ghostdog83
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ghostdog83Teilnehmer“GoT bietet sehr viel Personal und sehr viel Politik. Komplex kann aber auch eine kompaktere Handlung sein.”
Stimmt, ich würde den Film Dame, König, As, Spion als Beispiel nennen, der Komplexität in relativ kurzer Zeit unter einen Hut bringen kann.
Eine Serie wie House of Cards ist für mich die gesteigerte Form hinsichtlich der Komplexität dieses Filmes (nicht bzgl. seines Themas, aber hinsichtlich der Erzählweise und des Tempos).
ghostdog83Teilnehmer@ captain carot: Das Problem des Kinos ist die größere Schnittmenge. Die Filme sind sehr teuer, also muss eine möglichst breite Zuschauerschaft angesprochen werden. Aufgrund der immer weiter ansteigenden Kosten, die Gagen die manche Schauspieler erhalten sind schwindelerregend hoch, sinkt Hürde für den Zugang zum Zuschauer immer weiter, Reizthemen werden vermieden bzw. weichgespüllt.
Die Gegenteilige Entwickung findet im TV Bereich statt, wo die Pay Tv Sender keine Rücksicht darauf nehmen, Zuschauer mit dem gezeigten zu vergraulen, sei es bei Darstellung von Gewalt, Sex, Tabuthemen oder der Komplexität des Gezeigten.
ghostdog83TeilnehmerMein Punkt ist, dass die Voraussetzung (wenn der Inhalt geeignet ist) eine komplexe Geschichte zu erzählen im Fernsehen besser ist als im Kino, nicht das sie es auch automatisch ist.
Ein weiterer Vorteil des Serienformates ist zudem die Bindung der Zuschauer an die Charaktere, da der Zuschauer mit diesen länger in Kontakt tritt.
Bei einer Serie wie Game of Thrones, wo jeder sterben kann, zeigt sich deutlich, wie stark die Bindung zu einer Serienfigur sein kann: Bestimmte Ereignisse in manchen Folgen führten zu heftigen Reaktionen (u.a. im Form von Youtube Videos) innerhalb der Zuschauerschaft, die selbst von den Medien aufgegriffen worden.
ghostdog83TeilnehmerDas stimmt, nur liegt hier kein Versagen des Formates vor, sondern das der Produzenten, die entweder nicht in der Lage sind eine vernünftige Handlung zu stricken bzw. die Fehlentscheidung getroffen haben, etwas als Serie umzusetzen, was gar nicht dafür geeignet ist.
ghostdog83TeilnehmerDas Fernsehen bietet allein aufgrund des Formates klare Vorteile (Zeit) gegenüber dem Kino. Eine zusammenhängende, komplexe und vielschichtige Handlung mit entsprechend komplexen Figuren kann mit dem Fernsehen besser erzählt werden als mit dem Kino. Die Fragmentierung der Handlung in einzelne Episoden ist für den Zuschauer zudem besser konsumierbar, als bei einem 2-3 Stunden Film im Kino, der weniger Inhalt bietet.
ghostdog83Teilnehmer@ captain carot: Das ist mir auch schon aufgefallen, daher bin wirklich froh, dass bei Game of Thrones das Budget nicht so hoch ist, sodass die Produzenten eher auf praktische Effekte setzen müssen als auf CGI. Die Serie entspricht in ihrer Gestaltungsweise den der Herr der Ringe Filme, CGI kommt nur da zum Einsatz, wo es auch nicht anders geht. Der Regisseur der beiden Schlachtenfolgen in der Serie, Neil Marschall dazu:
“Wann immer möglich, versuche ich mit der Kamera zu drehen.
Das Budget für visuelle Effekte benutze ich lieber für Dinge, die man absolut nicht
mit der Kamera machen kann.”
ghostdog83TeilnehmerIst halt eine Frage des Geschmacks, Mad Men gefällt mir, wie ich an anderer Stelle im Forum bereits geschrieben habe, sehr gut. Wenn du schon Boardwalk Empire erwähnst, HBO hat mit True Detective ein optisches Meisterwerk abgeliefert, wenn die Serie nicht nach Kino aussieht, dann tut es keine.
ghostdog83Teilnehmer@ChrisKong: Dazu kommt, dass einige Schauspieler, die in Blockbusterfilmen unter Wert verkauft werden, bzw. sonst auch eher unscheinbar in ihren Leistungen sind, in Serienrollen plötzlich ein Leistungsvermögen abrufen, was vorher kaum abzusehen war. Aktuelles Beispiel ist Eva Green in Penny Dreadful (Showtime). Ihre Leistung darin ist wirklich bemerkenswert. Für ihr Schauspiel in der fünften Folge wird sie mit Sicherheit zu den Favoriten auf den Emmy (weibliche Hauptrolle) zählen.
Dem Fernsehen gehört klar die Zukunft: Inhaltlich ist es dem Kino überlegen, während es bei der optischen Gestaltung immer weiter aufholt. Viele Serien bieten heute schon eine Bildsprache, die es im Kino nur selten zu sehen gibt (z.b Hannibal, Utopia).
ghostdog83TeilnehmerIch sag ja nicht, dass seine Filme schlecht sind, sie haben häufig ein eher durchschnittliches Drehbuch zu bieten, dafür als Ausgleich aber interessante Charaktere, wobei er bei Pacific Rim da schon etwas geschwächelt hat (zumindest war keine Figur besonders einprägsam).
ghostdog83Teilnehmer@ChrisKong: Guillermo del Toro’s Vorstellung vom Hobbit wäre schon interessant gewesen, auch wenn er für mich nicht zu besten Regisseuren zählt (Pan’s Labyrinth ist aus meiner Sicht der einzige Film, der auch inhaltlich vollkommen überzeugen kann), seine Filme haben durchweg mit guten Designentscheidungen gepunktet.
Vielleicht wäre der Hobbit dann düsterer, ernster ausgefallen, sodass zumindest die Optik gestimmt hätte (die aufgeblähten Drehbücher wären ja leider erhalten geblieben).
ghostdog83Teilnehmer@ Harrikules: Ein Link zu der “Schadensbegrenzung” vonseiten Mortensen wäre ganz nett.
Aber grundsätzlich, er hat diese Aussagen getroffen, die Seite zitiert ihn schließlich auch wortwörtlich, ob nun aus dem Zusammenhang gerissen oder nicht.
Interviews werden auch nicht ohne weiteres veröffentlicht, ohne das die Gegenseite (also Mortensen bzw. sein PR-Berater) vorher noch einmal Einsicht genommen hat um dieses letztlich zu autorisieren.
Es scheint wie so oft hinter den Kulissen ein Nachspiel gegeben zu haben, wodurch er sich zu dieser Relativierung seiner Aussagen genötigt sah. Schade.
ghostdog83TeilnehmerNettes Fun Video, mit reichlich verpackten Anspielungen: Game of Thrones VS Lord of the Rings https://www.youtube.com/watch?v=QgqUI6e1T5E
ghostdog83TeilnehmerUm mich mal hier mit einzuklinken – für mich sind die beiden Hobbit Filme auch enttäuschend gewesen, der zweite weniger, da mir die andere Herangehensweise Jacksons nicht mehr überraschen konnte. Beide Filme weisen aus meiner Sicht teils deutliche Mängel bei der Dramaturgie auf, die durch zu viel Effekthascherei/fehlende Bodenständigkeit, der nahezuen Abwesenheit von Bedrohung für die Protagonisten sowie einer schwachen Charakterisierung bedingt sind. Die Handlung ist gemessen an der Laufzeit der Filme (egal ob Kino- oder Extended Cut) zu dünn.
Während die Herr der Ringe Trilogie für mich zu den besseren Buch-Verfilmungen zählt, ist die Umsetzung des Hobbits bezogen auf die ersten beiden Filme wie oben bereits angesprochen enttäuschend. Vom dritten Teil erwarte ich daher nicht mehr viel.
Viggo Mortensen hatte im Mai dem telegraph ein Interview gegeben, wo er seine Sicht der Dinge darlegt, was seiner Meinung nach an den bisherigen Hobbit Filmen nicht stimmt:
http://www.telegraph.co.uk/culture/film/10826867/Viggo-Mortensen-interview-Peter-Jackson-sacrificed-subtlety-for-CGI.html
ghostdog83TeilnehmerDa es scheinbar keinen eigenen Thread zu Film Trailern gibt, schreibe ich den Beitrag einfach mal hier rein.
Von Laika (Corpse Bride, Coraline, ParaNorman) ist der finale Trailer zu The Boxtrolls erschienen, der allen Anschein nach im Bereich Stop-Motion neue Maßstäbe setzen wird wie zuvor Coraline und ParaNorman bei Erscheinen.
http://www.youtube.com/watch?v=Y9-Df4ITW7o
ghostdog83Teilnehmer@ChrisKong: Dem stimme ich zu – diese ständige Diskussion, welche den nun die beste Serie überhaupt sei, ist reine Makulatur. Im letzten Jahr war der Glaubenskrieg zwischen den “Breaking Bad” und “Game Of Thrones” Anhängern besonders auffällig, obwohl beide Serien nur schlecht miteinander vergleichbar sind. “Breaking Bad” wird ja auch so immer wieder als “die” Serie angepriesen:

“Lost” hat mich über die Jahre gut unterhalten, der Höhepunkt war für mich mit der dritten Staffel aber erreicht, danach hat sich die Serie etwas in ihrer Mythologie verrannt. Das Ende hätte ich mir auch anders gewünscht. Zu meinen Favoriten zählt sie daher nicht.
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