Strategiewechselbei Nintendo? Iwata denkt über grundlegende Änderungen nach
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captain carot vor vor 12 years, 3 months aktualisiert.
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21. Januar 2014 um 12:01 #1170574
ChrisKongTeilnehmerThink global, act local.
21. Januar 2014 um 17:13 #1170575
captain carotTeilnehmerEuropa war immer Nintendos Problem. Mit den Handhelds warens ie zwar auch hier immer stark, mit stationären Konsolen aber meistens nicht.
An der Stelle noch mal ein Wink an die Leute, die immer über amerikanische Spieler schimpfen, weil die ja alle doof wären.Es gab aber seit dem N64 keine N-Heimkonsole mehr, die sich in Europa schlechter verkauft hat als in Japan und vor allem ist man im Vergleich zur Wii gerade bei uns unglaublich zurückgefallen.
Noch interessanter wird es, wenn man sich die Zahlen der Vorgängerkonsole in letzter Zeit ansieht. Die dümpelt in den Staaten und Japan seit einiger Zeit vor sich hin, verkauft sich bei uns aber auf ähnlich hohem Niveau wie die U. Sprich, NoE hat es bisher nicht geschafft, die Aufmerksamkeit der Kunden von der Wii weg hin zur Wii U zu lenken.Nun zu Nintendos klassischen Problemen in Europa: Zum einen kam Nintendo bei uns erst recht spät offiziell auf den Markt, anfangs noch ohne eigenen Vertrieb durch Nintendo, darunter hatten sowohl das NES als auch das SNES zu knabbern, insbesondere, weil Sega in Europa einfach schneller war.
Zum anderen war der europäische Markt in den Achtzigern und frühen Neunzigern stark durch Heimcomputer geprägt. Konsolen waren vom Start weg eher Kinderspielzeug. Da hat erst Sony die Kurve bekommen, zu der Zeit waren die Heimcomputer allerdings faktisch tot und PC´s für jugendliche Spieler meist zu teuer.Unterm Strich hat Nintendo bei uns einerseits immer noch das alte Imageproblem erweitert um Casual und zusätzlich hat NoE völlig beim Marketing versagt.
23. Januar 2014 um 12:33 #1170576Seppatoni
TeilnehmerDieser Artikel hat teils durchaus was wahres:
http://www.nowgamer.com/features/2246174/nintendo_isnt_the_problem_you_are.html23. Januar 2014 um 13:19 #1170577
captain carotTeilnehmerEhrlich gesagt finde ich den Artikel in weiten Teilen daneben. Der schlägt einfach mal gegen alles.
Es haben sich in den letzten Jahren nunmal grundlegend die Spielregeln geändert, sei es in Bezug auf Systeme (Smartphone u. Tablet) oder auch in Bezug auf so banale Dinge wie demografische Entwicklung bei Videospielern.
Und ja, wer heute mal kurz zwischendurch einfach was spielen will, der hat eine Riesenauswahl an Titeln, die definitiv nicht immer “shitty” sind.
Konsumentenverhalten oder meinetwegen die Mentalität vieler Spieler mag ein Teil des Problems sein, es ist aber nicht das ganze Problem.
23. Januar 2014 um 13:22 #1170578
AnonymInaktivSeppatoni wrote:Dieser Artikel hat teils durchaus was wahres:
http://www.nowgamer.com/features/2246174/nintendo_isnt_the_problem_you_are.htmlNa ja, peripher tangiert mag da was dran sein. Das wahre Problem jedoch ist, dass Nintendo schlichtweg den Fokus insgesamt verloren hat und im Marketing gnadenlos versagt. Die Wii war ein sehr lukratives One Hit Wonder, aber kein Langzeiterfolgsgarant. Nintendo hat es versäumt, den Kern der Fans, welche mit der Firma bzw. NES, SNES, N64 aufgewachsen sind, weiter anzusprechen. Dabei war Nintendo gerade in den 80er und 90ern des letzten Jahrtausends durchweg “cool” und “erwachsen”, trotz Mario & Co. Die Werbespots waren cool, die Spiele auch und 3rd Parties kamen nicht um das SNES herum. Nintendos erster Schritt zum langzeitigen Abstieg war es, auf Module statt CDs zu setzen. Mitte der 90er waren CDs einfach total angesagt und mit der PSone auch Musik hören zu können sowie Spiele mit Soundtracks von bekannten Künstlern auszustatten, dazu Sonys cooles, jugendliches Marketing waren schlichtweg genial.
Während die Games auf N64 und GCN durchwegs hohe Qualität hatten und nicht so übertrieben bunt und kindlich waren (Stichwort: OoT, F-Zero, Metroid) und so besser den Nerv der älter werdenden Fans trafen, versagte Not-so-Big-N zunächst beim Thema Datenträger, nur um bei Gamecube allein schon durch den Verzicht auf Multimedia (DVD etc.) sowie den Kindergarten-Style der Konsole zu enttäuschen. Neben einer PS2 oder Xbox sah der GCN einfach wie billiges Spielzeug aus und so nahmen ihn die meisten wohl auch wahr.
23. Januar 2014 um 14:01 #1170579
UnglueckTeilnehmerIch find den Artikel gut im Hinblick darauf wie viele Pseudo-Fachleute sich gerade Gehör verschaffen, um allen zu erklären was sie alles besser gemacht hätten.
Also zumindest in den 80er Jahren hats bei uns noch ganz anders ausgesehen, da ist alles was mit Videospielen zu tun hatte von Aussenstehenden nur belächelt worden. Die 20jährigen die grade überall gegen Nintendo pulvern wissen das natürlich nicht, aber früher war es nicht so dass man sich mit jedem zweiten Fremden übers Zocken unterhalten konnte.. da waren Spiele noch was für Kinder und eine kleine Randgruppe die in den Augen aller anderen “nicht erwachsen werden wollte”.
23. Januar 2014 um 15:07 #1170580
captain carotTeilnehmerDas ist alles durchaus richtig. Es stimmt auch völlig, dass ein bisschen Blut und ein düsteres Setting ein Spiel nicht “mature” machen.
Zum Einen haben abseits von CoD und Gore Raider aber genug Spiele in der letzten Generation auf verschiedenste Art bewiesen, dass Spiele sehr wohl auch erwachsen sein können.
Nun, es muss definitiv nicht alles erwachsen sein, es erweitet aber die Palette.
Zum Anderen ist das auch ein Problem bei Nintendo selbst. Die haben genug Dornröschen-IP´s und wären sicher auch noch in der Lage, neues zu schaffen. Stattdessen gibt es für die U innerhalb eines guten Jahres alleine drei Jump & Runs (vier mit Sonic) und eine zu starke Konzentration auf niedliche Marken.Mich stört es nicht mal so sehr, dass es endlich mal wieder große Jump & Runs gibt. Mit nur einer einzigen Konsole würde mir das aktuelle Angebot schlichgt zu einseitig sein.
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