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captain carot vor vor 5 years, 4 months aktualisiert.
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29. Mai 2013 um 10:51 #1130810
AnonymInaktivRavingrabbid wrote:Die zunehmende Vernetzung sorgt dann auch irgendwann dafür ,das Kriege nur noch im Cyberspace stattfinden

Wenn dich die Thematik interessiert, informiere dich mal über den “Anschlag” auf iranische Gaszentrifugen durch den Stuxnet-Wurm.
Das kleine Ding hat zigtausende Computer über den Jordan geschickt, weil die “gezielte” Verbreitung nicht so geklappt hat, wie man sich das ausgemalt hat.
29. Mai 2013 um 11:14 #1130811
RavingrabbidTeilnehmerVon dem Vorfall hab ich sogar schon gehört. War der nicht vor 2 oder 3 Jahren?
Durch die erhöhte Frequenz wurden ja angeblich gut 1000 der schätzungsweise 5000 Zentrifugen zerstört.
Man mag sich nur mal vorstellen was passiert wäre,wenn da alles in die Luft geflogen wäre…29. Mai 2013 um 11:22 #1130812
captain carotTeilnehmerWarum hätte das passieren sollen? So etwas kann man eben auch sehr zielgerichtet machen, sozusagen minimalinvasiv.
Das Beispiel an sich hatte ich ja auch oben drin, bis heute werden Israelis und Amerikaner gemeinsam als Angreifer vermutet. Generell ist der Musterschüler im Cyberkrieg wiederrum China, von Wirtschaftsspionage bis zu Datenklau aus dem Militärbereich sind die sehr gut dabei. Auch da gilt, Attacken auf Computerebene erfolgen mittlerweile unglaublich zielgerichtet.
Wie sich das langfristig entwickelt kann wohl keiner mit Sicherheit sagen, ein reiner Cyberkrieg könnte aber z.B. ein Krieg völlig ohne Todesopfer sein.29. Mai 2013 um 11:35 #1130813
AnonymInaktivNein Captain, ein Cyberkrieg kommt auch nicht ohne Todesopfer aus. Auch dabei werden Infrastrukturen angegriffen, um den Gegner zu schwächen oder auszuschalten. Wenn bei uns der Strom weg ist und für eine gewissen Zeit bleibt, dann ist schneller Licht aus, als man denkt:
http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/056/1705672.pdf29. Mai 2013 um 11:44 #1130814
bitt0rTeilnehmerstromausfall ist cool. hatten wir das letzte mal vor ca. 2 jahren, abends gegen 9. wir saßen ca. eine halbe stunde im dunkeln und wussten nicht, was wir machen sollen, da die konsolen nicht funktionierten.
29. Mai 2013 um 11:48 #1130815
RavingrabbidTeilnehmer@Carot
Ja stimmt. Aber wenn man die Rotation der Zentrifugen jetzt noch weiter erhöht hätte ,hätte es ja zur Schmelze kommen können ,die dann zur Explosion geführt hätte. Mag sein das man einen Cyberkrieg auch minimalinvasiv führen kann ,aber die Möglichkeit und die Vorstellung davon ,dass man Todesopfer komplett ohne konventionelle Waffengewalt herbeiführen kann ,ist abschreckend genug. Die Vorstellung gegen einen Feind zu kämpfen den man nicht sehen und kaum zurück verfolgen kann auch.29. Mai 2013 um 12:01 #1130816
ChrisKongTeilnehmerEs ist ein Spiel mit dem Feuer. Genauso minimalinvasiv wie Drohnenangriffe, was. Nein, das ist einfach Wunschdenken. Kleine Ursachen können schon verheerende Wirkungen haben. Wir haben schon genug die Grenze überschritten, wo uns die Technik beherrscht und nicht andersrum. Zielgerichtet? Man kann selber sehr schnell zum Ziel werden. Beispiel überbordende Heere. Kriegt ein zu grosser Militärapparat nix zu tun, dann wird er über kurz oder lang, wenn nicht abgebaut, gegen die eigene Bevölkerung eingesetzt, in der Geschichte findest du genug Beispiele, auch aktuelle, wie Ägypten, Syrien, usw. Killerviren, Cyberspace, was wir alles erschaffen in dem Glauben es kontrollieren zu können, füllt ganze Filmgenres und Bücher, wohl wissend, dass in jeder Fiktion auch ein Körnchen Wahrheit drinsteckt, manchmal mehr als wir vermuten.
29. Mai 2013 um 12:40 #1130817
AnonymInaktivWas Stuxnet gezielt für Schäden angerichtet hat ist ja eine Sache, dass der kleine Scheißer aber so außer Kontrolle geraten ist und global rumgewütet hat, ist auch nicht “uninteressant”.
Da kann von gezielt nicht die Rede sein und es zeigt mal wieder die Überheblichkeit der menschlichen Natur.29. Mai 2013 um 13:44 #1130818
captain carotTeilnehmerNein, eher von kalkuliertem Risiko. Stuxnet sollte ja von außerhalb in eine geschlossene Anlage eingeschleust werden. Entsprechend wurde das Risiko freier Verbreitung wohl einfach in Kauf genommen.
Und ja, nach militärischen und geopolitischen Standpunkten sind solche Methoden minimalinvasiv. Auch Drohnen. Das ist eine Frage der Verhältnismäßigkeit.
Der kalte Krieg mit Spionagekriegsführung ist da rückwirkend betrachtet auch ein schönes Beispiel. Spätestens nach Kuba hat man sich mehr oder weniger freiwillig auf Spionage und “kleine” Stellvertreterkriege beschränkt. Im Vergleich zur Alternative eines heißen Ost/West Konfliktes war das förmlich eine Kleingkeit. Mag sich nach Bagatellisierung der Opfer anhören, ist aber ein Fakt.
Um auf Stuxnet zurückzukommen, alternativ hätte man einen klassichen Militärschlag gegen die Anlagen führen können, ich denke, über die wahrscheinlichen Folgen brauchen wir hier nicht lange zu diskutieren. Stuxnet war da ein kalkuliertes aber verhältnismäßig kleines Risiko.
@Nightrain: Das ist nicht neues, eine Cyberattacke muss aber keineswegs das Stromnetz zum Ziel haben, so etwas ist z.B. dann interessant, wenn man die Öffentlichkeit treffen will. Flächenbombardement des 21. Jahrhunderts sozusagen. Letzten Endes ist das also eher eine Frage dessen, was im Fall eines Cyberangriffs die Ziele sind. Für das “Stecker raus” Szenario hätte man vor 200 Jahren die Felder niedergrbrannt, vor 50 Jahren hat man biologische Kampfstoffe entwickelt, heute würde man den Strom abschalten.
Davon ab, Informationskriegsführung ist nix neues. Bis heute hält sich das Gerücht, die Bundeswehr überwache auch ihre Alliierten, die NATO-Partner. Angeblich hat man dafür früher u.a. besonders fremdsprachenkundige Wehrdienstleistende und Berufssoldaten angeworben. Natürlich dürften solche Kandidaten darüber eh nicht reden.
Die besten Verschwörungstheorien kommen aber aus der Realität und klingen auf den ersten Blick harmlos. Etwas weiter gedacht könnte die “elektronische Kampfführung” auch bei uns heute ein hohes Level mit hoher Geheimhaltung haben.29. Mai 2013 um 16:08 #1130819
LofwyrTeilnehmerTrotz des ganzen High Tech Cyber Gedöns wurde Stuxnet über einen USB-Stick eingeschleust den irgendein Depp einfach mal in den Rechner gepackt hat. So machen das auch gerne die Chinesen. USB-Sticks als Werbegeschenke mit Trojanern drauf. Die größte Sicherheitslücke sitzt vor dem Monitor.
29. Mai 2013 um 20:47 #1130820
AnonymInaktivNebenbei…auch wenn das grad interessant ist:
Die XBO wird man auch soweit ausschalten können, dass das Kinect rein gar nichts mitbekommt (ja, sogar ohne Stecker ziehen
).
Ob man sie auch ohne Kinect bedienen kann, steht noch im Raum.
Es sind definitiv “sehr detaillierte” Einstellungsmöglichkeiten vorgesehen, die die Datenerhebung betreffen.Weiterhin betont MS:
“Derzeit machen einige Spekulationen die Runde, von denen allerdings nur wenige auf Fakten basieren. Wir werden auf der E3 weitere Informationen dazu veröffentlichen. Dieses Mal machen wir es richtig!”, versichert Greenberg via Twitter.
Was das nun bedeutet…who knows!
30. Mai 2013 um 6:01 #1130821
LofwyrTeilnehmerNatürlich kann man die XBox ausschalten ohne das man gefilzt wird. Nennt sich Steckerleiste mit Schalter.
30. Mai 2013 um 6:26 #1130822
ChrisKongTeilnehmerSag ich ja, MS hat ein gewaltiges Kommunikationsdefizit. Machen eine PK wos nur um die Konsole geht und nur am Rande ein paar Games gezeigt werden und schaffens nur die Leute zu verwirren.
30. Mai 2013 um 7:45 #1130823
AnonymInaktiv@ChrisKong:
Das hat Nintendo mit der WiiU aber auch geschafft. Wie viele “normale Käufer” haben denn nach der PK und von der Werbung her das Tablett für eine Erweiterung der Wii gehalten? Waren doch einige. Hab ich selbst schon in nem Media Markt erlebt, da wollte ne Mutter diese Erweiterung für Ihren Sohn zum Geburtstag kaufen!@CaptainC.:
Naja, es stellt sich natürlich die Frage, was man mit einem Cyber-Angriff erreichen möchte. So ein Blackout stiftet da natürlich prima Verwirrung und sorgt für Unruhe im Zielland. Selbst wenn es nur als Begleiterscheinung geschieht.
Andere Ziele wären sicherlich einzelne Firmen oder Banken, die man aber auch durch den Stromausfall treffen würde.30. Mai 2013 um 7:55 #1130824
ChrisKongTeilnehmer@Nightrain
Hab vor nicht allzulanger Zeit in einem Rechenzentrum für einen Krankenversicherer gearbeitet. Im Heiligtum, wo die Server stehen und lediglich 2 Leute überhaupt Zugang haben, war ein Raum, vollgestopft mit Autobatterien, also der Notstromversorgung. Ich denke gerade die Matchentscheidenden Banken haben sowas auch, da wäre ein Angriff aufs Stromnetz wohl etwas sinnlos.
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