Also das soll jetzt kein Stichwort für eine Diskussion rund um inhaltliche Qualitäten, (fehlende/vorhandene) Innovationen oder erzieherische Ansprüche bei Videospielen sein. Es geht mir eher um die Frage, verdrängt exzessives Zocken irgendwelche anderen Erinnerungen, bzw. habt ihr schonmal das Gefühl gehabt, das wäre so?
Wir kenne Spiele, die einen für Tage ans Pad fesseln, deren Story vielleicht nicht mal das Format eines TV-Films füllen könnten, man aber doch so sehr viel erlebt hat, dass man sich noch Jahre später dran erinnern kann und sich endlosen Diskussionen hingeben kann. Oder Level, die man nur durch komplettes Auswendiglernen meistern kann, dabei Stunden über Stunden verbraten werden. Spiele, bei denen man (gefühlte oder auch nicht) ganze Enzyklopädien an Regelwerken, Dialogen und Hintergrundwissen richtiggehend pauken muss. Und so weiter..
Geht dadurch was verloren, etwas, was man gelernt hat und nun nicht mehr weiß, weil man zu viel, zu lange, zu intensiv gezockt hat? Mit leicht fortschreitendem Alter und einer recht stattlichen Spiele-Bibliothek im Rücken, mache ich mir schon manchmal Gedanken.. gibt’s das wirklich oder weiß ich manches einfach nicht mehr weil es mich a) eh nie richtig interessiert hat oder b) ich es später nie mehr gebraucht habe (z.B. Schulwissen)? Es geht mir hier auch nicht um Videospiele=verplemperte Zeit, das wäre ein anderes Thema, finde ich.
Mich würde einfach mal interessieren wie ihr darüber denkt.
PS: Es muss ja nicht gleich so was drastisches sein wie hier:
Und noch ein anderes Beispiel fällt mir ein: Bei ‘Eine schrecklich nette Familie’ soll Kelly Bundy für ihren Vater bei einem Sportquiz mitmachen. Dafür muss sie büffeln und kann aber nur eine begrenzte Menge aufnehmen und vergisst dafür dann andere Sachen. Wer diese Folge kennt, weiß was ich meine
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