Umsatzeinbruch bei Nintendo

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Nintendo hat erstmalig mit einem Einbruch seiner Umsatzzahlen seit Einführung des Wii zu kämpfen: Der Gesamtumsatz ging im letzten Fiskaljahr (März 2009 bis März 2010) von 1,84 Billionen Yen (19,7 Milliarden Dollar) um 22% auf 1,43 Billionen Yen (15,2 Milliarden Dollar) zurück. Das Traditionsunternehmen bleibt aber mit 228,6 Milliarden Yen (2,43 Milliarden Dollar) Profit deutlich im Bereich der schwarzen Zahlen. Für den Umsatzrückgang macht Nintendo Preissenkungen der Wii-Hardware, ein schwaches Spiele-Lineup in der ersten Hälfte des Jahres und den schlechten Kurs des Yen verantwortlich.

In den letzten zwölf Monaten wurden 21 Millionen Wii-Konsolen und 192 Millionen Wii-Spiele an den Mann gebracht, was ziemlich genau die vor einem Jahr festgelegten Zielvorgaben des Konzerns erfüllt. Insgesamt wird weltweit inzwischen auf über 70 Millionen installierten Wiis gezockt. Das erfolgreichste Spiel des letzten Jahres war New Super Mario Bros. Wii, das sich knapp 15 Millionen Mal verkauft hat. Auf Platz zwei und drei folgen Wii Sports Resort und Wii Fit Plus mit ähnlich guten Zahlen.

Der kleine Bruder DS konnte mit 27 Millionen verkauften Einheiten nicht ganz die Erwartungen von Nintendo erfüllen (angepeilt waren 30 Millionen). 152 Millionen Spiele gingen derweil über die Ladentische. Insgesamt hat sich der Touchscreen-Handheld bis jetzt knapp 129 Millionen Mal verkauft und damit bereits den altehrwürdigen Game Boy abgehängt, der sich in seiner 21-jährigen Lebensspanne “nur” 118 Millionen Mal verkauft hatte. Zu den erfolgreichsten DS-Titeln gehören The Legend of Zelda: Spirit Tracks und Pokémon HeartGold / SoulSilver (insgesamt ca. 11 Millionen verkaufte Einheiten).

Trotz eines Umsatzrückgangs spielt Nintendo nach wie vor in der ersten Liga der Branche und präsentiert Zahlen, von denen andere Videospiel-Unternehmen in diesen Zeiten nur träumen können. In der Geschäftsführung gibt man sich deshalb auch optimistisch und rechnet nicht mit einem weiteren Einbruch der Verkaufserlöse im neuen Fiskaljahr. Nintendo geht in den nächsten zwölf Monaten von 1,40 Billionen Yen Einnahmen und einem Profit von 200 Milliarden Yen aus. Mit dem 3DS wartet bereits der nächste Goldesel darauf, auf die Zockerwelt losgelassen zu werden.

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Poons
8. Mai 2010 21:43

Vielleicht schnallen die Leute es ja auch irgendwann, dass nicht alles mit nem “”i”” davor die absolute Offenbarung ist… aber das wird wohl noch lang dauern bis alle merken wie sehr sie von Unternehmen wie Apple übern Tisch gezogen werden…

Jab
Jab
8. Mai 2010 13:43

Die Zukunft wird hart. Soviel ist klar. Die ganzen Non-Games Firmen werden ein gigantisches Stück vom Kuchen abschneiden wollen. Apple, Facebook, Handys, alle knabbern dran. Nintendo muss sich da echt was einfallen lassen. Smartphones / Tablets wie das iPad sind sehr gefährlich für den Handheld Markt, technisch sind sie jetzt schon weit überlegen. Und die Software wird immer besser. Ich sehe Apple als Gefahr Nr.1 für Nintendos Business. Und Free-to-Play Browsergames / Facebook-Games wie Farmville könnten einen großen Teil des Casual Markts rüberziehen.

8. Mai 2010 13:32

wenn nintendo schon kanpp Gewinn macht, wie siehts dann bei Sony und MS aus im Gamesektor?(Edit: ok, Gewinn macht Nin ja schon, aber wenn sie schon ein Umsatzeinbruch hat, wie siehts bei den anderen aus?)

Svenni1992
8. Mai 2010 13:19

kommt ehh bald mario galaxy 2 :D:D

IKARUDENSHIN
7. Mai 2010 15:48

Captain Carot hat recht.Der N64 und der GC sind gnadenlos an der Konkurrenz von Sony gescheitert (Verkaufszahlen).Da kann man sich als Zocker ruhig mal freuen, dass so ein traditionsbewusstes Unternehmen, es wieder nach so einer Zeit geschafft hat auf Platz 1 zu kommen.Ich gönne Nintendo den Erfolg vom ganzen Herzen.Was wäre Videospielen ohne Nintendo?

xisusx
7. Mai 2010 10:48

Ja, so gesehen hast natürlich recht @Capitan Carot.Aber ich kann nichts machen, hab halt gegen jedes erfolgreiche größere Unternehmen ne tiefe Aversion ?

captain carot
6. Mai 2010 23:35

Mal ehrlich, wenn man sieht, wie´s bei Big N in den zehn Jahren davor zumindest bei den Heimkonsolen aussah kann man sich für Nintendo auch freuen statt sie runterzumachen. Die Wii war in jeder Hinsicht ein riskantes Projekt und ist voll aufgegangen. Beim DS gilt im Prinzip das gleiche.: Stimmt schon, die Zahlen wurden runterkorrigiert, haben im letzten Fiskaljahr aber fast alle Unternehmen gemacht, nicht nur Nintendo.

STURM18
6. Mai 2010 23:08

Big N tut einem ja richtig leid wenn solche Meldungen reinkommen!

dmhvader
6. Mai 2010 16:15

STIMMT – sh… ;o)

Poons
6. Mai 2010 16:01

Nintendo ist ja noch human… überleg mal was Apple an Gewinn mit ihren Produkten macht 😉

dmhvader
6. Mai 2010 15:55

Oh, mann! Wenn ein Unternehmen so viel Gewinn macht, dann muss irgendetwas mit den Preisen der Produkte ganz gewaltig nicht stimmen!Mal Hand aufs Herz: Wer ist der Meinung, dass ein Wii-Spiel seine 50,- Euronen wirklich wert ist? Bitte dabei bedenken, dass die Entwickler da auf technisch veraltete Tools zurückgreifen, die sicher nicht teuer sind und zudem noch auf Ottonormal-PCs hervorragend laufen dürften! Dann will Big N auch noch z.B. für das klitzekleine Wii Motion+Plastik-Teil rund 15,- Euro haben – da kriegt man schon ein brauchbares Dritthersteller-Pad für XBox360 und PS3!

Orrpus
6. Mai 2010 15:46

Kleine Korrektur zu diesem Satz: “”In den letzten zwölf Monaten wurden 21 Millionen Wii-Konsolen und 192 Millionen Wii-Spiele an den Mann gebracht, was ziemlich genau die vor einem Jahr festgelegten Zielvorgaben des Konzerns erfüllt.””Die vor einem Jahr festgelegten Zielvorgaben sahen 26 Millionen Wii-Konsolen und 220 Millionen Wii-Spiele vor.Quelle: [http://www.nintendo.co.jp/ir/pdf/2009/090507e.pdf#page=23]Erfüllt wurden die Vorgaben nicht. Nintendo korrigierte diese Zahlen im Laufe des Jahres herunter.Gruß,Orrpus

xisusx
6. Mai 2010 15:22

BÄÄHH, mein Mitleid mit Nintendo hält sich in Grenzen. Die haben schon genug Kohle gescheffelt! Außerdem scheinen sie schon wieder mit dem Klingelbeutel unterwegs zusein!