Quo vadis X-Box?

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  • #1804113
    joiajoia
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    Guten Morgen!

    Nach der aktuellen Meldung über die Massenentlassung bei Microsoft – und bereits zuvor – habe ich mir überlegt, wohin es mit der Marke X-Box geht bzw. gehen kann oder was Leutchen wie Phil Spencer für die Zukunft planen – neben einem Handheld, dass der Markt so sehr braucht, wie ich einen Kropf am Hals.

    Jedenfalls hab ich mir überlegt, dass das ein Anlass ist, über den möglichen Weg oder Möglichkeiten für X-Box als Marke nachzudenken und wollte fragen, ob ihr da vielleicht auch was beizutragen habt.

    Grüße

    Spencer live:

    „Heute teilen wir ihnen Entscheidungen mit, die Auswirkungen auf Kollegen in unserem gesamten Unternehmen haben werden. Um Microsoft Gaming für einen nachhaltigen Erfolg zu positionieren und um uns auf strategische Wachstumsbereiche konzentrieren zu können, werden wir bestimmte Geschäftsbereiche einstellen oder reduzieren und dem Beispiel von Microsoft folgen, indem wir Managementebenen abbauen, um die Agilität und Effektivität zu steigern. Aus Respekt gegenüber den heute Betroffenen werden ihnen die Einzelheiten der heutigen Mitteilungen und etwaige organisatorische Veränderungen in den kommenden Tagen von Ihren Teamleitern mitgeteilt.

    Ich bin mir bewusst, dass diese Veränderungen zu einem Zeitpunkt kommen, an dem wir mehr Spieler, Spiele und Spielstunden haben als je zuvor. Unsere Plattform, unsere Hardware und unsere Spiele-Roadmap waren noch nie so stark wie heute. Der Erfolg, den wir derzeit erleben, basiert auf harten Entscheidungen, die wir zuvor getroffen haben. Wir müssen jetzt Entscheidungen treffen, um auch in Zukunft erfolgreich zu sein, und ein wichtiger Teil dieser Strategie ist die Disziplin, den stärksten Chancen Vorrang einzuräumen. Wir werden das schützen, was floriert, und uns auf die Bereiche mit dem größten Potenzial konzentrieren, während wir gleichzeitig die Erwartungen erfüllen, die das Unternehmen an unser Geschäft hat. Dieser fokussierte Ansatz bedeutet, dass wir den Spielern über Generationen hinweg außergewöhnliche Spiele und Erlebnisse bieten können.

    Es ist unerlässlich, diese Chancen zu priorisieren, aber das mindert nicht die Bedeutung dieses Moments. Einfach ausgedrückt: Ohne die Zeit, Energie und Kreativität derjenigen, deren Rollen betroffen sind, wären wir nicht dort, wo wir heute sind. Diese Entscheidungen spiegeln nicht das Talent, die Kreativität und das Engagement der betroffenen Mitarbeiter wider. Unser Erfolg ist kein Zufall, sondern das Ergebnis jahrelanger engagierter Arbeit unserer Teams.

    Die Personalabteilung arbeitet direkt mit den betroffenen Mitarbeitern zusammen, um ihnen Abfindungsleistungen (in Übereinstimmung mit den lokalen Gesetzen) anzubieten, darunter Gehaltszahlungen, Krankenversicherung und Ressourcen zur Arbeitsvermittlung, um sie bei ihrem Übergang zu unterstützen. Mitarbeiter, deren Stellen wegfallen, werden ermutigt, sich auf offene Stellen bei Microsoft Gaming zu bewerben, wo ihre Bewerbungen vorrangig geprüft werden.

    Vielen Dank an alle, die unsere Kultur, unsere Produkte und unsere Community geprägt haben. Wir werden weitermachen, mit tiefer Wertschätzung und Respekt für alle, die zu dieser Reise beigetragen haben.“

    Ich bin mir nicht klar, wohin es mit der Grünen Box gehen soll und ich glaube auch nicht, dass da bislang ein ernsthaftes Konzept dahinter steckt, als vielmehr Versuche

    a) den Kauf von Activision Blizzard zu re-monetarisieren
    b) die eigene Planlosigkeit zu kaschieren.

    Hier noch die Aussage von Laura Fryer in Bezug auf das aktuelle Vorgehen von Microsoft bzw. der Link: https://stadt-bremerhaven.de/xbox-ex-managerin-sieht-keine-zukunft-mehr-fuer-die-hardware/

    Ich würde mich auch freuen ggfls. Möglichkeiten zu besprechen, die ich/wir als Teil der Community für die Zukunft der Sparte sehen – und als solchen sehe ich mich schon, weil ich die Xbox durchaus gelungen finde und auch entsprechend nutze.

    Die Planlosigkeit von MS verstört oder beunruhigt mich nicht – aber schade wäre es doch, wenn wie damals bei SEGA eine gute “Idee” selbstverschuldet in der Versenkung verschwindet.
    Was natürlich auch wieder eine Chance darstellt. Natürlich spielt MS in einer anderen Liga als SEGA seinerzeit – aber ihr wisst vielleicht, was ich ungefähr meine.

    Grüße

    #1804136
    joiajoia
    Teilnehmer

    Hier noch ein aktueller Link, indem MS die Kürzungen bestätigt, aber gleichzeitig auch, dass an einer neuen Konsolengeneration gearbeitet wird: https://www.eurogamer.de/trotz-massenentlassungen-andert-sich-wohl-nichts-an-xbox-next-gen-planen

    #1804153
    belbornbelborn
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    Angefangen hat der Niedergang von XBox schon in den letzten 2-3 Jahren der 360.Anstatt Spieler zu binden neue Marken zu etablieren und noch Mal so richtig zu zeigen was Xbox kann und will hat man’s schleifen lassen.Sony hat es noch Mal richtig krachen lassen(Last of us,Beyond Souls) und 2.mit der PS4 eine ordentliche Konsole Präsentiert.Verkackt hat es MS mit der XBox One.Online Zwang,Kinect,100Euro teurer,Japaner vergrault keine JRPGs,Indies vergrault(sollten sich Publisher suchen),verpackte Spiele nur ab 50.000St(Gerücht)
    Somit war ich wieder bei PS gelandet.Meine Xbox Indie-Bibliothek von damals kann ich verschmerzen.Die von der PS4 nicht mehr,wie auch Phil Spencer erkannt hat.Trotz Firmenzuwächse(Bethesda,InXile) und guter Spiele aller Genres.Der GamePass sollte es richten.Warum 70 Euro für Call of duty bezahlen wenn an es “umsonst” bei Xbox zocken kann.Klappt nicht.StarField sollte das neue UberRPG werden.Gab nur Kritik und lauwarme Tests und war Nach Baldur’s Gate 3 vergessen.Dazu Nintendo mit der Switch wie ein Phönix aus der Asche und Steam.Hier kauft man ein Spiel(gern auch billig) und kann es sein Leben lang zocken(hoffentlich).Aus dem GamePass kann es jeden Tag verschwinden.
    Denke Microsoft steht mit dem Rücken zur Wand.Sehe die Marke XBox als Dritthersteller mit Focus auf ihre Kernmarken und den Gamepass.Und ehrlich gesagt glaube ich nicht das noch eine neue Konsole von MS kommt

    #1804154
    genpei tomategenpei tomate
    Teilnehmer

    Mir tun die Menschen leid, die Herzblut, Tränen und Schweiß investiert haben und ihre Jobs los sind.
    Ob gut gemeinte Petitionen erfolgreich sein werden, dass wir wieder “fertige” Spiele bekommen und eventuell ein paar Rechte mehr an den Sachen zurück-erlangen, die wir gekauft haben, wage ich zu bezweifeln.
    Aber dem desolaten Zustand der Branche kann man seit vielen Jahren täglich ansehen, wie es immer mehr Richtung Abgrund geht.
    Die Frage ist, ob ein Management der Sorte überhaupt sein muss, Studios aufzukaufen, wenn man einschätzen kann ( oder sollte), sie nicht halten zu können.
    Eben gelesen, dass Romeros Studio auch “aus dem Nichts” die Finanzierung gestrichen wurde. Da muss das Vertrauen in das Medium “Spiele” nicht gerade groß sein, in den MS Gaming-Etagen.
    Oder andere “Etagen” bestimmen das, was gerade passiert und es steckt anderes dahinter? Weiter unten mehr…

    Ich würde mich hier nur wiederholen und meine Meinung zum Thema müsste hier im Forum hinlänglich bekannt sein: Ich verteufele nicht den “Fortschritt”, bin aber der Ansicht, dass alle Auswüchse um Abos, GaaS, Download only, Microtransactions etc. dem Medium “Videospiel” mehr geschadet haben, als es voran zu bringen. Ich differenziere durchaus zwischen gut gemachten Games und der Art, wie sie drumherum gestaltet werden, von daher soll das hier nicht als Diskussionsgrundlage meinerseits verstanden werden, eher als Hintergrundgedanke, wenn ich weitere “Hirngespinste” erläutere.

    Quo Vadis Branche vielleicht und nicht nur MS?
    Zurück, garantiert nicht und weiter so, noch viel weniger.
    Aber hier nun zu meinen angedrohten Hirngespinste, bei denen ich der erste bin, der sich wünscht, sie blieben nur solche…
    Eventuell sind die “Chefetagen” wesentlich weiter und “Handlanger” wie Spencer und co. nur die arme Würste, die dazu verdonnert werden, die Hiobsbotschaften zu verkünden und das möglichst mit einer glaubwürdig vorgetragenen Empathie, um dem Konzern ein wenig Image-Schaden zu ersparen. Aber nur ein wenig…
    Weil eventuell ist die KI schon so weit, “Spiele” zu produzieren, ohne allzu viel Menschenschweiß vergießen zu müssen und bald sogar komplett ohne auszukommen…
    Ich finde meine Gedankengänge nicht abwegig und habe selbst in meiner Arbeitsbranche ein Video von meinem Arbeitgeber gesehen ,wie er vor versammelter Demente-Menschen-Kundschaft, einen “Menschlichen” Roboter präsentiert hat, der ( theoretisch) eine Teil meiner Arbeit übernehmen könnte…

    Nun verkündet MS zwar fleißig Entlast…äh..Entlassungen, machen aber trotzdem klar, dass die nächste “Spielkonsole” in Arbeit ist.
    Fragt sich nur, “was” für eine und ob sie die Vorreiter sein werden einer Generation, bei der ich kaum etwas davon spielen könnte, ohne ein verdammt schlechtes Gewissen zu haben.

    #1804157
    Kikko-ManKikko-Man
    Teilnehmer

    Denke, die naechste XBox wird einfach ein PC mit XBox-Branding und entschlackten Windows, dass dem SteamOS aehnlich sein wird. Villeicht sogar mit Steam support. Die einen werdens feiern, die anderen als Untergang ansehen.
    Was deren Spiele betrifft: Glaube, die werden sich auf Activision und Bethesda runterschrumpfen. Da id fuer mich eh nicht mehr id ist, sind mir inxile und Machine Games die einzigen wichtige Studios bei MS und hoffe, die bleiben noch etwas am leben.

    #1804159
    joiajoia
    Teilnehmer

    @belborn – das sind alles gute Punkte. Ich sehe das ganz ähnlich, was den Verlauf angeht und auch ab der One.
    Ich habe seit der One immer das Gefühl, dass MS Sony hinterherhechelt – obwohl sie selbst innovativ sein können bis zum Anschlag. Aber irgendwie – oder irgendwer – hat die Politik firmenintern vollkommen auf den Kopf gestellt.
    Wer weiß, vielleicht zahlt sich das auf irgendeine Art und Weise ja in der Zukunft aus, was die da machen – aber auch hier sehe ich in der näheren Vergangenheit den harten Schnitt beim Kauf von Activision/Blizzard.
    Was sollte das? Und dann mit allen Mitteln unbedingt das Ding gewuppt und eingekauft. Anstatt an der eigenen Qualität und Unabhängigkeit zu arbeiten.

    Ein Vorschlag meinerseits lautet, Sony einfach mal den Vortritt zu lassen, in sich zu gehen und an einer Maschine zu arbeiten – in Verbindung mit den vielen tollen – jetzt ja ein paar weniger – Entwicklern, die man in der Hinterhand hat.

    Als Spencer sagte, sie hätten den Konsolenkrieg gegen Sony verloren, dachte ich – ja, so spricht ein echter Verlierer, jemand, der den eigenen Wert und die eigenen Fähigkeiten verloren oder vergessen hat.

    Und seither läuft das so…

    #1804160
    joiajoia
    Teilnehmer

    @genpei-tomate – naja, mein Beileid hält sich in Grenzen. Ich mein das so: die Branche ist ein Wirtschaftszweig, einer der mich unterhält und auf den ich gerne “angewiesen” bin, aber da gehören Kahlschläge genauso dazu, wie in jedem sonstigen Wirtschaftsbereich.

    Das ist für die Leute, die so ihr Geld verdienen natürlich erstmal hart, aber irgendwie geht es auch weiter. Und wer weiß, was sich in Zukunft nicht an neuen Möglichkeiten für Indieentwicklungen ergibt, weil sich die Leutchen zusammentun und was Neues aufziehen.

    Ich war selbst Softwareentwickler, selbständig hier in Deutschland für verschiedene internationale Geldgeber tätig und da gab es Ende der 90ger auch einen Einbruch in der Branche, der mich, gerade Familienvater geworden und mit einem dicken Einrichtungskredit an der Backe (aufgenommen für Technik und Räume zur Softwareentwicklung) voll erwischt hat. Da war ich dann die kommenden 3-5 Jahre auch erstmal am rudern. Und heute bin ich aber immer noch da.

    Aber dann kommt dein Punkt mit der KI-Zukunft und da bin ich schon eher bei dir – das wird glaube ich – problematisch. Ich habe erst gesehen, wie sie in Wiesbaden einen KI-gesteuerten Müllwagen zur Müllabfuhr geschickt haben. Hat zwar nicht geklappt, aber sie probieren es in allen Lebensbereichen und mir geht es wie dir – ich bin mir nicht sicher, ob ich nicht über kurz oder lang ersetzbar werde. Möglich ist es durchaus.

    Und in der Spielebranche? Die Frage erledigt sich: warum sollte eine KI keine Spiele programmieren? Und dabei ganze Abteilungen an Arbeitsmenschen ersetzen? Man braucht vielleicht noch ein paar zur Regelung und Steuerung des kreativen Prozesses und zur Vermarktung bzw. die Stellen, die jetzt schon alles regeln und gar nicht ersetzt werden könne bzw. wollen. Der Rest ist entbehrlich.

    Ja, ich bin auch skeptisch und du hast Recht: im Grunde geht es wirklich um die umfassendere Frage, wohin und wie sich die gesamte Branche entwickelt. Wir werden sehen.

    #1804161
    joiajoia
    Teilnehmer

    @kikko-man – gesunder Pragmatismus. Die Ankündigungen von MS gehen ja absolut in die Richtung die du beschreibst und ich denke, das wird es auch werden.
    Würde mich auch freuen, wenn Maschine Games noch was bringt und insofern noch eine Runde lebt und atmet 😉

    Bis dahin!

    #1804162
    FuffelpupsFuffelpups
    Teilnehmer

    #1804164
    joiajoia
    Teilnehmer

    @fuffelpups – ich finde hier keine “Daumen-hoch” und “100xLike”-Funktion.
    Danke!

    #1804165
    joiajoia
    Teilnehmer

    Hier noch ein paar interessante Infos über die Auswirkungen des Erdbebens.
    Wird im Laufe der kommenden Tage erstmal nicht weniger.

    Microsoft-Beben: US-Konzern streicht 9.000 Jobs, stoppt Spiele, schließt Studios (Update)

    #1804183
    joiajoia
    Teilnehmer

    @genpei-tomate – hier noch ein Link zum Thema KI.

    https://www.merkur.de/wirtschaft/ki-made-in-europe-wie-die-strengen-eu-regularien-eine-ganze-branche-verschrecken-zr-93587754.html

    Deswegen interessant, weil darin zwei Haltungen aufeinanderprallen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Wo ich nicht gerade ein EU-Kommissions-Fan bin, bin ich hier ausnahmsweise mal mit den Eingriffen und vorgeschlagenen Regulatorien der EU-Kom in Bezug auf KI einverstanden. Hier geht es darum, die Entwicklung ein wenig zu systematisieren und besonnener – und damit auch langsamer – die Entwicklung und Integration von KI in allen Tech- und Lebensbereichen aufzunehmen, um so Problemen besser begegnen zu können.

    Ich hab den anderen Artikel grad nicht gefunden, wenn ich ihn noch finde, verlinke ich hier. Es gibt Tech-Leute aus Amiland, die finden das z.B. total genial was die EU vorschlägt und sagen, hier in USA grasiert das Problem KI völlig unkontrolliert und jeder macht damit was er will.

    Und du siehst die Wirtschaftsleute hier sagen: wir werden von der Bürokratie geknebelt und gefesselt und können international nicht mithalten.
    Übersetzt: Uns rinnt die Kohle durch die Finger, während andere sich lange schon bereichern.

    Aber das nur am Rande.

    Und in zwei Stunden ist Freitagnachmittag!!

    #1804187
    FuffelpupsFuffelpups
    Teilnehmer

    “Matt Turnbull, Executive Producer at Xbox Game Studios Publishing – after the Microsoft layoffs – suggesting on Linkedin that may maybe people who have been let go should turn to AI for help. He seriously thought posting this would be a good idea”

    https://bsky.app/profile/did:plc:qpbuxrel3f3njvjw5rakf532/post/3lt4diia3xc2l

    #1804188
    genpei tomategenpei tomate
    Teilnehmer

    “Und in der Spielebranche? Die Frage erledigt sich: warum sollte eine KI keine Spiele programmieren? Und dabei ganze Abteilungen an Arbeitsmenschen ersetzen?”

    Gegenfrage oder leicht umformuliert:
    Warum sollte man sich eine effizientere Arbeit/Produktions-weise entgehen lassen UND Rücksicht auf Menschen nehmen?
    Die Geschichte hat an mehreren “revolutionäre” Knotenpunkte der menschlichen “Entwicklung” sehr oft gezeigt, dass Profit an erster Stelle steht und Menschen, salopp gesagt, zusehen können, wie sie über die Runden kommen.

    Mit der Verwendung des Petroleum wurden über Nacht die Menschen arbeitslos, die zuvor noch Wale gejagt haben, weil ihr Fett nicht mehr für Lampen nötig war.
    Und unsere Häuser bauen wir auf Grundstücken, wo wir weiß der Geier wie viel Genozid gegenüber den Ameisen anrichten. Die fragt auch keiner…
    Bei der Effizienz, die die Menschheit anstreben sollte, bin ich der erste Befürworter. Das, auf Kosten von Existenzen, überhaupt nicht.

    Ja, das Paradoxon aus sich gebremst fühlen, weil zu viel Bürokratie im Wege steht und die Entfesselung aller Schikane die möglich sind, wenn Regularien fehlen, ist sehr alt.
    Unsere “Zivilisation” könnte sich tatsächlich zurücklehnen und die Früchte ihrer Entwicklung auskosten, “Maschinen” den Job machen lassen und keine-r müsste verhungern.
    In einer schönen, utopischen Welt von dieser Art, widmen wir “uns” natürlich “nur” den schönsten Sachen des Lebens, betreiben ein “gesundes” leben, vögeln fröhlich vor uns hin, haben nur Kunst, Musik, gerne Videogames als “Lebensinhalt” und für alles andere, nimmt uns die Superintelligenz das mühselige Sinnieren über das Universum und den ganzen Rest ab, weil wir nicht mehr selbst-ständig “Denken” brauchen, vorausgesetzt, wir taten es je…

    Nach dem Halbwegs “Blumenwiese” Szenario sieht es aktuell nicht aus. Wir er-wirtschaften immer auf Kosten anderer und eine kleine ( natürlich auch große), aber traurige Notiz von diesem Gebaren um Menschen, die in der Gamingbranche ihre Jobs verlieren, in einer Welt, die Tag-täglich m.M.n. am Rad dreht, ist das, was sie ist:
    Eine “Nachricht” in den Medien, die bereits Morgen von einer anderen vertrieben werden kann, und das einzige, was man sich wünschen kann, ist dass die entlassene wenigstens ein würdevolles Leben weiter-leben können. Denn sie sind auf sich alleine gestellt, “Einzelschicksale” und Job-Verlust war an sich immer “Existenziell” und jede-r ist anders gestrickt, wenn es um die Reaktion darauf geht.

    Das sehe ich als Auftakt zu einer Phase, bei der ich mir stärker denn je besonnene Menschen in den Führungsetagen herbei sehne und weniger gierige Chaoten, die auf schnellen Profit aus sind.
    Das blöde ist, dass auch wenn ich weiß, dass bei den Japanern um Nintendo ( um beim Topic zu bleiben) auch nicht alles Sonnenschein ist, sie diejenige sind, die den “anderen” vormachen, wie man so ein Konzern führt.

    Eventuell fußt das in Nippon in einer Art Mentalität, die Menschen in den Westen nicht unbedingt nachvollziehen können. Aber wenn eine Gesellschaft schon von Kindesbeine an anfängt, gesellschaftliche Aufgaben zu übernehmen und “Wertschätzung” groß zu schreiben, dann messe ich sie an ihren Resultate.

    In den Chefetagen, die ich kenne, gibt es nur Stühlerücken aber keine Salär-Kürzungen ( Iwata!) und “Wertschätzung” gegenüber den Mitarbeitern, ist oft keine Echte.
    Jeder ist ersetzbar und der/die nächste darf gerne mehr arbeiten, weniger verdienen und verdammt nochmal glücklich zu sein. Ironie off.
    Sorry für eventuell zu viel Off-Kram und fordert nicht heraus, dass ich mehr zu diesem letzten Absatz über diese Zeilen tippe, da das, was ich in den letzten 10 Jahren an meinem Arbeitsplatz gesehen habe, eine Ansammlung von mehreren Gruselgeschichten wäre…

    #1804189
    captain carotcaptain carot
    Teilnehmer

    KI ist nicht kreativ. Zumindest das was aktuell so als KI bezeichnet wird. Und i.d.R. gar keine ist.

    KI ist allerdings ganz gut in Rippoffs.

    Zur Xbox: das Problem begann zwar Ende der 360 Ära, mit Don Mattrick an der Spitze, aber so richtig verkackt hat man es mit dem Xbox One Release. Und gerade weil der Markt sich so verändert hat zieht MS so oder so die Probleme der Vergangenheit in Form verlorener Marktanteile mit. Dazu kommt auch, dass die Gamessparte nicht mehr frei schalten und walten kann sondern gewinnorientiert funktionieren muss. Was in der Praxis mittlerweile meist langweilige Stangenware bedeutet. Die Xbox als Konsolenplattform ist faktisch ‚tot‘. Da kommen zukünftig vielleicht noch Custom AMD APUs für irgendwelche Geräte, aber das wird kein echter PlayStation Konkurrent mehr sein. Hardware am Laufen zu halten dürfte mehr dazu dienen, für die cloudbasierte Zukunft ein Angebot zu haben.

    MS als Publisher: das hat durchaus Chancen. Zumal MS mittlerweile eine Reihe Studios (aufgekauft) hat, die tatsächlich produktiv und gewinnbringend arbeiten. Gleichzeitig ist dank Einkaufstour die Gefahr von Kollateralschäden ziemlich hoch. Double Fine, Ninja Theory, Obsidian, inXile…

    Da sind so einige Studios, die zwar zuverlässig liefern, aber eben nicht die Riesensummen einbringen. Alleine das sorgt ja dann schnell für ‚Kürzungen‘. Leider heißt es da wohl abwarten und gucken was wirklich passiert.

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