Art of Fighting – im Klassik-Test (MD)

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Ingo Zaborowski meint: Schade, daß auf dem Mega Drive der fast schon legendäre Zoom-Modus fehlt, der das Spiel vom Gros der Beat’em-Ups abhob. Ohne die bildschirmhohen Sprites macht die gradlinige Prügelorgie nicht mehr soviel Spaß wie auf dem Neo-Geo oder dem Super-Nintendo. Sega hat sich zwar bemüht, das Flair des Originals einzufangen, scheiterte aber schon bei der Umsetzung der Steuerung: Mit einem 3-Button-Controller ist Art of Fighting fast unspielbar und auch mit 6er-Pad macht die Lenkung einen trägen Eindruck. Wer Street Fighter 2 hat, braucht kein Art of Fighting. Die Idee mit der separaten Energieleiste für Specials verdient zwar Erwähnung, dafür könnt Ihr im Zwei-Spieler-Modus nur zwei verschiedene Spielfiguren (Robert oder Ryo) auswählen.

Erfolgloser Versuch, den Grafik-Hammer des Neo-Geo umzusetzen. Kein Tempo, zu schwer und auf Dauer langweilig.

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Kick Off 3: European Challenge – im Klassik-Test (SNES)

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Ingo Zaborowski meint: Die Kick Off-Serie polarisierte videospielende Fußballfans: Die einen liebten Dinis Spiele, die anderen haßten sie. Ich gehöre zur zweiten Kategorie und war deshalb vom dritten Teil angenehm überrascht: Die Seitenansicht ist viel attraktiver als das dumpfe “Von Oben”, außerdem ist von der überladenen Steuerung der Vorgänger nichts mehr geblieben. Besonders gut gefällt mir, daß die Spieler den Ball kurz vorlegen und damit die Verteidiger ins Leere laufen lassen, zudem ist immer klar, wann ein Tackling den Ball oder den Spieler erwischt hat. Negative Aspekte gibt´s dennoch: Der Spielablauf ist etwas zu statisch, die Pässe bzw. Schüsse fliegen immer gleich weit, außerdem ruckt das Scrolling. Trotzdem spielt sich Kick Off 3 sehr gut und flüssig. Eine gute Alternative für Bildschirmkicker, die mehr Anhänger verdient als die umstrittenen Vorgänger.

Völlig überarbeitete Neuauflage der Kick-Off-Serie: Trotz kleiner Macken sehr flott und gut zu spielen.

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NBA Action ’94 – im Klassik-Test (MD)

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Ingo Zaborowski meint: Die isometrische Perspektive funktioniert sehr gut, allerdings ist die Grafik trotz vieler Animationen unattraktiv. Die Role-Play-Option ist das Richtige für eingefleischte Fans, der Saisonmodus hilft ebenfalls. Leider ist die Steuerung vor allem in der Abwehr nicht besonders effektiv, die Figuren rucken oft durch die Gegend, außerdem dunken selbst die kleinsten Aufbauspieler. Der Spielansatz ist im Moment ungeschlagen, die Ausführung kommt (noch) nicht ganz mit.

Interessanter Spielansatz mit ungewohnter Spielperspektive. Alles ´drin, aber spielerisch mit Reserven.

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Matthias kommentiert: Wie viel Spaß macht es, Russen zu verkloppen?

Wir schreiben den 3. Dezember. Auf der PlayStation Experience 2016 wird verkündet: Mother Russia Bleeds ist ab sofort zum Download erhältlich. Bei mir läuten sofort die Alarmglocken – auf diesen Brawler hatte ich mich sehr lange gefreut! Praktischerweise läuft die PS4 schon – ich spiele gerade The Last Guardian –, doch selbst das muss kurz warten: Sofort wird der PlayStation Store gestartet. Da ist es! Gerne gebe ich die 12,99 Euro an das französische Entwicklerteam Le Cartel Studio. Während das Spiel herunterlädt tolle ich noch ein bisschen mit Trico durchs Ruinenwunderland…

Später am Abend geht es dann los: Ich wähle einen kantigen Typen mit Assi-Klamotten, freue mich diebisch über den dreckigen Pixel-Look und haue zum Aufwärmen einen Trupp Penner kaputt – schon ziemlich heftig das Game!

So heftig übrigens, dass es das Spiel mittlerweile nicht mehr im deutschen PSN gibt. Es ist zwar nicht indiziert (passiert ja quasi nicht mehr und ist bei Download-Spielen eigentlich gar kein Thema), hätte aber eigentlich nie bei uns aufschlagen sollen. Die offizielle Pressemitteilung des Publishers spricht schlicht davon, dass der Titel in Deutschland nicht angeboten wird. Und seit dem 12. Dezember ist es auch nicht mehr erhältlich. Wollt Ihr jetzt also zugreifen, hilft nur der Umweg über einen ausländischen PSN-Store…

Doch zurück zum Spiel: Wie gesagt, das Teil ist mit seinen schmutzigen Hintergründen, den fies wirkenden Charakteren bzw. Gegnern und der pixeligen Gewaltdarstellung nichts für sensible Gemüter. Uns hat es mehrfach an Hotline Miami erinnert. In Mother Russia Bleeds haut Ihr Odachlosen die Zähne aus der Visage und prügelt auf am Boden liegende Feinde ein, bis von deren Kopf nur noch blutiger Matsch übrig ist.

World Cup USA 94 – im Klassik-Test (MD)

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Heinrich Lenhardt meint: Die Computerteams langen zu, als gäbe es kein Morgen mehr: Macht aber nix, denn spätestens in der zweiten Halbzeit, wenn Platzverweise des Gegners Abwehrreihen gelichtet haben, profitiert Ihr von dieser Holzhacker-Taktik. Der Spielfluß leidet unter der rabiaten Ruppigkeit. Generell läßt die Ballkunst der Computergegner zu wünschen übrig: Ob Südkorea oder Argentinien – in der Spielanlage gibt’s keine großen Unterschiede. Nach der üblichen Eingewöhnungs-Viertelstunde lernt man Steuerung und Feature-Vielfalt zu schätzen. Das Paß-System lädt zu unkomplizierten Edel-Kombinationen ein der Effet beim Anschneiden der Ballkurve sorgt für schöne Distanzschüsse. Der WM-Modus überzeugt durch akkuraten Spielplan und astreine deutsche Bildschirmtexte, aber wirklich innovative Gags sucht Ihr vergeblich.

Das offizielle Fußballspiel zur WM. Realistischer Turniermodus, Dutzende von Optionen, aber spielerisch fehlt der letzte Kick.

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Capcom-Veteran stellt neues Spiel in Aussicht

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Ein Tweet von Capcom-Urgestein Hideaki Itsuno sorgt für Aufsehen. Neben guten Wünschen für das neue Jahr deutet er darin nämlich auch die Ankündigung eines neuen Titels im Jahr 2017 an.

Itsuno war Director beim zweiten bis vierten Teil von Devil May Cry und Dragon’s Dogma sogar seine eigene Schöpfung. Folglich wären Devil May Cry 5 und Dragon’s Dogma 2 am wahrscheinlichsten, aber vielleicht hat Itsuno ja noch ein bisher völlig unbekanntes As im Ärmel.

The Incredible Hulk – im Klassik-Test (MD)

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Martin Gaksch meint: Um The incredible Hulk aus der Masse ähnlicher Spiele hervorzuheben, haben sich die Entwickler um möglichst derbe Schlagvarianten bemüht. Der etwas scherfällige Hulk rammt die Feinde schonungslos in den Boden, wirbelt sie durch die Lüfte, zertritt die regungslosen Körper in Einzelteile und knödelt diverse Lebewesen zu Bowling-Kugeln zusammen. Die Splatter-Hommage wurde in ein technisch blitzsauber inszeniertes Actionspektakel eingebettet, das durch eine treibende Soundkulisse, prima Animationen und Mehr-Ebenen-Parallax-Scrolling auffällt. Spielerisch tut sich jedoch nicht viel: Die üblichen Minimal-Extras liegen am Wegesrand, rotierende Plattformen und Hebebühnen erinnern beiläufig an den Jump´n´Run-Ursprung. Dafür sind manche Gegner nur mit Energieverlust zu beseitigen und der Schwierigkeitsgrad ist ziemlich heftig.

Rabiates Action-Jump´n´Run mit dezenten Splatter-Effekten: Gekonnte Präsentation, aber spielerisch unbedeutend.

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FIFA International Soccer – im Klassik-Test (SNES)

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Martin Gaksch meint: Kick Off hin, World Cup her: Für mich ist und bleibt FIFA Soccer die bete 16-Bit-Fußballsimulation. Auch wenn die Super-Nintendo-Version nicht das Letzte aus der Konsole herausholt (FIFA Soccer ’95 ist schätzungsweise schon in der Entwicklung), dribbelt die EA-Sports-Kickerei alle Konkurrenten an die Wand. Spielkultur und Dynamik sind perfekt ausbalanciert, Action und Taktik bilden ein sympathisches Team. Der Power-Balken fügt sich harmonisch ein, und der Mehr-Spieler-Modus ist sowieso eine Klasse für sich. Wer rein zufällig schon das Mega-Drive-Original besitzt, kann sich die Ausgabe natürlich sparen. Außerdem kommt es mir so vor, als wäre die Super-NES-Adaption einen Tick langsamer als die Sega-Fassung. Trotzdem: Steht Ihr in diesem Moment vor der Kaufentscheidung, rate ich Nintendo-Besitzern zu FIFA Soccer.

Meisterschaftseheren für das EA-Sports-Team. Das beste Videospiel-Fußball schlägt auch auf dem Super NES im Kreuzeck ein.

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Super Metroid – im Klassik-Test (SNES)

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Martin Gaksch meint: Es gibt Augenblicke im Leben eines Spieletesters, die man nie vergißt: Schon das Original-Metroid auf dem NES verbreitete eine intensive und prickelnde Atmosphäre, doch im Vergleich zu Super Metroid war das 8-Bit-Abenteuer ein geschmacksneutraler Dauerlutscher. Nintendo hat ein epochales Action-Adventure inszeniert, das von der ersten Minute die Schnittstelle findet: Ihr seid eins mit dem Bildschirmhelden, lebt, leidet und siegt mit Samus Aran. Werdet Ihr anfangs zielstrebig von einem Schauplatz zum anderen gelotst, entfaltet sich nach gut dreißig Minuten die umfassende Genialität von Story und Spielverlauf. Das Zusammenspiel von Überraschung, Freude, Wut, Angst und gnadenloser Faszination könnte nicht brillanter sein. Nicht zuletzt der famose Soundtrack katapultiert Super Metroid in dramatische Wertungsregionen.

Das beste Action-Adventure der Videospielgeschichte: Größer als “Zelda”, überraschender als “Mario” und fesselnder als jeder Kino-Thriller.

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Dragon Quest – Executive Producer kommentiert Entwicklung kritisch

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Yu Miyake, Executive Producer von Dragon Quest, hat sich im EDGE-Interview (später berichtete Nintendo Everything darüber) ungewohnt kritisch zur historischen Entwicklung der Serie geäußert. So könne diese heute auch im Westen so beliebt wie Konkurrent Final Fantasy sein, wenn seinerzeit die richtigen Entscheidungen getroffen worden wären.

Beim Erscheinen des NES in Japan habe nämlich jeder Dragon Quest gespielt, bei der PlayStation sei es Final Fantasy VII gewesen. Dadurch sei eine andere geschichtliche Wahrnehmung der Serien geschaffen worden.

Hätte man zu dieser Zeit größere Mühen in die Lokalisierung von Dragon Quest gesteckt, wäre diese Perspektive vermutlich nicht entstanden. Als Enix dann 2003 mit Squaresoft fusionierte, habe man viel Arbeit bei der Lokalisierung von Dragon Quest VIII betrieben, etwa bei der Verwendung lokaler Stimmen oder dem Design der Menüs. Dadurch habe man zwar ganz akzeptable Verkaufszahlen erzielt, aber diese seien weit entfernt von Final Fantasy gewesen.

Aktuell befinde sich das Interesse an der Serie jedoch am Aufsteigen und deshalb würde Square Enix sich auch im Westen um eine gute Vorstellung von Dragon Quest Builders und Dragon Quest Heroes bemühen. Dies könnte dann letztlich auch Dragon Quest XI den Weg ebnen.

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