Der Film und Fernseh Thread
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captain carot vor vor 3 weeks, 1 Tag aktualisiert.
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25. Juli 2014 um 10:28 #959884
ChrisKongTeilnehmerDarum sag ich ja, hat Snyder eine gute Vorlage, dann ist er the Man. Watchmen hat mir ungemein gefallen, hatte da auch das Gefühl, dass er die optimale Balance zwischen Anspruch und Action gefunden hat.
Dawn of the Dead, den ich mittlerweile schon mehrfach gesehen habe, der ist so, wie mMn ein Zombiefilm sein sollte. Durchweg spannend inszeniert mit einigen sehr tollen Momenten. Das Intro, respk. der Einstieg ist einer der besten im Zombiegenre.
Hinweis an dieser Stelle noch zum Bonusmaterial, wer da reinschaut, sieht nochmals Richard Biggs in Action, der leider viel zu früh verstorben ist. So hatte das ganze für mich schon fast eine morbide Stimmung. Er spielte den Arzt in Babylon 5.
300 wiederum war halt Over the Top Action mit Hochglanzpolish. Langweilige Figuren, um dies nicht schade war und viel Schnetzelei. Da an dem Streifen doch ganz passable Schauspieler mitgewirkt haben, muss man die Schwächen im Skript verorten, mMn. Zum einmal ansehen ging das schon, aber was da teilweise wieder für ein angebliches Meisterstück daraus gemacht wird, sorry, das ist der Film mit Abstand nicht. Schlachtplatte, schön inszeniert oder der Film zum Spiel Ryse.
Über Sucker Punch hab ich mich schon genug ausgelassen, teile da deine Wertung. Kauft die Soundtrack CD, dann müsst ihr kein Schauspiel und miese Dialoge ertragen.
Man of Steel fand ich besseren Durchschnitt. Der von mir viel bemängelte Umstand, wie humorlos solche Filme geworden sind, der greift hier total. Ich hab mir dann überlegt, woran das im speziellen in diesem Film lag. Und meine Feststellung, vergleicht man ihn mit den Reeves Filmen, dann fehlt eben diese Menage a trois, Lois, Clark, Superman.
Ein wichtiges Element der alten Filme war natürlich Clark, der hier praktisch fehlt. Das merkt man nur allzudeutlich. So wurde Superman zwar auf fucking episch getrimmt, aber dies auf Kosten einer Figur, die einfach dazugehört. Da mach ich mir mehr Hoffnungen bei einer allfälligen Fortsetzung.
Die gespielten Unzulänglichkeiten von Clark sind die Bonments des Films gewesen und konterkarieren perfekt die Allmächtigkeit, die Superman ausstrahlt.
Oder treffender formuliert in der Serie Lois and Clark, Superman ist was ich tun kann, Clark ist wer ich bin.Darum bleibts bei meinem Fazit, wenn Snyder ein gutes Script/Drehbuch hat, dann ist er kein unfähiger Regisseur (man vergleiche mal mit Yates bei den Potterfilmen, der quasi alle dramatischen Höhepunkte komplett vergeigt hat).
25. Juli 2014 um 11:29 #959885
captain carotTeilnehmerIch halte Affleck jedenfalls für einen besseren Regisseur und Drehbuchautor denn Schauspieler. Allerdings bin ich durchaus bereit, mich da überraschen zu lassen.
25. Juli 2014 um 11:39 #959886
ghostdog83Teilnehmer@ChrisKong: Bei Man of Steel hat dieser Faktor gefehlt, das stimmt, was ich mir nur so erklären kann, dass man sich von der klassischen Formel etwas lösen wollte, was dann aber hoffentlich im nächsten Teil eine größere Rolle spielen wird – womöglich Treffen dann Clark Kent, Bruce Wayne und Lex Luthor aufeinander, was bei einem guten Drehbuch, der passenden Besetzung Luthors, sehr viel Potenzial in sich birkt, um interessante Charaktermomente zu bieten, die unterhaltsamer sein können als die Action an sich. Bei Watchmen haben mir die Dialoge am besten gefallen.
Ich finde Superman/Clark Kent grundsätzlich nicht wirklich interessant, die ganze Hintergrundgeschichte um ihn wirkt bieder, farblos, ebenso konnte keine der bisherigen Adaptionen mich völlig überzeugen, die alten Filme sind nett, besitzen trashigen Charm, der den nachfolgenden Umsetzungen gefehlt hat.
Henry Cavill macht seine Sache gut, um aber glänzen zu können, sollte die Hintergrundgeschichte zu Clark Kent etwas ausgeschmückt werden, ansonsten bleibt handlungstechnisch nur eine abgespeckte Reporter-Version eines Peter Parker, der dank der Geschichte um die Ermordung seiner Tante dramaturgisch irgendwo zwischen Batman und Superman einzuordnen ist.
Ich muss aber eingestehen, von der Loise und Clark Serie nur eine überschaubare Zahl an Folgen gesehen zu haben, da mein Interesse dafür sehr schnell wieder verflog, daher kann ich nicht endgültig urteilen, wie sehr die Möglichkeiten dieser Figur bisher ausgeschöpft worden.
BTW, Dean Caine ist aus meiner Sicht kein guter Schauspieler, auf Deutsch dürfte die Figur wahrscheinlich noch eher überzeugt haben als im O-Ton, den zumindest der Synchronsprecher hat seinen Job damals gut gemacht.
@captain carot:Affleck hätte die Regie und das Drehbuch übernehmen sollen, wäre für mich die beste Lösung gewesen, auch wenn er wahrscheinlich, was das Visuelle angeht, nicht mit Snyder mithalten kann.
25. Juli 2014 um 11:46 #959887
ghostdog83Teilnehmer@captain carot:
Das neue Kostüm scheint sich an der Graphic Novel Batman – Die Rückkehr des Dunklen Ritters von Frank Miller zu orientieren, weniger technisiert, urbaner mit breiten Batman Logo auf der Brust.
Batman ist darin ein alter, verbitterter unter schuldgefühlen leidender Held, der weniger zimperlich mit seinen Feinden umgeht als noch zu früheren Zeiten.

Frank Millers Batman

Batman Begins vs Batman vs Superman Batsuit Maske

The Dark Knight Batsuit

Wie groß der Aufschrei doch war, als Ben Afflecks Verpflichtung bekannt gegeben wurde. Scheinbar verbinden ihn viele noch mit Jungendsünden wie Pearl Harbor oder Armageddon, obwohl er als Regisseur, Drehbuchautor (das schon vor seiner Zeit in den beiden genannten Filmen: Oscar für Good Will Hunting) und Schauspieler nun zurecht Erfolge feiert. Seine Leistung in Company Men war gut, im letzten Jahr stand als Vorbereitung auf GTA 5 The Town – Stadt ohne Gnade auf dem Programm, wo er das Drehbuch geschrieben, die Hauptrolle und Regie geführt hat. Der Film war sehr gut inszeniert, spannend, mit einer überzeugenden Besetzung, sicher kein Film, der es mit den Genregrößen aufnehmen kann, aber gut genug um angesehen zu werden.
Argo muss ich aber noch nachholen. Er wird wahrscheinlich nie den Status eines Clint Eastwood erreichen, dessen Regiearbeit noch einmal ein ganz anderes Niveau hat, der u.a. mit Erbarmungslos einen meiner Lieblingswestern geschaffen hat.ChrisKong wrote:Die DC Recken fand ich irgendwie schon immer weniger zeitgemäss. Hoffe mal, die kriegen das hin. Snyder taugt leider nur, wenn das Drehbuch gut ist. ^^
Marvel gewinnt aus meiner Sicht dank dem Übergewicht an interessanteren Charakteren, dafür ist für mich das Batman Universum das mit Abstand reichhaltigste, was seine Figuren, den Mythos und der ganzen menschlichen Tragik angeht. Besonders die Batman-Joker Beziehung sticht dabei hervor, etwas Ähnliches gibt es in der Form in keinen anderem Comiuniversum, einen ewigen Zweikampf, der nur dann enden wird, wenn einer von beiden Tod ist, gleichzeitig keiner der beiden den anderen töten will (Joker) oder kann (Batman), dieser Kampf ein wesentlicher Bestandteil ihres Lebens geworden ist.
In der abschließenden Folge der Animated Series wird diese Konstellation noch einmal hervorgehoben. Was Paul Dini, der auch die Story zu Arkham Asylum und Arkham City schrieb, mit den Batman/Joker Storys in der Serie erreicht hat, ist wirklich große Klasse.
Und wo wir gerade bei der Animated Series sind, diese hat mich in meiner Jugend lange begleitet, ist bis heute auch die für mich beste Adaption der Idee.
Ich sehe mir zwar die anderen Comicverfilmungen von DC/Marvel auch gerne an, bin aber ansonsten kein Fan der ganzen Thematik, mit Ausnahme von Batman.
Ich habe die Arkham Spiele sehr genossen, mag die Nolan Filmreihe (alle Teile!) und sehe mir ab und zu auch die Animated Series an.Was meine Vorfreude auf den neuen Film etwas trübt, ist das Drehbuch (egal ob von ihm oder jemand anderen), wo Snyder scheinbar immer weniger auf Substanz setzt hauptssache er kann es visuell interessant gestalten und das Crossover selbst.
Bei Affleck bin ich mir sicher, dass er nicht zu den Gründen zählen wird, sollte der Film scheitern.Bzgl. Watchmen – ich habe mir alle 3 Fassungen mal angesehen und den Directors Cut (9 von 10) als die für mich optimale Version erklärt, der Ultimate Cut ist mir etwas zu lang, die Graphic Novel in der Mitte ist für sich betrachtet gut, reißt mich aber zu sehr aus dem Geschehen, während die Kinofassung als alleinstehendes Werk auch zu überzeugen weiß, hier aber einige sehr starke Szenen aus dem Directors Cut (z.b. der Überfall auf Hollis Mason) schmerzlich vermisst werden.
Zack Snyder hat mit Watchmen wahrscheinlich eh sein Magnum Opus geschaffen, danach ging es mit ihm schrittweise bergab, Die Legnde der Wächter (5 von 10) war technisch brillant, inhaltlich aber schwach, belanglos, dann kam Sucker Punch (1 von 10), mit dem er es wirklich geschafft hat, meine Distanziertheit auf eine harte Probe zu stellen, denn so schlecht so mancher Film auch ist, wirklich aufgeregt habe ich mich noch nie wie bei diesem Film. Gegen Ende habe ich das Gezeigte mit Galgenhumor wahrgenommen, ein zum Film gewordener schlechter Witz, der auf Kosten meiner Nerven und der Zeit ging. Freiwillig wird der Film in meinen Leben den Bildschirm nicht mehr einnehmen, so viel steht fest.
Aktuell hat er mit Man of Steel (7.5 von 10) seinen Abstieg etwas verlangsamt, war kein schlechter Film, aber das Drehbuch war mir zu unausgewogen, hier hätte ich auf Teile der Action verzichten können und statt dessen mehr Bezug auf die Figuren gewünscht, schauspielerisch kann ich da aber keine Vorwürfe machen, in dem Rahmen was möglich war, hat keiner enttäuscht.
25. Juli 2014 um 12:13 #959888
captain carotTeilnehmerHab selber bei Lois & Clark nur mal reingeschaut, aber von einer guten Serie konnte man IMO damals schon nicht sprechen. Da die Frauenquote wohl auch ziemlich hoch war hat man das ganze dann auch noch in die Richtung gedrückt.
Generell ist Superman als Comicheld sehr archetypisch, trotz aller Modernisierungsversuche. Damit konnte ich als Kind noch prima leben, heute wirkt er in beiden Rollen generell einfach flach. Bis jetzt wirkte auf mich auch kein Versuch, dem Charakter Tiefe zu geben glaubwürdig.
25. Juli 2014 um 12:25 #959889
ghostdog83TeilnehmerHm, meine Bildungslücke ist doch noch etwas größer, Smallville hatte ich glatt vergessen – mal kurz reingezappt und schnell wieder umgeschaltet.
Ich hoffe, die Serie Gotham, welche die Vorgeschichte zu Batman erzählt, wird kein Reinfall werden, dank serialer Ausrichtung und Bruno Heller (“Rome”) als Showrunner, stehen die Chancen durchaus gut.Trailer Gotham: http://www.youtube.com/watch?v=0d1zpt6k5OI
First Look Trailer: http://www.youtube.com/watch?v=REoELMS5tXc
Villains Trailer: http://www.youtube.com/watch?v=zzfIzgD26EEDie Videos sind sehr vage, Spoilergefahr besteht daher meiner Meinung nach kaum.
25. Juli 2014 um 12:42 #959890
ChrisKongTeilnehmerHat Heller nicht auch den Mentalist auf den Weg gebracht?
Ja, Superman ist schon dieser gewisse Archetyp, darum funktioniert der mMn auch ohne Clark Kent gar nicht.
Lois und Clark ist seichte Vormittags-Serien Unterhaltung, mehr wohl nicht. Hab sie eigentlich ganz gerne geschaut, die Luft war ja an dem Punkt raus, wo sie zusammenfinden, was naturgemäss nunmal so ist. Von der 5. Staffel hab ich dann auch kaum was gesehen.
Smallville hab ich auch als Komplettbox, muss ich mir noch ansehen. Mein Bruder meinte, die wäre nicht mal so übel und der ist bei Serien sonst eigentlich recht heikel, bis auf Hannibal schaut der sich so gut wie keine Network-Serie mehr an oder ist für ihn nur Lückenfüller, bis Netflix, HBO, FX und AMC wieder Nachschub liefern, Ausnahme Material von BBC.
25. Juli 2014 um 13:13 #959891
captain carotTeilnehmerSmallville ist irgendwo schon sehr Teenieserie. Hat sich immerhin über die Zeit entwickelt, aber war nix, was bei mir gezündet hätte.
25. Juli 2014 um 13:33 #959892
ghostdog83TeilnehmerThe Mentalist ist auch von ihm, nur kenne ich die Serie nicht, daher habe ich nur Rome als Beispiel genannt, da meine Hoffnung darauf beruht, das er Gotham ähnlich erfolgreich gestaltet wie bei dieser Serie damals.
Hannibal schaue ich selber auch, die Serie wischt mit den letzten Dexter Staffeln den Boden unter den Füßen auf, mir gefällt auch die deutsche Synchronisation, die für mich zu den besten der letzten Jahre zählt.
Auf die zweite Staffel warte ich schon sehr geduldig, was ich so mitbekommen habe, soll diese sich gegenüber der Ersten sehr gesteigert haben.Die Serie soll lt. Showrunner Bryan Fuller sieben Jahre laufen, wofür er bereits die einzelnen Meilensteine gesetzt hat. Im Übrigen hat er dem Autor der Vorlage Thomas Harris die Frage gestellt, was er denn von der Serie so halte, dieser habe ihm dann geantwortet, die Serie nur ein klein wenig zu mögen.
Das was ich bei Smallville damals gesehen habe, war sehr teen-soapig, kann sein, dass sich das im Verlauf der Serie noch geändert hat.
26. Juli 2014 um 10:01 #959893
ghostdog83Teilnehmer
26. Juli 2014 um 10:42 #959894
schnitzelTeilnehmerHab mir gestern mal diese Piraten-Serie angeguckt… Black Sails… Bis jetzt fand ich die ziemlich langweilig.
Aber Nassau, die Pirateninsel, die auch Erwähnung in “Black Flag” findet, gabs anscheinend wirklich.
26. Juli 2014 um 12:16 #959895
LofwyrTeilnehmerschnitzel78 wrote:Hab mir gestern mal diese Piraten-Serie angeguckt… Black Sails… Bis jetzt fand ich die ziemlich langweilig.
Aber Nassau, die Pirateninsel, die auch Erwähnung in “Black Flag” findet, gabs anscheinend wirklich.
http://de.wikipedia.org/wiki/Nassau_%28Bahamas%29
oder
26. Juli 2014 um 13:20 #959896
ChrisKongTeilnehmer@Ghostdog
Das ist ja mal wirklich geil. Solche überfilmlichen Verbindungen hab ich auch schon festgestellt. Vergleich mal die DVD Cover von Mord nach Plan und das Perfekte Verbrechen
26. Juli 2014 um 18:51 #959897
ghostdog83TeilnehmerAuf der Comic Con wurde ein neuer Charakter für Batman vs Superman angekündigt – Wonder Woman.
Die Rolle wird von Gal Gadot gespielt, die u.a. in 3 Teilen der Fast and the Furious Reihe mitgewirkt hat.

26. Juli 2014 um 19:15 #959898
LofwyrTeilnehmerKann ich mit leben.
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