Haben wir alle schon erlebt *hust*…
    Wir wissen also, was in welcher Situation zu tun ist und steuern als Übervater ‘Mister X’ eine Figur durch eine neblige Kleinstadt.
    Hin und wieder finden wir Zettel oder andere audiovisuelle Nachrichten, die uns über den Hintergrund aufklären möchten. Die werden aber ignoriert, weil echter Mord und Totschlag von kruden Viechern vor den eigenen Augen interessanter sind. Wegweisende Zwischensequenzen, in denen neue Charaktere auftauchen, werden stumpf abgewürgt. Ziele kennen wir schon, das Blabla von der Alten oder einer durchgedrehten einsamen Krankenschwester sind uns egal.
    Weiter gehts also, einen Schlüssel nach dem anderen drehend, irgendwelche Täfelchen verschiebend und manchen Magenauswurf vernichtend, dem Ende entgegen. Über den Bildschirm huschen Namen der kreativen Köpfe, Sprecher und Herausgeber. Ende. Ein Tag wieder jeder andere. *Gähn*

    Lassen wir uns jetzt mal darauf ein, den Figuren zuzuhören, Hinweise zu verfolgen und Nachrichten zu entschlüsseln.
    Wir versinken in einem Strudel aus perversen Machenschaften, ekligen…’Etwassen’ und fragen uns insgeheim “Was zum Fick ist in dieser Stadt falsch gelaufen?!”, “Wieso steh ich [der Protagonist, den ich steuere und dessen Emotionen klar nachvollziehbar sind] hier in diesem vergammelten Kaff und suche etwas?” sowie “Wer oder was lässt mich Teil dieser Absurditätenküche sein?”. Unser Verstand sagt uns, dass diese abgedrehte Geschichte unmöglich der Realität nahe ist.
    Die Frage nach dem ‘Was wäre, wenn…’ jedoch lässt unsere Fantasie Achterbahn fahren und die Pumpe in Hochleistung arbeiten.

    Zugegeben, das klingt nicht unbedingt nach dem Text weiter oben, in dem von Logik die Rede ist.
    Gleichwohl ist es eine Frage, ob man sich in die Lage der Personen hineinversetzen kann. In diesem Fall ist es das Unbekannte, das uns antreibt.
    Entweder die Flucht vor besagtem Unbekannten oder der Erkundungsdrang. Der Zwang, Licht ins Dunkel zu bringen. Gut durchdacht aufgebaut.
    Ob das jetzt von Vorteil ist oder nicht, steht in einem ganz anderen Buch. Zum Beispiel in ‘es’ oder ‘Puls’… ;)
    Und der hier beschriebene Vorgang wirkt nur unter einer Bedingung: Man muss sich auf einen ‘Tauchgang’ einlassen.

    #1166102
    ChrisKongChrisKong
    Teilnehmer

    Sorry, aber sowas fällt mir sogar zu Tetris ein, glaubst du nicht? Würds nicht drauf ankommen lassen XDDD

    Ich könnte jetzt mit einer Parabel zur Zweiklassengesellschaft aufwarten, die sich lauter Elemente in Mariospielen bedient, du würdest vom Glauben abfallen, was da alles drinstecken könnte, wenn man nur will.

    Eigentlich brauch ich keine ellenlangen Textwände, wie sagt man so schön, wer den Ronyn im Haus hat erspart sich den Shuriken, darum, weils so toll pass gleich nochmal:

    Ronyn wrote:
    Handlung 8bit.
    Geschichte 16bit.

    (Komplexe) Handlungen werden ja sehr oft mit Motivation verwechselt.

    #1166103
    ZetsuboudaZetsubouda
    Teilnehmer

    Die Motivation ist die Intention, die reaktiv zu bestimmten Handlungen führt. Handlungen befeuern die Geschichte.

    Natürlich könnte man Tetris mit einer Hintergrundgeschichte versehen. Hat der Russe….wie war doch gleich sein Name?…aber nicht getan.
    Wie es tatsächlich funktioniert, sieht man am Beispiel von ‘Catherine‘. Ein wunderbares Spiel. Vom Zufallsprinzip mal abgesehen.

    Zweiklassengesellschaft in Mario? Kurz gesagt: Die Unterschicht rückt aus, um die feine(n) Dame(n) zu retten.
    Warum die keine Schutzgarde hat, ist jedoch eine andere Geschichte….sofern NintenDO diese Steilvorlage annimmt und ein Spiel darauf aufbaut.
    DO it! ;)

    Und Ronin haben ausser ihrer Herkunft nix mit Shuriken gemein. Sie sind herrenlose Samurai. Da ist nix mit Schutz :P

    #1166104
    ChrisKongChrisKong
    Teilnehmer

    Tja, da merkt man leider, dass du unseren selbsternannten Ninja nicht kennst, warum der sich Ronyn nennt weiss nicht mal seine Mudda. Ich glaube für nähere Infos musst du dich an den Torwächter/bitt0r wenden, der hilft dir gerne weiter……nicht. XD

    BTW vielleicht ist die Motivation ja auch auf den Wunsch des Spielers zu verstehen, der an eine weisse Wand starrt und eine Offenbarung glaubt zu erkennen.

    Mario hast du schon mal nicht so wirklich verstanden, macht aber nix, das Game kann man auch so geniessen, auch wenn du sehr oberflächlich an Spiele rangehst, das muss ich schon sagen. XD

    #1166105
    genpei tomategenpei tomate
    Teilnehmer

    @Ronyn: Danke! XD

    #1166106
    DGSDGS
    Teilnehmer

    … sorry!

    #1166107
    FuffelpupsFuffelpups
    Teilnehmer

    Bei gerade neu gekauft blah, ist zwar PC aber war so geflashed. Für mich einer der Kandidaten für Spiel des Jahres.

    #1166108
    DGSDGS
    Teilnehmer

    @Fuffelpups … “The Stanley Parabel”! Du hast mir damals den Spieltip gegeben! In welchem Thread weiß ich nicht mehr?

    Nochmals Danke dafür! Wurde nicht umsonst, neben “Gone Home”, für etliche Game of the Year Awards in der jeweiligen Kategorie nominiert… :-)
    Wer es verpasst hat, sollte das Spiel auf jeden Fall mal anspielen! Wenn ich mich nicht täusche, gibt es auf Steam eine kostenlose Demo. Wer sich diesem Schatz aus Prinzip verschließt, ist selber Schuld…

    #1166109
    ZetsuboudaZetsubouda
    Teilnehmer
    ChrisKong wrote:

    Tja, da merkt man leider, dass du unseren selbsternannten Ninja nicht kennst, warum der sich Ronyn nennt weiss nicht mal seine Mudda. Ich glaube für nähere Infos musst du dich an den Torwächter/bitt0r wenden, der hilft dir gerne weiter……nicht. XD

    Da würd ich mir ehrlich gesagt Sorgen machen, wenn die das wüsste O.o

    Quote:

    BTW vielleicht ist die Motivation ja auch auf den Wunsch des Spielers zu verstehen, der an eine weisse Wand starrt und eine Offenbarung glaubt zu erkennen.

    Eine klassische Irritation, hervorgerufen durch ein Übermaß an Kopulation. Nach Konsultation der Personalunion gehts fix in die Institution…

    Quote:

    Mario hast du schon mal nicht so wirklich verstanden, macht aber nix, das Game kann man auch so geniessen, auch wenn du sehr oberflächlich an Spiele rangehst, das muss ich schon sagen. XD

    Möööönsch, nie kann mans den Leuten rechtmachen…erst will einer keine ellenlangen Textwände haben, dann reicht der Abriss nicht. Tz tz
    Ob der Genuß der gleich wie vor 20 Jahren ist, wird sich spätestens dann zeigen, wenn die Wuu erfolgreich aufschlägt.
    Heile, versteht sich.

    #1166110
    ChrisKongChrisKong
    Teilnehmer

    @Zetsubouda Tja, das mit dem Aufschlagen, wolltest wohl an die Dateien ran, was ? XD

    tumblr_m9edmv6l7R1qaj2m4.png

    #1166111
    DerSebomatDerSebomat
    Teilnehmer
    Zetsubouda wrote:

    Lassen wir uns jetzt mal darauf ein, den Figuren zuzuhören, Hinweise zu verfolgen und Nachrichten zu entschlüsseln.

    Wir versinken in einem Strudel aus perversen Machenschaften, ekligen…’Etwassen’ und fragen uns insgeheim “Was zum Fick ist in dieser Stadt falsch gelaufen?!”, “Wieso steh ich [der Protagonist, den ich steuere und dessen Emotionen klar nachvollziehbar sind] hier in diesem vergammelten Kaff und suche etwas?” sowie “Wer oder was lässt mich Teil dieser Absurditätenküche sein?”. Unser Verstand sagt uns, dass diese abgedrehte Geschichte unmöglich der Realität nahe ist.

    Die Frage nach dem ‘Was wäre, wenn…’ jedoch lässt unsere Fantasie Achterbahn fahren und die Pumpe in Hochleistung arbeiten.

    Ich glaube, das ist genau der Knackpunkt. So detailliert will ich mich gar nicht auf Geschichten in Videospielen einlassen. Warum nicht? Weil sie eh nie über das Niveau eines B-Movies rauskommen. Das hat man doch schon alles in zig Filmen, Serien oder Büchern besser gesehen oder gelesen. Silent HIll hat mich auch so geflasht. Ohne jedes Detail aufzusaugen. Wieder waren Atmosphäre, Musik und Game Design dafür verantwortlich.

    Man kann das Ganze ja einfach mal umdrehen. Stellt euch ein Buch oder einen Film vor, der euch an bestimmten Stellen auffordert, bestimmte Dinge zu tun. Zum Beispiel bei Alice im Wunderland. Als Alice in den Kaninchenbau fällt, muss man als Zuschauer Alice selber steuern und sie sicher an den Grund des Bodens bringen. Wenns nicht klappt, muss man das immer wieder und wieder tun. Wäre das nicht etwas nervig und würde uns ständig aus der Geschichte reissen? Ist es nicht so bei Spielen? Man ballert eifrig auf Gegner, hüpft, rennt, fliegt, was-auch-immer – lange cutscenes – weiter gehts. Das wirkt ja manchmal fast schon wie eine Werbeunterbrechung.

    Ich erinnere mich an einen Post in irgendeinem Videospiel-Forum, wo ein User postete, dass er sich wahnsinnig auf “Modern Warfare 3” freue, weil er endlich wissen wolle, ob der Protagonist aus Teil 2 denn nun noch lebe oder nicht. Wer um Gottes Willen interessiert sich für die Story in einem MP-Shooter?? Ich musst da wirklich laut auflachen. Wenns so ist, bin ich auch schon wahnsinnig auf Tetris 2 gespannt.
    Ich will niemandem zu nahe treten, aber wenn sich Menschen tatsächlich von Geschichten in Spielen derart mitreissen lassen, frag ich mich wirklich ob diese schon jemals ein Buch gelesen oder einen Film gesehen haben.

    Ihr habt ja schon ein paar Beispiele genannt, in denen eine super Story heraussticht. Danke dafür. Wird mir wohl aber schwer fallen, diese zu spielen, zwecks mangelnder PC-Hardware ;-)

    #1166112
    TG215TG215
    Teilnehmer

    Interessantes Thema! Ich persönlich hab nix gegen eine komplexe Storyline, wenn Sie mich bei der Stange hält und motiviert weiterzuzocken (z.B. FF7 damals).
    Trotzdem ist ne gute Storyline natürlich kein Muss für ein gutes Spiel. Shadow of the Colossus beispielsweise, fand ich gerade deshalb geil, weil die Story nur angedeutet war und viel Spielraum für Interpretationen ließ.

    Oder Dark Souls beispielsweise, schmiert einem die Story nicht gleich aufs Brot, sondern man muss sich etwas intensiver mit dem Spiel beschäftigen um die Hintergrundgeschichte zu verfolgen. Trotzdem ist die Story nicht unbedingt notwendig um Spaß am Spiel zu haben. Die Entscheidung liegt also quasi beim Spieler, ob er die Story erforschen möchte oder nicht.

    Bei Skyrim war ich Anfangs zunächst neugierieg auf die komplexe Story, nach drei Stunden wars mir aber dann völlig Piepe, weil ich schlichtweg überfordert war und keine Geduld hatte, mir die ganzen Monologe von NPCs anzuhören und zig Bücher zu lesen um mir die Geschichte im Detail zu erarbeiten. Trotzdem macht mir das Spiel Spaß und es gibt auch hier Leute, die genau da Bock drauf haben und sich da reinfuchsen wollen…

    Ich denk also es kommt aufs Genre an und natürlich auch auf die individuellen Vorlieben. :)

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