(Komplexe) Stories in Spielen. Segen oder Fluch?

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  • #1166158
    ElreyElrey
    Teilnehmer

    Erstmal cooler Thread, aber nun zum Thema.
    Ich kann einer komplexen Story sehr viel ab gewinnen. Ich liebe es in einem Spiel das mir eine tolle Geschichte erzählt, zu versinken. Also immer her mit den Stories gerne auch komplex.
    Zu MGS:
    Ich liebe diese Serie mit ihren tausend Wendungen und verschiedenen Personen. Aber ich gestehe, ich muss mich bevor ich ein neues MGS anfange auch immer noch einlesen was den so vorangegangenen ist. Die Story ist schon ein Stück zu verworren um auf Anhieb alles zu verstehen. Mal ne Frage dazu, gibt es ein Buch o.Ä. was die gesamte Story chronologisch erzählt?

    #1166159
    kevboardkevboard
    Teilnehmer

    mhhh… ich glaub nicht… aber zu MGS 1 und 2 gibts Digital Novels… wie gut die sind weiß ich nicht da ich die nie gespielt hab. bald hol ich mir aber die Legacy Collection und werd mir die mal anschauen.
    und wenn man nen schnellen überblick will debk ich kann man mal googlen, es gibt ja zu jedem größeren spiel ne Wiki ^_^

    #1166160
    TommoTommo
    Teilnehmer

    Den episodischen Aufbau von Alan Wake fand ich klasse! So hat man auch nach einer Woche Pause nicht den Faden verloren.
    Ich finde generell sollten Spiele die auch auf eine lange Spielzeit abzielen, keine allzu komplexe Story haben.
    Jedenfalls nicht für mich.

    Das liegt eher an der mangelnden Zeit zum Zocken, als an dem Verständnis.

    Ein 30-40 Stunden Epos mit komplexer Story? Können se gern machen – allerdings bleibt mir dann nur die Rahmenhandlung im Gedächtnis.
    Auf jeden Fall nicht die vielen Einzelheiten. Beispiel: Assassins Creed

    #1166161
    EccaEcca
    Teilnehmer

    @Alan Wake: Glaube schon, oder?


    @captain
    : Dass Jugendliche keine Bücher mehr lesen bzw grundsätzlich nicht lesen, will ich ihnen gar nicht unterstellen. Aber wann hat man das letzte mal einen Jugendlichen vor Robinson Crusoe, Moby Dick, Jules Verne oder Orson Wells sitzen sehen? Das sind aber zB alles Bücher, die ich als Jugendliche gelesen habe, einfach, weil es für mich damals keine andere Möglichkeit gab, Geschichten/Abenteuer/fremde Welten zu erleben (zumindest in einem Elternhaus, wo Fernsehen beinahe ein Tabuthema war).
    Insofern greifen Videospiele schon teilweise (nicht jedes wie gesagt und das ist gut so) in dieselbe Sparte, weil sie es Menschen (nicht nur Jugendlichen natürlich) ermöglichen, eben genau diese Erfahrungen zu durchleben, gepaart mit dem interaktiven Charakter. Denn ich glaube, im Gegensatz zur Leselust ist die Entdeckerlust in vielen gerade Jugendlichen noch dieselbe.

    #1166162
    DerSebomatDerSebomat
    Teilnehmer

    Ist denn bei Alan Wake dann vor jeder Folge auch so ne Art “Previously on Alan Wake”? Also ne Kurzzusammenfassung der bisherigen Geschehnisse?

    #1166163
    DGSDGS
    Teilnehmer
    Elrey wrote:
    Zu MGS:

    Ich liebe diese Serie mit ihren tausend Wendungen und verschiedenen Personen. Aber ich gestehe, ich muss mich bevor ich ein neues MGS anfange auch immer noch einlesen was den so vorangegangenen ist. Die Story ist schon ein Stück zu verworren um auf Anhieb alles zu verstehen. Mal ne Frage dazu, gibt es ein Buch o.Ä. was die gesamte Story chronologisch erzählt?

    Wenn du eine PlayStation 3 besitzt, kannst du dir die MGS 4 Database aus dem PSN runterladen. Darin findest du alle Infos zur Serie, einschließlich Teil 4. Da wurde alles recht gut aufbereitet, inklusive Enzyklopädie, Zeitlinie, Beziehungen, Musikuntermalung und Speicherfunktion. Zudem kannst du Infos betreffend Metal Gear Solid 4 freigeben oder sperren, um dir die Spannung für den Abschluss der Saga zu erhalten. Falls du den nicht schon gespielt hast…

    Ansonsten gibt’s, wie Kevboard erwähnt hat, eine Metal Gear Wiki.

    #1166164
    TommoTommo
    Teilnehmer
    DerSebomat wrote:

    Ist denn bei Alan Wake dann vor jeder Folge auch so ne Art “Previously on Alan Wake”? Also ne Kurzzusammenfassung der bisherigen Geschehnisse?

    Ja so ähnlich. Auf jeden Fall hat man so auch nach einer längeren Pause nicht den Faden verloren.
    Und die Story ist ja schon recht komplex wie ich finde.

    Das haben die Jungs von Remedy so wirklich clever gelöst.

    #1166165
    captain carotcaptain carot
    Teilnehmer

    @Ecca: Auch da kann ich dich beruhigen. Moby Dick oder meinetwegen auch die Schatzinsel waren früher auch keine Standardkost für Jugendliche, solche Klassiker werden dennoch auch heute noch gelesen.
    Gleichzeitig hat auch in den 80ern schon längst nicht jeder gelesen sondern u.a. oft einfach reichlich TV konsumiert.
    Insofern, die Medienlandschaft hat sich definitiv radikal verändert, der Medienkonsum damit zwangsläufig auch, gelesen wird aber dennoch.

    Immerhin reden wir hier von meinem ehemaligen Arbeitsbereich, da informier ich mich noch immer über Entwicklungen und Trends.

    #1166166
    EccaEcca
    Teilnehmer

    Oh, das wusste ich gar nicht, finde aber spannend, meine Beobachtungen mal mit Fakten hinterlegt zu bekommen.

    Ich komme halt aus einer Kinderstube, wo Fernsehen eine sehr untergeordnete Rolle gespielt hat, stattdessen wurden mir immer wieder Bücher vorgelegt und wo die Lesekultur auch vorgelebt wurde. Anhand der Tatsache, dass Bibliotheken und Büchergeschäfte wesentlich wesentlich häufiger (frequentiert) gesehen wurden als heutzutage schloss ich dann einfach, dass das für viele damals galt. Der berühmt-berüchtige Satz “Der Trend geht zum Zweitbuch” tat dann sein übriges. ;)

    Okay, dann ist eines meiner Argumente sicherlich nicht mehr so gewichtig. Bleibt aber immer noch die Tatsache, dass Spiele eine tolle Möglichkeit bieten, Geschichten zu erfahren – eine in einem Spiel gut erzählte Geschichte kann sicherlich eine genauso anregende und spannende Erfahrung sein, wie ein Buch zu lesen.
    http://www.heise.de/ct/artikel/Editorial-1749591.html?from-classic=1 -> ist ein interessanter Gedankenansatz zu dem Thema

    #1166167
    DerSebomatDerSebomat
    Teilnehmer

    Mich würde dann mal interessieren, ob vielleicht Bücher Menschen schon zu Spielen gebracht haben. Gemäß dem Motto “hey, in diesen Killerspielen aus den Nachrichten werden ja auch manchmal ganz interessante Geschichten erzählt”. Kann ich mir persönlich jetzt nicht so vorstellen, aber why not?

    #1166168
    EccaEcca
    Teilnehmer

    “Killerspiele” vermutlich eher nicht, aber es gibt ja zum Glück noch weit mehr, die auch mehr “künstlerischen” Anspruch erheben (wollen) :) Ich hoffe stark, dass das mittlerweile auch mal die öffentliche Meinung erreicht hat. ^^


    @captain
    : Gibts Erfahrungen dazu? Interessieren würde mich das auch.

    #1166169
    captain carotcaptain carot
    Teilnehmer

    @Ecca: Natürlich leidet der stationäre Buchhandel. Deswegen arbeite ich auch nicht mehr in meinem alten Job, leider. Das geht aber nicht so sehr darauf zurück, dass nicht gelesen wird, die Quellen haben sich geändert bzw. ändern sich rasant.

    Es ging, relativ spät, zu einer Marktkonsolidierung. Mittlere Filiaslisten wie die Mayersche (mein Ausbildungsbetrieb), Thalia etc. haben sich breit gemacht und das stark auf Kosten kleinerer Buchhandlungen, gerade in größeren Städten. Dann kam auch schon ziemlich schnell der Internetbuchhandel und seit einiger Zeit E-Books.
    Sowas knabbert natürlich ganz besonders der kleinen Buchhandlung nebenan Kunden weg.

    Allgemein informiere ich mich immer noch über boersenblatt.net und andere Quellen darüber, wie es im Exberuf derzeit aussieht. Allgemein kann man da nur ganz doof sagen, Lesen verschwindet nicht, es verändert sich aber.

    @Sebo: Berichte über Killerspiele explizit vllt. nicht. Allgemein die Berichterstattung vermutlich deutlich. Die Berichterstattung über Spiele hat sich von ersten TV-Beiträgen Ende der Siebziger bis heute auch extrem gewandelt.

    #1166170
    ChrisKongChrisKong
    Teilnehmer

    Killerspiele kommen ja meist im Kontext aufs Tapet, wenn irgendwo wieder ein pubertärer Dummkopf Amok läuft.

    #1166171
    DerSebomatDerSebomat
    Teilnehmer

    Mit Killerspiele wollte ich nur andeuten, dass dieses Klischee nach wie vor in den Köpfen der Menschen drin ist. Videospiel = Killerspiel. Und viele überrascht es dann vielleicht, dass da eben doch noch mehr ist, als nur dumpfes Geballer. Geschichten zum Beispiel.

    #1166172
    kevboardkevboard
    Teilnehmer
    Tommo wrote:

    Ja so ähnlich. Auf jeden Fall hat man so auch nach einer längeren Pause nicht den Faden verloren.

    Und die Story ist ja schon recht komplex wie ich finde.

    Das haben die Jungs von Remedy so wirklich clever gelöst.

    besser sind aber die Abspänne der Episoden :) der Soundtrack der zum großteil wieder von Poets of the Fall kommt ist nämlich fantastisch :D
    Und ja vor jeder Episode kommt ein rückblick auf die letzten paar Episoden.

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