Hasswörter >:( ?welche und warum?
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14. September 2014 um 1:23 #1201163
Max SnakeTeilnehmerShitstorm – Bei jeder kleine Mücke zum Elefant und ich null schlau werde bei solche Diskussionen. Haben wir nicht andere Problemen?
Bratz – Ich hasse die, weil diesen Puppe hässlich sind und Ihr lieber ihren Köpfen als Golfball benutzten.
14. September 2014 um 13:59 #1201164
CrocTeilnehmerWas ich auch sehr hasse, ist die Abkürzung “vs.” im deutschen Schreibgebrauch. Bayern vs. Dortmund, PS3 vs. PS4 usw. Diese Abkürzung steht für ein englisches Wort, oder nicht? Warum benutzt man stattdessen nicht die Abkürzung “gg.” für “gegen”? Hat doch dieselbe Bedeutung und lässt sich sogar einfacher schreiben. Nur ganz selten seh ich auch mal diese Schreibweise.
14. September 2014 um 14:26 #1201165
captain carotTeilnehmerGenau genommen ist versus lateinisch. xD
14. September 2014 um 14:34 #1201166
ExekutorTeilnehmerChrisKong wrote:Sprache ist nix statisches und ändert sich laufend, wird angepasst. Warum sollte die Werbung keine neuen Wörter integrieren? Weil ältere Menschen nicht mehr mitkommen????
So funktioniert das mit der Sprache halt einfach nicht. Es redet ja auch keiner mehr wie im Mittelalter. Von daher ist diese Einstellung eher kontraproduktiv.
Das bedeutet aber noch lange nicht, dass man diese Entwicklung gut finden muss. Außerdem werden diese englischen Begriffe in der Werbung nicht benutzt um die Sprache weiterzubringen.
Das sich Sprache im laufe der Zeit ändert ist bekannt und nötig. Das eine Sprache (wie jetzt das Englische), das Deutsche durch Internet und Fernsehen in einer solchen Geschwindigkeit verdrängt, gab es aber noch nie14. September 2014 um 14:46 #1201167
captain carotTeilnehmerEs gab auch noch nie so eine schnelle technische Entwicklung, so eine rasante Veränderung in Wirtschaftssystemen…

Irgendwie nur logisch, dass sich in unserer schnelllebigen Welt auch Sprachen schneller verändern und entwickeln.
14. September 2014 um 15:51 #1201168
ExekutorTeilnehmerMeiner Meinung nach, wird die deutsche Sprache grade nicht entwickelt, sondern verdrängt. Nach und nach werden deutsche Wörter, die vollkommen in Ordnung sind (wie der Hausmeister) durch Begriffe aus dem Englischen ausgetauscht.
Die hat natürlich den Vorteil, dass irgendwann jeder mit jedem auf der Welt sprechen kann, aber wir geben halt ein großes Stück Identität auf.14. September 2014 um 16:57 #1201169
ChrisKongTeilnehmerDas ist eine sehr konservative Sichtweise, ganz einfach. Es sind immer die älteren, die sich mit Veränderung am schwersten tun. Das war schon immer so und wird immer so bleiben.
Obs gut oder schlecht ist, nach welchem Standard soll man das bitteschön beurteilen?
Klar ist es schade, wenn eine Sprache ausstirbt, aber rein universal betrachtet, ist nix für die Ewigkeit bestimmt und somit lediglich eine Momentaufnahme.
Es gibt ja genügend Möglichkeiten die eigene Sprache zu pflegen.
Ist ja nicht so, dass sie verboten wäre, wie das unter gewissen Regierungen sogar der Fall sein mag oder gewesen ist.Ob man damit kulturelle Identität verliert?
Nein, glaube ich nicht, die verliert man aus ganz anderen Gründen und hat mMn wenig mit Anglizismen zu tun.
Ich bin allerdings auch der Auffassung, dass man ruhig mal neue Traditionen erschaffen darf und nicht immer die Mottenkiste bemühen muss. Heute scheint man damit nämlich viel eher ein Problem zu haben.
Ist was alt, dann wirds kaum hinterfragt, ist halt Tradition. Kommt man hingegen mit etwas Neuem, wirds als Spinnerei und dergleichen abgetan.Wer meint, dass sich seine Identität nur über solche Oberflächlichkeiten definiert, der hat sie vermutlich schon längst aufgegeben. ^^
14. September 2014 um 18:40 #1201170
LofwyrTeilnehmerHype
Weil es von Marketingheinis benutzt wird um den Leuten Interesse vorzugaukeln.
14. September 2014 um 19:43 #1201171
CrocTeilnehmercaptain carot wrote:Genau genommen ist versus lateinisch. xD
Okaaaay…
*räusper*
Tommo wrote:Ein lang gezogenes Okaaaay. Ganz übel.
Entschuldigung
14. September 2014 um 21:51 #1201172
ExekutorTeilnehmerIch bin mir nicht 100% sicher, ob wir das in diesem Thread ausdiskutieren sollten. Ich fürchte wir machen ihn kaputt. Evtl. kann ein Mod einen neuen Thread öffnen und unsere Beiträge dahin schieben?
Sprache ist im Bezug zur Identität nur eine Oberflächlichkeit? Dann frag mal einen US-Amerikaner, mit welcher europäischen Nation die sich am ehesten identifizieren könnten. Trotz dessen, dass die meisten deutsche Vorfahren haben, würden sie doch die Engländer nennen. Vielleicht kannst du das als Schweizer nicht verstehen, aber eine gemeinsame Sprache schafft Zusammenhalt. Wenn aber alle weltweit die gleiche Sprache sprechen, dann verschwindet dieser Effekt.
Die Annäherung der Deutschen zur englischen Sprache passiert auch nicht, weil das Englische automatisch besser ist, sondern aus anderen Gründen. Zum Beispiel wollen sich Jugendliche damit von ihren Eltern abgrenzen (normalerweise ändert sich das aber irgendwann, wenn man erwachsen wird). Man darf aber nicht vergessen, dass die Amerikaner ein Interesse daran haben, dass die ganze Welt ihre Sprache und Kultur annimmt. Dadurch wird zum einen ihr Stolz befriedigt, aber auch ihre Produkte können besser verkauft werden (z.B. keine Lokalisierungskosten). Der vielleicht wichtigste Grund ist aber die Änderung der Identität. Wenn in allen westlichen Staaten eine Sprache gesprochen wird, dann werden Bündnisse leichter und man grenzt sich noch mehr zu Russland oder China ab.
Ich bin sicherlich niemand, der generell gegen Neues ist, aber ich schau mir halt beide Seiten an und entscheide dann, was meiner Meinung nach besser ist. Diese Neu-ist-immer-besser Mentalität ist auch eine amerikanische Erfindung. Über die sich bereits vor Jahren Amerikaner wie Don Rosa aufgeregt haben.
Da ich bei vielen Leuten, die Fremdwörter benutzen (nicht nur Englische), dass Gefühl habe das die sich nur profilieren wollen (einer meiner Dozenten war so ein Typ), bin ich davon aber generell angenervt.
Chefs versuchen mit Fremdwörtern die Mitarbeiter klein zu halten, In Rathäusern werden mit Fachbegriffen die Bürger klein gehalten und Politiker versuchen mit Fremdwörtern die Leute zu verwirren.15. September 2014 um 0:13 #1201173
ChrisKongTeilnehmerIch frag aber keinen US-Amerikaner, was interessieren mich die?
Abgesehen davon identifizieren die sich kaum mit den Engländer, da sind die kulturellen Unterschiede einiges grösser, als man vermuten könnte. Das fängt beim Essen an, geht über die Musik, den Humor, die Filme, den Sport, etc. Und dies bei der annähernd gleichen Sprache.
Da ich bei vielen Leuten, die Fremdwörter benutzen (nicht nur Englische), dass Gefühl habe das die sich nur profilieren wollen (einer meiner Dozenten war so ein Typ), bin ich davon aber generell angenervt.
Chefs versuchen mit Fremdwörtern die Mitarbeiter klein zu halten, In Rathäusern werden mit Fachbegriffen die Bürger klein gehalten und Politiker versuchen mit Fremdwörtern die Leute zu verwirren.Das klingt eher so, als wolle man halt nix dazulernen. Man kann sich diese Sprache auch zu eigen machen und sie dann ebenfalls verwenden. Wie gesagt, das ist einfach eine konservative Einstellung in erster Linie und nix anderes.
Zudem sind die Business und IT Branche halt voll mit diesen Wörtern, ganz klar, dass die sich auch hier eingebürgert haben oder es noch werden. Gibt ja deswegen kein Verbot einen entsprechenden deutschen Begriff zu verwenden.
Sprache ist was lebendiges und ändert sich fortlaufend, das gehört zur Natur der Sprache. Da gibt es nichts nicht zu mögen oder zu wollen, es ist halt einfach so.
Mir gefallen auch nicht alle neuen Ausdrücke, aber was soll mich das jetzt abnerven?First World Problems. ^^
15. September 2014 um 3:59 #1201174
ExekutorTeilnehmerWir sind hier in dem Hasswörter-Thread und du bist auf etwas eingegangen, was mir nicht gefällt und hast damit diese Diskussion gestartet.
Das du mich konservativ nennst, finde ich schon komisch, da man damit eher eine negative Bedeutung verbindet. Du sagst aber auch, dass meine Meinung die von älteren Leuten ist (Es sind immer die älteren, die sich mit Veränderung am schwersten tun.) und jetzt unterstellst du mir sogar, dass ich nix dazulernen will.
Wenn ich mir jetzt noch deine Argumentation ansehe, dann stelle ich fest, dass du bisher keine Argumente genannt hast. Ich habe mehrere Gründe aufgezählt, warum mir das missfällt. Du hast einfach nur gesagt, dass sich Sprache ändert. Aber nicht einen einzigen Grund, warum die Änderung zur englischen Sprache positiv sein soll. Meine Argumente hast du entweder ignoriert oder einfach weggewischt (Ich frage aber keinen US-Amerikaner).
Das finde ich ganz schwach von dir, zumal ich dich bisher ganz anders erlebt habe.ChrisKong wrote:Da ich bei vielen Leuten, die Fremdwörter benutzen (nicht nur Englische), dass Gefühl habe das die sich nur profilieren wollen (einer meiner Dozenten war so ein Typ), bin ich davon aber generell angenervt.
Chefs versuchen mit Fremdwörtern die Mitarbeiter klein zu halten, In Rathäusern werden mit Fachbegriffen die Bürger klein gehalten und Politiker versuchen mit Fremdwörtern die Leute zu verwirren.
Das klingt eher so, als wolle man halt nix dazulernen. Man kann sich diese Sprache auch zu eigen machen und sie dann ebenfalls verwenden. Wie gesagt, das ist einfach eine konservative Einstellung in erster Linie und nix anderes.
Das Problem an deiner Aussage hier ist, dass ich genau auf der Behördenseite sitze. Ich habe es bei meinen Kollegen häufig bemerkt, dass sie Fremd-/Fachwörter benutzen um sich dem Bürger gegenüber erhaben zu fühlen. Teilweise kennen sie nicht mal die Bedeutung der Wörter die sie verwenden! Hauptsache es klingt wichtig.
Auch habe ich eine Ausbildung zur Führungskraft gemacht. Es ist eine Taktik von Führungskräften damit die Mitarbeiter dumm zu halten bzw. sie vorzuführen, wenn sie die Begriffe nicht kennen. Dadurch kann man, falls Fehler auftreten immer sagen: “Ich habe es dir doch gesagt.”
Ebenso kenne ich dieses Verhalten von Sitzungen. Vorher wird allen auf der Liste Bescheid gesagt, was welches Fremdwort bedeutet, damit man die Gegenseite als ungebildet hinstellen kann.
Unterlass also bitte die Unterstellung, ich würde nichts dazulernen wollen. Meine Aussagen haben Hand und Fuß, nur finde ich jedes dieser Verhalten sch**.Ihr Schweizer habt keine eigene Sprache, sondern benutzt 4 Sprachen eurer Nachbarländer. Das du da einen ganz anderen Standpunkt vertrittst ist klar. Jemanden der nicht deiner Meinung ist zwischen den Zeilen anzugreifen, ist aber nicht korrekt.
15. September 2014 um 4:01 #1201175
ExekutorTeilnehmerVerdammt, ein Doppelpost.
15. September 2014 um 7:17 #1201176
ChrisKongTeilnehmerAlso erstmal, nimmst du das eine ganze Ecke zu ernst und fängst da jetzt wirklich was zu konstruieren an. Konservativ ist von der Bedeutung her absolut zutreffend, konservieren, bewahren. Und genau darum gehts dir ja letztlich.
Wie gesagt, du bewertest das negativ, was ein ganz normaler Entwicklungsprozess ist. Das klingt so, wie wenn Opa sagt, früher war alles besser. Das ist doch letztlich einfach Geschmackssache, ich erkenne da nach wie vor keinen “negativen” Trend, das versuchst du jetzt aber klar so hinzustellen.
Sprichst du so wie deine Urgrosseltern? Redeten die wie die Goten? Sprachen die Goten wie die Höhlenbewohner?
Jedes Fremdwort mit der Endung -ion kommt doch eh schon aus dem Lateinischen. Nun kommen ein paar englische dazu, so what?
Wo schreib ich, dass du nix dazulernen willst??? Da münzt du jetzt einfach bequem eine Aussage, die ich bewusst allgemein halte, auf dich um. Ich sag ja, du nimmst das absolut zu ernst.
Bevor ich mich selbst nicht für Politik und meine Versicherungssituation zu interessieren begann, da verstand ich auch nur Bahnhof bei diesem Beamtenchinesisch. Geh mal an Deck und hör den Matrosen zu, da verstehst du dann auch wenig. Dann macht man sich das eben zu eigen, ganz einfach.
Und jetzt sag mir bitte nochmals, wo genau das Problem ist? Ein paar Beamte verstecken sich hinter neuen Worthülsen, ah ja. Und dies bedeutet Identitätsverlust? Wie wenn schon das normale Amtsdeutsch für jedermann verständlich wäre. Ich seh da keine Änderung des Ist-Zustandes, eher das man halt den Sprachschatz erweitert, ob nun sinnvoll oder nicht, sei dahingestellt. Aber das ist halt Teil der Sprache. Was glaubst du, wie sie überhaupt entstanden ist?
Und dein Vergleich mit der Schweiz ist passend, er führt nämlich deine ganze Identitätsverlust Argumentation ad absurdum. Scheinbar identifizieren wir uns hier nämlich kaum über die Landessprachen als Schweizer, sondern über ganz andere Charakteristika. Da ist sicher sehr viel Sturheit dabei, warum wir uns bisweilen mit der EU auch so schwer tun. Aber meinst du im Ernst, die Westschweizer fühlen sich als Franzosen??? Du kennst die Schweiz vermutlich null. Bei uns ist ja schon jeder Kanton manchmal wie ein eigener Staat. Dies äussert sich primär ganz einfach in der Mentalität, dem Brauchtum, ferner der Esskultur und nicht zuletzt auch der Sprache, dem Dialekt. Dennoch bleibt dies eine Oberflächlichkeit, wenn man es auf eine Person herunterbricht. Es betrifft da dann nämlich nur noch den Kollektiv-Sinn, der bei manch einem stärker oder schwächer ausgeprägt ist.
Und da wir in Zeiten leben, wo der Japaner um die Hausecke wohnt (Internet), ist es nur natürlich, dass sich in dieser rasant entwickelnden Gesellschaft, halt auch die Sprache dem Rechnung trägt.
Abgesehen davon, bin ich auf dein Amibeispiel ja kurz eingegangen und die identifizieren sich nicht mit den Engländern und auch dort kann man wie in der Schweiz von einer Willensnation sprechen, wo einzelne Staaten, bei uns Kantone, einen grösseren Staat bilden.
Aber gehen wir nochmals auf deinen Punkt ein, was dich ja so stört. Wenn Beamte, sowieso meine Lieblinge, meinen, sich damit profilieren zu wollen, dann sehe ich das eher als ein Problem der Beamten an, denn eins der Sprache.
Sorry, aber ich kenn das Beamtentum zur Genüge von der anderen Seite und da die dem Druck der Privatwirtschaft nicht ausgesetzt sind, erfinden die sich eben ihre eigenen Spielchen, um sich die Zeit zu vertreiben. Das ist das Problem. Darüber könnte ich schon ganze Bücher schreiben, wie sich amtliche Inkompetenz hinter Paragraphen und dergleichen zu verstecken sucht. Dass man dabei gerne auch die Sprache missbraucht, liegt auf der Hand.
Macht aber nicht die Sprache an sich zum Problem.Aber irgendwas sagt mir, dass du dich jetzt als Beamter wieder angegriffen fühlen wirst. Kann ich leider nicht ändern, aber meine zahlreichen Erfahrungen wiegen da halt immens schwerer. Ich sag jetzt aber auch nicht, dass alle Beamten so sind, aber das Beamtentum an sich gebirt halt solche Verhaltensweisen.
Ich werde da aber sicher keine Beispiele bringen, das würde den Rahmen sprengen.
Vielleicht ist das ja nur in der Schweiz so.
15. September 2014 um 8:44 #1201177
bitt0rTeilnehmer“kasalla”
denn, es bedeutet wohl “ärger”. -
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