Immortals Fenyx Rising – im Test (PS4 / PS5 / Xbox One / Xbox Series X / Switch)

30
13791
Zurück
Nächste

Seite 2

Aber es gibt auch noch feinere Parallelen: Bewegungsabläufe, Timing und auch strukturelle Elemente – das Entwicklerteam hat sich den Nintendo-Klassiker sehr genau angesehen und dessen ­Herangehensweisen mit ein paar typischen Ubi-Designs verbunden. Es wird mehr geredet und das Spiel fühlt sich trotz einiger Freiheiten geführter an. Es gilt, gleich mehrere Talentbäume zu entwickeln, zahllose Gegenstände und Rohstoffe zu sammeln und in den Tartaros-Gewölben werden gerne Kisten bewegt und Kugeln gerollt. Das ist alles nicht dumm und hält sich in den meisten Fällen auch an die klassischen Design-Grundsätze von Einführung, Entwicklung und Twist. Gleichzeitig fühlt sich aber manch eine Sequenz ein kleines, aber entscheidendes Stück zu lang oder zu erprobt an – die Elemente greifen hier eben nicht so fein und organisch ineinander wie bei Breath of the Wild.

Was Zelda aber definitiv nicht hat, ist ein durchgehender Kommentar von zwei sich ständig streitenden Kommentatoren. Während Prometheus den weisen Geschichtenerzähler gibt, wirkt Zeus kleinlich, selbstverliebt und naiv – eine klassische Comedy-Routine, deren Effektivität zweifelsohne von Spieler zu Spieler variieren dürfte. Während die beiden gerade in den ersten Spielstunden praktisch jede von Fenyx’ Aktionen kommentieren, nehmen die Dialoge mit Beginn der eigentlichen Hauptquest etwas ab, dennoch schalten sich Zeus und ­Prometheus immer wieder ins Geschehen ein. Die Sprecher sind im Deutschen gut gewählt, während bei der englischen Synchronisation der übertriebene griechische Akzent sehr schnell sehr nervig werden kann.

Nichts zu klagen gibt es dagegen bei der Erkundung der hübsch gestalteten Landschaften. Zwar wirkt so manche Gegend im Vergleich zum luftig-leicht-weitläufigen Breath of the Wild etwas gedrängt und vollgepackt. Doch die ständige Aussicht auf Entdeckungen und vor allem die gelungene Steuerung motivieren immer wieder zu neuen Expeditionen ins Reich der Götter. Schnell habt Ihr Euch Doppelsprung und Ikarus-Flügel organisiert, auch ein Reittier nennt Ihr bald Euer Eigen. Und egal, ob Ihr klettert, reitet oder fliegt – es fühlt sich einfach toll an, die Inseln zu erkunden.

Da ist es auch gut, dass ­Immortals Fenyx Rising auf allen Systemen eine technisch ordentliche Figur macht: Dank stilisierter Grafik können sich die Versionen für die alten Systeme noch sehen lassen, während die Fassungen für die neuen Konsolen mit mehr Weitsicht und einer höheren Bildrate punkten. Auch wenn die aktuell nicht immer optimal rüberkommt: Dreht Ihr die Kamera auf der PS5, wirkt das Bild dank Framepacing-Problemen ruckeliger als es eigentlich ist. Hoffen wir, dass das bald ein Patch beheben wird.

Zurück
Nächste
30 Kommentare
neuste
älteste
Inline-Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen
JonnyRocket77
1. Februar 2021 13:06

So, hab mir die Demo auch mal reingezogen. Obwohl mir die Optik sehr gut gefällt, hat mich das Gelaber von Zeus und Co. mehr als erwartet genervt und die Steuerung fand ich etwas überladen. Wenn man länger spielt wahrscheinlich kein Problem mehr, in der Demo für mich aber nicht so der Burner.

Supermario6819
29. Januar 2021 17:29

Die Gold Edition gab es heute bei Amazon für 49,99.Ist jetzt aktuell bei 55 Euro.Also nur der halbe Preis.Da kann man nicht viel falsch machen.

Illstar
29. Januar 2021 12:58

Also Demo fand ich sehr nett. Die Fenyx Demo fand ich wesentlich zugänglicher und fröhlicher als das verglichene Zelda. 99€ für die Gold Edition will ich jetzt aber trotzdem nicht ausgeben, zumal ich gerade wieder bei Elder Scrolls eingestiegen bin (samt Eso+).
Aber sobald es im Angebot ist, schlage ich zu denke ich.

ChrisKong
29. Januar 2021 10:30

Sry, aber Ubisoft hat die OW nicht erfunden, sie haben in ihrer Redundanz einfach dafür gesorgt, dass es quasi einen Standard im Videospielbereich darstellt und sicherlich die meisten Spiele mit abarbeitbaren Maps gemacht. BotW bietet einen Remix div. Elemente, die man so schon in anderen Videospielen gesehen hat, so, wie das auch div. andere Spiele immer wieder gemacht haben und tun.
Ich hab mir Fenyx Rising gekauft, weil es a) von div. Spielern hier empfohlen wurde und b) eine überschaubare Länge hat. Denn das war eigentlich der Hauptgrund, warum ich BotW nicht weiter gespielt habe. Gefallen hat es mir durchaus, auch wenn ich lieber ein Zelda mit grösseren Dungeons habe und mehr Midage-Atmo drin. Von mir aus dürfte die Welt etwas komprimierter sein und so in der Summe abwechslungreicher. Ich brauche nicht elends grosse Gebiete, in denen wenig los ist oder die sich wiederholen.

Daddler
29. Januar 2021 10:11

Ich denke schon, dass BOTW sich das eine oder andere von AC abgeschaut hat. Warum sollte das auch einseitig sein, d.h. alle schauen was Nintendo macht und nicht umgekehrt. Auch Nintendo guckt ab! Ich denke, ohne AC (und auch andere Games) hätte es das jetztige BOTW nicht gegeben! Und ich denke, auch andere Spieler sind in der Lage, Dinge zu erkennen! 😉

moshschocker
29. Januar 2021 2:13

BOTW ist NULL Zelda mit Ubiformel, wie unten behauptet!
Botw war sehr mutig mit der Entscheidung, nicht alles dem Questmarker zu überlassen, sodass die Spieler kognitiv mal ernst genommen wurden. Das versteht nur kaum jemand, weil man sich lieber über kaputte Waffen aufregen will. 😉

amigafreak
28. Januar 2021 20:18

Liegt schon hier. Nach Assassins Creed dann…. (Zocke im Moment nicht so viel, kann daher noch dauern.)
Aber klingt für mich irgendwie nach dem besseren Breath of the Wild. Die zerbrechenden Waffen hatten mir sämtlichen Spaß daran genommen. Sonst wars ganz nett.
Ich freu mich jedenfalls schon auf das Spiel hier.

Illstar
28. Januar 2021 19:19

Super es gibt jetzt eine kostenlose Demo.
Die probiere ich jetzt mal aus. Ich bin aktuell unschlüssig ob mir das Spiel gefallen könnte.

Cato
28. Januar 2021 12:04

Was habt Ihr Euch denn alle so 🙂

MontyRunner
28. Januar 2021 9:41

Der Erstkontakt mit dem Spiel war für mich eher abschreckend. Das lag zum einen an einer miesen Stadia-Verbindung, aber darüber hinaus war mir der Einstieg inhaltlich zu albern und technisch zu überladen. Beide Punkte könnten durch Gewöhnung relativiert werden, deswegen gebe ich dem Spiel vielleicht irgendwann eine Chance.

Cato
27. Januar 2021 21:16

Na, so viel wird da jetzt auch wieder nicht kommentiert, während man spielt. Nur bei bestimmten Ereignissen, wenn man bestimmte Orte erreicht. Aber das hält sich in Grenzen.

27. Januar 2021 20:26

Der Humor ist das, was mich echt abhält da Geld für auszugeben. Fürchte, der wird mir zu schnell auf den Zeiger gehen, wenn da zwei lilalaune Kommentatoren, wie nervige Let’sPlayer herumlabern.

Rudi Ratlos
27. Januar 2021 11:39

Im Heft steht etwas zu den technischen Eigenheiten der Switch-Fassung (im Hardwarevergleich) und die von dir erwähnten Abstriche werden dort aufgeführt 🙂

Bort1978
27. Januar 2021 5:29

Ja, zock das Spiel mal. Ich fand zudem auch die Story recht unterhaltsam gemacht. Der Humor ist zwar nicht unbedingt jedermanns Sache, aber ich mag Spiele, die sich nicht so ernst nehmen.

Revan
26. Januar 2021 23:24

Yeah. Ich glaube, das Spiel wird mir auch besser gefallen als BotW 😀

Anonymous
Anonymous
26. Januar 2021 22:52

Das Wetter hat auch keinen Einfluss auf das Gameplay.

Revan
26. Januar 2021 22:50

Keine kaputtgehbare Waffen und fehlende Inventarbegrenzung klingt schonmal super! 🙂

Und wie ist es mit dem Wetter?
Kann man da auch bei Regen nicht mehr weiterklettern und muss ständig die Kleidung wechseln wenn es blitzt oder schneit?

Anonymous
Anonymous
26. Januar 2021 18:56

Das Spiel war mein Überraschungshit 2020, an Breath of the Wild kommt es meiner Meinung nach aber nicht wirklich ran. Da liegen immer noch Welten dazwischen. ?

Supermario6819
26. Januar 2021 18:48

Gutes Game.Kommt aber Grafisch nicht an AC Odyssey ran und spielerisch nicht an Zelda Breath of the Wild.Macht vieles gut aber nichts herausragend.Die Story ist eher albern und die meisten Kämpfe gewinnt man aus der Entfernung mit Pfeil und Bogen.Manchmal sieht es auch richtig gut aus aber es gibt auch viele schlechte Texturen.

Bort1978
26. Januar 2021 18:25

Hier geht nichts kaputt oder ist begrenzt. Du musst dich nur immer weiter aufleveln durch Kämpfe, Rätsel lösen und Welt erkunden.

Revan
26. Januar 2021 18:05

Zerbrechen die Waffen hier genauso schnell wie bei BotW/ ist das Waffeninventar ebenfalls begrenzt?

Daddler
26. Januar 2021 17:07

Hatte viel Spaß mit dem Game, hat mir sehr gut gefallen. Fand es auch nicht so überladen wie andere OW Spiele. Einzig mehr richtige Dungeons mit coolen Bossen und ein besseres Gegner Design mit abwechslungsreicheren Gegnern, da wäres perfekt.

Sonicfreak
26. Januar 2021 15:58

nicht für Jeden. Ich hatte an die 30 Stunden in Breath gesteckt und für mich wars keine Offenbarung, sondern ein neuartiges Zelda, was zu viel experimentiert hat.
Ich habe sogar mehr Spaß mit Zeit der Verheerung, weil das ein Musou im Zelda Universum ist, was endlich mal zeigt, daß Musou Spiele gut sein können, nicht wie der Schrott der ganzen Jahre davor.

bad_conker
26. Januar 2021 15:32

Breath ist eine echte Offenbarung. Aber ich denke die Mischung aus Rätseln, entdecken und Looten ist generell eine Formel, die gut verpackt immer funktioniert.

Sonicfreak
26. Januar 2021 15:24

Komischer Weise höre ich immer wieder, dass Leute es besser finden als Breath of the Wild.

Und obwohl Breath so hoch gehalten wird, liegt es vielleicht daran, dass Breath gar nicht soo toll ist

Cato
26. Januar 2021 15:18

Eins meiner Spiele des Jahres, hier ein bisschen unterbewertet nach meinem Geschmack. Bis auf den etwas blöden Humor ein ziemlich gutes Spielerlebnis, wo alle Elemente gut ineinandergreifen und die Rätseldichte überraschend hoch ist, nicht nur in den Dungeons, auch auf der Oberwelt. Das als bloße Ubi-Formel mit ein bisschen BOTW runterzukochen, finde ich nicht angemessen. Ich fand es ziemlich frisch und mir gefiel es als Paket sogar besser als BOTW, aber ist natürlich Geschmacksache.

Bort1978
26. Januar 2021 15:11

Der Grafikstil passt auch total super auf die PS5. Mein Überraschungshit zum Jahresende 2020. Ich hatte jede Menge Spaß damit. Und die OW ist auch nicht so übertrieben groß. Das empfand ich, wie bei Ghost of Tsushima, als recht angenehm.

Sonicfreak
26. Januar 2021 14:09

Es sei noch zu erwähnen, dass man sich das Spiel auch gut auf der Switch geben kann. Hab davon nichts im Test gesehen.
Klar wurden auf Switch irgendwo Abstriche gemacht, nichts desto trotz ist das wohl einer der besten Switch Ports bisher.
Inhaltlich bekommt man das volle Paket, die Weitsicht ist teilweise beeindruckend für eine Switch, die Framerate hält gut den 30er Bereich und dank des Grafik Stils passt das irgendwie gut auf ner Switch.

Spacemoonkey
26. Januar 2021 13:54

breath of the wild ist zelda mit ubiformel und immortals fenyx rising ist ubiformel mit zelda

T3qUiLLa
26. Januar 2021 13:41

ist es zu forsch zu sagen das es breath of the wild mit ubiformel ist?
bin kein freund des grafikstyles daher würd ich eher die nächste runde botw starten…