
Vergangene Woche kündigte Warner Bros. Games ein Spiel mit erstaunlich wenig Trara an lediglich ein Tweet wurde in die Welt gesetzt, ohne dass eine Pressemitteilung folgte, wie sie sonst eigentlich zu (fast) allem rausgeballert wird. Seitdem wissen wir, dass das 2013 als exklusiver Wii-U-Starttitel erschienene Lego City Undercover im Frühjahr 2017 auch für andere Systeme umgesetzt wird, und zwar PC, PS4, Xbox One… und Switch. Damit ist Lego City Undercover neben Just Dance 2017 einer der ersten Third-Party-Titel, der offiziell für Nintendos kommende Konsole bestätigt wurde da sollte man meinen, das wäre doch eigentlich ein gutes Zeichen für die Mario-Getreuen? Schließlich wird u.a. die fehlende Spiele-Unterstützung von Fremdherstellern als einer der Gründe gesehen, wieso Wii U so weit hinter den Absatzerwartungen geblieben ist.
Aber irgendwie kommt es mir so vor, dass sich über die Ankündigung vor allem Sony- und Microsoft-Zocker gefreut haben, und das durchaus zu Recht: Lego City Undercover ist bis heute für mein Empfinden der spaßigste Lego-Titel und ein Pflichtkauf, wenn man mit den dänischen Klötzchen was anfangen kann mehr dazu lest Ihr am besten im M!-Test nach. Aber bei Nintendo-Anhängern wird eher darüber genörgelt frei nach dem Motto “haben wir doch schon, gebt uns was anderes!”
Da ist zwar auch ein wenig Wahres dran, zumal die Gerüchteküche brodelt, dass Nintendo selbst mit einer Reihe von Switch-Neuauflagen von z.B. Splatoon und Super Smash Bros. aufwarten wird aber wo liegt das Problem? HD-Remaster haben in der heutigen Zeit längst ihren festen Platz gefunden und können bei entsprechendem Aufwand ohne Frage einen Neukauf wert sein, als Musterbeispiel ließe sich etwa Uncharted: The Nathan Drake Collection nennen.
So oder so aber gilt eins: Man muss sie ja nicht (erneut) kaufen. Zumal ich mich aus dem Fenster lehne und der Überzeugung bin, dass Lego City Undercover auf Switch zwar sicher nicht mit den technischen Unzulänglichkeiten des Wii-U-Originals (Stichworte: Ladezeiten, Bildrate) wird kämpfen müssen, aber genauso sicher nicht besser geraten dürfte als auf PS4 und Xbox One. Schließlich lehrt die Geschichte, dass Nintendo schon länger keinen Wert mehr darauf legt, zum Start die leistungsstärkste Hardware anzubieten, was den firmeneigenen Entwicklungen ja auch nicht groß geschadet hat.