Meckerweide
- Dieses Thema hat 15,498 Antworten, 198 Teilnehmer, und wurde zuletzt von
captain carot vor vor 3 months, 2 weeks aktualisiert.
-
AutorBeiträge
-
23. Juli 2016 um 18:41 #1041040
ghostdog83Teilnehmercaptain carot wrote:Ich hab auch früher in Flugsimulatoren gern Hochhäuser gerammt. Trotzdem mach ich das nicht in echt.Bedauerlicherweise scheint es sich im Fall des Absturzes der MH370 um einen solchen Fall zu handeln, wo der Pilot den Absturz vorher am Simulator trainiert hat:
New York Times | Exclusive: MH370 Pilot Flew a Suicide Route on His Home Simulator Closely Matching Final FlightBei der Verantwortung über andere Menschen müsste mehr für deren Sicherheit getan werden.
23. Juli 2016 um 18:42 #1041041
ChrisKongTeilnehmerEs lässt sich dennoch nicht von der Hand weisen, dass solche Spiele und allgemein der Konsum von Gewalt eben zu dieser Verrohung mit beitragen, ohne der eigentliche Auslöser sein zu müssen. Darum ist dieses pauschale sowie polemische Spiele sind schuld/ nicht schuld Unsinn. Aber in einem Videospielforum dürfte man vermutlich eh kaum eine differenzierte Auseinandersetzung mit der Thematik erwarten. ^^
23. Juli 2016 um 18:54 #1041042
ghostdog83TeilnehmerSo wie das Thema in der Vergangenheit angegangen wurde, verbunden mit Aktionismus siehe Größe der Kennzeichnung, sollte dich die Skepsis hier im Forum wie damit in dem Fall womöglich umgegangen wird eigentlich nicht überraschen.
Eine differenzierte Betrachtung würde ich nicht ausschließen, zumindest kann ich das von meiner Seite so sagen.
23. Juli 2016 um 19:03 #1041043
ChrisKongTeilnehmerDu siehst ja anhand der restlichen Kommentare was Sache ist. Oder wühlst mal im Archiv, was in betreffenden News zu lesen war. Das hat mehr an ein Muttertier erinnert, das sein junges verteidigt. ^^
Das Problem ist, dass man dann schnell in eine Ecke geschoben wird.
Kannst dir sicher vorstellen, was ich von Aktionismus halte. ^^Ach, aber ein Versprechen kann ich dir noch machen, im Zuge von VR wird die Diskussion sicher neu befeuert werden, weil das nochmals ne Stufe tiefer geht, was Immersion betrifft. Kombiniert man das mit der aktuellen News-Lage, ist es nicht mehr weit bis zu den Mistgabeln und denen, die das für ihre Zwecke ausschlachten wollen.
23. Juli 2016 um 19:07 #1041044
D00M82TeilnehmerOneStepToDeath wrote:Kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass nun wieder intensiv über “Killerspiele” diskutiert wird.
Da macht man sich doch lächerlich mit.
Obwohl, Menschen sind dumm. Kann ich mir doch vorstellen.
Thomas de Maizière hat das Thema Killerspiele schon in Umlauf gebracht und angekündigt, man müsse sich damit wieder befassen.
23. Juli 2016 um 21:51 #1041045
captain carotTeilnehmerFalsch Kong. Zumindest bei Erwachsenen fehlt der Nachweis für jegliche Form virtueller Gewalt völlig. Bei Kindern und Jugendlichen greifen noch ganz andere Mechanismen, allerdings spielt da wohl Alltagsgewalt, auch psychische, eine wesentlich größere Rolle.
Tatsächlich gibt’s hier auch nicht mal Verrohung. Nur viel stärkere mediale Aufbereitung.23. Juli 2016 um 22:07 #1041046
ChrisKongTeilnehmerAch und wo bleibt der Nachweis, dass es nicht so ist? Heute sind die Leute doch schon reichlich abgestumpft und das muss man auch nicht belegen sondern merkt man schon am Treiben im Netz. Wo früher noch manch einer schockiert gewesen sein mag, ist es mittlerweile eher Alltag.
Dass man labilen Personen, die eh schon ein gewisses Gewaltpotential haben, nicht solche Spiele vorsetzen sollte, dafür reicht auch gesunder Menschenverstand.
Von falsch kann keine Rede sein.
Ich behaupt ja nicht, dass es der Auslöser ist oder gar ein Hauptfaktor. Nur trägt interaktive Gewalt genauso dazu bei wie allgemein der Umgang damit. Und während gewisse Delikte bei Jugendlichen sogar rückläufig sind, werden Gewaltdelikte dafür zusehends brutaler und die Ursachen auch weniger rational.
Da würd ich klar von einer Verrohung sprechen.Woher die Lust am Töten kommt, das ist sicher kaum eindeutig zu beantworten. Aber bei der Kultivierung dieses Verlangens würde ich jetzt kein Medium prinzipiell aus der Diskussion nehmen. Schon gar kein interaktives. ^^
23. Juli 2016 um 22:31 #1041047
FuffelpupsTeilnehmerZufällig war der 5. Jahrestag vom Breivik Massaker, kann gut sein das der Junge den Typen verehrt hat. Deswegen sollte man nicht mehr die Identität des Täters öffentlich machen, das dieser perverse Personenkult ein Ende hat.
Die Personen kommen mit ihrem Leben nicht klar und wollen mit einem Knall von davon laufen.
24. Juli 2016 um 0:49 #1041048
ChrisKongTeilnehmerJo, ähnlich wie der Pilot der Germanwings-Maschine. Glaube bei solchen Amokläufen ist echt nur eine kleine Minderheit von einer Ideologie geprägt. Persönliches Scheitern im Leben sehr viel wahrscheinlicher.
24. Juli 2016 um 15:18 #1041049
AnonymInaktivIch finds echt heftig, dass nicht endlich mal die Themen Mobbing und vorallem psychische Krankheiten, vernünftig diskutiert werden. Das ist eh schon längst überfällig, aber dies nun immer noch nahezu zu ignorieren und lieber die “Killerspiele” heranzuziehen, nachdem der Täter schon von sich selbst aus erwähnt hat, Mobbing erlebt zu haben und auch einige Zeit in psychiatrischer Behandlung war, geht mir echt nicht ins Hirn.
Was psychische Erkrankungen angeht, gibt es in der Gesellschaft noch so viel Unwissen, Vorurteile usw.
Es herrscht eine regelrechte Stigmatisierung und Diskriminierung, wenns um psychisch Erkrankte geht. Viele Betroffene trauen sich deshalb gar nicht erst, mit anderen über ihre Probleme zu reden.
Kein Wunder das es dann oft heißt “Die Person war doch soooo ruhig und unauffällig. Das hätte ich nie erwartet” usw.24. Juli 2016 um 15:41 #1041050
ChrisKongTeilnehmerWar hier aber scheinbar nicht so, beim Täter hat man Unterlagen gefunden, wonach er sowohl stationär als auch ambulant behandelt worden ist, z.B. wegen Depressionen. Aber das Profil passt halt perfekt zu dem Typ Amokläufer, der durch alle Raster gefallen ist und kein wirkliches soziales Netz hatte. Etwas, woran die Gesellschaft als ganzes arbeiten könnte.
Aber wieder einmal lässt sich sagen, dass man zu leicht an Schusswaffen rankommt. Mit Stich- oder anderen nicht projektilen Waffen hätte es vermutlich gar nicht erst soviele Tote gegeben.24. Juli 2016 um 15:45 #1041051
captain carotTeilnehmerDie Mordrate in den USA ist z.B. seit Release von Doom 1993 konstant rückläufig.
Hierzulande übrigens Gewalttaten ganz allgemein auch. Was etwa seit Öffnung nach Rumänien und Co. zugenommen hat sind Einbruch und Diebstahl.
24. Juli 2016 um 16:00 #1041052
ChrisKongTeilnehmerDas sagt aber nichts über die Qualität der Verbrechen aus, was eben ein entscheidender Punkt ist.
24. Juli 2016 um 20:53 #1041053
IceWilliamsTeilnehmerWarum soll man auch über gesellschaftliche Probleme diskutieren, oder sich gegen die waffenlobby stellen, wenn man es einfach auf Counter Strike schieben kann. Im Idealfall kurz vor den Wahlen härtere Gesetze ankündigen, ein paar Wähler wird man damit schon fangen.
Bin mal gespannt , ob jetzt wieder mehr spiele zensiert werden (müssen), und ob es einen Anstieg der Indizierungen geben wird.
24. Juli 2016 um 21:02 #1041054
ghostdog83TeilnehmerGameStar | Kolumne ► Amoklauf in München – Die Rückkehr der »Killerspiele«?
Gamersglobal | Kolumne ► Langer lästert: Killerspiele – sie sind wieder da! (Ab Montag auch als Podcast verfügbar.)
-
AutorBeiträge
- Du musst angemeldet sein, um auf dieses Thema antworten zu können.



