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captain carot vor vor 6 Tage, 12 hours aktualisiert.
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21. Februar 2015 um 11:34 #945085
TommoTeilnehmerSchaut mir aber arg komplex aus. Bin ja auch noch neu im JRPG Genre.
Ein Noob sozusagen. Brauche irgendetwas Einsteigerfreundliches.Die einzigen Spiele die ich mit rundenbasierten Kämpfen besitze sind Final Fantasy Tactics Advance
und Herr Der Ringe Das dritte Zeitalter. Letzteres bestimmt nicht wegen der Spielmechanik.21. Februar 2015 um 11:44 #945086
SpacemoonkeyTeilnehmertransistor hast du schon oder?
21. Februar 2015 um 11:59 #945087
TommoTeilnehmerÄhem ne…für PS4 richtig?
21. Februar 2015 um 14:42 #945088
buppleTeilnehmerMoin,
anbei ein kleiner Aufsatz darüber, worauf es mir bei Rollenspielen (RPG) ankommt und was mir an ihnen gefällt beziehungsweise nicht gefällt. Um ihn und mich besser einschätzen zu können ist es hilfreich zu wissen, dass Final Fantasy 7 im Jahre 1997 mein erstes Rollenspiel war, was ich bewusst und ausführlich gespielt habe.
Rollenspiele bestehen hauptsächlich aus zwei Komponenten: der Spielmechanik und der Spielinszenierung.
Zur Spielinszenierung zählen Grafik und Geschichte. Auf letzteren Punkt habe ich früher am meisten Wert gelegt. So hat mich die Geschichte von Final Fantasy 7 in den Bann gezogen und ich habe alles daran gesetzt, weiter zu spielen, damit ich die Geschichte weiter verfolgen kann. Aus heutiger Zeit ist die Grafik schlecht, aber damals fand ich sie sogar ziemlich gut. Rollenspiele benutze ich dazu, der Realität zu entfliehen. Deshalb möchte ich voll in dem Spiel aufgehen und wenn der Charakter unsympathisch ist oder die Geschichte langweilig ist, geht das nicht. Außerdem muss sich der Charakter entwickeln. Nicht nur im Level steigen, sondern durch die Geschichte beeinflusst werden. Wichtig ist auch ein Happy End, denn nachdem ich ein Spiel zig Stunden gespielt habe, fühlt sich nach dem Ende ohnehin alles leer und sinnlos an. Wenn dann noch das Ende traurig oder unglücklich ist, haben sich die vielen investieren Stunden rückblickend vielleicht nicht gelohnt. Das ist offensichtlich ein sehr subjektiver Punkt, deswegen entscheidet die Spielinszenierung häufig darüber, ob einem ein sonst gutes Spiel gefällt oder nicht.
Die Grafik spielt auch eine große Rolle – zwar nicht, ob das Spiel fotorealistisch aussieht, aber welche Farben es hauptsächlich benutzt. Ein blasses, düsteres Spiel gefällt mir nicht so gut wie ein buntes, vielleicht etwas kitschiges Spiel. So war zum Beispiel „The Last Story“ zu trist im Gegensatz zu „Tales of Xillia“ oder „Final Fantasy X-2“. Eine sehr gute Grafik kann andere Schwächen überdecken, so bei Final Fantasy 13. Da war ich von der Grafik so begeistert, dass ich schlauchartige Level und lineares Spiel nicht als störend empfand.
Zur Spielmechanik zählen das Kampfsystem und der Schwierigkeitsgrad. Dem habe ich früher keinen Wert zugesprochen. Ich kannte auch nur das Substanzen-System und wusste nichts von Verteidiger, Heiler, Angreifer oder Tank, Healer, DamageDealer wie es in der Fachsprache genannt wird. Selbstverständlich habe ich mich dadurch mit einigen Spielen ziemlich schwer getan, weil ich einfach nur gelevelt habe, um endlich einen Zwischenboss besiegen zu können. Mittlerweile ist das Kampfsystem für mich sehr wichtig, denn stumpfes Leveln ist mir viel zu langweilig geworden. So lege ich Wert auf strategische Kämpfe, in denen man den Gegner analysieren muss und mit der richtigen Taktik vernichtend schlägt. Schön ist es, wenn man dazu genug Zeit hat und in Ruhe spielen kann, wie bei rundenbasierten Kampfsystemen. Da wartet der Gegner, bis ich meine Entscheidung getroffen habe. Hektische Kampfsystem in Echtzeit können ebenso Spaß machen, wenn ich nicht auf alle Gruppenmitglieder achten muss und diese selbstständig spielen – entweder bei Final Fantasy 14 mit richtigen Menschen oder bei Dragons Dogma durch den Computer gut (!) gesteuert. Der Reiz für mich besteht dann darin, andere alles machen zu lassen und zum Beispiel nur zu heilen.
Ein wichtiger Faktor sind zufallsgenerierte Inhalte. Die haben mich oft zur Weißglut getrieben. Wenn es um stumpfes Beutejagen geht – looten und leveln – was sowieso nicht mein Fall ist, und es dann noch vom Zufall abhängt, ob man Erfolg hat oder nicht, artet das Spiel in Arbeit aus. Das fängt an bei Mimik, auf den man bei Final Fantasy X in den Omega-Ruinen wartet, geht über die Goldene Schatztruhe, die ein Gegner in Xenoblade Chronicles droppen soll, hin bis zum Trapezohedron in Final Fantasy 13. Ätzend!
Der Schwierigkeitsgrad ist die größte Herausforderung der Entwickler. Denn zu schwierige Spiele mag ich nicht, da verliere ich schnell die Lust und beiße mich nicht durch – schließlich soll mich das Spiel vom Alltag ablenken und mir nicht Arbeit bescheren. Zu einfache Spiele bieten aber keinen Anreiz und werden langweilig. Die werden einfach nur nebenher durchgespielt, die Entwicklung des Charakters ist unwichtig, da ohnehin alles und jeder geplättet wird. Der Grad, indem die Schwierigkeit für mich perfekt ist, ist sehr schmal. Bei Tales of Xillia kann man den Schwierigkeitsgrad einstellen, auf leicht braucht man kaum eingreifen, auf schwer dauern selbst normale Kämpfe sehr lang. Da ist die Verlockung groß, auf leicht zu stellen, weil es keine Belohnung für schwere Kämpfe gibt. Unter dem Vorwand, mich mehr auf die Geschichte zu konzentrieren, habe ich mich damit auch selbst verarscht.
Die Spielmechanik ist eher ein objektiver Punkt, auch wenn es verschieden Sorten von Gameplay gibt, die einem mehr oder weniger zusagen.
Was mir noch wichtig ist, ist die Gruppe. Ich bin kein Fan vom stummen Hauptcharakter, den ich selbst erstellet habe. Ebenso wenig von Gegnern, die feste Gruppenmitglieder ersetzen wie bei Final Fantasy 13-2 oder Ni No Kuni. Eine Gruppe von etwa neun bis 12 Charakteren, die eine feste Hintergrundgeschichte haben und aus denen ich drei bis vier auswählen kann, um das Spiel zu spielen – das macht mir Spaß.
Damit habe ich bisher einige Rollenspielperlen gespielt und schätzen gelernt, einige vielleicht zu Unrecht als schlecht befunden und zur Seite gelegt. Viele, viele Rollenspielperlen habe ich noch nicht gespielt und werde das mangels Zeit auch nicht mehr nachholen können. Wenn ich mal eins bewerte, werde ich diesen Post verlinken, damit man die Bewertung besser einordnen kann.
Gruß,
bupple21. Februar 2015 um 14:44 #945089
buppleTeilnehmerShin Megami Tensei 4 (3DS-Version)
Das ist ein sehr gutes Spiel – aber nicht für jeden, und leider auch nicht wirklich für mich. Vorweg: Das Spiel ist komplett in Englisch beziehungsweise Japanisch.
Ich fange mit dem eher objektiven Teil an, der Spielmechanik. Die ist dermaßen gut, dass dem Spiel wenig Wasser gereicht werden kann. Die Kämpfe und das Kampfsystem sind top ausbalanciert. Man muss die Gegner analysieren und Schwächen ausnutzen, eigene Schwächen ausmerzen und eine bestimmte Kampftaktik entwickeln. Simples Leveln bringt einen nicht weiter. Dazu gehört, dass man vor Boss-Kämpfen gewarnt wird und speichern kann, denn einen „Analyse“-Zauber gibt es nicht. Deshalb muss man verschiedene Taktiken ausprobieren, was aber nicht in einen stundenlangen versuchen, scheitern, neu laden Rhythmus ausartet. Mit ein bisschen Spielverständnis bekommt man schnell ein Gefühl dafür. Es gibt zwei Arten von physischen Angriffen, die Elemente Feuer, Eis, Blitz und Wind beziehungsweise Force sowie Heilig und Dunkel. Neben dem Standardangriff, den jeder Besitzt, kosten alle übrigen Aktionen MP.
Die Gruppe besteht aus dem Hauptcharakter, dem man seinen eigenen Namen geben kann. Er ist ansonsten stumm und das Erscheinungsbild ist festgelegt. Er kann Gegner, sprich Dämonen, dazu überreden, in seine Gruppe einzutreten. Die Gespräche, bei welchen man die richtigen Antworten wählen muss, sind sehr amüsant. Mit ein bisschen Gefühl für das Spiel bekommt man heraus, welche Art von Gegner welche Antworten anerkennt. Bis zu drei Dämonen gleichzeitig kämpfen rundenbasiert an der Seite des Hauptcharakters und können ab einem bestimmten Level ihre Fähigkeiten auf jenen dauerhaft übertragen. Außerdem kann man Dämonen fusionieren, sodass aus zwei Dämonen ein neuer entsteht, welcher Fähigkeiten der beiden anderen haben kann. Das Fusionieren ist ein großer Bestandteil des Spiels und man verbringt sehr viel Zeit damit, im Menü die neuesten Dämonen zu suchen und davon ab neue Dämonen zu rekrutieren. Abseits der Kämpfe treten die Dämonen als Gruppenmitglieder nicht auf. Dafür gibt es andere storybedingte und vom Computer gesteuerte Charaktere, die einem durch die Geschichte folgen.
Wie man das Spiel spielt, bleibt einem vollkommen selbst überlassen. So habe ich meinen Charakter hauptsächlich auf Magie ausgelegt und physische Stärke sehr vernachlässigt. Es gibt vier verschiedene Enden, die abhängig von den eigenen Antworten und Handlungsweisen sind. Die vier Enden sind in etwa normal, neutral, gut und böse.
Eine ordentliche Anzahl an Nebenmissionen gibt es auch, die relativ abwechslungsreich sind.
Leider gibt es keine Wegmarkierungen. So muss man sich mühsam bei jedem NPC durchfragen, wohin man als nächstes muss. Auch die Questhinweise sind ziemlich spärlich. Problematisch dabei ist, dass das Spiel in Japan statt findet – es ist auch deutlich zu merken, dass es für den japanischen Markt entwickelt wurde. Die Orte haben alle japanische Namen und ich hatte Schwierigkeiten, sie auseinander zu halten, weil sie mir so fremd erschienen. Das führt mich direkt zum eher subjektiven Teil, der
Spielinszenierung: Das Spiel ist richtig düster. Alleine, dass es keine Schock- oder Gruselmomente gibt, sorgt dafür, dass es kein Horrorspiel ist. Der erste Ton, der ertönt, wenn man das Spiel startet, sagt alles darüber aus. Ein dumpfer, tiefer Klavierdreiklang. Die Stimmung ist depressiv, die Farben dunkel mit viel braun, schwarz und grau; auch wenn einige Ecken und Dämonen bunt sind. Die sehr guten englischen Texte schaffen es nicht, mit den regelmäßig eingestreuten Witzen die Atmosphäre aufzulockern. Das Spiel ist todernst und sowas wie eine Liebesgeschichte oder wenigstens Abschnitte, welche die Verbundenheit zu anderen gesteigert hätten, habe ich nicht entdecken können. So sind mir die Charaktere nicht ans Herz gewachsen.
Eine Komplettlösung hat mich dann durch das Spiel begleitet, weil ich bei dieser Stimmung keine Lust hatte, alle Ecken und Winkel selber zu erforschen. Das faire und sehr gute Kampfsystem haben mich dazu gebracht, mich durchzukämpfen und das Spiel doch noch zu beenden.
Gut gefallen hat mir an der Inszenierung, dass gut und böse jeweils ein Für und Wider haben. So ist die „gute“ Antwort nicht absolut gut, sondern hat ihre Schattenseite. Ebenso wie die „böse“ Antwort aus einem bestimmten Blickwinkel nicht böse sondern durchaus nachvollziehbar und richtig ist. Wenn man den Anspruch erhebt, das Spiel ernsthaft durchzuspielen und sich selbst zu reflektieren, dann muss man seine Lebensphilosophie hinterfragen.
Fazit: Das ist ein sehr gutes Spiel, leider nicht für jeden. Ich kann es nicht empfehlen an Leute, die schlecht englisch können und an Leute, die wie ich, nicht auf düstere Atmosphäre stehen. Das Spiel ist für Japan entwickelt und allen Japan-Fans kann ich es empfehlen.
Gruß,
bupple21. Februar 2015 um 17:02 #945090
UllusTeilnehmer@ Hallo bubble, sehr schön, das du mal zwei Reviews geschrieben hast, war interessant und hat Spass gemacht zu lesen !
Der 7er hat ja einen immensen Stellenwert, den hat er immer noch !
Das Shin Megami Tensei 4 ist nicht das einzige SMT, das sehr düster ist, das sind eigentlich alle Titel der Teihe, düster und okult, i like it and Atlus !
21. Februar 2015 um 17:10 #945091
UllusTeilnehmerHab mir mal die Mühe gemacht und mal ein schönes zweiteiliges Atlus Gruppenfoto geschossen, das ich selber so viele Atlus US Titel Titel besitze, hab ich selber nicht so ganz gewusst !
Den Großteil meiner Sammlung hatte ich ja schon im Sammlerthread vorgestellt !
@ Tommo: Morgen kann ich dir die grobe Zusammenfassung der Einzelnen Personas und meine Empfehlung dann liefern, schau dann noch mal hier in diesen Thread !
21. Februar 2015 um 18:23 #945092
SpacemoonkeyTeilnehmerTommo wrote:Ähem ne…für PS4 richtig?
ja. momentan auch gratis für plus mitglieder. bin auch kein großer rpg spieler und jetzt ist es eines meiner lieblingsspiele
21. Februar 2015 um 23:14 #945093
TommoTeilnehmer@spacemoonkey: kann ja mal einen Blick riskieren. Gesehen habe ich es schonmal.
Ich wollte aber eigentlich mal die volle Packung JRPG probieren. Mit Animekram usw.Für Animes und JRPG habe ich mich noch nie interessiert. Gerade die Persona Serie scheint ja sehr japanophil zu sein.
Ich möchte das einfach mal ausprobieren. Die Faszination dahinter verstehen.
Es ist aber auch gut möglich, daß ich mit dem Genre einfach nix anfangen kann.Ein Selbstversuch sozusagen.
Bin also gespannt Ullus!
22. Februar 2015 um 10:27 #945094
buppleTeilnehmerHey Ullus,
Ullus wrote:sehr schön, das du mal zwei Reviews geschrieben hast, war interessant und hat Spass gemacht zu lesen !
Danke! Das Forum ist ja keine Einbahnstraße, man muss auch mal was beisteuern
Ullus wrote:Das Shin Megami Tensei 4 ist nicht das einzige SMT, das sehr düster ist, das sind eigentlich alle Titel der Teihe, düster und okult, i like it and Atlus !

Wie sieht es denn mit den Ablegern aus? Ich konnte noch kein Statement dazu finden, ob Persona 4 Golden ähnlich düster ist.
Derzeit spiele ich Fire Emblem: Awakening. Spielt sich sehr gut

Gruß,
bupple22. Februar 2015 um 11:25 #945095
KinskiTeilnehmerKurz Persona 4 ist nicht düster
dürfte wohl deinen Geschmack treffen. Es gibt einige düstere Momente, die sind aber der
Story geschuldet. Generell ist man da mit einer sehr fröhlichen Gruppe unterwegs. Und auch die Grafik ist bunt und durchweg
positiv. Aber das Spiel geht mehr Richtung Social Skill und weniger Dungeon Crawlen. Trotzdem ist letzteres immernoch
zu genüge (für mich) vorhanden. Jetzt will ich auch mal weiterblicken, P3 würde mich dann auch selbst interessieren.
Ich denke aber (Ullus?) das ich P1 und P2 wohl aus heutiger Sicht nicht mehr zocken muss/ sollte?!22. Februar 2015 um 11:30 #945096
DerPandaTeilnehmer@Ullus
bei deiner Atlus sammlung müssten dir aber auch 3 dinge bewusst werden:1. bei einigen der spiele ist Atlus nur der publisher
2. so hochwertig sind die games jetzt auch nicht
3. da fehlen noch ein paar Shin Megami Tensei games22. Februar 2015 um 12:49 #945097
ChrisKongTeilnehmer@Panda Ohhhh nein, Punkt 2 wird wohl wieder eine Welle von Rechtfertigungen nach sich ziehen, ich sehs schon kommen. ^^
22. Februar 2015 um 14:58 #945098
DerPandaTeilnehmerein bisschen duskieren ist ja auch nicht verkehrt aber ich finde zb wenn man jetzt Squaresoft, Enix oder halt Square-Enix dagegen hält sind deren titel schon qualitativ besser (jrpg bereich).
22. Februar 2015 um 16:06 #945099
ChrisKongTeilnehmerNaja, du weisst ja, philosophischer Lokus und so…..

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