
Auch hier war alles von dem Rot der Warnleuchten bedeckt und im ganzen Raum herrschte Chaos. Teile der Deckenverkleidungen hatten sich gelöst und waren heruntergestürzt. Vorsichtig gingen sie durch den ersten Teil des Raumes: einen schlauchähnlichen Zwischenbereich, dessen Wände mit Scannern besetzt waren. Auch sie waren scheinbar stark beschädigt, denn keiner von ihnen reagierte, als die Spartaner mit ihren kiloschweren Schuhen über den Glasboden schritten. Auch der zweite Teil des Raumes lag in Trümmern. Hier musste sich ihr Ziel befinden: die Konsole zur Aktivierung der Selbstzerstörung. Nathan wechselte die Ansicht seines Visiers und rief einen Plan des Gebäudes ab. Er wechselte auf ihr Stockwerk und sah die markierte Stelle. Sie befand sich im hinteren Teil des Raumes, begraben unter einem Berg aus Metallplatten und Schutt.
Jim, wir müssen die Trümmer wegräumen, die Konsole befindet sich hier.
Mit ein paar Handgriffen warfen sie die schweren Metallplatten beiseite und zogen die Zementtrümmer weg. Was sie jedoch dort sahen, ließ sie einen Moment stocken. Über der Konsole lag ein weiterer Offizier des MND, dessen gesamter Körper zerquetscht worden war. Sein Blut hatte sich über die ganze Oberfläche verteilt und war getrocknet.
Komm, wir müssen uns beeilen., sagte Jim, der als erster der beiden die Fassung wiederfand und Nathans Gedanken neu ordnete. Gemeinsam zogen sie die Leiche vorsichtig von der Konsole und legten sie behutsam auf den Boden, dann wandte sich Jim dem Gerät zu. Da in dem ganzen Gebäude eine erdrückende Stille herrschte, hatte Nathan das Gefühl, sein Blut durch den Körper fließen zu hören. Umso klarer war daher das Ächzen und Krachen von Metall, das sich weit unter ihnen von Stockwerk zu Stockwerk ausbreitete.
Du solltest dich beeilen, bevor uns der Boden unter den Füßen wegsackt., mahnte Nathan.
Jim setzte seinen Helm ab und legte ihn neben die Konsole. Seine Finger glitten über die Tastatur und da der Monitor glücklicherweise noch intakt war, konnte er ein Fenster zur Eingabe der nötigen Befehle öffnen. Wörter und Zahlen wanderten über den Bildschirm wie eine Ameisenkolonie, verschwanden und wurden durch neue ersetzt. Einige Minuten vergingen, dann flackerte der Bildschirm plötzlich und erstarb in einem schwarzen Bild. Jim schlug mit beiden Händen auf die Tastatur. Verdammt, ich habs geahnt., fluchte er.
Was ist los?.








