AquaPazza – das Beat’em-Up mit den Japan-Stars aus der zweiten Reihe kommt

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Street Fighter X Tekken oder Marvel vs. Capcom sind Euch zu sehr an West-Geschmäcker angepasster Mainstream? Kein Problem, denn dann hat Aqua Plus demnächst eine Crossover-Prügelei für Euch, die sicher nicht jeder Zocker kennt!

Bisher schon in Fernost-Spielhallen zu finden, wird AquaPazza: Aqua Plus Dream Match nun auch für Konsolen umgesetzt, wie Andriasang berichtet – welche Systeme genau beglückt werden und wann die Klopperei tatsächlich kommt? Das sind nebensächliche Details, die der Hersteller bislang noch nicht verraten hat.

Wie bei den namhaften Titeln oben geben sich hier Stars verschiedener Beat’em-Up-Serien die Ehre und prügeln untereinander aus, wer wirklich der Beste ist. Mit dabei sind Vertreter von u.a. ToHeart, Utawareru Mono, Tears no Tiara, Routes, Comic Party und White Album. Kennt Ihr alles nicht? Wie gesagt: Mainstream ist das eben nicht (zumindest außerhalb von Japan)…

Shenmue City schließt seine Pforten

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Shenmue – bei diesem Wort dürften den meisten Dreamcast-Fans nostalgische Schauer über den Rücken laufen. Das Spiel, das Ende der Neunziger als bis dato teuerste Videospielproduktion das Licht der Welt erblickte und später auch noch einen zweiten Teil bekam, wurde jetzt als Social-Game zu Grabe getragen.

Andriasang berichtet, dass die Server für Shenmue City (genauer: Shenm? Gai) am 26. Dezember – nur einem Jahr nach dem Start – abgeschaltet wurden. Shenmue City war zwar kein offizieller Nachfolger und auch “nur” ein (Japan-exklusives) Mobile-Social Game für die Mobage-Plattform von Yahoo!, dennoch hat es kein geringerer als Spiel-Erfinder Yu Suzuki mit seinem Studio Ys Net erdacht.

Ein dritter Teil der Saga, über den ab und zu immer wieder spekuliert wurde, dürfte damit wohl auch endgültig auf Eis gelegt sein.

Anonymous hat erneut Sony im Visier – diesmal die Führungsebene

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Laut GameFront prangert die Internet-Anarchos von Anonymous in ihrer neuen Video-Botschaft Sony an, den unter dem Namen “Stop Online Piracy Act” (SOPA) bekannten Gesetzentwurf der USA zu unterstützen.

Der Gesetzentwurf wurde am 26. Oktober letzten Jahres im US-Repräsentantenhaus eingebracht und soll Copyright-Inhabern helfen, Urheberrechtsverletzungen zu behindern. Dieses baut auf bereits bestehenden Gesetzen auf, ist aber noch sehr viel restriktiver: So ermöglicht es “H.R. 3261” -so das offizielle Kürzel- dem Copyright-Inhaber, gerichtlich gegen Internetseiten vorzugehen, die gegen das Urheberrecht verstoßen. Auch den Zweck der Verfügung darf er wählen, z.B. Werbeagenturen untersagen, mit der angeklagten Website zusammenzuarbeiten, oder deren Anzeige in Suchmaschinen zu unterbinden. Darüber hinaus wird illegaler Download zu einer schweren Straftat hochgestuft.

Das Anonymous davon nicht begeistert ist, kann man sich vorstellen: “Mit der Unterstützung dieses Gesetzentwurfs haben Sony und ihre Verbündeten ihr Todesurteil unterschrieben. Daher haben wir uns – zum wiederholten Male – entschlossen, euer Netzwerk zu zerstören. Wir werden euer Phantom im Internet auseinander nehmen. Bereitet euch vor, ausgelöscht zu werden. Gerechtigkeit wird walten, und zwar für alle, ob sie es mögen oder nicht.”

Wieder mal markige Worte. Allerdings sind sie nicht allein – auch Google, Facebook und Wikipedia sind vom SOPA nicht begeistert, wie auch Bürgerrechtler, die den Gesetzentwurf als Zensur sehen.

PlayStation Lifestyle will erfahren haben, dass Anonymous die Sony-Kunden diesmal verschonen will: Im April letzten Jahres wurde das Playstation Network gehackt, Millionen Kundendaten gelangten in dunkle Kanäle. Anonymous bestritt allerdings jede Beteiligung. So will man jetzt auch nicht das Playstation-Network hacken, sondern hat die Führungsebene des Konzerns als Ziel: So will man z.B. mittels Veröffentlichung persönlicher Daten wichtige Angestellte bloßstellen. Da Anonymous ein Netzwerk von separat operierenden Personen und Gruppen ist -auch mit eigenen Motivationen- ist allerdings zweifelhaft, ob sich auch jede “Zelle” daran hält.

Cooking Mama 4 – im Test (3DS)

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Selbst die traditionsbewussteste Hausfrau muss mit der Zeit gehen – entsprechend erscheint Cooking Mama 4 nicht mehr für den DS, sondern feiert seine Premiere auf Nintendos 3D-Handheld. Mit dem neumodischen räumlichen Effekt kann die patente Köchin allerdings nicht allzu viel anfangen: Weil die zahlreichen Arbeitsschritte bei der Zubereitung der Speisen fast ausschließlich auf Stylus-Benutzung setzen, spielt sich das Geschehen bis auf wenige Ausnahmen nur auf dem Touchscreen ab – und 3D gibt es dort bekanntlich nicht.

Tiefenwirkung erlebt Ihr demnach kaum, auch sonst bleiben neue Einfälle in der Küche Mangelware: Größere Gimmicks wie Einkaufstouren oder Ähnliches aus den Vorgängern wurden wieder entsorgt, diesmal geht es nur ums Kochen. Etwa 200 Tätigkeiten finden sich auf dem Modul, bei denen Ihr hackt, rührt, schneidet, schält, brutzelt und so weiter. Nach und nach erhaltet Ihr neue Rezepte, die Ihr diesmal ohne Rücksicht auf Verluste kombinieren könnt (Pfannkuchen mit Hackfleischbullette? Lecker!), was in etwas komplexeren Minispielen bewerkstelligt wird. Dazu kommen lediglich noch einige Zusatzdisziplinen, bei denen Ihr auf Punktejagd geht, indem Ihr z.B. eine Putzmaschine durch die Küche schiebt.

+ gewohnt kurzweilige Sammlung an Aufgaben
+ charmante Aufmachung

– keine neuen Ideen
– sieht einfach nicht wie ein 3DS-Spiel aus

Ulrich Steppberger meint: Kennt man eins, kennt man alle: Selten passte dieser Spruch so gut wie bei Cooking Mama 4. Spielerische Experimente jenseits des spärlichen Bewegungssensor-Einsatzes bleiben aus, da wagte sogar der Vorgänger schon mehr. Der 3D-Effekt entpuppt sich als praktisch nicht-existent und die Aufgaben fühlen sich so an, als ob man sie schon ewig kennt – was überwiegend ja auch stimmt. So bleibt eine weiterhin herzig in Szene gesetzte Sammlung von netten Minispielen, die durchaus unterhalten. Genauso gut könnt Ihr aber auch einfach die früheren Teile wieder hervorholen.

Routinierte Fortsetzung der quirligen Koch-Minispielsammlung, die sich aber konsequent frischen Ideen verweigert.

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Kinect Disneyland Adventures – im Test (360)

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Wer nicht die Zeit und das Geld hat, mit seiner Familie in den Urlaub nach Kalifornien zu fliegen, kommt jetzt dank Microsoft günstiger weg: Die Kinect Disneyland Adventures erlauben Euch auf der Xbox 360 den virtuellen Besuch im namensgebenden Freizeitpark. Als Jungspund zieht Ihr mittels Bewegungssteuerung fast völlig frei durch die detailgetreu umgesetzten Areale von Disneyland, bewundert die Szenarien aus allen möglichen Zeichentrick- und Pixarwelten und plaudert mit bekannten Charakteren. Micky, Arielle &amp Co. geben Euch meist kleine Aufträge wie das Fotografieren anderer Stars oder die Suche nach bestimmten Objekten. Regelmäßig locken auch größere Fahrgeschäfte, hinter denen sich längere Minispiele mit den üblichen Kinect-Elementen verbergen: Weicht Hindernissen aus, ballert per Handbewegung auf Feinde oder stellt vorgegebene Posen nach. Innovationspreise gewinnen die Disziplinen nicht, als kurzweilige Einlagen erledigen sie ihren Job aber gut.

Alles ist liebevoll in Szene gesetzt, wenn auch in belebten Situationen die Bildrate hin und wieder spürbar in die Knie geht – der Disney-Atmosphäre tut das keinen Abbruch. Professionelle deutsche Sprecher und praktische Hilfefunktionen lassen trotz kleinerer Logiklücken junge Zocker selten im Unklaren, was zu tun ist. Kinect funktioniert ordentlich, nur bei den Spaziergängen muss man etwas feinfühliger hantieren, um nicht hektisch durch die Gegend zu rotieren.

+ originalgetreue Nachbildung des Parks
+ viele Charaktere und Aufgaben zu finden
+ hübsche Grafik…

– …aber nicht völlig ruckelfrei
– Laufsteuerung mit Kinect etwas fummelig
– Spieler über 12 fühlen sich schnell unterfordert

Ulrich Steppberger meint: Für alte Zockersäcke wie mich ist das Kinect-Mausperium natürlich nicht gedacht – obwohl ein Spaziergang durch den fein nachgebauten Park durchaus seinen Reiz hat. Habt Ihr aber Nachwuchs, der der Sesamstraße gerade entwachsen ist, könnt Ihr ihm die Disneyland Adventures gönnen: Es gibt jede Menge zu tun, Dutzende Film- und Fernsehfiguren warten zum Plausch und die Minispiele sind unterhaltsam, wenn man die Messlatte nicht zu hoch legt. Dass die Kinectsteuerung schon mal etwas hakelig ausfällt und die (hübsche) Grafik hin und wieder ruckelt, fällt nicht so stark ins Gewicht.

Liebevoll gemachter virtueller Freizeitpark, in dem es viel zu tun gibt – kleine Macken stören die junge Zielgruppe kaum.

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Will Nintendo 3DS und Wii U zu eReadern machen?

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Spätestens seit dem Erfolg von Amazons Kindle sind eReader salonfähig geworden und heute ist es nicht mehr ungewöhnlich, Menschen mit entsprechenden Gerätschaften durch die Gegend schlendern zu sehen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Das Format ist praktisch und man erhält die Inhalte meist früher, günstiger und unkomplizierter.

Von diesem Kuchen möchte nun offenbar auch Nintendo ein großes Stück abhaben, denn laut ForgetTheBox plant der Mario-Konzern, 3DS und Wii U zu diesen Inhalten kompatibel zu machen. Ein kostenpflichtiger Aboservice sei aktuell in der Entwicklung und nach dessen Fertigstellung könnten Magazine, Zeitungen oder etwa auch Comics mit dem Tablet-Controller heruntergeladen und gelesen werden. Auch der Download alter Spieleanleitungen sei denkbar. Der 3DS soll grundsätzlich dieselben Features bieten, wobei Nintendo offenbar ein Austausch wie bei iPhone und iPad vorschwebt. Leider beruft sich die eingangs erwähnte Website bei all diesen Informationen nur auf eine nicht näher spezifizierte anonyme Quelle.

Die finale Version des Wii U wird wahrscheinlich auf der diesjährigen E3 detailliert vorgestellt und danach sind wir hoffenttlich auch diesbezüglich schon ein ganzes Stück schlauer.

James Noir’s Hollywood Crimes 3D – im Test (3DS)

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Der letzte Nachzügler von Ubisofts erster 3DS-Fuhre muss ohne zugkräftigen Namen auskommen, erinnert aber mehr als nur entfernt an eine populäre Handheld-Größe: James Noir’s Hollywood Crimes will die Chance nutzen und Fans von ”Professor Layton“ die Zeit verkürzen, bis der Knobelkönner sein eigenes 3DS-Debüt feiert.

Als Teilnehmer einer Quizshow in den 1960er-Jahren absolviert Ihr allerlei Knobeleien, bei denen Ihr etwa Zahlenfolgen analysiert, durch geschicktes Drehen und Wenden eines Objekts Muster erkennt oder auf einem Spielfeld nach vorgegebenen Regeln Linien zeichnet. Einige Aufgaben setzen auf dezenten Einsatz des 3D-Effekts oder nutzen den Bewegungssensor. In der Regel dürft Ihr dabei in Ruhe knobeln, fehlerhafte Züge lassen sich zurücknehmen und Hinweise können gekauft werden. Neben der Quizshow werdet Ihr in einen Kriminalfall verwickelt, weil frühere Kandidaten einer Mordserie zum Opfer fallen – allerdings stapft Ihr hier nicht selbst irgendwo durch die Gegend, sondern löst einfach nur etwas anders inszenierte Rätsel.

Die meisten Aufgabenarten wiederholen sich im Lauf des mit etwa fünf Stunden nicht allzu langen Abenteuers in verschiedenen Varianten und sind eher nüchtern inszeniert. Etwas unausgewogen, aber gelungen die Präsentation des Drumherums: Gute Sprecher und Musik sowie stimmig gezeichnete Umgebungen geben die Ära gut wieder, die hampeligen Digi-Charaktere wirken dagegen deplatziert.

+ gelungene Atmosphäre
+ ordentliche Menge an Rätseln
+ gute Aufgabentypen…

– …die sich aber bald wiederholen
– Story nicht besonders spannend
– Inszenierung stellenweise etwas unrund

Ulrich Steppberger meint: Das 1960er-Jahre-Flair der Hollywood Crimes kommt dank etwas unrunder, aber letztlich gelungener Inszenierung gut rüber. Die Knobeleien gefallen mit interessanten Aufgabentypen (die sich allerdings bald wiederholen) und setzen überwiegend auf Grips statt zufälliges Herumstochern. Eigenwillige Elemente wie die digitalisierten Personen machen klar, dass die routinierte Klasse eines Professor Layton noch entfernt ist, als dessen 3DS-Platzhalter gibt James Noir trotzdem eine ordentliche Figur ab.

Passabler ”Professor Layton”-Nachahmer, der allerdings in Sachen Umfang, Feinschliff und Abwechslung ausbaufähig ist.

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Eurosport Winter Stars – im Test (360)

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Nach einigen Irrungen und Wirrungen haben Deutschlands fleißige Wintersportspiel-Handwerker ihre neue Heimat gefunden: Von RTL ging es über dtp zu Koch Media, wo die in Hamburg ansässigen 49Games das tun, was sie seit Jahren machen – alle möglichen Disziplinen aus der Schnee- und Eiszeit in ein ebenso solides wie unspektakuläres Videospiel zu verpacken. 2011 geht es in elf Sportarten zur Sache, die ein ordentliches Spektrum abdecken: Erstmals zur Wahl stehen Paraskiing und Curling, das Schneemobilrennen vom letzten Jahr ist auch wieder dabei. Dazu gesellen sich Biathlon, Eiskunstlauf, Shorttrack, Ski Alpin (Abfahrt und Freeride), Snowboardcross, Viererbob und natürlich das altehrwürdige Skifliegen.

Grafisch wartet Winter Stars mit ansehnlichen Umgebungen auf, auch die Animationen der Sportler sind gelungen – die Gesichter und die Mimik Eurer Sportler wirken dagegen fast schon hässlich. Das bekommt Ihr umso mehr zu spüren, da die Kampagne voller Turniere, Herausforderungen und ein paar Charakterentwicklungs-Optionen in eine leidlich spannende, klischeehafte Story rund um ein aufstrebendes Team eingebettet wurde. Wirklich störend ist das nicht, wieso aber Solo-Sportler nicht ohne umständliche Menüwege direkt auf die Piste oder in die Loipe gehen können, bleibt unverständlich. Die Disziplinen sind schnell erlernt und gut zu steuern – so Ihr das richtige Kontrollinstrument nutzt.

Denn während Sony-Athleten die Wahl zwischen der guten Joypad-Standard-Steuerung und einer akzeptablen, aber teils etwas fummeligen Move-Variante haben, müssen Microsoft-Besitzer zwingend auf Kinect zurückgreifen – und das ist alles andere als ideal. Wo Ihr auf der PS3 per Analogstick geschmeidig den Berg oder die Eisröhre hinabrast, eiert Ihr wegen der trägen und ungenauen Kinect-Abfrage herum, als ob Ihr das Après-Ski vorgezogen hättet. Einzige Ausnahme: Die Schießeinlagen beim Biathlon sind deutlich leichter, sonst zieht Kinect klar den Kürzeren.

Als Rettungsanker dient die ’Familien’-Funktion, die Euch aber quasi im Autopilot-Modus kaum noch eingreifen lässt. Wer die Wahl hat, kämpft deshalb auf der Sony-Konsole um Medaillen – Xbox-360-Zocker greifen besser zu den beiden Kinect Sports-Teilen.

+ ordentliche Disziplinenauswahl
+ gute Sportleranimationen
+ Story-Modus ist umfangreich…

– …aber eher unfreiwillig komisch inszeniert
– viele Sportarten fühlen sich sehr ähnlich an
– Verzicht auf normale Pad-Steuerung ist extrem bescheuert

Ulrich Steppberger meint: Ich bin ja nicht grundsätzlich gegen Kinect. Aber wenn ich jemanden überzeugen müsste, dass Microsofts Bewegungssensor Spiele nicht unbedingt besser macht, wäre Winter Stars ein passender Beweis. Während der Ausflug in Schnee und Eis auf der PS3 ordentlich ausfällt und die (optionale) Move-Kontrolle noch akzeptabel ist, entpuppt sich die aufgezwungene Kinect-Steuerung bei der Xbox 360 als Griff ins Klo: ungenau, träge, immer wieder fehlerhaft bei der Gestenerkennung – das ertragen nur frustgestählte Zappler. Sony-Athleten erhalten dagegen eine dezent biedere und mit allzu bemüht erzählter Story versehene, aber unterhaltsame Sportsammlung.

Biedere, aber durchaus gelungene Sammlung an Wintersport-Disziplinen – ­sofern Ihr nicht mit Kinect spielen müsst.

Singleplayer47
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Eurosport Winter Stars – im Test (PS3)

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Spiel:
Publisher:
Developer:
Genre:
Getestet für:
Erhältlich für:,
USK:
Erschienen in:

Nach einigen Irrungen und Wirrungen haben Deutschlands fleißige Wintersportspiel-Handwerker ihre neue Heimat gefunden: Von RTL ging es über dtp zu Koch Media, wo die in Hamburg ansässigen 49Games das tun, was sie seit Jahren machen – alle möglichen Disziplinen aus der Schnee- und Eiszeit in ein ebenso solides wie unspektakuläres Videospiel zu verpacken. 2011 geht es in elf Sportarten zur Sache, die ein ordentliches Spektrum abdecken: Erstmals zur Wahl stehen Paraskiing und Curling, das Schneemobilrennen vom letzten Jahr ist auch wieder dabei. Dazu gesellen sich Biathlon, Eiskunstlauf, Shorttrack, Ski Alpin (Abfahrt und Freeride), Snowboardcross, Viererbob und natürlich das altehrwürdige Skifliegen.

Grafisch wartet Winter Stars mit ansehnlichen Umgebungen auf, auch die Animationen der Sportler sind gelungen – die Gesichter und die Mimik Eurer Sportler wirken dagegen fast schon hässlich. Das bekommt Ihr umso mehr zu spüren, da die Kampagne voller Turniere, Herausforderungen und ein paar Charakterentwicklungs-Optionen in eine leidlich spannende, klischeehafte Story rund um ein aufstrebendes Team eingebettet wurde. Wirklich störend ist das nicht, wieso aber Solo-Sportler nicht ohne umständliche Menüwege direkt auf die Piste oder in die Loipe gehen können, bleibt unverständlich. Die Disziplinen sind schnell erlernt und gut zu steuern – so Ihr das richtige Kontrollinstrument nutzt.

Denn während Sony-Athleten die Wahl zwischen der guten Joypad-Standard-Steuerung und einer akzeptablen, aber teils etwas fummeligen Move-Variante haben, müssen Microsoft-Besitzer zwingend auf Kinect zurückgreifen – und das ist alles andere als ideal. Wo Ihr auf der PS3 per Analogstick geschmeidig den Berg oder die Eisröhre hinabrast, eiert Ihr wegen der trägen und ungenauen Kinect-Abfrage herum, als ob Ihr das Après-Ski vorgezogen hättet. Einzige Ausnahme: Die Schießeinlagen beim Biathlon sind deutlich leichter, sonst zieht Kinect klar den Kürzeren.

Als Rettungsanker dient die ’Familien’-Funktion, die Euch aber quasi im Autopilot-Modus kaum noch eingreifen lässt. Wer die Wahl hat, kämpft deshalb auf der Sony-Konsole um Medaillen – Xbox-360-Zocker greifen besser zu den beiden Kinect Sports-Teilen.

+ ordentliche Disziplinenauswahl
+ gute Sportleranimationen
+ Story-Modus ist umfangreich…

– …aber eher unfreiwillig komisch inszeniert
– viele Sportarten fühlen sich sehr ähnlich an
– optionale Kinect-Steuerung nicht besonders prickelnd

Ulrich Steppberger meint: Ich bin ja nicht grundsätzlich gegen Kinect. Aber wenn ich jemanden überzeugen müsste, dass Microsofts Bewegungssensor Spiele nicht unbedingt besser macht, wäre Winter Stars ein passender Beweis. Während der Ausflug in Schnee und Eis auf der PS3 ordentlich ausfällt und die (optionale) Move-Kontrolle noch akzeptabel ist, entpuppt sich die aufgezwungene Kinect-Steuerung bei der Xbox 360 als Griff ins Klo: ungenau, träge, immer wieder fehlerhaft bei der Gestenerkennung – das ertragen nur frustgestählte Zappler. Sony-Athleten erhalten dagegen eine dezent biedere und mit allzu bemüht erzählter Story versehene, aber unterhaltsame Sportsammlung.

Biedere, aber durchaus gelungene Sammlung an Wintersport-Disziplinen – ­sofern Ihr nicht mit Kinect spielen müsst.

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Yoshinori Kitase: “Die Endgegner in Final Fantasy XIII waren zu schwer”

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Und hier etwas aus der Rubrik “Hinterher ist man immer schlauer”: Wie Yoshinori Kitase, damaliger Produzent von Final Fantasy XIII und aktuell mit Final Fantasy XIII-2 betraut, nun in einem Interview eingestand, kann er die Kritik der Spieler an den zu harten Endgegnern in Final Fantasy XIII nachvollziehen.

“Wir wollten das Spiel herausfordernd gestalten”, sagt er. Allerdings sei man dabei wohl über das Ziel hinausgeschossen, wodurch einige Fans des Rollenspiels es nach einiger Zeit frustriert zur Seite legten.

Beim am 1. Februar bei uns erscheinenden Ableger Final Fantasy XIII-2 hat man diesbezüglich jedoch insofern vorgesorgt, als das hier jederzeit ein Wechsel zwischen normalem und leichtem Schwierigkeitsgrad möglich ist.

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