Puss in Travel Boots – Das Elden Ring Reisetagebuch der mürrischen Mieze

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  • #1739680
    NightrainNightrain
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    Gold MAN!AC

    – später Abend, ein Gasthaus im heruntergekommenden Teil der Stadt –

    Es war ein ereignisreicher Tag, welcher schon in der letzten Nacht begonnen hatte. Ein adliger Popanz war der Meinung gewesen, die Ehre seiner Gemahlin zu verteidigen zu müssen, die ich Ihr angeblich geraubt hatte. Nun, sagen wir einmal, es ist kein Raub, wenn es einem geschnekt wird. Schnell war ein Waffengang zu Sonnenaufgang ausgemacht. Es sollte sein letzter gewesen sein.
    Der Jack hatte, um seine Nerven und Hände zu beruhigen, dem Weine zu sehr zugesprochen und als er voll davon und leer im Geiste war, glützten die Klingen und die Spitze meines Degens fand den Ort seines Herzens. Er starb, wie er gelebt hatte: als Narr.

    Die Hure, die mein Bett teilte, war mir eigentlich zu fleischig, aber zumindest war mein Haupt weich auf ihrem ausladenden Busen gebettet, als es an der Tür des Zimmer klopfte. Nein, kein Klopfen. Grober, als schlage eine gestählte Faust auf das dreckige Holz ein, als dass sie sie aus den Angeln heben wollte.
    Ehe ich mich dem Lustweibe entledigt hatte, welches sich unbeholfen aus dem Bette rollte und zu Boden krachte – mein Fuß mag dabei geholfen haben -, gaben die Angeln einem Tritt nach. Ungeachtet meiner Blöße griff ich das nächst Beste, was mir in die Finger kam, meinem Spazierstock.
    Der Degen steckte in der Scheide, welche sich zu meinen Sachen gesellte, die auf der anderen Seite des Raumes auf dem morschen Stuhle verweilten und war daher gänzlich unnütz für den Momen. Genaugenommen war er das schon für den Tanz gewesen, den ich mit der Hure ausfochten hatte. Hierfür war das mir angeborene Werkzeug nützlicher gewesen und der Rest nur im Wege.

    Schnell füllte sich der Raum mit Männern, die so dreckig wie mordlüstig waren: die Stadtwache! “Greift Ihn!”, brüllte einer vom Flure aus. Ich richtete mich stolz empor – nun, so stolz ein Manne in seiner Blöße nur sein konnte – und richtete den Stock, mit dem Saphir, der ihm als Knaufe diente, voran auf die Schurken aus.
    “Haltet ein – oder breut!” rief ich und sammelte das Mana entlang des kupfernen Herzstücks des Stecken, um den ersten Narren, welcher mir zu nahe kam Bekanntschaft mit einem Blitzschlag zu machen. Leider drängten sie alle gleichzeitg auf mich ein und eh ich es mich versah, lag ich gefangen unter den dreckigen und nach Schweiß, Pisse und wissen die Heiligen was noch stinkenden Gestalten.
    Eine Art Vase wurde mir auf den Kopf gestülpt und ich wurde unsanft aus dem Raume gezerrt. Die Dirne quiekte dabei wie ein Ferkel bei der Kastration.

    – irgendwann, irgendwo, ein Kerker –

    Wie lange ich schon Gast dieses Etablissements war konnte ich nicht sagen. Das unstete Licht der Fackeln, die den Flur erhellten, war mein einziges Licht, dass durch das vergitterte Fenster in der Tür meine Zelle erreichte.
    Man hatte mir Lumpen gegeben, um meine Blöße zu bedecken, doch die Vase, die sich als Helm oder eine Art Maske herausstellte und bei welcher ich Löchter für die Augen und den Mund fand, als ich sie auf meinem Haupte drehte, ward mir nicht genommen, wie meine Schilderung wohl vermuten lässt.

    Zunächst hatte ich mit Feuereifer die Wände und den Boden geprüft. Erste nakter Fels, Zweiteres dasselbige, nur mit altem Stroh bedeckt. In einer Rinne floss ein stinkendes Wasser müde vor sich hin, in welchen ich mich meinen Bedrüfnissen hingab.
    Speis und Trank, abgestandenes Wasser und etwas, von dem ich froh war es durch den Lichtraub nicht sehen müssen, wurde mir stets dann durch die Klappe in der Tür gereicht, wenn ich eingeschlafen war und so konnte ich mir auch auf diesem Wege keinen Reim über die Zeit machen.
    Mancher mag nun meinen, wieso ich nicht lautstark nach meinem Wärter oder dem Grunde meiner Gefangenschaft verlangt hatte. Nun, werter Leser, zum einen konnte ich Letzteres erahnen, hatte es wohl mit meinem Können mit der Klinge zu tun und zum anderen die Art meiner Kopfbedeckung ließ mich schnell erkennen, dass, so ich nicht taub werden wollte, ich besser auf andere Art meinen Unmut kundtun solle. Zusätzlich erleichterte mir das Fehlen eines Gesprächspartners dieses Vorhaben in keinem Falle. So wartete ich. Wie lange konnte man mich hier schon festhalten? Sicher würde einer meiner Zechkumpane auf die Aufdeckung meines Verbleibes insistieren. Oder – was ich vermutete – eher nicht, da das Pack noch bei mir in der Kreide stand und mein Wegbleiben ihnen wohlgelegen kommen musste. Doch wartet nur! Wenn ich erst hier heraus komme, dann sollen sie die flinke Klinge von “El Gato” kosten … wenn …

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    #1739771
    genpei tomategenpei tomate
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    Epic MAN!AC

    Noch bevor ich überhaupt ne Zeile gelesen habe: Geil, Nightrain, ich freue mich, in deine Gedankenwelt einzutauchen und hole mir jetzt Chips und Wein!
    Äh…8:00…Ok, das mit dem Vino hole ich viel später nach und äh…Chips zum Frühstück…ach, egal! 🙂

    EDIT: Ich weiß zwar nicht, welches Spiel du spielst, aber die Geschichte will ich unbedingt weiter lesen!
    10/10 bisher.

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    #1739777
    NightrainNightrain
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    Gold MAN!AC

    – irgendwann, ein unbekannter Ort –

    Eines Nachts träumte mir ich ward emporgehoben und Stimmen sprachen wirr zu mir, von Figuren der Geschichte, die nicht die meine war und von der ich nichts wusste. Als ich erwachte, ward ich aus meiner Zelle befreit doch der Ort, an dem man mich gebracht hatte, war mir gänzlich neu. Doch hatte man mir einen Stecken und ein seltsames Schwert gelassen. Selbiges, obgleich es einem langen Schwerte glich, führte sich sehr sonderbar, einem Rapiere gleich, ohne jedoch dessen Ausgewogenheit und Gehilst zu beachten. Das Kreuz war stattdessen überproportional, was mich vermuten ließ, dass sein Schöpfer von Waffen dieser Art keinerlei tiefgreifendes Wissen gehabt haben konnte.

    Ich befand mich in einer Art Höhle und alsbald traf ich neben gar gräßlich zugerichteten Spießgesellen, die sich Dank meiner neuen Gaben – hier war der Stecken wohl die Vortrefflichste, schleuderte dieser doch magische Geschosse auf meine Gegner – schnell niederstrecken ließen, auf glühende Depeschen, die von meinem passiv Aggressiven Freunde, “la Volpe”, stammen möchten.
    Schnell war ich derer überdrüssig und verließ die Höhle. Als ich so unbedarft auf dem Vorplatz kam, erschien ein gar sehr seltsam anzuschauender Raufbold, schnürte auf mich zu und schickte mich auf einen Streich in das Reich des Schlafes. Zumindest dachte ich das.

    Erneut erwachte ich an einem Orte, der mir unbekannt war und ein holdes Freulein sprach auf mich ein. Ein recht seltsames Kind, dessen Möblierung im oberen Teile Ihres Körpers wohl nicht ganz vollzählig zu sein schien.
    Es plapperte vor sich hin und entließ mich alsbald wieder. Dieses Mal in saftig grüne Wiesen, die übersäht von Zeichen vergangener Bauten, fast wie in den Lustgärten von Ludwig dem irgendwas.
    Hier traf ich neben gar grimmigen Gestalten, die ohne große Rede ihre Waffen gegen mich zogen auch zwei seltsam ähnliche Gestalten, die sich als Händlicher entpuppten. Die Wähung dieses Ortes, so viel muss ich anmerken, war das, was meine Gegner hinterließen. So kann man wohl sagen: „Wenn das Geld im Kasten klingt, die Seele über die Klinge springt.“
    Und springen ließ ich sie, bis ich von den Krämern ein gutes Gewand aus Kette und zusätzlich Allerei von Nutzen erworben hatte. Auch fühlte ich mich deutlich gestärkt, doch mied ich die Giganten, welchen ich bereits von Ferne aus Gewahr wurde.

    Die Höker waren aber ebenfalls so seltsam, wie die Lande, in denen ich sie fand. Statt mich ihre Ware vergleichen zu lassen, rissen sie mir ihr Angebot aus den Fingern, alsbald ich meine Augen davon abwendete, um es mit mit meiner eigenen Habe zu vergleichen.
    Aber auch mir stieg diese Absurdität zu Kopfe, so fiel es mir schwer mich auf die simpelsten Dinge zu konzentrieren und oft genug liefen meine Gedankengänge auf Kreise hinaus. Auch wollten mir meine Finger nicht recht gehorchen. Statt anzugreifen, verblieb meine Konzentration an einem unnützen Punkte oder es wollte mir nicht gelingen meine Waffe zu wechseln. Obwohl ich erstärkte, es gelang mir niemals mich an einem Vorsprunge festzuhalten und so bewegte ich mich ziemlich ungelenk durch die Lande.

    Der Tod scheint auch kein Gaste dieses Ortes zu sein. Oft genug waren mir meine Gegner über. Obgleich ich mich still und heimlich bewegte, manche Male lauerten sie mir billigst hinter einer Ecke auf, um sich hinterrücks auf mich zu werfen und mich mit schnellen Hieben in die Arme des großen Schlafes zu schicken.
    Doch allerorts gibt es gar leuchtend Kraut, als dass ich wieder auferstand, um meinen Weg fortzusetzen.

    Gut gerüstet tat ich dies. In glänzende Kette geüllt und mit einem echten langen Schwerte in der Hand, welches ich einem unvorsichtigen Spitzbuben entriss, ist die Burg auf dem Hügel mein nächstes Ziel. Zumindest hatte mir dies ein plappernder Alter, welchen ich traf, angetragen.

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    #1739778
    SpacemoonkeySpacemoonkey
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    Epic MAN!AC

    das wird seh viel arbeit falls du weit spielst. kannst es dann aber bestimmt als katzenbibel verkaufen 😉

    ansonsten empfehle ich pimmel und degen auf den schultertasten. dann kannst du dich dabei umsehen

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    #1739780
    genpei tomategenpei tomate
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    Epic MAN!AC

    Oder du läßt dir zwei weitere Daumen “verpflanzen”. 😉
    Den Witz musst du noch nicht verstehen. 🙂
    Katzenbibel? Ist schon vorbestellt!

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    #1739784
    NightrainNightrain
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    Gold MAN!AC

    – irgendwo, einen Tag später –

    Wie mir scheint, ist es Sitte in diesem Lande, wichtige Unterredungen dann zu führen, wenn mindestens eine Partei sich bereits zum Schlafen niedergelegt hat. So wurde ich diese Nacht von einer Dame besucht, die statt mit wenig Kleidung zu glänzen, einen albern übergroßen Hut trug. Sie reichte mir ein Kästchen mit Asche und die Zügel einer Art Maultier mit Hörnern. Zumdinest ist Dieter, so nennen ich meinen neuen Begleiter, recht umgänglich und die Dicke meiner Sohlen werden ihm mindestens so dankbar sein, wie ich es bin.
    Dank der Asche – frischer Tabak wäre mir zwar zunächst lieber gewesen -, erhilet ich zudem die Unterstützung eines Rudels Geisterwölfe. Gut, ein paar Katzen wären mir lieber gewesen, aber wer schnüffelt schon an einem geschenken Wolfsmaul? Riecht eh immer nach Aas und drei Tage altem Pansen …

    So machte ich mich auf die Welt zu bereisen und biss wiederholte Male in den ungepflegten Rasen. Inbesondere der Weg zur Feste auf dem Berge ward mir versperrt.
    Dafür traf ich auf einen backpfeifengesichtigen Streuner, welcher mich, wie eine sich die Blöße gebender Makkaroni, aus einem Busche neben der Straße anficht. Er brabbelte irgendetwas, dass mir nicht verständlich war und was war ich verwundert, dass ich ihn später in einer Höhle wiedertraf.
    Derbe lediert, klagte er sein Leid und mit festem Griff untersuchte ich den Felsen und fand zwei grastige Gefatter, die den unehin nicht ansehnlichen Tor am Eingang noch um mindestens vier Grade übertrafen. Ich grab ihnen das Fell und als Dank erhielt ich ein Schmuckstück, welches ich später wieder versiblerte und Nähzeug, welches dem mir bekannten Narren gehörte.
    Weitererdings entedeckte ich einen Nebenausgang zu einer Insel, welche aber bis auf eine Ruine und ein paar große Überreste nichts für mich enthielt.
    So setzte ich meine Reise fort.

    Da keine gute Tat unbestraft bleiben sollte, ließ ich beim Wege hinauf zur Burg nicht nur Federn, sondern immer wieder auch mein Leben. Durch Zufall sprang aber mein treuer Dieter ungewollt von einer Zinne und so landeten wir erst in einem Wirbel und dann auf dem Hange überuns.
    Das Wetter war gar grausig und die Ansiedler dort nicht sehr gastfreundlich, weswegen wir schnell das Weite suchten und auch bei einem phlegmatischen Kämpen fanden.

    Dieser war so hilfreich in meiner Lage, wie ein Kropf und plapperte nur unverständlich religiöses Zeug, was mir auf die Nerven ging, weswegen ich den Gisberth wieder verließ und mich anhand meiner Karte am rechten Wegen orientierte.
    Dabei traf ich auf eine seltsame Wahrsagerin, deren Gewäsch ähnlich gehaltvoll war, wie die Wassersuppe, die ich als letzte Mahlzeit zu mir genommen hatte. Und ja, Hunger hatte ich auch …

    Einem Leichnahm entnahm ich einen Schlüssel und traf daraufhin noch eine junge Dame, die den Sitten des Landes üblich vor sich hinstammelte. Aber immerhin schenke sie mir die Asche einer Qualle.
    Sie verließ ich ebenfalls und machte mich abermals auf meinen Weg, welcher mich zunächst in den feurigen Untergang und anschließend über einen Schleichpfad die Klippen entlang zu einem Rastplatz führte.
    Hier traf ich auch das Backpfeifengesicht wieder, welches mir anbot meine Kleindung zu flicken. Ich traute seinem schlemischen Blick und den flinken krummen Fingern schon nicht und als Letztere in den Strafrum unterhalb des Gürtels “Maß” nehmen wollten, war es aus mit der Freundschaft.

    Man ahnt es, werter Leser, es ward Nacht und wie üblich wurde ich aus dem Schlummer gerissen. Es war die erste Dame, die zu mir gekommen war und bot mir an mich an eine Tafel einzuladen. Heißa, wie war die Freude groß, denn ich erwartete nicht weniger als einen Haufen Sanguiniker in geselliger Runde zu treffen und mich an Gesottenem und Gebratenen gütlich zu tun sowie mich des Weines hinzugeben.

    Natürlich nicht. Diese Runde der Tafel reiten sich ein in den trägen Haufen, derer, die mir in diesen Landen bereits begenet waren. Sie gaben sich gekünstelt und bis auf den Schmied, welcher von verwachsenen Riesenwuchs war, waren alle so interessant, wie eine Scheibe altes Brot, welcher man beim Schimmel zuschaute.
    Zumindest boten sie einige Ware wenn auch zu unverschämt überhöhten Preisen an, verschwiegen aber wie so oft, ob mir das Zeug nützlich sein würde. So erstand ich einen vortrefflichen Schild aber auch einen Zauber, welchen ich nicht wirken konnte. Sehr unschön, dieser Umstand.

    Kurz darauf, als ich diesen Haufen Arschgespenstler hinter mir gelassen hatte, traf ich noch einen Studenten und wie alle Wesen dieser Art war er nur bedingt nützlich und chronisch ohne Barschaft. So streckte ich ihm einige Taler vor und er bot mir dann noch einige Dinge in seinem Besitz zum Erwerb an. Da ich ein mitfühlend Herz hatte, erwarb ich von ihm einen Zauber, welcher meine bisher im Dunkleln benutzte Fackel ersetzen vermochte und zog frohen Mutes erst zurück Richtung Süden und dann gen Südosten, um das Gebiet um den auf meiner Arte im Süden verzeichneten See zu erkunden.

    Dort traf ich auf nicht wenig Feinde, die mir ans Leder wollten und so hieß es: Noch einmal stürmt, noch einmal, liebe Freunde!
    Im Süden fand ich dann einen Rastplatz und wurde zumindest in dieser Nacht nicht um den verdienten Schalf betrogen.

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    #1739788
    ChrisKongChrisKong
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    Epic MAN!AC

    Ist das der Shakespear-Cut von Elden Ring?

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    #1739789
    genpei tomategenpei tomate
    Teilnehmer
    Epic MAN!AC

    In Elden Ring wirst du Katzen hassen, versprochen.
    Wenn die mürrische Mieze gedenkt, das Reisetagebuch bis zum ganz bitteren Ende zu führen, ja bitter, weil kein Honig im Lande; dann wird der Umfang der gebündelte Ausgabe eines Tolkiens würdig sein und Shakespear bei der dramaturgischen Erzählung verdammt nahe kommen.
    Zuguter-Letzt erwartet die Leser-Schar das Fazit in der Im-Po-sanz eines renommierten Kritikers.
    Der Abschluss beim Grand Finale wird in die Annalen eingehen!
    😉

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    #1739806
    NightrainNightrain
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    Gold MAN!AC

    – eine Kirchenruine im Herzen des des Landes, der Morgen am Tag danach –

    Bevor ich mich die nächste Mühsahl der Fortführung meiner Reise mache, werte Leser, lasst mich berichten, welches Unbild die ungastlichen Lande mir taten.
    Ich startete meine Rekognanz des Seeufers relativ früh am Tage und traf einen alten Mann, welcher einen absurden Hut trug, der aussah wie ein fein gearbeitete Feuerschale. Er faselte etwas von Drachen und ich nehm ihn, allein aufgrund seiner närrischen Natur für nicht ganz gescheit.
    Am südwestlichen Ufer des Sees fand ich einige Ruinen und die Unholde, die sich darin verschanzten ihr Ende durch mein Schwert. So gewahr ich auch einen Einlass in einen Keller, welcher widererwartend nicht vollgelaufen und somit trockenen Fußes zu betreten war. Er war das Heim diverser großer Ratzen, dessen Nest ich, Dank Unterstützung durch meine Geisterwolf Kavalkade, schnell säuberte und dabei auf eine Truhe stieß.
    Ich konnte schon die Taler klingeln hören und so öffnete ich das Gefäß, nur um – welche Gemeinheit – von dichtem Nebel umfangen zu werden und um eine unbekannte Zeit später auf den morschen Dielen eines finsteren Schuppens wieder zu mir zu finden. Allein, welch Glück, sämtliche meiner Ausrüstung war noch vollzählig vorhanden.

    Zunächst deucht mich das konstante Hämmern allein in meiner Hirnschale zu eskalieren, doch rasch merkte ich, dass es von außerhalb und um mich herum schallte. Vorsichtig schlich ich zu Tür und späte hinaus.
    Um mich herum erstreckte sich eine Höhele in der abgemergelte Gestalten, bewacht von mehrarmigen Monstrositäten, schürften. Es kostet mich mehrere Anläufe und, so muss ich gestehen, Tode, um mit knapper Not zu entkommen.
    Meine ursprüngliche Hoffnung war es mir den Weg frei zu zwingen oder zumindest bei dem Versuch zu scheitern und so an meinem letzten Rastplatz wiedererweckt zu werden. Stattdessen fand ich mich ein um eins wieder auf den morschen Brettern, die die Hütte bedeuteten.

    Ausgezehrt und kraftlos erreichte ich einen Rastplatz und nach einer kurzen Stärkung dachte ich daran über das Wegenetz, das zweifelsfrei alle diese Punkte verband in ein mir bekanntes Gebiet zurück zu kehren. Doch meine Neugier obsiegte meine Vorsicht, immerhin würde ich von nun an zumindest hier zurückkehren, sollten mich die Tücken der Welt niederhalten.

    Als ich die Höhle, die meinen Rastplatz barg, verließ, fand ich mich in einem steinernen Bassin, von zyklopischen Außmaßen wieder. Geil reckten sich die spitzen der Felsen in den düstren Himmel und der Boden schwamm in einer rostfarbenden stinkenden Brühe, die mir knöchelhoch reichte. Abnorme Flechten blähten sich zu riesigen Pusteln und säumten die Landschaft.
    Zum meinem Glücke, schien mein treuer Dieter nur ein Gast in dieser Ebene des Seins zu sein und so gelang es mir ihn zu mir zu rufen und alsbald auf seinem Rücken diese Lande zu erkunden.

    Neben einigen Rastflächen fand ich auch ein Kartenfragment zu diesem ungastlichen Ort und einen von den immer gleichen Händlern, welcher mir seine Ware zu überzogenen Vorstellungen anbot. Doch fand ich seinen Kram von schlechterer Qualität, als meine Kette und so erwarb ich nur einige Kleinigkeiten, um meine Ausrüstung auszubessern und setzte meine Reise fort.

    So ungastlich diese Lande waren, desto weniger hielt ich mich dort auf, um den Ungeheuern dieser Ebenen keinen Anreiz an mir zu bieten. Ganz so unwahr hatte der Wirre mit dem seltsamen Hut – seltsame Kopfbedeckungen schienen ein Merkmal dieser Gegend zu sein, schein mir immer mehr augenscheinlich -, hatte also nicht ganz gelogen. Gut für ihn, schlecht für mich.
    Das Biest sprang alsbald es meiner gewahr wurde auf und setzten mir erst zu und gleich darauf nach, als ich Dieter die Sporen gab. Doch gerade, als wir dem Regen entkommen waren, gerieten wir in die Traufe, als ein übergroßer Rabe uns erkannte und wie wild Jagd auf uns machte.

    Der schwarze Teufel setzte uns nach und gerade als ich einen neuen Rastpunkt entdeckte, fiel ich seinem Schnabel zum Opfer, erstand aber wieder auf, genau an diesem Punkte und konnte so meiner Sachen allesamt wiedergewinnen.
    Genug war genug. Über das Wegnetz kehrte ich reich an Erfahrung wie an Schrecken zurück in die mir bekannten Gebiete, um mich auszuruhen.
    Zu meiner Freude entedeckte ich in meinen Sachen einen neuen Stecken, welche ich in meiner Hast irgendwo eingesammelt haben musste. Es bedurfte wohl nch etwas Übung damit, aber das konnte bis zum nächsten Morgen warten.

    Anmerkung: Vielen Dank für die Kommentare. Ich bitte darum mich hier nicht zu spoilern, warnen oder irgendwas vorherzusagen, sonst nehmt ihr Euch einen Teil des Lesevergnügens. 😉
    Mein Geschreibsel soll tatsächlich eine Art Reisebeschreibung, wie von historischen Forschern hinterlassen, sein. Ich mache das eher als Spaß an der Sache. Da ich nur am Wochenende wirklich lange spielen kann, werden sich die kommenden Einträge sicher eine Woche oder so hinziehen, ich bitte um Geduld.
    Das gesagt, glaube ich noch nicht, dass ich ER wirklich durchspielen werde. Es wird dauern, so lange ich Freude daran habe und vielleicht irgendwann versanden. Mein Augenmerk liegt auf der Erkundung der Welt, nicht so sehr auf der Action. Fakt ist, ab einer gesunden Menge an verbrachter Spieldauer, zum Zeitpunkt, an dem ich dies schreibe, habe ich gute 12 Stunden auf dem Tacho, werde ich auch eine Kritik schreiben, diese dann aber in dem dafür vorgesehenen Topic posten, um das hier als reines Tagebuch beizubehalten – es wird mit ziemlicher Sicherheit einige Diskussionen dazu geben … O:)

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    #1739809
    genpei tomategenpei tomate
    Teilnehmer
    Epic MAN!AC

    Diskussionen? Warum denn das? 😉
    Deinen Berichten zufolge entnehme ich, du hast zumindest Spaß am Erkunden und hast schon mal klitzekleine Überraschungen erlebt ( “Huch! Eine Truhe-Falle!”) von vielen, die das Game bietet. Die ganz großen kommen noch…
    …oder in deinem Falle nicht. Wie dem auch sei: Vielen herzlichen Dank für deine Mühe, so “originell” mich/uns auf die Reise zu nehmen, ich mag mir gar nicht ausmalen, WIE spannend dein Reisebuch ausfallen würde, solltest du ER durchspielen! :-O
    Naja, bis zu einem bestimmten, großen Ereignis ( …) solltest du uns schon unterhalten!
    Der Kampf ist aber nicht einfach.
    Du könntest jetzt schon versuchen, so weit nach “unten” zu reisen, wie du nur kannst. Das lenkt von den “Oberflächlichkeiten” ab…
    😉

    #1739815
    NightrainNightrain
    Teilnehmer
    Gold MAN!AC

    – die Hallen der Tafel, Ende des vermutlich dritten Tages –

    Ich war müde und hatte gerade noch die letzten Bolzen, welche ich meinen Gegner aus ihren toten kalten Händen genommen hatte – wenn ich darüber nachdachte, egal ob sie sich bewegten oder von mir bereit niedergestreckt waren, die Hände meiner Widersacher waren immer tot und kalt -, als ich die Erlebnisse des Tages Revue passieren ließ.

    Zunächt hatte ich einem eitlen Fatzke gekolfen seine Burg zurück zu erobern. Adel musste schließlich zusammenhalten! Er stellte sich mir als Herr dieser Ländereien vor, einem Landstrick so elend dunkel, wie das Hinterteil der dort ansässigen Bären. Nach getanem Werke danke er artig und wollte sich seines Gemäuers wieder bedienen. Allein, als ich später des Tages dort vorbei ritt, war niemand dort und alles ward verlassen. Ein Schwätzer, wie so viele hier.

    Doch auf meinem Wegen durch den Wald erreichte ich alsbald ein kuppelörmiges Gebäude, eine Art Tempel, wie es schien. Als ich ihn betrat, löste sich der Boden und sank mit mir in Tiefen der Erde. Fast mochte ich meinen, wir würden auf der anderen Seite wieder herauskommen, doch bleiben wir in ihrem Innern.
    Malerische Kavernen, in allen Facetten des Blau, eröffneten sich mir. Allein die Gegner dort waren mit großem Grimm und noch größeren Kräften verflucht.
    Dieter war erneut meine Hilfe in der Not und Lösung aus ihr heraus. Im gestreckten Ritt flog ich an meinen Gegnern vorbei. Griff hie und dort Beute und ward ansonsten nicht zu greifen.

    Geisterhafte Minotauren durchstreiften die urzeitlichen Wälder tief unter der Erde, wohin sich auch die Riunen, welche ich bereits an der Oberfläche bestaunte hinab reichten. Die Baumeister von Einst waren untriebig geweisen. Oder hatte ein Beben vor Aeonen einen Riss verursacht, der diese Verschluckt hatte.
    Unter uns floss ein gewaltiger Strom, dessen Wasser ich nicht sah, aber ihr Tosen erfüllte die Kammern der unterirdischen Heimstadt. NAch vielen Ritten gelang mir alsdann auch die Flucht zurück auf die Erde und ich beschloss vorerst zu ruhen und mich zu stärken.

    Gestärkt war ich aus meinen Abenteuern ohnehin bereits gewachsen. Der Speck des Wohlstands hatte sich wie Butter in der Pfannen aufgelöst und knotige Musken wölbten sich unter meinem neunen Kettenzeug.
    Das Alte hatte ich durch ein wattiertes Wams mit Überwurf getauscht und auch mein neuer Stecken, mit welchem ich den Zauber des Studenten nun bevorzugt wirkte, mähte durch meine Gegner, wie eine Sense durch Weizen.

    Der Abend graute breits und ich beschloss den Tag mit einem Ausritt zu beenden. Ich reiste in die Lande der zyklopischen Felsen und des ranzigen Wasser, vor bei an Drachen – ja, lasst Euch sagen, geneigter Leser, die Mehrzahl ist gemeint -, jedweder Größe.
    Zwei Mal wurde ich Opfer eines roten Phantomes, dessen Auftauchen mir ein völliges Rätsel war, war ich doch sicher, dass diese vollumfänglich nicht existieren konnten!

    Nach dem ich die mir zur Verfügung stehenden Kartenteile auf allen Wegen nach neuen Rastplätzen abgesucht hatte, kehrte ich zur Runde der Tafel zurück. Ich verkaufte den erbeuteten Plunder und bedauerte, dass diese Welt meinen Entdeckersinn so wenig belohnt, fühlte ich mich doch kein Stück trotz meiner Anstrengungen gewachsen.
    Allerdings hatte ich eine fast neue Stumrhaube erbeutet und auch wenn man sie zunächst ordentlich mit Sand scheuern musste, um die verschiedenen Flecken, deren Herkufnt ich besser nicht hinterfragte, zu entfernen.

    Den Rest des Abends würde ich mich der Dirne, welche ihr Gemach in den Hallen der Tafel hatte, hingeben. Sie lässt mich bisher nur meinen Kopf an ihrem Busen ruhen, aber ich bin guter Dinge, dass ich, dank des mir eigenen Charmes auch alsbald den Weg unter ihren Rock finden werden. Ich hatte schon viel zu lange nicht mehr vom wilden Weine die eine, heiße Traube gepflückt.

    Wer zappt so spät durch Nacht, TV, Games und das Weltweite Warten? DER NIGHTWATCHER!!!
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    #1739818
    genpei tomategenpei tomate
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    Epic MAN!AC

    Da ich weiß, wiedas mit dem rock ausgeht, musste ich lauthals lachen!
    Lass dich überraschen!
    😉
    Gute Nacht, Gatto macchiato.

    #1740128
    NightrainNightrain
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    Gold MAN!AC

    – Tag 25, eine Halbinsel im Süden –
    (fürderan werd ich jede Stunde als Tag deklarieren)

    Vieles war mir diese Tage widerfahren, doch allem Unbill zum Trotze, war ich siegreich geblieben. Ich hatte mir zunächt die Zeit mit der Erkundung der Ländereien und dem Lande drum herum, also der Umgebung, verlebt.
    In einem gänzlich im Nassen stehenden Orte, welcher nur mehr Ruinen aufwies – wie eigentlich alles hier um mich herum nur noch ein Schatten seiner selbst war, an dem der Zahn der Zeit sich wie ein Holzwurm gütlich getan und noch noch der Wind über den nakten Stein strich und so kläglich dereinstige Stimmen derer, die dort hausten, immitierte. Nun an diesem Orte trieb ein spectrales Wesen, welches sich als Fährmann düngte sein Unwesen. Kaum, da es mich erblickte, begann er seine dunkle Magie zu wirken und Geister zu seinem Schutze zu riefen. Doch auch mir waren solche Wesen Freund und zusammen mit einen Wölfen jagdte ich das Pack zurück in die Ebenen zwischen den Welten.
    So, gestärkt und frohen Mutes, machte ich mich daran Keller, welche ich bereits einst betreten noch einmal zu besuchen. In einem fand ich eine springende Statue in Form einer Katze. Inder anderen eine Gestalt, welche einen Helm, ähnlich einer Bolle trug und sich wohl damit für einen Drehspieß hielt. Auch hier eilten mir meine Wölfe zur Seite und gemeinsam zeigten wir ihm wie falsch er lag.
    Desförderen zählte ich durch meine Reisen bereits acht Tränke mein Eigen, welche ich durch seltene Tränen mehrfach verstärkt hatte.

    Nun, angespornt durch meine Fortschritte, wagte ich erneut den Aufstige zum Schlosse, welches im windigen Norden lag. Mit Hilfe meines treuen Dieters und getrecktem Galopp ließ ich die verdutzten Verteidiger hinter mir und fand mich alsbald an der Pforte des Gemäuers wieder.
    Hier rastet ich kurz und fand zudem einen Haufen roter Asche, welche bei Berühung einen spektralen Begleiter schufen. Das geistige Abbild eines jungen Mannes stand vor mir und fragte, ob er mir helfen solle. Nun, däfektiert der Elden Lord in den Wald? Er war, wie auch ich, in den arkanen Künsten bewandert. Welch eine Freude.
    Gemeinsam brachen wir auf und trafen auf einen grimmen Recken, dessen Absichten ohne Zweifel erkennbar waren, womit wir uns dem Kampfe stellten. Einen Magier und drei Wölfe an meiner Seite, scheute ich die Konfrontation nicht und obgleich er wie ein Derwisch wirbelte und mit seinem Stecken auf uns einhieb, so steckete er dann doch schneller als erwartet die Waffen und der Weg in die Burg lag mir offen.

    In dem von Kriegen gezeichneten Mauern traf ich einen Greis, welcher mir einen geheimen Weg ins Schloss zeigte und mir vom Tore abried, da dieses schwer bewacht würde. Ich dankte dem Alten für seinen offensichtlichen Rat, lag doch der Zugang zum “geheimen” Wege doch genau in dem Loche, welches zwei Mann hoch und ebenso viele breit, in der gegenüberliegenden Mauer klaffte.
    Der Weg sollte sich steil am Gemäuer entlangwinden und einige dort hausende Spitzbuben warteten auf mich. Mehr als einmal verlor ich wegen ihrer Gemeinheiten mein Leben, doch schlussendlich erreichte ich einen geschützten Punkt im Turm.
    Von hier gab es mehrere Wege, so schien es und so suchte ich erst den Fuß des Turmes ab und dann die anliegenden Dächer. Als dann folgte ich dem offensichtlichen Wegen und fand meinen Kampfgefährten, welcher mir vorhin geholfen hatte, lebendigen Leibes vor mir stehend. doch konnte er sich nicht an mich erinnern, wie es schien. Er bot mir einige Zauber zum Kaufe an und dann schieden sich unserer Wege erneut.

    Vorsichtigen Schrittes bahnte ich mir den Weg bis zu einem Durchgang auf den Burghof. Zuvor erlegte ich aber das – oder eine ähnliches – Geschöpf, welches mich bei meiner Ankunft hier in diesen Landen, mein Leben nicht nur versaut, sondern gar geraubt hatte. Mit Genugtung sah ich es unter meinen Magischen Geschossen niedersinken.
    Da mir der Burghof zunächst zu umkämpft und mir kein anderer Weg augenscheinlich war, reiste ich durch das Wegenetz zurück zu einem anderen Punkte im Süden, welcher nahe einer befestigten Brücke lag.

    Dieter kannte und folgte willig der Dressur, die er nun schon so oft mit Bravour gemeistert hatte. In wildem Zickzack und mit Funken sprühenden Hufen setzten wir durch die Reihen unserer Häscher. Hinter der Brücke trafen wir algleich ein junges Mägdelein, welches uns bat ihrem Vater einen Brief zu überbringen. Dieser Herr diente sich wohl in der nahegeleigenen Burg im Süden an. Dort angekommen konnte ich ihn aber nicht sofort finden und mein Drang mir das Land zu sehen war zunächst stärker.
    So begann ich diese Ländereien, welche sich als Halbinsel herausstellten, zu bereisen und zu bestaunen.

    So ich dies niederschreibe, saß ich in einer – selbstverständlich – verfallenen Hütte, in welcher auch ein ziehender Händler Schutz gesucht hatte. In der Ebene unter uns trotete derweil ein zum Leben erwachter Glockenturm herum und Heere der geistlosen Einwohner dieses Ortes folgte seinem Ruf.
    Dies schreibe ich mitlerweile recht abgestumpft, denn wenn die Seltsambarkeit die Normalität ist, dann verliert sie alsbald ihren Zauber. Auch meine Ausrüstung, obgleich von der feinsten Qualität, die ich zu finden vermochte, lies mich zetern. Das fahrende Volk hatte zumeist nichts Vernünftiges anzubieten und auch kein anderer der Krämer, die ich fand, konnte mir etwas besseres bieten, als ich nicht schon bei meinen Feinden geplündert hatte.

    Dieser Tage trage ich eiserne Beinschienen und Arme sowie einen Reiterkürass, an dem eine Tartsche, wie zu Tunierzwecken, angebracht war. Müßig zu sagen, dass dies ein völlig unsinniges Instrument war. Meine Sturmhaube hatte ich gegen einen Eisenhut getauschet, welche mir ähnlichen Schutz bot.
    Mein langes Schwert führte ich in der Rechten. In der Linken den bereits zuvor erwähnten Stecken oder, wenn es die Situation verlangte, ein Wappenschild, welches ich unnötig verkrampft halten musste.
    Diese Kombination war mir mittlerweile sehr vertraut, ähnlich, wie das stumpfe Gemüht meiner Gegner, welche ihre immer gleichen Wege hatten und unter meinen Waffen mittlerweile recht rasch ihr Ende fanden, aber bei mir selbst, trotz einserner Haut, noch große Scharten schlugen, als dass sie es vermochten. Doch egal was ich auf meinen Wegen fand, es ward mir unnütz und selbst die dreisten Krämerseelen, mit denen ich bereits so viel Handel getrieben hatten, zahlten nur billig dafür. So langsam verlor ich die Lust an diesen Landen …

    Wer zappt so spät durch Nacht, TV, Games und das Weltweite Warten? DER NIGHTWATCHER!!!
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    #1740130
    genpei tomategenpei tomate
    Teilnehmer
    Epic MAN!AC

    Unnutz, werter Reisender, ist nur der Krempel der Armseligen, die ihr Heil darin suchen. Er ist nur zum Tausche gut, weil Reichtum in Limgrave, nicht vom Erdenbaum fällt.
    Deine Bestimmung liegt in den Edelsteinen, Talismane und den Zeptern, aber auch in der Stärke deine Ge-rechten Hand, Steine, die wesentliche Kräfte inne-bergen und verborgen liegen. So verborgen, dass die Lust am Lande schwellen muss…

    #1740179
    NightrainNightrain
    Teilnehmer
    Gold MAN!AC

    – Tag 34, vor den Toren der magischen Akademie –

    Mit etwas Unlust startete ich in den nächsten Morgen. Ich erkundete noch etwas den Süden und machte mich dann auf zur stürmischen Burg. Was hatte ich zu verlieren? So stürmte ich über den mit Wachen voll besetzten Burghof und fand mich alsbald auf der anderen Seite wieder. Von hier konnte ich die Verteidiger mit relativer Leichtigkeit niedermähen und erbeutete sogar ein Bild. Kein sonderlich Schönes, aber vielleicht würde es mir einst nützlich sein? Vielleicht als Handelsware oder als Geschenk?
    So schlich ich erneut durch die Mauern des Schlosses, bis ich plötzlich vor dem Burgtore stand und fand daran nur wenig Freude. Alsdann verließ ich den ungsatlichen Ort und parlierte noch etwas mit dem Backpfeifengesicht, welches mich, mit seinem Tick an meiner Kleindung nesteln zu wollen, arg enerviert.
    Dazu traf ich am Feuer ein bildes Weibsbild, welches mir etwas von Trauben vorsagte und dessen Geist wohl kein stetiger Gast in ihrem Kopfe war.
    Ich verließ den Ort, bog aber scheinbar falsch ab und so stand ich plötzlich vor dem Lager einiger Spitzbuben, welches ich mit meinen Wölfen ausräucherte und mir den Weg nach Westen freigab.

    Heißa, welche Freude! Völlig neue Lande erstreckten sich vor mir und welche noch dazu. Endlich war es genug mit der Steppe und das Land der Magier ward mir offen. Es musste geflutet haben, stand doch das Tal knöcheltief unter Wasser.
    So ritt ich voran und ein eigenartiger Nebel machte sich breit, aus welchem seltsame Gestalten auf mich eindrangen. Ich gab meinem Reittier die Sporen und fand alsbald eine kleine kapellenartige Stätte, welche einen eigenartigen Spiegel beherbergte. Als ich ihn berührte brachte er mich fort und ich fand mich an den Toren der magischen Akademie wieder. Sehr zu meiner Verstimmung waren diese versiegelt.
    Der Ort war verwarlost, aber in der Ferne sag ich Menschen, also ging ich auf diese zu. Doch diese wollten sich als miese Lupen erweisen und so ließ ich sie magische Geschosse und Stahl schmecken. Meine Wölfe, mittlerweile recht stark, zerrissen diese Lumpen schon fast im Alleingang, als dass ich mir Mühe sparen konnte.

    Den Vorplatz gesäubert fand ich mich in den Ruinen des Ortes wieder, der einst vor der Akademie gelegen war. Da es hier nichts für mich zu holen gab, ritt ich weiter. Ich fand seltsam große Hummer, lebende Puppen, welche an Ballons über das Wasser glitten und allerlei sonstiges Getier und Unbill. Trotz einiger Rückschlge blieb ich siegreich.
    Es gelang mir auch mir einige neue Kleidung und Rüstung anzueigenen. So tauschte ich meine Beinschienen und die Rüstung gegen nur wenig Schwächere, welche aber leichter war, so dass ich nun auch meinen Langbogen, den ich irgendwann erworben hatte, gewinnbringend einsetzen konnte.

    So erkundete ich das Land von Süden nach Noren und von Osten nach Westen. Stieg in dunkle Stollen, an deren Ende eine kristalline Schönheit Tod und Verderben brachte. Kletterte an den Seiten eines Kliffes empor und fand einen Lindwurm, welcher mit Magma um sich und dann sich selbst auf mich warf.
    So blibe mir oft nur die Flucht, obgleich ich dem Geschmeiß vor den Kammern, der Genannten, mit nur wenigen Geschossen oder Schlägen begekommen war.

    So sehr ich auch suchte, der Weg gen Noden war mir versperrt, doch vernahm ich auch die Gesichte eines geschmähten Weibes, welches vor Kummer über den Verrat des untreuen Terzels, den Wahn anheim fiel.
    Doch wie sagte schon der Weise? “Mann denkt schlecht, wenn es einem stehe!”, so sei dem untreuen Gatten wohl verziehen, suchte er nicht nur Heil und Heim im Schoße einer Anderen, sondern ward auch zum Elden Lord ernannt. Dies nenne ich wahrhabft an die Spitze kopuliert.

    Als ich dies schreibe ruhe ich mich vor jenen verschlossenen Toren aus, da auch die Hallen der Tafel nicht vor den roten Phantomen gefeit zu sein scheinen. Gerade als ich dort anlangte, griff mich einer dieser Filibuster aus dem Hinterhalte an – von den sonst dort ansässigen Nichtstuern und Wichtigmachern ward nichts zu finden. Meine Barschaft und der Sieg waren mein und nun will ich ruhen, bis ich mich erneut aufmache.

    @genpei_tomate : ich finde das Fehlen von vernünftigem bzw. für mich nutzbaren Loot sehr beklagenswert. Als reiner Nahkämpfer, der ich nicht bin, hätte ich schnon mehr als genug Kram gefunden. Ansonsten habe ich bisher 3 (drei) Stäbe gefunden, den den ich seit dem Auffinden verwende mitgezählt. Den hab ich sogar aus dem Startgebiet. Der Rest war ähnlich mies oder schlechter als das Gammelding, das ich vom Start her bekommen hatte. Brauchbare Glitzerzauber sind auch rar. Dazu kommt, dass der Großteil des Zeugs auch noch maximal hässlich ist. Übergroße Waffen sind einfach lächerlich!
    Das alles kann einen das Spiel schon ordentlich verleiden.

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