Kororinpa – im Klassik-Test (Wii)

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Wenn die eigenen Hochkaräter noch auf sich warten lassen, schnappt man sich eben die Spiele anderer Entwickler. So greift Nintendo beherzt im japanischen Heimatland zu und veröffentlicht eine Hand voll Titel, die nicht in den eigenen Labors gebraut wurden. Darunter auch das knuffige Kororinpa von Hudson, die auf dem Wii wesentlich mehr von ihrer alten Klasse aufblitzen lassen als bei ihren Xbox-360-Katastrophen wie z.B. Bomberman Act: Zero.

Story-Schnickschnack haben sich die Macher konsequent geschenkt, dafür geht‘s gleich zur Sache: Ihr kontrolliert mit der Fernbedienung eine Ebene und kippt oder dreht sie so, dass eine Kugel über Plattformen und an Hindernissen vorbei rollt. Euer Ziel ist es, orangefarbene Kristalle einzusammeln (seltene grüne Exemplare schalten Boni-Inhalte frei), bevor Ihr das Ende erreicht habt. Das war‘s auch schon, ist handwerklich gut sowie optisch putzig umgesetzt und lässt sich mit der nötigen Portion Feingefühl prima steuern. Eine Sache ist Kororinpa aber auf alle Fälle nicht – originell. Das Konzept kennen wir natürlich schon seit langem von der Super Monkey Ball-Serie, die spielerischen Unterschiede zur Primatenrollerei halten sich denn auch in engen Grenzen. Ein paar eigene Aspekte finden sich durchaus, aber keine wirkliche Innovation – so müsst Ihr die ganze Landschaft schon mal komplett auf den Kopf stellen. Verschiedene putzig animierte Kugelsorten sorgen zudem durch ihre Eigenschaften wie Gewicht oder Elastizität für veränderte Bedingungen.

Das ist alles wirklich nett und spaßig präsentiert, kränkelt aber letztlich an einem etwas knappen Umfang: Zum Erledigen der 50 Levels braucht Ihr zwar trotzdem eine Weile, da im Ausgleich für die niedrige Anzahl spätere Abschnitte äußerst knifflig werden. Doch ansonsten gibt‘s jenseits der Splitscreen-Duelle und einer Hand voll weiterer Spielstufen, die nur fähige Kugler freischalten, keine weiteren Gimmicks oder Minispiele – schade, zumal der direkte Konkurrent Banana Blitz jede Menge davon bietet.

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