Carrier Command: Gaea Mission – im Test (360)

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Der Heimcomputer-Klassiker Carrier Command (1988) feiert sein Comeback: Hier kommandiert und steuert Ihr einen kompletten Flugzeugträger, angefangen von der Navigation per Seekarte bis hin zu den einzelnen Einheiten – acht Amphibienfahrzeuge und Gleiter lassen sich an Bord individuell bewaffnen und dann aussenden bzw. selbst lenken. Des Weiteren kommen Geschütze, Raketen und Drohnen zum Einsatz. Entweder spielt Ihr den klassischen Strategie-Modus oder die neue Kampagne, die mit grottenschlechten Ego-Shooter-Abschnitten in die verschiedenen Spielelemente einführt. Ziel ist die Eroberung von 33 Inseln, auf denen Roboter und Soldaten allerlei Stellungen halten und bei Bedarf Nachschub produzieren: Ihr sucht eine taktisch kluge Trägerposition, beseitigt die Abwehreinrichtungen und schlagt Euch mit den Bodentrupps zum Kommandozentrum durch. Sobald Ihr eine Insel kontrolliert, dürft Ihr deren Produktionskapazitäten und Nachschub verwenden. Jedoch ist die Bedienung kompliziert und die Echtzeitsteuerung der Bodeneinheiten äußerst hakelig: Mit Soldat und dem klotzigen Transporter bleibt Ihr oft an Hindernissen hängen, bei Gleitern ist die Höhenkontrolle umständlich. Und auch mit dem Flugzeugträger muss man aufpassen, da man ihn mit einer Analogstickberührung manuell in Gang setzt – da läuft das Ding schon mal versehentlich auf Grund, während Ihr zu Lande kämpft. In der Kampagne kommt der Spielfluss durch Lags bei gescripteten Überraschungen ins Stocken, außerdem müsst Ihr hier die schäbigen Handlungsszenen und das emotionsfreie Palaver der Protagonisten ertragen. Musik wird nur in Ausnahmefällen eingespielt.

Oliver Ehrle meint: Ein Echtzeit-Strategiespiel mit manuell steuerbaren Einheiten ist immer noch eine tolle Idee, die Umsetzung geriet aber mehr als holprig: Übersicht, Bedienung und Technik sind nur mittelmäßig und bei dem verkorksten Shooter-Einstieg möchte man am liebsten gleich wieder ausschalten. Zum Glück lässt sich die Handlung mit dem Strategie-Modus umgehen.

  • kommandiert einen Flugzeugträger
  • Echtzeit-Strategie mit spielbaren Einheiten
  • schäbige Kampagne mit Shooter-Levels
  • klassischer Strategie-Modus enthalten
  • unhandliche Bedienung

Schiffbruch: innovatives Strategie-Konzept, das in puncto Bedienung und Präsentation miserabel umgesetzt wurde.

Singleplayer55
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