Star Wars the Force Awakens: ACHTUNG SPOILER!!!

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  • #1236827
    ChrisKongChrisKong
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    Scheinst ja ein richtiger Fan zu sein. ^^ Da trifft es sich ja für dich gut, dass Teil 9 vom JW Regisseur inszeniert werden soll. Für mich eine Horrorvorstellung.

    SW kann man alle nicht ernst nehmen

    Bist du der Typ, der Star Trek abgesetzt hat?

    #1236828
    LofwyrLofwyr
    Teilnehmer

    Weil das alles so voll unrealistisch ist.

    #1236829
    captain carotcaptain carot
    Teilnehmer

    Naja. Die kommt vom totalen Wüstenkaff. Schlimmer als Tatooine.

    #1236830
    ChrisKongChrisKong
    Teilnehmer

    Die Dimension einer Galaxie scheint sowieso sehr komisch zu sein bei SW. ^^

    Also dass das alles Mythen und Legenden für Rey sind, ist absolut nachvollziehbar. Schliesslich gehts ja auch um die übernatürliche Komponente. Oder glaubst du etwa auch, dass US-Magier einen Zombiehitler mit Zahnpasta im 2. Weltkrieg besiegt haben?
    Würden deine Grosseltern dir das erzählen, würdest du das auch als Märchen abkanzeln, bis dich jemand vom Gegenteil überzeugt.

    #1236831
    captain carotcaptain carot
    Teilnehmer

    Das war schon immer so. Wir fliegen ohne Hyperraumantrieb nach Bespin…

    #1236832
    ChrisKongChrisKong
    Teilnehmer

    Ich pack mein Fazit nochmals ohne Spoilertags hier rein.

    ChrisKong wrote:

    Star Wars Episode VII das Erwachen der Macht

    Ich habs in entsprechende Tags gesetzt, wer den Film nicht gesehen hat und nicht gespoilert werden will, nicht markieren oder zitieren. Sollte der Bedarf nach Fragen oder Austausch da sein, dann bitte auch beachten, was Spoiler ist, entsprechend in Tags zu setzen.

    Mit einiger Spannung und recht spoilerfrei gings ins Kino, diesmal mit der Familie.

    Das Kino ist ein wenig ausserhalb, soll aber schweizweit eins der modernsten sein, was die Technik angeht. Ob das so stimmt, sei mal dahingestellt. Dafür hätte ich zu wenig Kinos gesichtet um einen Vergleich ziehen zu können. Aber Ambiente und so war perfekt.

    Cosplayer war nur einer vor Ort, was ein wenig schade war.

    Dann gings auch schon alsbald los. Mir wurde während der Laufschrift ganz kribbelig, das Publikum applaudierte frenetisch, was während des Streifens noch öfters passieren sollte.

    Wer sind die Neuen?

    Mit Rey, der Schrotthändlerin und Finn, dem desertierten Stormtroopler sowie Poe hat man gleich zu Beginn schon ein neues Trio serviert, von dem man sicherlich noch einiges hören. Der Film verliert also wenig Zeit bis zur Wachablösung.

    Auf der Gegenseite haben wir Kylo Ren, General Hux und Phasma.

    Die Handlung wird zu Beginn klar von diesen Figuren eingeleitet, auf die Auftritte der Altstars wartet man doch eine Weile.

    Nicht zu vergessen die Nebendarsteller wie BB8, den rollenden R2 Ersatz, Maz Kanata und Lor San Tekka.

    Lor San Tekka gewinnt den Preis für die Alec Guiness Lookalike Rolle. Leider ist Max von Sydow komplett verschwendet. Das wenige an Screentime lässt irgendwie vermuten, dass da Szenen mit ihm rausgeschnitten wurden. Schade, hätte den gern länger gesehen.

    Maz Kanata wiederum ist eine Yoda 2.0 Version. Das kriegt man im Film ziemlich offensichtlich aufs Auge gedrückt. Viel Profil gewinnt sie nicht, dafür tritt sie zu kurz in Erscheinung.

    BB8, man mag es kaum glauben, macht Wall-E verdammt viel Konkurrenz. Einige der besten Szenen im Film gehören ihm. Nach Ferrero Rocher könnte er die zweite Kultkugel werden, die man sich gerne gibt. ^^

    Der Film leidet mitunter an etwas übertriebenem Humor, etwa gleich zu Beginn, wenn Poe Kylo Ren versucht lächerlich zu machen. Aber BB8s Reaktionen sind wirklich spassig und gefühlvoll, hier kann man von einer sehr guten Leistung sprechen.

    Einen Jarjar findet man hier nicht.

    Zurück zum Heldentrio. Finn als unsicherer Stormtroopler hat mich recht gut überzeugt. Er transportiert recht gut die Unsicherheit, die die Figur zu seinen Handlungen motiviert. Besonders die Chemie zu Rey stimmt und erinnert durchaus an andere Mann/Frau Kombinationen, wobei Rey hier deutlich in der Rolle des Chefs ist. Man kann der Saga eigentlich keinen Vorwurf machen, nicht auch starke Frauenbilder besessen zu haben, Leia war ja jetzt durchaus kein hilfsloses Püppchen.

    Rey wirkt auch nicht wie eine Michelle Rodriguez die ihre mit Testosteron gefüllten Klöten aufs Publikum loslässt. Das zeigt mir, dass man die Figuren durchaus ernst nimmt, zumindest bei den Helden.

    Poe rundet als jovialer Han Solo Ersatz das Angebot ab. Er darf den hemdsärmeligen Widerständler geben, der noch ein wenig im Schatten der anderen beiden, Finn und Rey, stand. Hoffentlich ein Umstand, der sich ändern wird.

    Von den Dreien ist mir ausnahmslos jeder sympathisch. Das hätte ich im Vorfeld so nicht erwartet.

    Die Schurken allerdings, ja die Schurken, die bereiten mir etwas Sorge. Aus verschiedentlichen Gründen allerdings. Aber der Reihe nach.

    Da wäre zum einen der neue Obermotz, Snoke. Klingt schnuckelig, nicht? Is er ja fast auch. Er tritt nur als Hologramm in Erscheinung. Vielleicht wartet da ein Wizard of Oz Plot und der sieht sonst ganz anders aus oder ist nicht so gross. Auf jeden Fall scheint er aus der Schublade zu sein und kein nennenswertes Profil zu besitzen. Bedrohlich wirkt er auch nicht.

    Die Frage, die ich mir aber stelle, warum zum Teufel CGI? Ich meine Andy Serkis in allen Ehren, aber wenn man schon auf CGI setzt, warum ist dann Snoke einfach humanoid? Da hätte es ne Maske auch getan. So kommt mir das irgendwie verschwendet vor und wirklich gut gemacht ist es auch nicht. Man sieht auch irgendwie zuviel von ihm, was diese Figur nicht wirklich interessanter macht. Gibt ja schon verschiedentliche Theorien dazu, woher er kommt oder wer er ist. Da sich bislang 99% der Gerüchte im Vorfeld als reichlichen Dummfug entpuppt hatten, heisst es hier weiter abwarten.

    Ich will nicht ausschliessen, dass dazu noch ne interessante Story kommt, aber die Einführung war nicht wirklich eindrucksvoll. Han und Leia scheinen die Figur aber zu kennen, erwähnen sie ja in einem Gespräch.

    Regelrecht enttäuschend fand ich General Hux. Domhnall Gleeson ist vermutlich die Fehlbesetzung des Films. Weder hat er Charisma noch sonderliches Schauspieltalent, zumindest merkt man davon nix im Film. Das Overacting bei seiner Speech zum Angriff ist so peinlich, dass es geschmerzt hat. Der Begriff Knallcharge wuchs in dem Moment grösser als der Starkiller-Planet.

    Die Figur scheint so angelegt zu sein, um den Ehrgeiz von Kylo Ren anzustacheln. Zumindest lassen es die Szenen erahnen, in denen Ren von Hux lächerlich gemacht wird. Könnte also der Anreiz von Snoke sein, dass Ren die Macht anstrebt und sich noch stärker der Dunklen Seite zuwendet.

    Warum man überhaupt einen General mit einem so jungen Darsteller besetzt, verstehe wer will. Das wirkt einfach nicht glaubwürdig, zumal es wie gesagt am Charisma mangelt. Ein besserer Darsteller hätte die Altersdiskussion auch obsolet machen können. Ich hoffe ich behalte Recht und Hux wird für die Entwicklung von Kylo Ren geopfert.

    Weniger eindeutig kann ich ein Urteil über Kylo Ren fällen. Die cholerischen Anfälle wirken aufgesetzt und kindisch. Das wird gerne mit Unberechenbarkeit verwechselt. Etwas, das man gerne verwendet als Charakterzug, damit eine Person eine latente Bedrohung ausstrahlt. Beispw. der Joker in Dark Knight, der auch in harmlosen Szenen stets unangenehm wirkt. Als Zuschauer spürt man eine Anspannung, man rechnet damit, dass gleich was passieren kann. Diese Anspannung zu halten, verlangt eben diesen gewissen Charakter. Dazu gehört aber sicherlich nicht, wie ein verzogenes Gör das Mobiliar zu zertrümmern.

    Damit unterminiert man einfach die Bedrohlichkeit der Figur. War vielleicht sogar Absicht, ihn in dieser Episode schwächer darzustellen. So wirkt er auch im direkten Duell mit Rey, sowohl gedanklich wie auch im physischen Zweikampf.

    Das kann man aber nicht dem Darsteller anlasten, der seine Sache wirklich gut macht. Zwar wirkt Driver recht jung, aber einen ambivalenten Eindruck, der davon zeugt, etwas erlebt zu haben, kann er dennoch hinterlassen. Einzig eben diese Ausfälle wirken deplatziert.

    Hier seh ich aber das meiste Potential für Entwicklung in zukünftigen Episoden.

    Hey, das kenn ich doch woher

    Fanservice, davon gibts reichlich. Eine der meist geäusserten Kritiken innerhalb des deutschen Fandoms betraff genau diesen Punkt. Einige stören sich daran, dass Abrams hier sehr viel wiederholt. Ideenlosigkeit, Mangel an frischen Elementen, die Kritik ist durchaus angebracht. Darum wirkt der Film stellenweise wie ein Reboot. Man tauscht Namen und Geschlechter und fertig ist a newer Hope.

    Kampfstation, Wüstenplanet mit Waisenkind, auf das eine Bestimmung zum Jedi wartet, Schurke mit Maske, Rebellenstützpunkt der direkt auf Yavin sein könnte, Befreiungsaktion auf der Kampfstation, Kantina-Szene, usw. Die Liste könnte beliebig ergänzt werden.

    Ich fands too much, aber nicht nervig. Ein bisschen weniger wäre mehr gewesen. Aber das als Hauptkritik aufzuführen, unverständlich. Sicher die gleichen Leute, die schon bei der PT geschrauen haben, dass die nicht wie die OT ist. ^^

    Was auch unmissverständlich klar wird, Abrams ist kein Fan der PT. Bis auf ein paar wenige Anspielungen, die nicht mal zwingend die PT als Grundlage haben müssen, findet sich davon rein gar nichts im Film. Hier wurde mMn die Möglichkeit verpasst, die Saga als Gesamtes kohärenter wirken zu lassen.

    Der Cut ist dermassen hart, dass er schon fast verachtend wirkt. Als wollte man so tun, dass es nur die OT geben würde. Das könnte Fans der PT sicherlich vor den Kopf stossen. Dass man sich davon würde abgrenzen wollen, verstehe ich zwar durchaus aus der Sicht der Filmemacher. Zuviel Fans der OT wurden durch die PT vergrault. Aber ich glaube nicht, dass wenn man sie einfach ignoriert, das Fandom einander näher bringt. Ein Mittelweg wäre hier def. förderlicher gewesen, um Fans der OT und der PT gleichermassen abzuholen.

    Fairerweise, ein paar kleine, für Hardcorefans vielleicht wichtige Sachen gibt es schon, z.B. wird gesagt, dass Klone effizienter seien, als die rekrutierten Stormtroopers. Oder die X-Wings ihre Droiden so beladen, wie in der PT und nicht wie in der OT.

    Hier bewegen wir uns aber schon recht tief in der Materie.

    Was sich dafür wiederum gänzlich anders verhält, weiss man in den 6 Filmen davor stets, wo die Helden sich befinden, wird hier nur der Wüstenplanet Jakku explizit benannt. Ansonsten kann man freilich spekulieren oder auch interpretieren.

    Inwiefern Teile oder Elemente des Expanded Universe miteingeflossen sind, kann ich als absoluter Noob auf dem Gebiet nicht beurteilen. Ich weiss, z.B. dass der Sohn von Luke Ben hiess. Hier heisst der Sohn von Leia und Han Ben. Sicherlich gibt es auch da das eine oder andere, aber grösstenteils wird das EU ignoriert, wirkt in einigen Punkten sicherlich davon inspiriert, beispw. Thema Jedi-Akademie von Luke, aber viel mehr ist da im Moment nicht. Wohlgemerkt Dinge, die für die Geschichte halt massgebend sind.

    Nette Hommagen haben es natürlich auch in dem Film geschafft, etwa wenn Rey die Station auskundschaftet, einfach mal auch darauf achten, was im Hintergrund passiert.

    Ich hab da ein ganz mieses Gefühl

    Wie kulminiert das nun in dem Film?

    Nun, der Film kommt schnell zur Sache. Hier wird eigentlich nicht viel Zeit verschwendet. Schon bald ist man auf der Flucht vor der Ersten Order.

    Dabei funktioniert insbesondere das Zusammenspiel zwischen Rey und Finn sehr gut. Klar, an einigen Stellen hat man Finn auch übertreiben lassen. Das hält sich aber in Grenzen. Nervig fand ich da vor allem seine Reaktion, als Phasma in seiner und Hans Gewalt ist. Phasma ist im Übrigen eine im Fandom häufiger erwähnte Figur. Ich frag mich nur warum?

    Da war Boba Fett seinerzeit mit seinen gefühlt 2 Dialogzeilen die wesentlich interessantere Figur. Die Rüstung sieht halt cool aus, so richtig Zylonen-Style. Aber wirklich Charakter hat die Figur nicht.

    Wenns um Plausibilität geht, kann man Abrams aber wie gehabt in die Tonne kloppen. Nehmen wir mal die Schnitzeljagd nach Luke. Aus irgendeinem Grund gibts ne Karte in zwei Teilen, die zu Luke führt. Ok, warum auch immer. Will nicht gefunden werden, nicht mal Leia weiss wo er ist, aber gibt ne Karte und ein Teilstück davon. So far so good.

    Jetzt kriegt die Erste Order das Teilstück mit dem Zielpunkt in die Hände und sagt sowas, man könne es keinem bekannten System zuordnen. Ja haben die bei all der Technik keine Bildersuche ala Google???

    Man braucht den Ausgangspunkt, um die Route zu Luke zu vervollständigen. Also da hätte man es mit dieser zweigeteilten Karte auch ganz sein lassen können.

    Den zweiten Teil spuckt ja dann R2 aus, der auf wundersame Weise aus seinem Standby-Schlaf erwacht. Dass R2 machtsensitiv ist, wusste wohl nicht mal Uncle George.

    Wohl ebensowenig, dass Lichtschwerter berühmter Jedis Visionen auslösen.

    Hier wären wir bei einem Punkt, der sicher auch gespaltene Meinungen hervorrufen dürfte. Ich fands generell nicht verkehrt. Die Macht von Abrams wird ein bisserl flexibler interpretiert. So kriegt Rey eine Vision, nachdem sie das Lichtschwert von Vader berührt/Luke berührt. Letzter Aufenthaltsort des Schwertes war meines Wissens nach in einem Bespiner Luftschacht, aber egal….

    Ebenso wie erwähnt R2, der auf Rey zu reagieren scheint.

    Rey wurde, soweit man bislang weiss, auf Jakku ausgesetzt. Sie scheint die Macht zu besitzen, aber nicht wirklich darin ausgebildet zu sein. Erstaunlich ist, wie schnell sie ihrer aber habhaft wird. Dagegen wirkte Anakin wie ein Nachhilfsschüler.

    Dies äussert sich in Jedi-Mind-Tricks, die Verteidigung ihres Geistes, als Kylo in ihren Gedanken eindringen will und auch in deren Zweikampf, bei dem sie schon mehr wie ein trainierter Jedi rüberkam.

    Das mit dem Gedanken entreissen war auch ein bisserl schräg, da es sich hier um einen eher agressiven Akt handelte. In der OT entsprach das mehr einem Gedanken lesen. Vermutlich war es so dramatischer umzusetzen. Zumindest mein Eindruck scheint so. So gebraucht Kylo auch eindeutige Gestik für diesen Akt und erinnert an das an die Schläfe fassen von Professor X, welches man auch erst bei der jüngeren Version eingeführt hatte. Das Publikum wäre wohl nicht schlau genug es sonst als solchen Akt zu erkennen. ^^

    Über welche Fähigkeiten Snoke verfügt, weiss man nicht. Damit bleibt er natürlich die Grosse Unbekannte in der Gleichung. Er ist auf jeden Fall für die Ausbildung Rens verantwortlich, welche nicht abgeschlossen ist. Dies wird erwähnt, als Snoke die Rettung von Ren an Hux überträgt, kurz vor der Explosion des Starkillers.

    Starkiller ist ein gutes Stichwort. Ich weiss nicht, ob das Absicht ist, eine Persiflage auf das Kino jener Zeit, als Lösungen simpel as possible waren. Aber jetzt mal im Ernst. Da ist diese schiere Übermacht, trotzdem können ein paar X-Wings und Entourage die Starkiller Base stürmen, einen Reaktor deaktivieren und die ganze Base, die ja ein Planet ist, zerstören.

    Also irgendwie der totale Dumbass-Plot. Lustig war da der Dialog zwischen Finn und Han, wonach Finn meinte, wenn wir dann da sind, nutzen wir die Macht, woraufhin Han entgegnet, so funktioniert das aber nicht. Da hat auch das Publikum herzhaft gelacht. Grossartiger Moment.

    Wie gesagt, Abrams Stärke liegt doch eher in der Inszenierung der Action und auch die effektvollen Auftritte der Altstars weiss er in Szene zu setzen.

    Aber jemand sollte ihm echt das Drehbuchschreiben ausreden. Da verhaspelt er sich echt ständig in unlogische und leicht zu durchschauende Ansammlungen von Plot-Holes und Dei Ex Machinas.

    Auftritt Han Solo. In dem Moment, als die neuen Helden den Falcon entdecken (das Publikum hat auch da applaudiert), liegt das Auftauchen von Han Solo förmlich in der Luft.

    Dauert dann aber doch noch ein bisserl. Erst müssen Rey und Finn gekapert werden, woraufhin sich beide inkl. BB8 verstecken auf dem Falcon, wo sich anno dazumal auch Han und Co. versteckt haben.

    Als Han und Chewie auftauchen, Magic Moment. Wirklich ein stark gemacht, die Wirkung entfaltet sich da wirklich voll.

    Danach gehts leider mit einer völlig überflüssigen Szene weiter, die man so in einem Guardians of the Galaxy verorten würde und direkt daraus importiert scheint. Hätte man sich sparen können, da weder spannend noch relevant für den Rest der Handlung. War für mich mehr ein Vehikel, um zu zeigen, dass Han und Chewie die Action noch drauf haben. Funktionierte von dem Aspekt her aber auch nicht wirklich. Han wird da sogar kurzzeitig zur Laberbacke degradiert, was er auch als solches noch scherzhaft kommentiert.

    Rückkehr der Sith

    Emotionales Kernelement der Episode 7 dürfte ganz klar der Tod von Han sein. Dazu komm ich gleich.

    Natürlich gibt es ein Wiedersehen von Han und Leia. Noch einmal lässt man die beiden interagieren und die alte Liebe aufflammen. Hier wird einem nochmals vor Augen geführt, dass das Schicksal von Han und Leias Sohn die beiden entzweit hat. Nun aber ist man sich einig, den Sohn zurückzuholen und vor der Dunklen Seite zu retten.

    Das geniale an der Konfrontation von Han und Ren ist, dass man es kommen sieht. In dem Moment, als Han beschliesst runter auf die Brücke zu gehen, um seinen Sohn zu überzeugen, zurückzukehren, da war es totenstill, sowohl im Film, als auch im Kino. Ich würd fast sagen, ein Gefühl der Ohnmacht machte sich breit. Eine innere Stimme sagt dir, nein Han, tu es nicht.

    Die Szene zieht sich sogar ein bisschen, aber die Anspannung bleibt zu jeder Sekunde erhalten. Das ist mMn wirklich grosses Kino.

    Der folgende Dialog der beiden ist dann leider wieder etwas gar cheesy, aber etwas von der aufgebauten Anspannung überdauert auch diesen Moment und trägt einem weiter bis zu dem Moment, indem Han von seinem Sohn getötet wird.

    Kylos letzte Prüfung, um sich der dunklen Seite vollends zuzuwenden. Würde er die Skrupel ablegen, seinen eigenen Vater töten?

    So klar die Antwort war, schliesslich der Auftakt zu einer Trilogie, so war die Szene dennoch ein Schock.

    Einzig nach der Ermordung Hans, da hat mir der Score von Williams gefehlt. Da wäre ein wenig mehr dramatisches Understatement hilfreich gewesen. Die Schreie von Rey, Finn und Chewie waren mir da fast zu wenig oder besser gesagt zu kurz.

    Auch dass Leia den Tod spürt, ändert daran nichts.

    Für Ren stellte das gewissermassen die Katharsis dar, um endgültig der dunklen Seite zu folgen. Ob da noch Gutes in ihm steckt, wird man sehen. Besonders, wie glaubwürdig das nach dieser Szene noch rüberkommen mag.

    Für Adam Driver sicher sein bester Karriere-Moment. Ich mein, wer darf schon sagen, er habe Han Solo gekillt?

    Die ganze Szene weckte auch durchaus Assoziationen mit Gladiator und dem Tod von Aurelius durch seinen Sohn Commodus. Phoenix ist natürlich schauspielerisch eine andere Liga als Driver, aber ich finde Driver hat den Moment gut gemeistert. Hoffentlich bauen die anderen Filme darauf auf und man lässt die kindisch wirkenden Ausbrüche weg.

    Worauf man gewartet hat, das kriegt man natürlich auch. Nur nicht an der Stelle, an der ich vermutet habe. So treffen Finn und Ren zum Showdown aufeinander. Finn unterliegt, das Lichtschwert bleibt im Schnee stecken. Da fliegt es an Ren, der es per Machtschub an sich reissen will, an ihm vorbei, aber nicht in die Hände von dem man denkt. Da dachte ich erst echt, jetzt kommt Auftritt Skywalker.

    Luke wird erst am Ende als Zückerchen serviert. Text kriegt er keinen, ein nachdenklicher Blick muss genügen. Damit kann ich leben, wobei ein effektvoller Auftritt mit Jedi-Action auch geil gewesen wäre.^^

    Ein Treffen der grossen Drei wirds damit natürlich auch nicht mehr geben, auch wenn hartgesottene Fans noch Möglichkeiten sehen, dass Han überlebt haben könnte. Vielleicht in einem Flashback? Mal sehen.

    Die Visionen von Rey, deuten dann noch an, dass sie auf Jakku ausgesetzt wurde und darauf wartet, dass diese Person(en) sie wieder holen würden. Man sieht nur eine Hand, die sie hält. Warum man die Person nicht sieht, dürfte eigentlich klar sein, macht man das ja eigentlich nur, wenn die Person schon bekannt ist. Darum gehen die Spekulationen ja Richtung Luke als Vater von Rey, der seine Tochter dort ausgesetzt hat. Die Lichtschwertgeschichte, wonach sich das Lichtschwert seinen Besitzer aussucht, oder zumindest wird es so vermittelt, deutet das ebenfalls an.

    Kann natürlich auch ganz anders sein, aber irgendwas in dem Dreh vermute ich schon. Sicher eine der Fragen, die schon in der nächsten Episode geklärt werden könnten.

    die helle oder dunkle Seite?

    Ich würde den Auftakt der neuen Trilogie als gelungen bezeichnen. Die Schwächen Abrams sind zwar immer noch die gleichen und auch nicht wegzudiskutieren. Aber darüber kann ich hinwegsehen.

    Der Film bewegt sich vom Fokus der Jedis weg und orientiert sich sehr stark an Episode 4. Einige finden das zu stark. Er wirkt tatsächlich wie ein Mix aus einem Reboot und einer Fortsetzung. Ich denke mal, das ist kalkuliert, um eben die alten Fans mit dabei zu haben.

    Der Humor ist meist wirklich sehr gut, hat man auch beim Publikum gemerkt. Einige Male drohte aber die Gefahr, ins Lächerliche abzurutschen.

    Einige Sachen sind zusehr auf Knopfdruck passiert, z.B. die Entwicklung von Rey als Machtnutzerin.

    Auch ist wenig nachvollziehbar, warum Ren ein Plasmageschoss mittels Macht aufhalten kann, aber ansonsten mal um mal zu schwächeln scheint.

    Die Baustellen sind bekannt, einiges muss sich da echt noch steigern, andere Sachen darf man gerne so beibehalten. Ich freu mich schon auf die nächsten Filme, Spinoffs und Serien. Bleibt abschliessend nur eines zu sagen:

    May the Force be with us

    Edit

    Kurz noch was zur Musik. Hatte die völlig vergessen zu erwähnen. Und leider kommt das nicht von ungefähr. Kein bleibendes Thema, kaum Momente, wo ich die Musik so wahrgenommen habe, wie das noch in den 6 anderen Teilen der Fall war. Da war mMn die Abmischung nicht das Wahre und der Score überraschend belanglos. Für jeden anderen Komponisten mag das vielleicht solide sein, in Williams Schaffen kann man das eigentlich nur als Enttäuschung einordnen.

    Ich bin fast überzeugt, wäre der Score Hammer gewesen, ich hätte den Film vermutlich einiges besser gefunden, war die Musik doch immer so zentral für die Saga. Ich hoffe, dass da ernsthaft eine Steigerung kommt, sonst wär mir ein anderer Komponist lieber.

    Ja, ich hätte nie gedacht, mal sowas zu schreiben. Williams bleibt für mich dennoch der grösste Filmkomponist, nur hier merkt man davon zu wenig.

    #1236833
    John SpartanJohn Spartan
    Teilnehmer

    @CaptainCarot:
    Han musste sterben, um den neuen Charakteren eine Bühne zu bieten. Vor allem John Boyega hat bewiesen, dass er einer der nächsten großen Hollywood Stars werden könnte. Einer der positiven Punkte des Films war mMn das Fehlen von Luke. Mark Hamill ist ein toller Sprecher, aber gerade in der alten Trilogie ein grauenvoller Schauspieler.

    #1236834
    ChrisKongChrisKong
    Teilnehmer

    Man lernt nie aus. Dass er ein grauenvoller Schauspieler sein soll, hör ich echt zum ersten Mal. Woran machst du sowas konkret fest?

    #1236835
    captain carotcaptain carot
    Teilnehmer

    Grauenvoll kann ich jetzt nicht sagen. Als reiner Schauspieler vllt. eher durchschnittlich und definitiv jemand, der von guten Regisseuren profitiert.

    Egal. Ich hab richtig Bock, mir die Tage wieder die OT zu geben. Nur würde ich mir die gerne mal wieder im Originalzustand angucken.

    #1236836
    ChrisKongChrisKong
    Teilnehmer

    Ich weiss, fehlendes Mastering, aber warum hast du damals nicht zu den LEs gegriffen?

    #1236837
    DGSDGS
    Teilnehmer

    Hab im Moment nur selten Zeit hier reinzuschauen, daher nur ein erstes Resümee:

    Oberflächlich betrachtet ein Remake der vierten Episode – im selben Stil gehalten, mit aktueller Technik und typischer J. J. Abrams-Erzählweise. Etwas positiver formuliert, ein Film, der der Vorlage gerecht wird und Platz für zukünftig kreativere Episoden schafft. Star des Films: der Millennium Falcon. Die neuen Charaktere können sich aber auch sehen lassen. Immerhin, eine toughe, sympathische Heldin, kein allzu robuster, fast schon kindlicher An­t­a­go­nist und ein Überlebenskünstler, der seine Verzweiflung mit tollpatschigem Heldenmut überspielt. Um Platz zu schaffen, musste dann Han Solo abtreten und nicht Leia, was wohl unumkehrbar zur dunklen Seite geführt hätte. Fazit: Passt schon.

    #1236838
    Digger BoomshotDigger Boomshot
    Teilnehmer

    Das Luke erst zum Ende erscheint, fand ich sinnvoll. Alles andere hätte ihn zu sehr in den Mittelpunkt gestellt.

    #1236839
    John SpartanJohn Spartan
    Teilnehmer

    Grauenvoll war vielleicht etwas übertrieben. Als seine Zieheltern sterben, ist seine Reaktion doch sehr zurückgenommen. Da gefällt mir das Spiel der neuen Talente deutlich besser. Auch Han Solo kommt mMn erst in den Episoden 5 und 6 voll zum tragen.

    #1236840
    captain carotcaptain carot
    Teilnehmer

    Naja. Lucas war nie der beste Regisseur. Dass Ford wie bei Imperium improvisiert wär bei ihm wohl auch nicht drin gewesen.

    #1236841
    LofwyrLofwyr
    Teilnehmer
    ChrisKong wrote:

    Die Dimension einer Galaxie scheint sowieso sehr komisch zu sein bei SW. ^^

    Also dass das alles Mythen und Legenden für Rey sind, ist absolut nachvollziehbar. Schliesslich gehts ja auch um die übernatürliche Komponente. Oder glaubst du etwa auch, dass US-Magier einen Zombiehitler mit Zahnpasta im 2. Weltkrieg besiegt haben?

    Würden deine Grosseltern dir das erzählen, würdest du das auch als Märchen abkanzeln, bis dich jemand vom Gegenteil überzeugt.

    Schlechter Vergleich. Das ist eher so als würdest du fragen ob es die Nazis wirklich gab. Die Jedi waren kein geheimer Orden. Die waren Regierungsberater und Generäle. In der alten Trilogie ist das ja noch schlimmer. Wie alt wahr wohl Han Solo als die Klonkriege statt gefunden haben?

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