Super Mario All-Stars – im Klassik-Test (SNES)

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Meinung & Wertung

Martin Gaksch meint: Das All-Stars-Modul ist schlichtweg die Krönung des Jump´n´Run-Genres – und besser als Super Mario World. In Sachen Abwechslung und innovative Spielideen thront der dritte Teil haushoch über den Konkurrenten. Die Tatsache, daß der Spielablauf mit allen Stärken und Schwächen pixelgenau übernommen wurde, stört mich nicht im Geringsten. Ich kann jedoch verstehen, daß einige Kollegen beispielsweise über das fehlende Vertikal-Scrolling im zweiten Teil meckern. Für mich ist Super Mario Bros. 2 sowieso nur eine “nette Zugabe” ich stürze mich auf Teil 3 und vor allem auf die Lost Levels – Allein diese super-duper-hammerharten Spielstufen rechtfertigen für den Mario-Fan die Anschaffung des All-Stars-Moduls. Mehr Spiel für 100 Mark hat bislang kein anderer Hersteller geboten – ein Jahrhundertwerk.

Mario-Fans, was wollt Ihr mehr? Absolut geniales Jump´n´Run, das kaum zu übertreffen ist.

Singleplayer96
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Akte BPjM – Super Double Dragon

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Diesmal ist die Sachlage klar: Wir klären, ­weshalb ein Pixelprügler, in dem es nicht einmal Blut und Leichen gibt, auf dem Index der Bundesprüfstelle landen konnte.

Super Double Dragon

Entwickler: Technos Japan, Japan
Hersteller: Taito
System: SNES
Termin: 1992
Indizierungstermin: 29. Oktober 1994
Indizierte Version: SNES
Index-Liste: A

Super Double Dragon ist der vierte Teil der Serie und die erste Episode, die ­keine Arcade-Umsetzung, sondern vielmehr eine Eigenentwicklung für eine Heimkonsole darstellt. Serientypisch bewegt sich der Spieler alias Billy Lee alleine oder mit einem menschlichen Partner (Jimmy Lee) von links nach rechts und bekämpft anrückende Schläger mit Fäusten, Tritten, einem Wurfangriff sowie Nahkampfwaffen wie ­Nunchaku, Stock, Messer oder Bumerang. Die ­Story wird nur im Handbuch erläutert: Billy und Jimmy wollen eine befreundete Drogenfahnderin aus den Fängen des Black-Shadow-Drogenkartells befreien..

»Zur Begründung der vermuteten sozialethisch desorientierenden Wirkung ­verweist der Antragsteller darauf, dass das Spiel die brutale Vernichtung menschlicher ­Gegner zum einzigen Inhalt habe. Erschwerend komme hinzu, dass die in der Spielanleitung zugrunde gelegte Rahmenhandlung die Ausübung brutalster Gewalt als gerecht­fertigt ausweise.«  

Auszüge aus der Indizierungs­entscheidung Nr. 4704 vom 20.10.1994

”Die sozialethische Desorientierung rührt hier aus der gezielten Einübung ­brutaler kämpferischer Attacken, die, wenn nicht die Vernichtung, so zumindest schwerwiegende Verletzungen menschlicher Gegenüber zum Ziel haben. Dies wird (…) durch den Zugewinn an Spielpunkten (…) [und] die Visualisierung zu Boden driftender Körper sowie finale Todesschreie der Attackierten honoriert.
(…)
Dennoch werden blutige Verletzungen sowie generell die Qualen Verletzter oder Sterbender nicht visualisiert. Hierbei ist jedoch zu bedenken, dass es sich bei der vom Hersteller anvisierten und erreichten Zielgruppe hauptsächlich um Kinder (…) handelt. (…) Während nämlich Gewalthandlungen mit drastisch sichtbaren Folgen Kinder zu Empathie gegenüber dem Opfer anregen und daher auf Ablehnung stoßen, wird die (…) ’Saubermann-Gewalt’ nicht als problematisch empfunden. Sie gilt als witzig und spannend und wird – insbesondere von männlichen Kindern – bevorzugt als gerechtfertigt legitimiert. (…) Damit verbunden ist (…) die Gefahr, dass (…) Gewalt als geeignetes Muster der Konfliktlösung begriffen und übernommen wird. Wenn sich diese Ergebnisse [aus der Fernsehforschung, Anm. d. Red.] auch aufgrund andersartiger Rezeptionsbedingungen nicht lückenlos auf das Medium ’Videospiel’ übertragen lassen, so sind doch (…) Wirkungsparallelen anzunehmen.
(…)
Mit einem Schriftsatz (…) verweist die Verfahrensbeteiligte (…) auf einen geringen ­Verbreitungsgrad des Videospiels, der (…) auf ’negative Rezensionen’ (…) zurückzuführen sei. Dass (…) seit Anfang des Jahres 1994 lediglich ’24 Einheiten’ des Videospieles verkauft [wurden], lässt (…) keine Rückschlüsse darauf zu, dass Super Double Dragon (…) nur in geringem Umfange vertrieben werde. Eine stichprobenartige Auswertung einer aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Video Games (5/94) ergab, dass das (…) Spiel nach wie vor zum Versand bzw. Verkauf angeboten wird. Da diese Erkenntnisse einer ’Bedeutungs­losigkeit dieses Spieles für den Markt’ widersprechen, sah das Gremium keinen Anlass nach § 2 GjS zu verfahren.”

Weshalb ausgerechnet Super Double ­Dragon und nicht etwa die Streets of Rage– oder Final Fight-Serie indiziert wurde, ist verwunderlich. Warum nicht Street Gangs für NES oder Kung-Fu Master auf dem Game Boy? All diese Spiele sind prinzipiell gleich: Ein Kampfsportler vermöbelt haufenweise Gegner und sammelt Lebensenergie sowie (manchmal) Waffen auf. Die Antwort ist so einfach wie unbefriedigend: 1994 hat irgendwer irgendwo einem Käufer von einer der zitierten 24 Einheiten beim Spielen zugesehen und nahm am Inhalt derart Anstoß, dass er oder sie einen Indizierungsantrag ins Rollen gebracht hat. Auch wenn diese Indizierung aus heutiger Sicht – und angesichts der vielen nicht indizierten Genrekollegen – lächerlich anmuten mag, so ist sie inhaltlich nachvollziehbar: Außer nicht enden wollender Körperverletzung passiert nichts, was eine Erwähnung verdient hätte. Mangels rechtsverbindlicher Altersfreigaben zu dieser Zeit ist eine Indizierung zum Schutz jüngerer Spieler daher nur konsequent. Bemerkenswert ist eher: Der deutsche Vertrieb führt zwar an, dass es wegen schlechter Kritiken keine nennenswerte Verbreitung gebe, anhand einer Werbung fürs Spiel erkennt die Bundesprüfstelle aber eine Verbreitungsabsicht im großen Stil. Diese Verbreitungs-”Gefahr” ist bei Indizierungsentscheidungen relevant, ebenso die Folgen von Gewalt: Sind sie drastisch, ist das Spiel verherrlichend, werden sie ausgeblendet, ist es verharmlosend – und beides ist problematisch.

Du fragst Dich schon ewig, warum ein bestimmtes Spiel indiziert wurde? Dann schreib uns Deine Anregung an leserpost@maniac.de und wir gehen der Sache nach!

Teenage Mutant Hero Turtles: Tournament Fighters – im Klassik-Test (MD)

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Meinung & Wertung

Ingo Zaborowski meint: Die Tournament Fighters sind durch den witzigen Ansatz und die technisch perfekte Ausführung ein ideales Spiel für Prügelfans, die es nicht allzu komplex mögen. Die Hintergründe sind wunderschön gezeichnet, die Soundeffekte außerirdisch gut. Spielerisch hat Konami aus zwei Feuerknöpfen (mit dem dritten wird “gereizt”) herausgeholt, wozu andere Hersteller sechs brauchen: Die Steuerung ist einfach und lädt zum unbeschwerten Losprügeln ein. Andererseits sind der Taktik dadurch Grenzen gesetzt – das Spiel legt den Schwerpunkt mehr auf Action, als auf Kampfstrategie. Aufgrund der wenigen Kämpfer ist das langfristig etwas wenig. Trotzdem macht´s Spaß, sich herumzukloppen und zu zweit ein paar Runden zu bestreiten. Auf dem Mega Drive gibt´s nur wenige gute Prügelspiele. Mit den Tournament Fighters startet Konami gleich an die Spitze durch.

Actionlastige, gut spielbare Variation von Street Kombat & Konsorten mit genialen Soundeffekten.

Singleplayer80
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Wer hat’s erfunden? – die erste Heldin

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M! macht sich auf die Suche nach den Wurzeln bedeutender Innovationen in Sachen Spielspaß – heute: die erste Heldin.

Frauen in Videospielen sind ein bemerkenswertes Phänomen, wie dieser Monat erneut bestätigt. In Damnation darf der wohl­geformte Sidekick zwar erst im Koop-Modus ran, Sacred 2: Fallen Angel stellt hingegen gleich drei ­Damen zur Auswahl.

Doch welches Spiel darf sich rühmen, die erste Heldin hervorgebracht zu haben? Es ­beginnt alles ganz ­unschuldig, als dem Pillenfresser Pac-Man 1981 ein weibliches Pendant zur Seite gestellt wird. Ms. ­Pac-Man (siehe Bild) bietet mit vier Labyrinthen mehr Abwechslung als das Original, die Weiblichkeit der Protagonistin ist ­indes nur kosmetischer Natur: Mit minimalen Mitteln verleihen die Entwickler dem gelben Kreis weibliche Züge durch ­Lippenstift, Schönheitsfleck und eine ­Schleife.

1987 schickt Nintendo mit Samus Metroid Aran ebenfalls eine Frau ins Rennen, das Geschlecht der rundum gepanzerten Kopfgeldjägerin spielt dabei noch keine Rolle und ist manchen Spielern gar nicht erst bewusst. Resident Evil stellt 1996 die optionale Heldin Jill ­Valentine als schutzbedürftiges Wesen vor und schickt sie mit stärkeren Waffen als den Kollegen Chris Redfield ins Rennen. Erst später im selben Jahr etabliert Tomb Raider den weiblichen Helden. In den Folgejahren ­lösen sich die Damen allmählich von Lara Crofts ­figurbetontem Image. Der PS2-Horror Rule of Rose (2006) setzt seine ängstliche Protagonistin bösartigen Ränkespielen pubertärer Mädchen aus, mit Jade verzichtet Ubisoft in Beyond Good & Evil gänzlich auf sexuellen Schauwert. Im Gegensatz dazu steht Tecmo: Die Dead or Alive-Prügelserie sowie deren Ableger zelebrieren ­wogende ­Polygonbrüste, die nicht einmal die zunehmend üppigen Soulcalibur-­Mädels toppen können.

Die meisten Spiele setzen noch immer auf traditionelle Rollenbilder bei Männern und Frauen. Im Vordergrund steht dabei meist der primitive Schauwert beim männlichen Publikum. Doch die Zukunft gehört wehrfähigen Ladys wie Cate Archer (No one lives forever), Nariko (Heavenly Sword) oder der agilen Langhaarigen aus Bayonetta, die noch in diesem Jahr Dämonen den Kampf ansagt.

Pokémon GO – Niantic nimmt Ortsvorschläge für Pokéstops und Arenen an

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Vor allem in ländlichen Gegenden klagen viele Spieler über fehlende Pokéstops und Arenen in Pokémon GO.

Entwickler Niantic hat nun ein Online-Formblatt (zu finden hier) auf seiner Support-Seite veröffentlicht. Mit diesem können Spieler, die von dem Problem geplagt werden, Vorschläge für neue Pokéstops und Arenen einreichen. Der Entwickler wird diese nach und nach abarbeiten und eventuell nach etwaiger Berücksichtigung mit in die App einbauen.

Yo-Kai Watch 3 – neuer “Galactalian”-Trailer veröffentlicht

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Das obige, japanische Video zeigt den neuen “Galactalian”-Trailer mit Gameplay zu Yo-Kai Watch 3.

Yo-Kai Watch 3 wird am 16. Juli exklusiv für den Nintendo 3DS erscheinen.

Toukiden 2 – neues Gameplay mit großem Getier

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Im Netz zeigte man nun neues, japanisches Gameplay-Material zum kommenden Toukiden 2. Im Video oben geht es einem der vielen übergroßen Biester brachial an den Kragen.

Toukiden 2 wird am 28. Juli für PS4, PS3 und PSV veröffentlicht werden.

Berserk – westlicher Release eingegrenzt

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Koei Tecmo gab heute neue Hinweise auf eine westliche Veröffentlichung von Berserk – ein Name, der übrigens immer noch nur als Arbeitstitel dient.

Laut dem Publisher soll der Warriors-Ableger bei uns im Herbst eintrudeln. Ein genaues Datum bleibt noch abzuwarten – wir halten Euch natürlich auf dem Laufenden.

Batman: The Telltale Series – ebenfalls in San Diego vor Ort

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Telltale Games gab heute via Twitter bekannt, dass man auf der San Diego Comic-Con weitere Infos zu Batman: The Telltale Series bekanntgeben wird. So soll dort unter anderem ein neuer Trailer gezeigt werden.

Your 1st ever trailer for BATMAN: The Telltale Series is coming NEXT WEEK; also, a closer look at the 3rd season of The Walking Dead #SDCC

— Job J Stauffer (@jobjstauffer) July 12, 2016

Batman: The Telltale Series soll laut den aktuellsten Meldungen im August 2016 digital und im September 2016 als Retail-Fassung für PS4 und XOne erscheinen.

Grow Up – exakter Release nun bekannt

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Bisher wusste man bei Grow Up nur von einem Release im August diesen Jahres.

Im PlayStation Store wurde nun endlich das finale Erscheinungsdatum datiert: so soll Grow Up am 16. August in Deutschland für PS4 und XOne erscheinen.

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