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  • #1813138
    Kikko-ManKikko-Man
    Teilnehmer

    Making of eines der einflussreichsten Spiele aller Zeiten. Heute redet leider kaum einer mehr darueber, welche Innovationen das Spiel gebracht hat und welchen Einfluss das Spiel auf die unterschiedlichsten Genres hatte.

    https://www.timeextension.com/features/the-making-of-dungeon-master-a-truly-trailblazing-first-person-rpg

    #1813268
    captain carotcaptain carot
    Teilnehmer

    Der zweite Teil der Psygnosis Doku von MVG.

    #1813635
    Kikko-ManKikko-Man
    Teilnehmer

    Video das die Funktionsweise der Virtual Boy-Bildschirme erklaert:

    Genpei Yokoi war schon ziemlich genial.
    Die Bildschirme sind 1 Pixel weit und sich bewegende Spiegel gaukeln dem Spieler ein breites Bild vor: Nach der Darstellung einer vertikalen Linie bewegt sich der Spiegel, und die naechste Linie wird gezeichnet und das Licht trifft das Auge etwas versetzt. Beide Spiegel nehmen 384 Positionen ein.
    Helligkeitsunterschiede kommen dadurch zustande, dass individuelle LEDs unterschiedlich lang aktiv sind, bevor sich der Spiegel bewegt und die naechste Linie gezeichnet wird.

    #1813636
    genpei tomategenpei tomate
    Teilnehmer

    Die Spiele in 3D zu erleben war schon beeindruckend, zumal es damals nichts dergleiches gab, das man für zu Hause erleben konnte. Aber die Nackenstarre nach kurzer Session merke ich heute noch…
    Nein, der VB habe ich mir im Importgeschäft nicht kaufen wollen, aber gut eine Woche damit gespielt, bis das einzige ( ! ) Gerät verkauft war, das vom Geschäftsbesitzer bestellt wurde.
    Ich erinnere mich, dann später es noch mal in die Hän..äh..Augen bekommen zu haben:
    Es ist anstrengend, ermüdet schnell und der 3D Effekt mit der Roten Beleuchtung schnell verflogen.
    Ob die Spiele ohne drumherum heute zu überzeugen wissen? Teleroboxer, Red Alarm und Mario Tennis waren nicht schlecht, nur nichts, das mich heute abseits der historischen Neugierde hervorlockt.

    #1813660
    captain carotcaptain carot
    Teilnehmer

    Das Virtual Boy System ist vor allem ziemlich günstig zu bauen.* Hat aber auch einen Haufen Probleme. Dadurch reagiert die Optik wirklich heftig auf Wackler und Erschütterungen.

    Es gab zu der Zeit einige, die sich an VR versucht haben. Was halt tatsächlich ziemlich ausgereift war die Forte VFX-1. Allerdings kostete das Ding so viel wie ein kompletter PC.

    *zu der Zeit. LCD mit Backlight war langsam, teuer und wahrscheinlich auch schwerer als das hier genutzte System. Von CRT brauchen wir gar nicht erst reden.

    #1813661
    genpei tomategenpei tomate
    Teilnehmer

    War seiner Zeit voraus, keine Frage, aber wie lange es gedauert hat, ein “3D” System anzubieten, das relativ günstig war, schonender für die Augen und auch noch tragbar, das sieht man am 3Ds.

    Und dass die Technik für zu Hause immer noch teuer ist ( VR) oder keine allzu große Fortschritte für Games mit den, ab HD Zeitalter, populären Brillen gemacht hat, um so verwunderlicher.
    Dabei sehe ich in letzeren eher massen tauglicheres Potenzial, als bei den VR Monturen, wo die Immersion natürlich größer ist, aber die Technik immer leistungshungriger und Probleme wie Motion Sickness und co. einigen Usern nach wie vor den Spaß am 3D-Gebaren verderben…

    #1813662
    Kikko-ManKikko-Man
    Teilnehmer

    @Captain
    Die Idee mit dem single pixel Display ist schon toll, aber wie immer: bewegliche Teile reduzieren Fehlerfreiheit und Langlebigkeit.

    @Genpei
    Ich selber hab nie einen Virtual Boy live gesehen, die Berichterstattung in der Video Games und Maniac war auch nicht super detailiert. Vermute auch, dass keines der Spiele eine Sensation ist. Aber: Ich mit meinen 30 minutigen Zocksession pro Tag kann mit als durchschnittlich angesehenen GameBoy-Spielen mega Spass haben, den wuerde ich mit dem VB sicher auch haben.

    Noch was anderes: Hab durch Zufall in den Galactic Pinball Soundtrack reingehoert. War erstaunt, dass es einen Metroid-Track gibt.

    #1813664
    captain carotcaptain carot
    Teilnehmer

    Unterm Strich ist der Virtual Boy ziemlich genau ein Kind seiner Zeit. Ausgefallen ist eigentlich nur die Display Technik. Und auch die war nicht neu. Mal Entex Adventure googlen. Andererseits verzichtet das Teil halt auch auf sehr viel, was sonstige (auch ältere) VR Geräte ausmacht. Es gibt unter anderem überhaupt kein Motion Tracking, wobei gerade das halt ein großer technischer und Kostenaufwand war. Damit fallen echte VR-Anwendungen eigentlich von vornherein flach. Sidenote, für Headtracking eignet sich das Darstellungskonzept mit den oszillierenden Spiegeln sowieso nicht.

    Die 3D Fähigkeiten sind für‘n Popo, das Ding tut sich schon mit reinem Wireframe schwer, von Polygongrafik reden wir da gar nicht. Die meisten Titel nutzen deswegen 2D Grafik mit ein paar Tricks.

    VR an sich ist heute auch nicht teuer. Ein Quest 3S ist inflationsbereinigt günstiger als der Virtual Boy. Das Problem liegt ganz woanders. VR eignet sich nur sehr bedingt für lange Sessions, bei weitem nicht für jedes Spielkonzept und hat ewig gebraucht, bis die Technik ansehnlich und gleichzeitig angenehm tragbar war.

    Seiner Zeit voraus (und schweineteuer) war Virtuality, was deswegen halt Arcade Technik war. Da gab es 1994 auch schon 800*600 Pixel pro Auge.

    Gunpei Yokoi, ich halte den man für einen wirklich smarten Bastler, allerdings nicht für ein Genie (überstrapazierter Begriff). Viele von seinen besten Einfällen (oder denen seines Teams) sind ironischerweise auch reiner Pragmatismus.
    Steuerkreuz, dank Rubberdome Kontakten eigentlich vor allem extrem kosteneffizient und natürlich extrem praktisch für möglichst flach bauende Game & Watch Titel. Im Endeffekt auch eine Evolution der vier Richtungstasten. Ich glaube ehrlich gesagt, dass ihm nicht mal ansatzweise die zukünftige Bedeutung klar war.
    Game Boy Monochromdisplay, ohne Backlight, je nach Quelle selbst bei Nintendo eine umstrittene Entscheidung. Aber gleichzeitig der Grund, warum der Game Boy in der Praxis einfach das bessere Gerät war als die Batteriefressende Konkurrenz.

    Gerade das Steuerkreuz ist eigentlich eine typisch evolutionäre Entwicklung (aus den vier Richtungstasten) während der Game Boy ‚nur‘ die Kombination der richtigen Kompromisse ist. Was aber natürlich wine sehr kluge Designentscheidung war.

    Virtual Boy Display? Wie gesagt, die Technik war damals schon alt. Und sie hat einen Haufen Fußangeln, unter anderem sehr wenige Kontraststufen. Aber man bekommt ein ziemlich reaktionsschnelles und günstiges Display für den Anwendungszweck. Solange man das Gerät eben nicht bewegt oder anstößt.

    @Kikko: vom Entex hat wohl wegen der Technik nur ein winziger Teil überlebt. Der Virtual Boy ist 13 Jahre jünger, aber auch da gibt es wohl schon länger reichlich Probleme. Das Gerät reagiert ziemlich schnell und verhält sich da fast schon CRT-artig. Ich fand aber auch, dass es flimmert. Hab auch nur zwei mal an einem echten Virtual Boy gesessen. Nach einiger Zeit finde ich wird das echt anstrengend für die Augen.

    #1813666
    Kikko-ManKikko-Man
    Teilnehmer

    Danke fuer den Hinweis zum Entex Adventure, kannte ich nicht. Ist ja fast die selbe Technik, nur die Helligkeitsstufen scheinen zu fehlen.

    Glaube gerne, dass das fuer die Augen anstrengend ist. Wuerde mir heutzutage persoenlich nicht viel ausmachen, da ich eh nur Zeit fuer kurze Zocksessions habe, und es ja eh keine RPGs gibt, wobei ich mir Pseudo-3D-Dungeon Crawler wie ein Wizardry gut fuer das Ding vorstellen koennte.

    #1813669
    captain carotcaptain carot
    Teilnehmer

    Ich hab eh ein Faible für die Frühzeit und erstaunlicherweise stolpert man da selbst nach Jahren immer wieder mal über Dinge, von denen man noch nie gehört hat. Auch, weil bestimmte Geräte nur in bestimmten Regionen vertrieben wurden, extrem kurze Produktionszeiten hatten oder ähnliches.

    #1813670
    genpei tomategenpei tomate
    Teilnehmer

    …und schlicht eine Markt-bezogene Sache waren, die von Land zu Land unterschiedlich ausgefallen ist, um die Argumente vom Captain zu ergänzen.
    Ja, unsereins hat nicht die leiseste Ahnung, was es noch alles zu entdecken gibt, so lange Preservation und beinah-Archäologische Befunde nicht alles offen legen, das unterm Radar verschwunden ist.
    Und das wäre in meiner Einschätzung eine unglaubliche Menge an Hardware/Software, die “nie gehört/gesehen” wurde.
    Allein meiner Wenigkeit fallen zig Namen nicht mehr ein, die ich aus der Minicade Ecke in den Händen gehalten habe und heute nicht mehr weiß, wer sie erschaffen hat und was aus den Firmen wurden.
    Am Beispiel Virtual Boy sieht man ganz praktisch, wie eine Firma ( Nintendo) etwas adaptiert, das es schon gab und ohne Recherche meinen könnte, sie hätten die erste 3D/VR-mäßige Konsole hergestellt ohne zu erahnen, dass speziell die Kyoter immer dafür berühmt waren, eher Techniken Markt-tauglich zu vermarkten, die andere erfunden haben, als selber die Urheber der Sachen zu sein, mit denen sie Erfolg hatten.
    Und das fing nicht mit dem GB an und hörte weder beim N64 auf, geschweige der Wii.

    #1813671
    captain carotcaptain carot
    Teilnehmer

    Nintendo war schon Ende 80er in erster Linie Software Unternehmen und bis Anfang der 80er primär Spielzeughersteller.

    Yokoi ist eigentlich ein Mann der Spielzeugära, aber auch einer mit den richtigen Ideen für Hardware. Gleichzeitig ist er halt schon in den Achtzigern Projektleiter. Und da sind wir immer bei dem, was mich bei solchen Erzählungen heute oft stört.

    https://www.nintendolife.com/news/2019/11/feature_the_game-changing_nintendo_vr_headset_that_never_was
    Hab das gerade widergefunden, Argonaut war damals auch dabei, ein VR Headset fürs Super Nintendo zu entwickeln, das Projekt wurde aber zumindest zugunsten des Virtual Boy, wenn nicht sogar von Gunpei Yokoi selbst gecancelt.

    P.S.: eines der Genies aus der Frühzeit, die die Bezeichnung tatsächlich verdient haben ist für mich Steve Wozniak. Breakout mal eben in vier Tagen entwickelt (und einen Haufen andere Software), das Schaltungslayout des Apple 1 quasi im Alleingang entwickelt ebenso wie die Elektronik eines ziemlich bahnbrechenden Diskettenlaufwerks. Allerdings haben auch Genies ihre Macken.😜

    #1813689
    ghostdog83ghostdog83
    Teilnehmer

    #1814364
    captain carotcaptain carot
    Teilnehmer

    Irgendwie ist das ne schöne Zeitreise, auch weil der 75MHz Pentium fast zeitgleich mit der PlayStation rauskam.

    Der Fairness halber, im gleichen Jahr wie GP2 kamen Pentium 200 und 3dfx Voodoo.

    GP2 ist eines der damals immer noch häufigen DOS Spiele (wobei die Performance besser war als in Win 95), kann dank DOS4GW aber auch direkt den vollen, freien Speicher adressieren und hat ein Autodetect Feature für die Soundkarte.

    Formel 1 auf der PS1 und erst recht Ridge Racer Revolution zeigen dem PC noch die lange Nase. Dabei ist der Preis ddr Playsi zur E3 96 auf gerade mal 399 DM gefallen. Und natürlich heißt es auf Konsole Disc rein und loslegen, während der PCler sich noch mit Installationsroutinen und Co rumschlagen darf.

    #1814365
    zweiblooomzweiblooom
    Teilnehmer

    Lustig, aber da hatte ich schon meine PS1 (einzige Konsole, die ich zum Release gekauft habe, Zivigehalt + Trinkgeld machten’s möglich. Hab mir fast alles gekauft, was einigermaßen gut war, kam ja im ersten Jahr recht wenig raus, wenn ich mich nicht irre).
    Am PC hab ich (bis heute) wenig gespielt, bisschen Dungeonkeeper, Toonstruck, Stonekeep, mehr als zwei Dutzend Spiele werden’s nicht gewesen sein.
    Erster PC war aber auch wohl etwas später: 133 MHz, Quantum Bigfoot 2,1 GB, Matrox Mystique und KEIN Betriebssystem bei Lieferung!

    Was ich eigentlich aber fragen wollte: Hast Du die Demonride von MJ? Macht ein paar Sachen besser als die DPG.

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