Call of Duty: Infinite Warfare – im Test (PS4 / Xbox One)

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Meinung

Matthias Schmid meint: Die erste Hälfte der Kampagne finde ich richtig stark: Alles kracht und explodiert, die neuen Waffen haben irre Bums und die Action flutscht wunderbar. Mit der Zeit jedoch ebbt der Wow-Effekt ab und ich stelle mal wieder fest, dass Infinity Ward – auch mit dem neuen Personal, das von Naughty Dog gekommen ist – keine interessante Geschichte hinbekommt. Auch das Konzept des Raumschiffs Retribution als Basis geht nur bedingt auf – die Crew hat fast nichts zu sagen und die Zahl der Nebenmissionen ist zu gering. Grafisch bin ich mit Infinity Warfare zufrieden: An Battlefield 1 kommt das Spiel nicht ran, dafür sind ein paar hübsche Settings dabei und die Ballermänner gefallen mir sehr gut. Unterm Strich fand ich den Solo-Modus von Black Ops III ein bisschen besser, dafür lässt Infinite Warfare den Studio-Vorgänger Ghosts hinter sich. Erstmals hat mich ein Zombie-Modus vom Hocker gehauen – hier hat das Team meiner Meinung nach alles verbessert: Jetzt stimmt endlich auch die Zugänglichkeit, und trotzdem gibt es viel zu entdecken und herauszufinden. Der Multiplayer-Part stagniert auf Top-Niveau: Mit den Wallruns und Slides, dem Pick-10-System und den Scorestreaks, den Combat-Rigs und Loot-Paketen hat man trotz neuer Waffen und des Modus “Defender” mitunter das Gefühl, ein Mega-Map-Pack zu Black Ops III zu zocken.

Thomas Stuchlik meint: Freilich kann man über das ausgelutschte Zukunftsszenario diskutieren, doch für mich sind die übertriebenen Weltallkriege ein spaßiges Erlebnis. Einerseits verfügen die Kampagnen-Einsätze über die altbewährte Spielmechanik mit schnellen Ballereien, andererseits bringen die Raumschlachten Abwechslung in den Ego-Alltag, auch wenn sie kurz und ohne Tiefgang ausfallen. Die Online-Gefechte besitzen einmal mehr hohen Suchtfaktor, was aber auch daran liegt, dass sich die Macher vieles vom Vorgänger abgeschaut haben – mehr eigenständige Ideen wären angebracht gewesen, egal ob beim Deathmatch oder im Zombie-Modus. Letzterer gefällt mit einsteigerfreundlichem Areal, doch vermisse ich die düstere Aufmachung der Treyarch-Episoden. Insgesamt birgt Infinite Warfare aber genug Spielstoff für vergnügliche Stunden.

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BigBen
13. Dezember 2016 12:47

Das Remaster von Modern Warfare ist wider Erwarten sehr nett geworden… lieber Klassiker alle Jahre mal aufhübschen,als zwanghaft ständig was neues entwickeln…

Max Snake
13. Dezember 2016 12:18

Da kriege ich wieder Lust drauf.