Call of Duty: Infinite Warfare – im Test (PS4 / Xbox One)

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In Black Ops III musstet Ihr etwas umständlich Eure “Tactical Rigs” ausrüsten, um an Wänden entlangzusprinten – in Infinite Warfare gehören Wallrun und Doppel- bzw. Hoversprung zum fixen Bewegungsrepertoire. Eure Ausrüstung könnt Ihr wie im Vorjahr für jeden Einsatz frei konfigurieren – CoD-typisch lohnt es sich aber auch, in den Levels die zahllosen Waffen der toten Feinde aufzulesen und auszuprobieren. Zwischen den bleihaltigen Einsätzen macht Ihr Pause auf dem Sternenschiff Retribution – das erinnert mit seiner detailverliebten Brücke an einen Sci-Fi-Flugzeugträger, dafür waren wir von der Anzahl der begehbaren Räume und Interaktionsoptionen an Bord enttäuscht.

Immerhin könnt Ihr an einer Sternenkarte auswählen, ob Ihr nur der Hauptstory folgt – und dann vielleicht schon in fünf Stunden durch seid – oder zirka zehn kurze Nebenmissionen bestreitet. Letztere besitzen ein paar nette Schleich-Elemente, coole Settings und rasante Jackal-Ballereien, fügen dem Spielprinzip aber nichts Elementares hinzu. Erstaunlich elegant kaschiert das Spiel seine Ladezeiten: Ihr verfolgt einen Dialog, steigt in Euren Jackal ein, drückt ein paar Knöpfchen oder parkt Euren Weltall-Bomber im Deck – und schon hat das Spiel nebenbei die nötigen Missionsdaten aus dem Speicher gehievt und es geht weiter. Und zwar in den Weiten des Alls, mitten in einem Asteroidenfeld, auf einer extraterrestrischen Bergbausiedlung, einer Raffinerie, einem Saturnmond und natürlich auf der Erde. Außerdem hat das Studio Wort gehalten: Aliens haben keinen Auftritt im Sci-Fi-Krieg Marke Infinity Ward!

Wer die Kampagne abschließt, freut sich über einen besonders anspruchsvollen Schwierigkeitsgrad – mit nur einem Leben, wenigen Medipacks, zersplitterndem Visier und verletzten Körperteilen. Die Perks und Power-ups, die Ihr im Verlauf des erstes Durchspielens erworben habt, dürft Ihr hier praktischerweise weiter nutzen.

Während draußen kostümierte Narren die Straßen unsicher machen und die Tagesschau darüber berichtet, laden CoD-Spieler die AK47 durch und pusten die unlustigen Burschen ins Jenseits! Denn spätestens ab Welle 4 des diesjährigen Koop-Modus “Zombies in Spaceland” watscheln Euch Kamikaze-Clowns vor die Flinte. Die beliebte Zombie-Mehrspieler-Variante ist einsteigerfreundlicher als je zuvor – ohne jedoch an Tiefgang, Easter-Egg-Dichte oder Umfang einzubüßen.

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BigBen
13. Dezember 2016 12:47

Das Remaster von Modern Warfare ist wider Erwarten sehr nett geworden… lieber Klassiker alle Jahre mal aufhübschen,als zwanghaft ständig was neues entwickeln…

Max Snake
13. Dezember 2016 12:18

Da kriege ich wieder Lust drauf.