philosophische(!?) Diskussionen über Spielestories

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  • Dieses Thema hat 29 Antworten, 5 Teilnehmer, und wurde zuletzt von Anonym vor vor 16 years aktualisiert.
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  • #927883
    crazymashinecrazymashine
    Teilnehmer

    Eine Spielestorie geht mir immer und immer wieder ans Herz. ;-)
    In der ein nicht sehr Attraktives Männchen ein „dummes” Blondchen immer und immer wieder rettet. Wer weiß es???

    Wenn ihr die Antwort kennt, findet ihr die Geschichte (schon seit 1981) von ?…..? abgelutscht oder immer wieder Super?

    #927884
    Anonym
    Inaktiv

    Naja, bei den Mario-Jump’n Runs stört mich die dämliche Story weniger. Die neueren 2,5D-Versionen spiele ich aus Prinzip nicht. Schade ist, dass Mario NULL Persönlichkeit hat. Seit ich die Mario und Luigi-RPGs auf dem GBA kenne, bin ich vom echten, humorlosen Stock-im-Arsch-Mario nur noch genervt. Seit “Superstar Saga” sind mir die beiden richtig ans Herz gewachsen und die Gags waren unglaublich gut, da sie die Charaktere sinnvoll um neue Facetten ergänzen konnten. Selbst das SNES-Mario RPG hatte schon einen humoristischen Anstrich, der glaubwürdig wirkte (das Game selber war aber im letzten Viertel hart wie Granit und der Humor dann für’n Arsch).
    Zelda ist auch so ein Fall… Link ist einer der letzten klassischen Helden: selbstlos, ehrlich, aufopferungsvoll, aufrichtig. Bei Zelda aktzeptiert man auch einige Dinge unbewusst, u.A. wie den Zeitsprung plus verlorenen Lebensjahren Links in OoT. Es wirkt immer wie ein Videospiel und nicht wie spielbarer Sommerblockbustermüll wie Uncharted 1. Sicher würde Zelda ein Neustart gut tun, ohne dämliche Verwandlungen, die das Spiel künstlich strecken, ohne Klischee-Dungeons (Feuer, Eis, Wasser… gähn). Links Awakening auf dem GameBoy ging in die richtige Richtung mit einem Storyhintergrund, über den es sich nachzudenken lohnt und ein cooles Traumsetting. Mir stellt sich dennoch die Frage: Wie könnte Link’s Persönlichkeit aussehen und würden es die Fans akteptieren? Link hat NOCH NIE auch nur einen Satz von sich gegeben. Die CDi-Zeldas klammere ich jetzt mal aus, die zählen nicht.
    Solche Klassikerserien zu erneuern stelle ich mir höchst schwierig vor, zumal sie über all die Jahre ihren hohen Qualitätsstandard halten konnten. Trotzdem finde ich, dass Nintendo schon immer schwach war, wenn es um Charaktere und Stories mit Profil geht.

    #927885
    captain carotcaptain carot
    Teilnehmer

    @Fuzi: Gemeinsames Erbe: Die Hinterlassenschaften der Protheaner (und Hinterlassenschaften der Reaper), die alle raumfahrenden Lebensformen mehr oder weniger in die gleiche Richtung treiben, als eher physisches Erbe, kein genetisches.

    @Kuro: Das ist im Prinzip gerade der Trick bei Link. Er dient nur als Verbindung (daher ja der Name) zwischen Spieler und Spiel. Deswegen ist Link selbst auch völlig frei von Persönlichkeit, womit er aber seine Funktion als Verbindung umso besser erfüllt und viel Projektionsfläche für den Spieler bietet.
    Im Gegensatz zu anderen Helden wie Kratos, Cloud, Lara oder sonstwem hat bei Link auch im Forum bisher auch keiner über den Chara gemeckert, was zeigt, wie gut es funktioniert. Mancher Zocker wie Funatic konnte sich sogar witziger Weise mit Link identifizieren, wobei es eigentlich Identifizierung mit sich selbst ist.

    #927886
    Anonym
    Inaktiv

    Leider lässt Nintendo Wario nur selten von der Kette. The Shake Dimension und Wario World waren etwas lau, Wario Ware hat sich auch im Zeitraffer abgenutzt, obwohl es wirklich spaßig war. Die alten GameBoy-Kamellen waren da noch am besten :]

    Am besten konnte ich mich in Max Payne, Cloud Strife, James Bond (SilverEye 007), Tommy Vercetti, Jackie Estacado, Cpt. Price (Pripyat-Mission CoD4), Old Snake, Naked Snake und Gordon Freeman hineinversetzen. Nicht identifizieren – hineinversetzten. Auch Genre-Underdogs wie Hitman oder Kane and Lynch haben interessante Figuren hervorgebracht.
    Typen wie Conker, Alec Mason (Red Faction Guerilla) oder Nico Bellic haben großartige Ansätze, sind aber nicht zu Ende gedacht.
    Eigentlich geht mir Conker mit seinen zusammengeklauten Charakterzügen nur auf den Zeiger.
    Der coolste von allen ist sowieso Kirby XD

    #927887
    fuzifuzi
    Teilnehmer

    Kuro@ Wem Mario zu wenig Persönlichkeit bietet, ist mit WARIO vieleicht besser geholfen.

    Capitan Carot@ zu Link Identifikation – also was selbst-Narzistisches?

    Jetzt weiß ich auch warum ich mich mit Link von allen Helden, am besten Identifizieren konnte.

    #927888
    captain carotcaptain carot
    Teilnehmer

    @Kuro: Gordon ist interessanter Weise ähnlich aufgebaut wie Link. Er spricht nicht, aber die ganze Umwelt redet mit Gordon und meint damit die Handlungen des Spielers. Man sieht ihn im Spiel auch nie, wie etwa Jackie bei seinen Monologen.
    Gordon dient ebenfalls nur als Link zwischen Spieler auf der einen und Spielwelt und Story auf der anderen Seite.

    #927889
    Anonym
    Inaktiv

    “Jetz habbisch verjässe, watt isch saache wollt! Isch komm nisch droff!”
    “Dann waret ooch nisch wischtisch.”

    Dr. Freeman redet nicht, weil er ‘nen dicken Hals hat ^0^

    #927890
    captain carotcaptain carot
    Teilnehmer

    Te veel Star Wars op kölsch jekokkt?

    Zu Gordon: Keine Beine aber nen dicken Hals, sischer datt!

    #927891
    Anonym
    Gast

    infinite space hat mich wirklich überrascht wenns um substanz und intelligenz der story geht.
    letzten endes sind videospiele jedoch reine und extrem ekelhafte zeitverschwendung… niemand braucht virtuelle räume angesichts der üppigen wirklichkeit, ausser man hat defizite sozialer oder persönlicher natur. mit n bisserl selbstkritik wird man nicht um dieses urteil herumkommen.

    #927892
    Hodensackus I wrote:
    letzten endes sind videospiele jedoch reine und extrem ekelhafte zeitverschwendung… niemand braucht virtuelle räume angesichts der üppigen wirklichkeit, ausser man hat defizite sozialer oder persönlicher natur. mit n bisserl selbstkritik wird man nicht um dieses urteil herumkommen.

    Wieso “Selbstkritik”? *Brauchst* Du das denn alles?

    :-?

    #927893
    Anonym
    Gast

    na klar, sonst würde ich doch nicht so gerne zocken…

    #927894
    Hodensackus I wrote:
    na klar, sonst würde ich doch nicht so gerne zocken…

    Demnach tut man nur solche Dinge gerne, die man auch braucht?

    Ich dachte, genau das Gegenteil davon sei häufiger Gegenstand unserer heutigen Sozialkritik… hm.

    #927895
    Anonym
    Gast

    natürlich sind die dinge die man gerne macht, dinge die man braucht. sonst würde man sie nicht machen. der begriff “gerne” impliziert doch ein sich selbst pflegen. das “brauchen” von virtuellen räumen ist jedoch eine selbstmedikation die den leidensdruck kurzfristig lindert, aber langfristig verstärkt. versteh mich nicht falsch, ich bin nicht gegen videospiele oder inhalte selbiger, ich bin nur für einen ehrlichen umgang mit diesem medium.

    #927896
    Hodensackus I wrote:
    natürlich sind die dinge die man gerne macht, dinge die man braucht. sonst würde man sie nicht machen.

    Wirklich? Würde man sie nicht (gerne) machen, auch wenn man sie nicht braucht?

    Das ist doch gerade die Frage.

    Quote:
    das “brauchen” von virtuellen räumen ist jedoch eine selbstmedikation die den leidensdruck kurzfristig lindert, aber langfristig verstärkt. versteh mich nicht falsch, ich bin nicht gegen videospiele oder inhalte selbiger, ich bin nur für einen ehrlichen umgang mit diesem medium.

    Dann bist Du in Deiner Haltung inkonsequent oder unethisch.

    Denn wenn Du der Ansicht bist, Videospiele seien eine “Medizin”, die jedoch letztlich ein Gift ist, wäre die ethische Schlussfolgerung gegen Videospiele zu sein.

    #927897
    Anonym
    Gast

    ich denke handlung ist bestimmt von nutzen, immer. handlungen ohne nutzen oder ziel sind nicht möglich.

    ich bin in meiner haltung vielleicht widersprüchlich, aber durchaus konsistent, da ich nicht denke dass man als mensch gezwungen ist widerspruchsfrei oder konsequent zu existieren, eine einstellung die ich als höchstgradig “ethisch” empfinde, da sie jegliche art von bevormundung verbietet.

    es ist die dosierung die das medikament zum gift macht.

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