No Man’s Sky | Der Weltraum, unendliche Weiten… prozedural generiert.

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  • #1196218
    FlammussFlammuss
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    Ich habe Waffen bisher nur auf den Außenposten entdeckt, gibt es noch andere Wege um an stärkere Waffen zu kommen?

    #1196219
    ghostdog83ghostdog83
    Teilnehmer

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    Review-Übersicht – deutschsprachige Magazine (wird aktualisiert)

    Gamersglobal: 6.0 von 10 ►Review

    Jörg Langer wrote:
    Ich bin ein großer Weltraumspiel-Fan, seit Elite, seit Star Control 2, seit Master of Orion, von SF-Filmen und -Büchern (bevorzugt “Hard Science Fiction”) ganz zu schweigen. Darum habe ich mich bislang auf kein anderes Spiel mehr gefreut in diesem Jahr als auf No Man’s Sky. Gleichzeitig sehe ich prozedurale Spielkonzepte kritisch, sie können super klappen (Rogue und Co.) oder weniger (Elite Dangerous).

    Wenn prozedural generiert wird, dann bitte überzeugend. Auf den ersten Blick sehen die Planeten von No Man’s Sky super aus und auch auf den zweiten noch vielseitig. Aber denkt man sich die kuriosen Farbkombinationen weg, den roten oder grünen Himmel, die gelben Pflanzen und die blauen Kristallquader – schon wirkt die meist ähnlich verteilte Flora und Fauna weniger abwechslungsreich. Entfernt jetzt noch diese Tapete über dem eigentlichen Boden – und es bleibt eine landschaftliche Varianz, die deutlich hinter der von, sagen wir, Nordamerika zurückbleibt. Ist ja auch klar: Nur weil man einer Pizza einen anderen Belag verpasst, wird daraus kein Grillhähnchen und auch kein Auberginen-Salat. Das finde ich in der Gastronomie beruhigend, bei einem Universums-Erkundungsspiel jedoch abtörnend: Da hätte ich gerne eine viel größere Speisen-Auswahl, optisch wie sensorisch. Etwa Eisplaneten. Canyons bis zum Planetenkern. Quecksilber-Ströme. Oder einfach ein 9km-Gebirge.

    Unzählige Spiele, vom allerersten Rogue über Civilization bis hin zu Open-World-Titeln zeigen, wie man mit ineinandergreifenden Spielsystemen auch unter Verwendung prozeduraler Mechanismen spannende Situationen erzeugt, die genau so nie ein Designer vorhergesehen hat. Selbst im vergleichbar seelenlosen Elite Dangerous entstehen solche Momente, etwa in Verbindung mit Kontrabanden, oder bei Unfällen in Stationen. In Minecraft entstehen sie ebenfalls (Mobs. Lava. Kettenreaktionen), dazu gibt’s obendrauf einen Kreativitätsbaukasten.

    In No Man’s Sky aber greifen kaum Spielsysteme ineinander, entsteht so gut wie nie Unvorhergesehenes, kann ich nicht kreativ sein. Hier geht’s letztlich nur ums Abholzen von Ressourcen, um vorgefertigte Baupläne zu erfüllen. Und obwohl ich viel kaputtmache, verändere ich nichts mit meinen Taten. Dazu die immer gleichen Gebäudetypen mit je einem (oder auch keinem) “Bewohner”. No Man’s Sky ist wie ein GTA ohne Passanten, ohne Autos, ohne Crashes, ohne Missionen. Dafür mit einer Polizei, die mich angreift, wenn ich zu viel herumliegende Steine sammle. Anders als in GTA gibt’s keine Verfolgungsjagden, ich darf nicht aus dem Fahrzeug schießen, und es reicht, den Motor anzulassen, um die Polizei wieder loszuwerden.

    Elite Dangerous bietet bei aller Prozedural-Masturbation wenigstens die Beherrschung komplett unterschiedlicher Raumschiffstypen als zentralen, ergiebigen Spielinhalt. Bei No Man’s Sky ist das Fliegen ein Witz: In Bodennähe unbefriedigend, gleichzeitig komplett ungefährlich. Alles ist easy, alles in Sekunden oder maximal zwei Minuten erreicht. Sterben ist jenseits von Weltraumkämpfen schwer. Einige Planeten sind unwirtlich – aber ehrfurchtgebietend? So feindlich, dass ich mich speziell ausrüsten müsste, um länger als eine Minute zu überleben? Ach was: Die „USK 6“ von No Man’s Sky zeigt nicht nur den Gewaltgrad an. Elite Dangerous bietet, immerhin, Fraktionen und daraus sich ableitende Missionen und Gefechte. Bei No Man’s Sky kämpft niemand gegeneinander; die Zufallsangriffe von Piraten auf Großraum-Schiffe sind nur ein spielerzentrierter Fake.

    Ich gebe zu: Das Abbauen von Ressourcen spricht Urtriebe in mir an und ist nett umgesetzt, sodass es stellenweise Sammelwut in mir erzeugte. Das Gefühl „Jetzt spring‘ ich mal ins Raumschiff und düse in 30 Sekunden zum Mond“ ist cool, und bei all meiner Kritik zaubert die prozedurale Superformel immer mal wieder staunenswerte Planeten-Farben-Lebewesen-Kombis auf den Bildschirm. Die Aliens sehen super aus: Kein Vertreter derselben Rasse sieht genau so aus wie ein anderer. Das Lernen der ersten Außerirdischen-Worte fühlte sich toll an, ebenso das erste neue Raumschiff, der Besuch der ersten Atlas-Schnittstelle. Für ungefähr fünf Stunden hat mir No Man’s Sky einigen Spaß gemacht, weil es etliche dieser „Ersten Male“ bot. Doch die wurden weniger, die Nervpunkte mehr: So gut wie keine Physik. Das Nerv-Inventar. Die aufploppende Grafk. Die immer gleichen Aktionen. Der fehlende Anspruch. Die zufallsgenerierte Beliebigkeit. Das unergiebige Zeittotschlagen. Nach 40 Stunden wünsche ich mir, ich hätte nach zehn aufgehört.

    Update

    4Players: 59 von 100 ►Review

    Jörg Luibl wrote:
    Nach zig Systemen, dutzenden Planeten und hunderten Scans fühlte ich mich auf der Reise durch No Man’s Sky nicht mehr wie Captain Future als Bruchpilot, wie noch im Einstieg. Ich fühlte mich eher wie Haviland Tuf aus dem Roman “Planetenwanderer” von George R.R. Martin. Haviland ist kein Kämpfer oder Eroberer, sondern ein Erkunder und Öko-Ingenieur, der auf seinem riesigen Raumschiff das Gen-Material von tausenden Pflanzen und Tieren aus zig Welten gesammelt hat. Warum erzähle ich das, obwohl man in No Man’s Sky weder das Ökosystem noch planetare Politik beeinflussen, sondern nur scannen und archivieren kann? Weil dieses Spiel trotz seiner vielen Defizite in der Lage ist, diesen Vergleich überhaupt entstehen zu lassen. Es gibt kleine Rollenspielsituationen, in denen man zumindest auf Text-Adventure-Niveau auch Konflikte lösen kann. Dass man sich auch nach dutzenden Stunden noch treiben lassen kann, liegt an der eindringlichen futuristischen Ästhetik mit ihren magischen Momenten in einer interstellaren Terra incognita. Und wer die Atlas-Schnittstelle erreicht, bekommt erzählerisch und spielerisch frische Impulse. Aber die Faszination lässt danach merklich nach, aus der anfänglichen Euphorie wird Ernüchterung: Der Survival-Aspekt ist zahnlos, zu viele Technologien sind überflüssig, die Raumkämpfe kinderleicht, das Rohstoffsammeln lästige Pflicht und die Rätsel sowie Aufgaben aus dem Einstieg wiederholen sich, ohne an Anspruch zu gewinnen. Es fehlt einfach an motivierender Entwicklung. Hinzu kommt, dass die prozedurale Synthese in den wenigen wichtigen erzählerischen Situationen demonstriert, was sie für ein miserabler Regisseur ist: da bekommt man nach über zwanzig Stunden mühevoller Arbeit und Suche tatsächlich eine blöde Level-1-Technologie. Bis hierher hätte No Man’s Sky dennoch Potenzial für eine befriedigende Wertung im Bereich von 65 bis maximal 70% gehabt – es hat ja immer noch unterhaltunsgwert! Aber, aber: Noch fataler als das oberflächliche Design sind die vielen Abstürze, die auf PlayStation 4 einfach neue Rekorde brechen – so oft ist mir und auch Kollegen kein Spiel abgeschmiert. Und das trotz Patch, sowohl online als auch offline. Irgendwann habe ich dann nicht nur die Lust auf dutzende Warps in Folge ohne Speicherpunkt verloren: Ich wollte das Zentrum der Galaxie deshalb gar nicht mehr erreichen. Diese miserable Technik sorgt letztlich für diese Ernüchterung.

    GamePro: 73 von 100 ►Review

    Tobias Veltin wrote:
    Ich gebe es zu: Mit der Bewertung von No Man’s Sky habe ich mich so schwergetan, wie mit kaum einem Spiel zuvor. Das liegt vor allem daran, dass jeder wegen des prozeduralen Prinzips eine andere Reise durch die Galaxie antritt. Meine Kollegen haben auf anderen Planeten angefangen, haben andere Systeme besucht, andere Orte entdeckt und anders gecraftet als ich. So hat jeder eine eigene Spielerfahrung, und genau deswegen dürften sich an diesem Spiel auch die Geister scheiden. Indes: Die grundlegende Spielmechanik bleibt immer gleich und dementsprechend für jeden auch gleich repetitiv. Während es mir anfangs noch Spaß gemacht hat, den Ressourcen hinterherzujagen und Baupläne fertigzustellen, war nach knapp 15 Stunden die Luft einfach raus. Zu diesem Zeitpunkt ist No Man’s Sky zu vorhersehbar, zu gleichförmig, zu wenig überraschend. Die Ressourcensammelei verkommt zur reinen Routine, die Suche nach einzelnen Elementen nervt mehr als Spaß zu machen, der Zauber einer neuen Entdeckung verfliegt. Und im Gegensatz zu Minecraft – mit dem No Man’s Sky immer wieder fälschlicherweise verglichen wird – gibt es im Spiel von Hello Games keinerlei Möglichkeiten kreativ zu sein oder etwas zu erschaffen.

    Trotz allem Gemecker: No Man’s Sky ist ein einzigartiges und besonderes Erlebnis, das man in dieser Form nirgendwo anders findet und das schon aufgrund seiner schieren Größe fasziniert. Was man daraus macht, bleibt letztendlich jedem selbst überlassen. Wer sich auf das ruhige Tempo einlassen kann, Spaß daran hat, sich immer wieder auf neuen Planeten zu verlieren und die vielen kleinen Ungereimtheiten wie das nervige Inventar und die deutlich spürbare Spielmechanik in Kauf nimmt, kann und wird sehr viel Spaß mit No Man’s Sky haben und darf gerne 5 bis 10 Punkte auf unsere Wertung draufschlagen. Alle anderen sollten das Spiel vor dem Kauf zumindest einmal ausprobieren – denn die mutige, aber spielerisch verbesserungswürdige Galaxiereise von Hello Games ist definitiv nicht für jeden geeignet.

    Markus Schwerdtel wrote:
    In den ersten Spielstunden mit No Man’s Sky bekommt man leicht Halsweh, durch den ständig offen stehenden Mund kommt zu viel kalte Luft rein. Später lernt man dann die Klappe auch mal zu schließen, beeindruckend bleiben die Planeten und Tiere weiterhin. Dafür merkt man schon nach wenigen Stunden, dass man spielerisch irgendwie doch immer das Gleiche macht: Scannen, Sammeln, Craften, über das Inventar ärgern. Das allerdings ohne die gestalterische Freiheit eines, sagen wir, Minecraft oder Terraria. Klingt nur so mitteltoll, richtig? Aber trotzdem steige ich immer wieder ins Raumschiff. Trotzdem grase ich jeden besuchten Planeten nach Alien-Bauten und abgestürzten Sonden ab.

    Und trotzdem quatsche ich mit jedem einzelnen Außerirdischen. Denn in seinen besten Momenten schafft No Man’s Sky, was schon damals das erste Elite oder aktuell zum Beispiel das PC-Strategiespiel Stellaris hinkriegen: Es erzeugt ein schlüssiges Universum, das mein Spielerhirn automatisch mit unzähligen kleinen Geschichten und damit Atmosphäre füllt. Das macht das Spiel – trotz all seiner Unzulänglichkeiten – einzigartig. Und einzigartige Spiele gibt es für meinen Geschmack heutzutage viel zu selten.

    Johannes Rohe wrote:
    No Man’s Sky ist mein Spiel für den Feierabend. Wenn ich nach einem stressigen Tag nach Hause komme (ja, sowas gibt’s auch in einer Spieleredaktion), habe ich oft keine Lust mehr auf anstrengende, schnelle Shooter oder Spiele mit einer tiefgründigen Story, in die man am besten einige Stunden am Stück abtauchen muss. In No Man’s Sky erkunde ich das Universum in meinem ganz eigenen Tempo und mache, wonach mir gerade ist: Abgestürzte Raumschiffe suchen, wertvolle Ressourcen sammeln, fremdartige Tiere scannen oder einfach mal drauflos fliegen – irgendwas entdeckt man schließlich immer. No Man‘ Sky spielen ist ein bisschen wie Urlaub. Leider habe ich nur immer wieder das Gefühl, dass auch der zuständige Spieldesigner etwas zu viel am Strand herumgelegen hat.

    So viele Dinge sind nicht zu Ende gedacht oder einfach schlecht gemacht: Warum ist das Inventar- und Crafting-System dermaßen fummelig? Wieso gibt es keine Minimap, auf der ich wichtige Orte markieren kann? Weshalb können plötzlich, aus dem nichts feindliche Raumschiffe auftauchen, gegen die meine Rostlaube keine Chance hat? Willkommen in der zufallsgenerierten Spieldesign-Hölle. Außerdem wirkt das Universum auf mich einfach nicht glaubwürdig. Aliens stehen einsam und schweigend in (immer gleich gestalteten) Raumstationen herum, bis ich sie endlich anspreche. Und die Tiere, die die Planeten lebendiger machen sollen, laufen einfach ziellos durch die Gegend und interagieren nicht miteinander. Man sieht sie nie fressen, jagen oder schlafen, sondern nur seelenlos herumwandern. Aus diesen Gründen wird No Man’s Sky für mich niemals mehr werden als eine coole Spielerei, die mir eine Zeitlang den Feierabend versüßt hat.

    Elena Schulz wrote:
    No Man’s Sky ist ein Spiel, das ich eigentlich mögen will. Ich mag die wunderbare Idee eines frei erkundbaren Universums, die eigenwillige Optik und die Vorstellung hinter jeder Ecke etwas Neues und Aufregendes zu entdecken. Leider bleibt das fürs Erste wohl ein Traum: Die Ideen hinter No Man’s Sky sind zwar neu, irgendwie schafft es das Spiel aber trotzdem, sich all die Innovation mit dröger Wiederholung kaputtzumachen. Mechanisch grinde ich Ressourcen, klappere Hot-Spots auf den Planeten ab, häufe Treibstoff an, um endlich weiterzukommen und vergesse darüber, warum ich No Man’s Sky eigentlich spielen wollte. So ist der Zauber schon nach wenigen Stunden gebrochen. Damit will ich nicht unbedingt sagen, dass No Man’s Sky für mich ein schlechtes Spiel ist – es verschenkt nur wahnsinnig viel Potenzial.

    Wenn Sean Murray sagt, er möchte in Zukunft noch einen Multiplayer einbauen, vielleicht Basenbau, Landfahrzeuge oder mehr Story, dann ist das für mich genau das, was No Man’s Sky für mich im Moment fehlt, um wirklich Spaß zu machen – aber eben zum Release und nicht erst, wenn es schon zahlreiche Leute zum Vollpreis gekauft haben. Trotzdem bereue ich nicht, No Man’s Sky gespielt zu haben. Trotz aller Macken hatte ich zahlreiche einzigartige Momente mit dem Weltraumabenteuer: Wenn ich von einem Planeten in den Weltraum fliege oder eine neue, völlig fremdartige Kreatur entdecke, hat das etwas Magisches und ich weiß plötzlich wieder, warum ich No Man’s Sky spiele: Weil das Spiel sich traut, etwas völlig anderes auszuprobieren. Man muss eben nur wissen, worauf man sich einlässt.

    spieletipps: 82 von 100 ►Review

    Thomas Stuchlik wrote:
    Entwickler Hello Games hat mit No Man’s Sky einen beachtlichen Genremix zusammengestellt, der für viel Freude gerade in den ersten Spielstunden sorgt. Schließlich seid ihr ständig auf Entdeckungstour auf Planeten und lasst euch durch fremde Umgebungen überraschen. Ebenso freut ihr euch über interessante Geheimnisse, mysteriöse Monolithen und fremdsprachige Aliens, die mit euch Kontakt aufnehmen.

    Die meiste Spielzeit verbringt ihr jedoch beim Ansammeln und Organisieren von Rohstoffen. Ständig benötigt ihr neuen Nachschub für eure ausladende Reise. Dabei kommt euch immer wieder das kleine Inventar in die Quere. Entweder verkauft ihr ständig Waren oder ihr schmeißt sie einfach weg, um Platz für Neues zu schaffen. Bastler wird’s freuen, Minecraft-Anhänger dagegen sind unterfordert. Denn das Crafting-System ist bei weitem nicht so ausgefeilt.

    Bei derart vielen Aktivitäten ist es auch kein Wunder, dass die Macher einige Spielmechaniken vereinfacht haben. Sonnensysteme sind ebenso simplifiziert wie die Schiffssteuerung, die dummerweise kein punktgenaues Manövrieren ermöglicht. Vor allem stört aber der gleichförmige Spielablauf nach einigen Spielstunden. Deshalb ist No Man’s Sky sicherlich kein Spiel für jedermann. Nur fleißige Sammler und Weltraum-Interessierte finden hier Spielspaß-Futter für Wochen. Mich lässt das Spiel dank des Reizes des Unbekannten auch nicht los. Was erwartet mich im nächsten Sonnensystem? Was verbirgt sich auf dem nächsten Planeten?

    PC Games (PS4 Version): 68 von 100 ►Review

    Stefan Weiß wrote:
    “Auf dieser Reise durchs Universum kann man sich nur allzu leicht verlieren, für den Spielspaß ist man selbst verantwortlich.”

    Nach dem ersten Test-Tag war ich definitiv erst mal nur gefesselt. Mir gefällt die Art und Weise, das Spieluniversum in No Man’s Sky auf eigene Faust zu entdecken. Ich kann aber auch jetzt schon jeden Spieler verstehen, der mit dieser Art Gameplay auf Dauer rein gar nix anfangen kann. Doch jetzt schauen wir erst mal, wie sich die Reise durchs Universum im Test weiter entwickelt … Tja und schon nach dem zweiten Test-Tag macht sich die Ernüchterung breit. Ich spiele No Man’s Sky zwar immer noch gern, weil mir persönlich das eher gemächliche Erkundungsabenteuer sehr zusagt. Aber es zeigt sich auch schon, dass es um die Abwechslung in puncto Gameplay und doch eher bescheiden bestellt ist. Je länger ich unterwegs bin, desto mehr fühle ich mich in einer stets wiederkehrenden Schleife: Planet anfliegen, Rohstoffe sammeln, handeln, Alien bequatschen, Monolithen sammeln, Technologien finden, Inventar erweitern, Schiff erweitern oder tauschen, reparieren … und das Ganze wieder von vorn. Immerhin sind die Landschaften der Planeten nach wie vor zwar einzigartig geformt, die dabei eingesetzten Objekte wiederholen sich jedoch zu schnell. Stationen und Gebäude gar sind oft lieblose 1:1-Kopien, was nicht gerade spannend ist. Trotzdem werde ich weiter durchs All reisen, doch dürfte die tägliche Spielzeitfrequenz auf Dauer eher abnehmen, da es bislang einfach an mitreißenden Highlights fehlt. No Man’s Sky ist am ehesten für solche Spieler geeignet, die viel Zeit und Geduld mitbringen, um sich auf das riesige Universum einzulassen. Am ehesten ist es mit der der X-Reihe oder mit Elite: Dangerous vergleichbar, wo man ebenfalls pirmär selbst für den Spielspaß Sorge trägt.

    Gamona: 6 von 10 ►Review

    Leo Schmidt wrote:
    “Lässt man die Hype-Erwartungshaltung außen vor, kriegt man ein gutes Survival-Spiel mit halbwegs tauglichen Weltraum-Parts, das initial verzaubert, sich aber schnell abnutzt.”

    Es ist nett. Angesichts der riesigen Hype-Blase mag das wie ein vernichtendes Urteil klingen, aber sie war eben das, eine Blase, und wenn wir sie ausklammern, bleibt ein Spiel, das man definitiv loben kann, und darauf sollten wir uns konzentrieren. Ein Spiel, das angesichts des winzigen Studios, das es gemacht hat, immer noch sehr beeindruckend ist, dem man seine Limitierungen allerdings schnell anmerkt – und die zu verkraften wird Leuten, denen ewig was von unendlichem Weltraum vorgefaselt wurde, vielleicht nicht leicht fallen.

    In der Mischung aus grindigem Minimal-Survival, Pokémon Snap und Freelancer steckt definitiv Zauber, aber eben einer, der sich je nach Spieler recht fix abnutzt. Ich sehe nicht, wozu ein Spiel 18 Trillionen Planeten haben muss, wenn es noch vor dem 18. Planeten zu langweilen beginnt. Doch für eine einmalige Reise mit Eye Candy, etwas Entdeckerlaune und dem einen oder anderen relaxten Crusing durchs All ist No Man’s Sky eine schöne Angelegenheit. Und ja, es leidet am Spore-Syndrom – aber nicht so sehr, wie es Spore damals tat.

    Review-Übersicht – englischsprachige Magazine / Plattformen (Auswahl)

    ACG | No Man’s Sky ►Review “Buy, Wait for Sale, Rent, Never Touch?”

    #1196220
    ChrisKongChrisKong
    Teilnehmer

    Das macht das Spiel – trotz all seiner Unzulänglichkeiten – einzigartig. Und einzigartige Spiele gibt es für meinen Geschmack heutzutage viel zu selten.

    Sowas als ein Kriterium anführen zu müssen, zeugt nicht von Kompetenz, sondern Gamemüdigkeit. Auf einzigartig ist mal geschissen. Entweder es taugt was oder nicht.
    Summa Summarum besserer Durchschnitt. Mit Affinität zu solchen Spielen wird man sicher seinen Gefallen dran finden. Bricht man es auf seine Gameplay-Elemente runter und entfernt das Hypefett, dann ist das Game wohl auch nicht so einzigartig. ^^

    #1196221
    ghostdog83ghostdog83
    Teilnehmer

    Auf der anderen Seite regen sich Spieler darüber auf, dass es Aufgüsse alter Konzepte gibt, statt frische Spielerfahrungen zu liefern.

    Bei Filmen ähnlich.

    #1196222
    ChrisKongChrisKong
    Teilnehmer

    Das ist auch richtig. Nur erwarte ich bei der Beurteilung eines Spiels, sowas eher in der ganz persönlichen Meinungskasten Ecke, da hier eben die Erfahrung des Redakteurs mitreinspielt und sich da nicht zwingend Überschneidungen mit dem Konsumenten ergeben müssen.
    Aber die Diskussion hatten wir auch schon.
    Mal abgesehen davon, dass NMS jetzt auch nichts Neues in dem Sinn ist. Die Spielart ist halt nur wesentlich seltener. Macht es per se aber nicht einzigartig.

    Aber ich bin sowieso mehrheitlich mit Tests nicht wirklich glücklich, da mMn bei den meisten zuviel Text auf das Was verschwendet wird, anstatt auf das Wie.

    Was ich jetzt hier und auf der Newsseite so rauslese, dass das Spiel einem nicht bei der Hand nimmt und damit eine sehr grosse Freiheit bringt. Gibt einige, die geniessen genau das und kriegen so ihr individuelles Erlebnis. Anderen fehlt ein roter, sprich emotionaler, Faden, der sie durch ein Abenteuer begleitet.
    Frage ist jetzt, wie abwechslungsreich und interessant sind die Spielanteile nun wirklich gestaltet, um den Spieler länger ans Pad zu fesseln? Persönlich kann ich mit Grindfestivals schon lange nichts mehr anfangen. Darum bin ich da auch eher zögerlich. Ich spiel schon auch genug Loot-Pornos, da wünschte ich mir hier eben auch abseits davon was.
    Ginge das Spiel mehr in die Richtung, die richtigen Allianzen zu schmieden usw. , dann wäre es für mich interessanter. Wenn zu diesem Grundgerüst natürlich ein Handel-, Abbau- und Lootsystem gehört, lass ich mir das gerne gefallen. Ohne ein solches Korsett fühlt es sich aber etwas beliebig an.

    Openworld hat ja genau das Problem in der Regel, das es zu lösen gilt.

    #1196223
    bitt0rbitt0r
    Teilnehmer

    ich denke für’s erforschen und farmen von zeug spiel ich weiterhin drpgs.
    ansonsten könnte sony mal wieder ein neues colony wars bringen. nms kauf ich nicht. außer die patchen das vielleicht nochmal soweit, dass es interessanter wird.

    #1196224
    FuffelpupsFuffelpups
    Teilnehmer

    Um die PC-Version macht man besser einen Bogen oder am besten um alle Versionen. ^^

    2ulx3lmm.png

    #1196225
    ChrisKongChrisKong
    Teilnehmer

    No Mans Port

    #1196226
    ghostdog83ghostdog83
    Teilnehmer
    Fuffelpups wrote:

    Um die PC-Version macht man besser einen Bogen oder am besten um alle Versionen. ^^

    No Man’s Payne

    #1196227
    SonicFanNerdSonicFanNerd
    Moderator

    No Man’s WTF 11einself1

    Schaut euch die Steam-Rezensionen an.
    Auweia.

    Was da los?

    #1196228
    FuffelpupsFuffelpups
    Teilnehmer

    Spore 2.0: Die Spieler haben zu viel erwartet und nun lassen sie ihre Luft raus. Zum Glück hat Steam mittlerweile das Refund Feature.

    #1196229
    ghostdog83ghostdog83
    Teilnehmer
    SonicFanNerd wrote:

    No Man’s WTF 11einself1

    Schaut euch die Steam-Rezensionen an.

    Auweia.

    Was da los?

    Verschwörungstheorie – Sony hat die PC-Version sabotiert.^

    #1196230
    SonicFanNerdSonicFanNerd
    Moderator

    @ gdog

    Hehe, ja das wird es wohl sein. :)

    #1196231
    StanleyStanley
    Teilnehmer

    @ Ullus: Hab Dir eben geantwortet. ;-)

    Das NMS so schlecht abschneidet hätte ich nicht gedacht – aber ich spiel es auch noch nicht lange…

    Wie viel Zeit verbringt Ihr im Schnitt auf einem Planeten? Ich habe das Gefühl ich verzettel mich da ein wenig und verbring zu viel Zeit auf den Planeten.

    #1196232
    ZiepZiep
    Teilnehmer

    @stanley
    Hab beim ersten Planeten die ganze Fauna erforscht, hat 250000 eingebracht, bin jetzt auf dem 2. und da gibt’s gar keine Viecher. Finds interessant, kann das Spiel aber jetzt schon nicht jedem empfehlen. Wie ich herauslese, kommt nicht sooo viel mehr, obwohl das Spiel so viel mehr hätte sein können. Ich denke vielleicht um die 70% rum würd ich geben, und Fan Bonus für diejenigen, denen erforschen Spaß macht.

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