Keeper – im Test (Xbox Series X)

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Meinung & Wertung

Ulrich Steppberger meint: Meine bisherigen Erlebnisse mit Spielen von Double Fine waren meist fein, aber nicht sensationell. So geht es mir auch bei Keeper, dessen Stärken ich schon zu würdigen weiß: Die eigenwillige Welt ist kreativ gestaltet und optisch rundum sehenswert inszeniert mit interessanter Farbwahl und stimmigen Szenarien. Auch das ungewöhnliche ”Helden-Duo” hat einen gewissen Charme. Was das Spielgeschehen selbst angeht, vermisse ich aber eine zündende Idee: Die erste Hälfte fühlt sich fast wie ein Walking Simulator mit einer Pflichtportion nicht gerade innovativer Rätsel an, die später eingebrachten Elemente sorgen in der Tat für deutliche Änderungen und bei mir für gemischte Gefühle. In ein paar Wochen werde ich mich wohl nicht mehr an den Leuchtturm und den Vogel erinnern, was eigentlich schade ist.

Steffen Heller meint: Die Idee und das Art­design sind fantastisch. Doch jetzt folgt das große ”Aber”: Die einzige Herausforderung der zu simplen Rätsel bestand für mich meist darin, den richtigen Weg oder das fehlende Puzzlestück zu suchen, wodurch ich mehr als einmal gefrustet durch die Gegend wankte. Auch werden die wenigen Ideen viel zu oft wiederholt, ohne anspruchsvoll zu werden. Ungeachtet spielmechanischer Änderungen hatte ich daher stets das Gefühl, dass sich Abschnitte trotz geringer Spielzeit wie Kaugummi in die Länge ziehen. Ich könnte es verzeihen, wenn die wortlos erzählte Story mehr hergeben würde, aber im Gegensatz zu The Midnight Walk zog diese Reise ohne jedwede emotionale Beteiligung an mir vorbei.

Stilsicher und sehenswert inszeniertes Abenteuer, das spielerisch aber nicht wirklich was zu sagen hat.

Singleplayer69
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Grafik
Sound
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Als Gamepass reicht wohl aus.