Matthias Schmid meint: Mein Spiel des Jahres! Nintendo hat meine hohen Erwartungen klar übertroffen: Super Mario 3D World ist um Längen besser als der spielerisch ähnlich gelagerte 3DS-Teil – es ist anspruchsvoller, abwechslungsreicher, hat mehr Kostüme und erheblich mehr Umfang. Und im direkten Vergleich zieht auch der letztjährige 2D-Teil den Kürzeren – beim neuen 3D-Hüpfer ist z.B. das Design liebevoller. Super Mario 3D World hat natürlich den genialen Katzen-Anzug (der Euch spielerisch neue Wege gehen lässt), macht da aber noch längst nicht Schluss – Nintendo zieht eine Vielzahl witziger bis pfiffiger Items und Kostüme aus dem Hut, die Euch alle naselang unter die Arme greifen. Und die Motivation ist über 50 Stunden gleichbleibend hoch – die Jagd nach den Sternen, Zielfahnen und Stempeln beschert Euch immer wieder Glücksmomente und auch neue Levels; ganz nebenbei sorgen die Geschicklichkeits-Häuser und Captain-Toad-Prüfungen für Abwechslung. Auch technisch ist die Hüpferei quasi perfekt – die HD-Grafik ist hübsch, die Steuerung ein Traum. Allein im Vergleich zu Super Mario Galaxy zieht das Spiel den Kürzeren – Nintendos Jahrhunderthüpfer war einfach noch eine Klasse kreativer, verrückter und anspruchsvoller.
Oliver Schultes meint: Jump’n’Runs aus dem Mario-Universum sind einfach eine Bank: Selbst eine im Super Mario-Kanon nur gute Episode wie 3D World zeigt der Hüpfspiel-Konkurrenz (und dem Gros aller anderen Spiele) eine lange Spielspaß-Nase. Mir persönlich gefallen die herausragenden Serien-Teile Super Mario 64 und Super Mario Galaxy deutlich besser, da sie entweder mehr aus einzelnen Levels herausholen (missionsbasiertes Sternesammeln in Super Mario 64) oder mit dem Rundum-Planeten-Konzept den innovativeren, überraschenderen Ansatz bieten (Galaxy). Außerdem mag ich es von Anfang an fordernder, die ersten sechs 3D World-Welten fliegen dank mäßiger Schwierigkeit nur so vorbei – dafür wird gegen Ende hin (dem wahren Ende) die Frust-Keule geschwungen, da rauschen die angehäuften Leben nur so gen . Was sich Nintendo aber beim Mehrspieler-Modus gedacht hat, werde ich zu Lebzeiten wohl nicht mehr verstehen. Gerade Levels mit sich drehenden Rollen (bei denen alle synchron in die gleiche Richtung laufen müssen, um sie zu bewegen), kippenden Würfeln oder per Sprung auslösbaren Klapp-Plattformen sind garantierte Nervtöter, die den ein oder anderen Controller das Leben kosten werden. Im Solo-Modus ist Super Mario 3D World aber ein tolles, wenn auch nicht sonderlich originelles Erlebnis!
Thomas Nickel meint: Wo andere Entwickler ihre heimlichen Hollywood-Träume ausleben, eierlegende Wollmilchsäue mit maximalem Massen-Appeal schaffen wollen oder hintenrum mit billigen Free-to-Play-Taschenspielertricks die Spieler melken, da macht Nintendo einfach mal ein neues Mario, das mehr Videospiel im klassischen Sinne ist als die gesammelte AAA-Konkurrenz des Jahres. Jedes Bit ist auf maximalen Spielspaß getrimmt, eine Welt hat mehr Ideen, als andere Entwickler in alle Spieler einer Generation packen. Mein persönliches Spiel des Jahres. Meiner Meinung nach ist da Platz 3 noch viel zu wenig.
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