Auf dem letzten Nintendo-Aktionärsmeeting verkündete Firmenpräsident Satoru Iwata, warum Wii U an den Erfolg des Vorgängers anknüpfen wird. Auf die Zielgruppen-Problematik der Wii-Konsole angesprochen, konterte Iwata: “Auch Core-Gamer werden Wii U akzeptieren, weil die Konsole hochauflösende Grafik bietet und sich auch auf gewöhnliche Weise spielen lässt.”
Doch Iwata gab sich auch selbstkritisch und merkte an: “Wii hat die meisten Core-Gamer nicht angesprochen, weil diese ihre gewohnte Spielweise nicht umstellen wollen.” Des Weiteren fügte Iwata hinzu: “Wii bekam deshalb keine HD-Auflösung, da die Zeit knapp war und dies noch mehr Aufwand gekostet hätte. Dies wird mit Wii U anders. Nicht nur die HD-Grafik, sondern auch die gewohnte Controller-Steuerung spielen hierbei eine wichtige Rolle. Der Controller fühlt sich auch weniger klobig an, als er auf den ersten Eindruck wirkt.”
Aktionäre bemängelten weiterhin, dass die Tech-Demo der E3 zwar schick aussehe, aber es wird bezweifelt, ob dies auch bei Spielen tatsächlich geleistet werden könne. Weitere Bedenken: Ein schwaches Line-up zum Wii-U-Start könnte den Erfolg schmälern – ähnlich wie es beim 3DS passierte. Doch Iwata entkräftet dies lapidar und sagt schlichtweg, dies würde nicht der Fall sein.
Den Befürchtungen der Aktionäre entgegnete er nicht ganz ohne Stolz: “Die atemberaubenden Grafik von Zelda HD ist auf keiner anderen Konsole reproduzierbar, das haben unsere Entwickler bestätigt.”
Nachdem bekannt wurde, dass im nächsten Jahr, jedoch nicht vor April, ein Wii-Nachfolger veröffentlicht wird, sank der Aktienkurs auf den niedrigsten Wert seit fünf Jahren. Nintendo-Analyst Yusuke Tsunoda merkt an: “Es gibt sehr hohe Erwartungen an einen Nachfolger der Wii-Generation und die Menschen haben sich von der Präsentation auf der E3 wohl noch mehr versprochen. Diese Problematik hat sich negativ auf den Aktienkurs ausgewirkt.”
Iwata verweist abschließend auf das extrem positive Feedback der bisherigen Tester: “Die Reaktionen auf der E3-Messe in Los Angeles waren sehr, sehr gut. Die überwiegende Mehrheit der Weltpresse zeigte sich begeistert. Das Feedback der Probespieler unterschied sich deutlich von den Reaktionen derer, die sich die Präsentation nur online angeschaut haben.”