Hardware-Preissteigerungen dank AI Bubble?

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  • #1810536
    captain carotcaptain carot
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    Im PC Markt zeichnet es sich schon klar ab. Steigende Preise, weil die KI Industie quasi die komplette Produktion von RAM, HDDs und jetzt auch SSDs kauft.

    RAM-Preise sind explodiert, SSDs werden gerade teurer und mittlerweile hat zumindest AMD seinen Partnern wohl mitgeteilt, dass die Preise für sie steigen werden. Und damit auch für Konsumenten. Mittlerweile geht man auch von Preissteigerungen für Smartphones, Tablets und sogar Konsolen aus.

    Dabei ist gerade auch bei RAM ein sogenannter Schweinezyklus ziemlich normal. Und in dessen preislicher Talsohle befanden wir uns noch vor einem halben Jahr. Seitdem zeigt der Trend aber ganz extrem in die andere Richtung. Dank Nachfrage aus dem KI Sektor reicht die aktuelle Produktion nicht mehr aus und Hersteller von Speicher nennen teils schon die komplette 2026er Produktion verkauft. Änders als sonst sind hier gerade beim RAM bereits große Teile der Waferproduktion für AI reserviert.

    Und, ebenfalls anders als sonst schlägt es sich mehr und mehr in Bereichen nieder, die vom normalen Schweinezyklus nicht betroffen sind. Ein Ende des Hypes ist auch noch nicht absehbar. Und das macht es sehr wahrscheinlich, dass auch die Konsolen bald teurer werden. Günstiger jedenfalls eher nicht.

    #1810621
    ghostdog83ghostdog83
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    „Sie haben überhaupt nicht vorausgeplant“: Laut einem Leaker könnten die Preise für die Xbox Series aufgrund schwerwiegender RAM-Engpässe erneut steigen. Microsoft habe seinen Partnern mitgeteilt, dass die Auswirkungen „sehr, sehr bald“ zu spüren sein werden.

    Xbox Series-Konsolen könnten bald eine weitere Preiserhöhung erleben. Ein Informant berichtet, dass Microsoft seine Partner vor einem gravierenden RAM-Mangel gewarnt hat, der sich sehr bald auf die Xbox-Hardware auswirken könnte.

    Xbox-Spieler haben allein im Jahr 2025 bereits mehr als einmal einen Preisanstieg erlebt. Im Mai erhöhte Microsoft den US-Preis für die Xbox Series X von 499,99 $ auf 599,99 $, den Preis für die Xbox Series S mit 512 GB von 299,99 $ auf 379,99 $ und den Preis für das Modell Galaxy Black mit 2 TB auf 729,99 $.

    Ab dem 3. Oktober gab es dann eine zweite Runde von Preiserhöhungen in den USA, wobei die 512 GB Series S erneut auf 399,99 US-Dollar stieg, die 1-TB-Series S auf 449,99 $, die volldigitale Series X auf 599,99 $, die Standard-Series X auf 649,99 $ und die 2-TB-Sonderedition auf 799,99 $. Auch einige Zubehörteile wurden in diesem Jahr teurer.

    Die neuen Behauptungen stammen aus einem neuen Video des Tech-YouTubers und Leakers Moore’s Law Is Dead, der angibt, mit mehreren Kontakten bei Speicherherstellern, Einzelhändlern und Partnern gesprochen zu haben. Das Video konzentriert sich auf die riesigen langfristigen Speicherverträge von OpenAI mit Samsung und SK hynix, die bis zu 900.000 DRAM-Wafer pro Monat sichern könnten, was einigen Schätzungen zufolge fast 40 % der weltweiten DRAM-Gesamtproduktion ausmachen könnte, sobald die Produktion voll angelaufen ist.

    Dieser riesige Deal führte zu Panikkäufen von RAMs anderer Unternehmen, was zu einer ernsthaften Verknappung führte, die bereits jetzt die Kosten für alle in die Höhe treibt, die große Mengen an RAM oder GDDR benötigen.

    Kurz gesagt geht man davon aus, dass KI-Rechenzentren einen großen Teil des gesamten Speicherangebots beanspruchen. Dadurch bleibt weniger Spielraum für „normale“ Produkte wie Grafikkarten, Laptops und natürlich Konsolen. Anbieter, die sich nicht frühzeitig eine langfristige Versorgung gesichert haben, müssen nun um die verbleibenden Mengen zu deutlich höheren Preisen konkurrieren.

    Was speziell die Xbox betrifft, behauptet der Leaker, dass Microsofts Konsolengeschäft viel früher als erwartet unter Druck geraten wird. Seinen Quellen zufolge hat Microsoft offenbar bestimmte Partner gewarnt, dass sich der RAM-Mangel „sehr, sehr bald“ auf die Xbox Series-Konsolen auswirken könnte.

    „[Microsoft] hat offenbar überhaupt nicht vorausgeplant“, sagte Moore’s Law is Dead in dem Video. „Wenn Sie aus irgendeinem Grund immer noch eine Xbox zum aktuellen Preis haben möchten, könnten diese Preise bald steigen oder das Angebot könnte ganz versiegen, da mehrere meiner Quellen offenbar von Vertriebsmitarbeitern bei Microsoft gewarnt wurden, dass dies sehr, sehr bald Auswirkungen auf die Xbox Series-Konsolen haben wird. Eher früher als später.“

    Auf der anderen Seite sagt der Insider, dass PlayStation derzeit in einer stärkeren Position ist. Er behauptet, dass Sony große Mengen an GDDR6 gekauft habe, als die Preise niedrig waren, was der PS5 für die nächsten Monate mehr Spielraum verschafft.

    „Nach dem, was ich gehört habe, hat Sony vorausgeplant, große Mengen an RAM zu einem Preis nahe dem Tiefststand gekauft und sollte daher für Monate versorgt sein“, sagte er. „Sie haben reichlich GDDR6, zumindest wurde mir das so gesagt. Die Preise könnten irgendwann steigen; ich könnte mir vorstellen, dass das nächstes Jahr passiert … aber es gibt einen Grund, warum Sony die Preise für die PlayStation 5 zum Black Friday senkt.

    „Sie tun dies nicht nur als extreme Maßnahme oder weil die Verkaufszahlen schlecht sind. Sie können es sich leisten; offenbar machen sie sich zumindest kurz- bis mittelfristig keine Sorgen über den RAM-Mangel.“

    The Game Post hat Microsoft um eine Stellungnahme zu diesen Behauptungen gebeten und wird diesen Artikel aktualisieren, sobald wir eine Antwort erhalten. Wie immer bei solchen Angelegenheiten ist nichts davon offiziell, daher sollte man diese Informationen mit Vorsicht genießen, bis Microsoft oder Sony sich dazu äußern.

    All dies geschieht zu einer Zeit, in der Xbox-Präsidentin Sarah Bond darüber spricht, was nach der Series X und Series S kommt. In einem kürzlichen Interview mit Fortune sagte sie, dass „Hardware absolut zentral für alles ist, was wir bei Xbox tun“, und dass das Team an einer Konsole der nächsten Generation arbeitet, die den Spielern ein „kraftvolles Erlebnis“ bieten wird.

    In einem separaten Gespräch mit Mashable über die zukünftige Konsole beschrieb Bond die nächste Xbox als „ein sehr hochwertiges, sehr exklusives Erlebnis“ und deutete damit ein eher PC-ähnliches Hybridsystem an, das einige der Ideen hinter den ROG Xbox Ally-Handhelds aufgreift und auf der Flexibilität des Windows-Stils basiert.

    https://thegamepost.com/leaker-xbox-series-prices-increase-ram-shortages-microsoft-soon/

    Wird Zeit, dass bei MS endlich ein paar Köpfe rollen.

    #1810622
    captain carotcaptain carot
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    Wäre zwar hier besonders witzlos, weil MS selbst AI Infrastruktur aufbaut und man sich gerade deswegen eher früher über die Entwicklung im Klaren hätte sein sollen.

    Man muss sich aber auch gleichzeitig im Klaren sein, dass die Situation, sollte sie weiter anhalten, früher oder später überall durchschlagen wird. Ganz abgesehen davon, MS scheint die Xbox Series abgeschrieben zu haben. Es gibt wirklich nur noch das absolute Minimum an Commitment. IMO wird ihnen das bei Next Gen Hardware auf die Füße fallen denn nahezu sämtliches Vertrauen ist zerstört, außer vielleicht bei den Ultras.

    #1810707
    ghostdog83ghostdog83
    Teilnehmer

    Die RAM-Preise sind so außer Kontrolle geraten, dass Geschäfte sie wie Hummer verkaufen

    Speicher bestimmt jetzt die Marktpreise

    Die Schlagzeile von Michael Crider bei PCWorld heute fasst perfekt zusammen, wie absurd die PC-Speicherknappheit mittlerweile geworden ist: Geschäfte wie Central Computers in der San Francisco Bay Area beginnen, RAM zu Marktpreisen zu verkaufen, so wie man für den Fang des Tages in einem Fischrestaurant bezahlen würde.

    „Die Kosten schwanken täglich, da sich Hersteller und Händler auf das begrenzte Angebot und die hohe Nachfrage einstellen“, heißt es in einer Mitteilung, die Steve Lin in der Auslage des Geschäfts entdeckt hat. „Aus diesem Grund können wir derzeit keine festen Preise angeben.“

    Micro Center macht offenbar dasselbe: „Aufgrund der Marktvolatilität bitten wir Sie, sich bezüglich des Preises an einen Verkaufsmitarbeiter zu wenden“, heißt es in einer Mitteilung im Laden, die von Redditor CassTexas (via Tom’s Hardware) aufgenommen wurde.

    Es ist kaum zu überschätzen, wie schnell die RAM-Knappheit die Erschwinglichkeit von Computern verändert – und bald könnte sie auch andere Bereiche betreffen, da alles von Spielekonsolen bis hin zu Smartphones RAM benötigt, um zu funktionieren.

    Vor drei Monaten habe ich 32 GB Speicher für meinen Gaming-PC gekauft, und der Preis für genau dieses Kit hat sich seitdem mehr als verdreifacht. Es kostet jetzt 300 Dollar mehr. (440 Dollar gegenüber 130 Dollar, falls Sie neugierig sind; eine gängigere Version desselben Kits stieg von 105 Dollar auf 400 Dollar.) Einige Preise haben sich seit Oktober verdoppelt, und obwohl man immer noch einige 32-GB-Kits für nur 230 Dollar finden kann, kostet ein 64-GB-DDR5-Kit leicht 700, 800 oder sogar 900 Dollar.

    Einige hochkarätige Produkteinführungen könnten durch den Preis für Speicher beeinträchtigt werden. Valve verwies auf die RAM-Knappheit als einen Grund dafür, dass es noch keinen konkreten Preis für seine Steam Machine nennen könne.

    Gerade als sich die außer Kontrolle geratenen GPU-Preise von Anfang dieses Jahres endlich stabilisiert haben, könnten die galoppierenden Speicherpreise sie wieder in die Höhe treiben. Jede Grafikkarte benötigt jede Menge VRAM, je mehr desto besser, und es heißt, dass Nvidia und AMD sich darauf vorbereiten, die Preise anzuheben, um die Knappheit auszugleichen. Digital Foundry empfiehlt, eine GPU zum oder unter dem UVP zu kaufen, solange dies noch möglich ist, und zwar eine mit 10 GB oder mehr VRAM.

    Leaker Moore’s Law Is Dead behauptet, dass Microsoft möglicherweise die Xbox-Preise erneut erhöhen muss, um dies auszugleichen, während Sony genügend RAM für die PS5 auf Vorrat hat, um einige Monate lang auszukommen.

    Tim Sweeney, CEO von Epic, sagt, dass es aufgrund der KI Jahre dauern könnte, bis sich High-End-Gaming von der RAM-Knappheit erholt hat. Er sagt: „Fabriken lenken modernste DRAM-Kapazitäten um, um den Bedarf der KI zu decken, wo Rechenzentren weitaus höhere Preise bieten als Hersteller von Verbrauchergeräten.“

    https://www.theverge.com/news/828337/ram-memory-shortage-crunch-market-prices-central-micro-center

    #1810708
    captain carotcaptain carot
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    Stichwort Konsolen, Nvidia nutzt für seine CPUs zum Beispiel LPDDR5. Das heißt selbst wenn Hersteller nicht auf DDR umrüsten (Samsung rüstet in Korea wohl Fabriken von NAND auf RAM um) stehen jetzt auch Switch 2, Smartphones und Tablets in direkter Konkurrenz mit AI Infrastruktur. Sowas war bisher nie der Fall. Im PC Sektor drehen die RAM-Preise gerade durch.

    Gibt zwar 64GB DDR5 Kits teils noch für 400€, teilweise geht es aber bis auf 900€ rauf. 32GB Kits liegen mehrheitlich im 400€ Bereich.

    Ich hab letztes Jahr 32GB DDR4 für 46€ gekauft, mein Cousin im Frühjahr noch 64GB DDR4 für unter 90€. Da war DDR5 zwar teurer, aber man konnte problemlos 32GB deutlich unter 100€ bekommen. Zugegeben, zu der Zeit waren die Preise tatsächlich zu niedrig aber die Preisexplosion der letzten Monate ist wirklich völlig unnormal.

    Die Frage ist halt echt, wie lange das so bleiben wird. Selbst Sony hat nicht RAM für Jahre und momentan stehen alle Zeichen auf AI Ausbau. Andererseits wird ein Platzen der Blase umso schlimmer für die Weltwirtschaft, je länger sie hält.

    #1810710
    ghostdog83ghostdog83
    Teilnehmer

    Bei Speicher.de kosten 32 GB DDR5 für mein Omen 17 Notebook zur Zeit 233,20 Euro. 64 GB: “Preis auf Anfrage”. ^^

    #1810713
    captain carotcaptain carot
    Teilnehmer

    Es schwankt extrem, aber momentan ist die aktuelle Entwicklung anscheinend, Bestandsware ist noch ‚günstig‘, neu eingetroffenes eher teurer. Und, faktisch ein Novum, aber vielleicht auch nur eine Frage der Zeit, SO-DIMMs sind günstiger als DIMMs. Wirklich völlig ungewöhnlich, Anbieter wie Amazon sind teils drastisch günstiger als die Fachhändler, sprich gerade ein paar von den ganz großen haben ihre Preise noch nicht angepasst.

    32GB Kit von Corsair bei Amazon aktuell noch 150€, bei Corsair schon über 400 und bei den normalerweise günstigen PC-Händlern schon über 500€. Und das ist jetzt nicht die große Ausnahme, das sieht man aktuell bei Idealo und Co vermehrt.

    Das ist aktuell absolut außergewöhnlich. Würde mich leider auch nixht wundern, wenn wir innerhalb von Wochen überall die hohen Preise sehen. Und dann muss man sich auch ziemlich bald fragen, wie es im B2B Bereich aussieht.

    #1810766
    ghostdog83ghostdog83
    Teilnehmer

    CyberPowerPC gibt bekannt, dass die Preise für RAM um 500 % und für SSD um 100 % gestiegen sind, was das Unternehmen dazu zwingt, die Preise für vorgefertigte Systeme zu erhöhen.

    Seit Oktober sind die DRAM-Preise wahnsinnig hoch gestiegen und haben diesen Monat einen steilen Anstieg verzeichnet. Dies hat bereits zu einer Verdopplung bis Vervierfachung der Preise für DDR5-RAM-Module/-Kits in den meisten Regionen geführt. CyberPowerPC gibt jedoch an, dass die RAM-Preise um 500 % gestiegen sind, was im Wesentlichen einer Versechsfachung entspricht. DDR5-RAM-Kits zum sechsfachen des ursprünglichen Preises sind glücklicherweise nicht üblich. Allerdings haben wir einige 64-GB-RAM-Kits gesehen, die mit über 800 US-Dollar fast das Vierfache des üblichen Preises kosten.

    Auch die NAND-Preise sind deutlich gestiegen, was zu höheren SSD-Kosten geführt hat, die bereits mehrere Systemintegratoren und Mini-PC-Hersteller dazu gezwungen haben, die Preise für ihre Geräte zu erhöhen. CyberPowerPC, ein beliebter Systemintegrator, hat gerade dasselbe angekündigt. Das Unternehmen gibt an, dass es aufgrund der höheren Kosten die Preise für alle Systeme ab dem 7. Dezember 2025 anpassen muss.

    Wir sind also nur noch knapp 12 Tage von höheren Preisen für vorgefertigte Systeme von CyberPowerPC entfernt, was bedeutet, dass die Nutzer noch etwas Zeit haben, bevor selbst bei preisgünstigen PC-Konfigurationen weitere 100 bis 200 Dollar hinzukommen. Die Preiserhöhung kann sogar noch höher ausfallen, wenn Sie sich für eine RAM-Kapazität von 64 GB entscheiden, und die höheren Kosten für SSDs werden den Preis weiter in die Höhe treiben.

    https://wccftech.com/cyberpowerpc-announces-price-changes-for-its-gaming-pcs-due-to-higher-ram-and-ssd-prices/

    #1810861
    joiajoia
    Teilnehmer
    #1810877
    captain carotcaptain carot
    Teilnehmer

    Wird es. Die Frage ist aber wann und welche Folgen hat das bis dahin. Fabrikneubauten dauern Jahre und weil sowohl RAM als auch SSDs noch zu Jahresbeginn beim Tiefstand waren sind Projekte da kaum forciert worden. Was jetzt doch neu gebaut wird ist erst in drei bis fünf Jahren fertig.

    Also müsste die Nachfrage sinken. Das passiert aber nur, wenn die KI Blase platzt. Denn Stand jetzt wollen alle rasant ausbauen. Ich glaube Google hat neulich erst von Kapazitätsverdopplung alle sechs Monate geredet. Was ziemlich irre ist wenn man sich mal überlegt, was das für vier Jahre bedeutet.

    Aktuell schlägt das auch verstärkt auf Flash-Speicher durch. Hatte eigentlich vor, nach einer 4TB NVMe zu gucken. Da sind die Preise für interessante Modelle (nit Black Friday/Cyber Monday Angeboten) schon von 220-240€ im Oktober auf 270-300€ gestiegen. Die weitere Entwicklung zeigt auch hier nach oben.

    #1810879
    joiajoia
    Teilnehmer

    Hm. Und wie schätzt du die Marktentwicklung sonst ein?
    Wenn die KI-Entwicklung dermaßen Ressourcen verschlingt – werden die überhaupt für den Otto-Normal-Konsumenten wieder so umfänglich verfügbar, oder der Konsum gleich mit auf KI-basierte Anwendungen angepasst, so dass der Marktnutzen sich komplett ändert.

    Was ich meine: für den Nutzer reine Cloud-Anwendungen, KI-gesteuert, generier, verwaltet etc. – auch Spiele – dann braucht der Nutzer nur einen Cloud- bzw. netzfähigen Anschluss und sonst nichts – außer die Kohle für die Abbos und Anwendungen, die über Cloud auf Zuhause-TV/MOnitor abgerufen werden.

    So würde ich mein KI-Monopol nutzen und kommerziell nutzbar machen.

    #1810883
    captain carotcaptain carot
    Teilnehmer

    Das sind halt auch wieder zwei Paar Schuhe. Auf der einen Seite hast du klassische Cloud Rechenkapazitäten (bei Gaming Geforce Now, Xbox Cloud, PS Now…) und auf der anderen Seite KI Infrastruktur. KI-Kram könnte wenn das Rennen so weitergeht auch klassischer Cloud Infrastruktur in die Quere kommen. Von der Sinnhaftigkeit mal abgesehen, jeden Scheiß über die Cloud laufen zu lassen.

    IMO, und das ist nicht nur meine Meinung, sind die aktuellen Ausbaupläne ziemlich absurd. Zumal momentan niemand mit KI selbst überhaupt Gewinne erzielt. Der Markt müsste sich erstmal gesund schrumpfen. Tut er aber nicht. Und wenn er kollabiert werden die Folgen für die Weltwirtschaft heftig. Die USA sind abzüglich AI sogar schon in einer Rezession.

    Folgen für den Konsolenmarkt: da ist halt vor allem die Frage wie sich das in der Realität weiterentwickelt. Die aktuellen Ausbaupläne der einzelnen Unternehmen sind teilweise absurd hoch. Wenn das ansatzweise so bleibt würde das längerfristig hohe Preise bedeuten. Im Zweifelsfall könnte dann auch eine PS6 in 2028 so teuer in der Produktion sein, dass Sony sie ernsthaft verschiebt. Aktuelle Konsolen könnten (deutlich) teurer werden als sie aktuell sind. Mal mehr, mal weniger.

    Switch 2 wird vermutlich eh mit kleinem Gewinn verkauft, hat vergleichsweise wenig Speicher, da könnte Nintendo zum Beispiel die bittere Pille schlucken und leicht subventionieren.

    Sony macht mit der Standard-PS5 zumindest keinen Gewinn, potenziell wird sie bis heute subventioniert. Da würden längerfristig hohe Preise sehr sicher eine Preiserhöhung bedeuten.

    Als Konsument kann man eigentlich nur hoffen, dass der AI-Sektor sich mal normalisiert und auf gesündere Wachstumsraten kommt. Für den geplanten Ausbau gibt es momentan übrigens nicht mal ansatzweise genug Energie. Alleine OpenAI will 100 Gigawatt Infrastruktur ausbauen bis 2030. Deutschlands Energieproduktion als viertgrößte Volkswirtschaft def Welt liegt glaube ich bei einer Kapazität von 90GW.

    #1810884
    captain carotcaptain carot
    Teilnehmer

    Frische Meldung, Raspberry Pi werden wegen den Speicherpreisen 10-20% teurer. Die höheren Preissteigerungen treffen dann auch die Modelle mit mehr Speicher.

    #1810898
    ghostdog83ghostdog83
    Teilnehmer

    Die RAM-Preiskrise hat gerade erst begonnen, warnt der Geschäftsführer von Team Group – er sagt, dass sich das Problem 2026 verschärfen wird, da sich die DRAM- und NAND-Preise innerhalb eines Monats verdoppeln werden.

    Der anhaltende Strukturwandel auf dem DRAM-Markt, der durch die Verlagerung der Produktionskapazitäten auf die Herstellung von Hochbandbreitenspeichern (HBM) für KI-Beschleuniger verursacht wird, hat bereits zu einem massiven Preisanstieg bei DDR- und LPDDR-Speichern geführt. Das Schlimmste steht jedoch noch bevor. Laut dem Geschäftsführer von TeamGroup haben sich die Vertragspreise für DRAM- und NAND-Produkte in letzter Zeit fast verdoppelt. Die Versorgung mit Standard-Speichern wird sich Anfang 2026 weiter verschlechtern, und eine Normalisierung ist laut DigiTimes vor 2027–2028, wenn mehr Produktionskapazitäten zur Verfügung stehen, unwahrscheinlich.

    Laut Gerry Chen, Geschäftsführer von TeamGroup, einem führenden Hersteller von Speichermodulen, Solid-State-Laufwerken und Produkten auf Basis von 3D-NAND, stiegen die Vertragspreise für einige Kategorien von DRAM und 3D-NAND im Dezember gegenüber dem Vormonat um 80 % bis 100 %. Die Spotpreise zeigen ein ähnliches Bild. Ein 16-Gb-DDR5-Chip kostete am 20. September bei DRAMeXchange durchschnittlich 6,84 US-Dollar. Am 19. November lag der durchschnittliche Spotpreis bei 24,83 US-Dollar, aber am 1. Dezember stieg der durchschnittliche Spotpreis für einen 16-Gb-DDR5-IC auf 27,2 US-Dollar (Tiefstkurs der Sitzung lag bei 19 US-Dollar, Höchstkurs bei 37 US-Dollar). Im Wesentlichen kostet allein der Speicher für ein 16-GB-Speichermodul etwa 217,6 US-Dollar. Eine Leiterplatte, die Montage und das Testen sowie zusätzliche Teile wie PMIC kommen noch einmal mit 8 bis 10 US-Dollar hinzu, sodass ein 16-GB-Speichermodul nun 225 bis 228 US-Dollar kostet, ohne Herstelleraufschlag, Logistik und Steuern.

    Chen geht davon aus, dass sich die Verfügbarkeit von DRAM und NAND im ersten und zweiten Quartal 2026 verschlechtern wird, sobald die Vertriebslagerbestände aufgebraucht sind. Er warnt davor, dass es zu diesem Zeitpunkt unabhängig von der Zahlungsbereitschaft schwierig werden könnte, eine Zuteilung zu erhalten. Seiner Ansicht nach wird es keine schnelle Entspannung geben: Er geht davon aus, dass sich die derzeitige Knappheit bis Ende 2027 und möglicherweise darüber hinaus fortsetzen wird.

    Der Grund für die Verknappung von Standard-Speichern ist bekannt: DRAM-Hersteller verlagern ihre Produktionskapazitäten auf HBM (das größere DRAM-Chips als Standard-Speicher verwendet), das von KI-Beschleunigern wie dem B300 von Nvidia oder kundenspezifischen Beschleunigern großer Cloud-Dienstleister wie AWS, Google und Microsoft verwendet wird. Diese Unternehmen neigen dazu, ihre Lieferungen Jahre im Voraus zu buchen, sodass die DRAM-Hersteller irgendwann nicht mehr über ausreichende Kapazitäten verfügen werden, um die Nachfrage nach Standard-DRAMs zu befriedigen.

    Der Bau einer neuen Greenfield-Fabrik dauert mindestens drei Jahre. Selbst wenn Unternehmen wie Micron, Samsung oder SK hynix heute den Bau einer Speicherfabrik beschließen würden, könnte diese frühestens Ende 2028 in Betrieb genommen werden und wäre erst irgendwann im Jahr 2029 voll ausgelastet.

    Was NAND betrifft, so geben NAND-Anbieter ebenfalls großen Kunden Vorrang, bei denen es sich zufällig um Hersteller von KI-Servern handelt. Chen geht nicht davon aus, dass sich die Kapazitäten im Jahr 2026 wieder auf PCs, Smartphones und andere Verbrauchergeräte verlagern werden, was sich auf die Preise dieser Geräte auswirken wird.

    Die Auswirkungen sind deutlich zu sehen. Enthusiasten beobachten, dass die RAM-Preise für maßgeschneiderte PCs von Woche zu Woche um ein Vielfaches steigen, wobei 64 GB DDR5-RAM in einigen Fällen mittlerweile mehr kosten als eine PS5. Die RAM-Angebote zum Black Friday und Cyber Monday in dieser Woche könnten die letzte Chance sein, RAM zu kaufen, bevor die Preise noch weiter in die Höhe schnellen.

    Dem Bericht nach wird die Krise bis mindesten Ende 2027 anhalten.

    Die Vertriebslagerbestände an DRAM und NAND könnten bereits in der ersten Jahreshälfte 2026 leer werden.

    Neue Speicherfabriken frühestens gegen Ende 2028 mit Vollauslastung im Verlauf des Jahres 2029.

    #1810901
    joiajoia
    Teilnehmer

    @captain carot – erstmal danke für die Einschätzung und Erklärung.
    Wenn du die Muße findest – ich hätte noch mehr Fragen, weil ich das Ganze bislang eher oberflächlich und im Allgemeinen verfolge.

    Lassen sich Cloud- und KI-Infrastukturen so leicht trennen? Der Unterschied zwischen Cloudnutzung und KInutzung ist mir klar – aber ich denke, auch aus eigener Erfahrung, dass Cloud-Rechenkapazität auch – wenigstens teilweise – gut für KI nutzbar ist und insofern definitiv eingebunden ist – vor allem bei den vorliegenden Infrastukturproblemen, die ja erst über Neu- und Nachbauten beseitigt werden können.

    Wo wir schon bei der Absurdität der Ausbaupläne wären…

    Das die USA schon in einer Rezession sind – mit oder ohne KI – das habe ich schon mehrmals gefunden und fundiert dargestellt bekommen. Trump versucht ja gerade händeringend die USA wieder wettbewerbsfähig zu kriegen – durch eine Art Wirtschaftsnationalismus. Außerdem deutet er die globale Zukunft als multilateral und versucht auch hier entsprechende Manöver, die das Land trotzdem noch an der Spitze eines aufkommenden Multilateralismus halten können (Stimmen hierzu: Alex Krainer und Richard Wolff). Spannend.

    Das mit der Energieverknappung habe ich auch auf dem Schirm – deshalb wird ja auch überall wieder – außer in Deutschland – über Atomkraft gesprochen. Hier traut man sich zumindest aber über die neuen Hybridreaktoren zu reden.

    Was mich wundert, ist: wenn mit KI keine Gewinne erzielt werden, warum wird die dann so gehypt? Ich sehe unterschiedliche Nutzungsformen, die aber auf die Art und Weise auch gar keinen Gewinn bringen können – z.b. im künstlerischen Bereich. Sondern da nur schneller Konsummaterial schaffen, von dem es auch so schon genug gibt.
    Womit und wie könnte mit KI Gewinn erzielt werden?
    Wie du schon sagst – Die Blase ist gigantisch und die Ausbaupläne werden dem an Wahnsinn nur gerecht.
    Hm.
    Ich sehe erstmal nicht, dass die Branche und die Treiber sich freiwillig einfangen und auf ein gesundes Maß schrumpfen. Meine Aussicht zeitigt eher den üblichen Größenwahn, der sich erst durch einen Crash schrumpft. Und da dürfte es nicht unbedingt rosig aussehen für die Weltwirtschaft, bin ich bei dir. Denn die KI ist ja das Versprechen von Gewinn und Gewinnmöglichkeiten für die Zukunft – und der Wettlauf hat ja erst begonnen.

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