Dr. Kawashimas Gehirn-Jogging für Nintendo Switch – im Test (Switch)

3
1365
Zurück
Nächste

Seite 1

Spiel:
Publisher:
Developer:
Genre:
Getestet für:
Erhältlich für:
USK:
Erschienen in:

Dass Nintendos DS ­sagenhaft erfolgreich war, lag nicht zuletzt an einem ungewöhnlichen Software-Doppel: 2006 und 2007 rief ein gewisser Dr. Kawashima zweimal zum Gehirn-Jogging. Nun soll das Switch-Debüt der Reihe sowohl Nostalgiker anlocken als auch neues Interesse wecken – ob das so gelingen wird, bezweifeln wir aber.

Dr. Kawashimas Gehirn-Jogging für Nintendo Switch hält sich nahe an das alte Konzept, schafft es aber nicht so richtig, die ­Balance aus ­Pflichtaufgabe und Unterhaltung zu wahren. Wie damals begrüßt Euch der ­Namensgeber als Polygonkopf bei jedem Start mit ein paar unverbindlichen Sätzchen, beschränkt sich danach aber weitgehend auf das Zitieren diverser Studien – das ging schon mal charmanter. Täglich absolviert Ihr mindestens eine Übung, um Stempel zu sammeln und nach und nach weitere Aufgaben freizuschalten: Anfangs habt Ihr zwei Möglichkeiten, nach etwas über zwei Wochen steht das volle Sortiment von 13 Disziplinen zur Wahl. Danach folgt der tägliche ”Dreikampf” mit zum Teil eigenständigen Aufgaben, um das geistige Alter einzuschätzen, während eine kryptische ”Weltmeisterschaft” zum Testzeitpunkt noch nicht aktiv war. Einige Mini­spiele sind kurzweilig und unterhaltsam (sofern man etwa auf Kopfrechnen und Gedächtnisfragen steht), andere fallen hochgradig fade aus und verlassen sich darauf, dass Ihr nicht schummelt: Lautes Zählen bis 120 oder Vorlesen alter Zeitungsartikel unterliegen nur Eurer Selbstdisziplin. Langatmig und trocken ist etwa auch das Merken von 30 Wörtern mit vier Buchstaben, die Ihr dann niederschreiben sollt. Mit dem Stylus antippen und schreiben funktioniert prinzipiell gut, die Erkennung verwechselt aber ungewohnt häufig einige Zahlen und Buchstaben oder erkennt sie schlecht – das ist besonders dann unschön, wenn Ihr unter Zeitdruck steht oder so geschehene Fehler das Ergebnis beeinflussen.

Das neue Gehirn-Jogging ist zwar als reine Handheld-Anwendung konzipiert, ist aber ausgerechnet auf der Switch Lite (also der reinen Handheld-Fassung des Geräts) deutlich im Umfang eingeschränkt: Konkret sind alle Disziplinen, bei denen der IR-Sensor oder abnehmbare Joy-Cons benötigt werden, ohne Extrazubehör nicht verfügbar. Bei den ”Täglichen Übungen” lässt sich diese Einschränkung dank anderer Aufgaben verkraften, beim ”Schnellen Spiel” sind dagegen alle sechs Disziplinen unzugänglich.

Zurück
Nächste
neuste älteste
Rudi Ratlos
I, MANIAC
Gold MAN!AC
Rudi Ratlos

Fand die Erkennung beim 3DS schon nicht immer optimal, wenn das jetzt noch schlechter sein soll, hat sich der Titel komplett für mich erledigt.

Zack1978
Mitglied
Maniac (Mark II)
Zack1978

Damals auf dem DS/3DS habe ich die Reihe ganz gerne mal gespielt, mittlerweile gibt es da für das Smartphone aber bessere Alternativen.

Sonicfreak
I, MANIAC
Maniac
Sonicfreak

Schade eigentlich, hatte mich son bisschen auf den Titel gefreut. Auch in Hinblick auf die Mehrspieler Spiele. Aber die Kritiken lesen sich alle recht ernüchternd.