Children of Mana – im Klassik-Test (DS)

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Endlich liefert Square-Enix die längst überfällige Fortsetzung seiner erfolgreichen Niedlich-­Abenteuer: Grafisch wie kämpferisch knüpft man nicht an den modularen ‘Adventure-Baukasten’ an, den man uns mit der PSone-Episode lieferte – vielmehr machen die Entwickler da weiter, wo sie mit Secret of Mana fürs SNES aufgehört haben – zumindest auf den ersten Blick. Wie beim Klassiker durchwandert Ihr von possierlichen Monstern bevölkerte Grotten, Türme, Kerker sowie Wüsten, um reichlich Schatz­truhen zu plündern und Schwert, Greifhaken, bzw. Hammer zu schwingen oder die Pixel-­Pelle Eurer Gegner mit Pfeilen zu spicken. Mit wie viel Schmackes und Geschick Ihr Euer Handwerkszeug führt, darüber entscheiden Erfahrungs-Punktekonto und -Stufe: Rollenspiel-typisches Datenbeiwerk also, wie es Serien-Fans bereits aus dem 16-Bit-Vorgänger kennen – das bei Children of Mana aber eine noch gewichtigere Rolle spielt als beim Genre-Opa.

Während Euch bei Secret of Mana vor allem eine liebevoll erzählte Geschichte und die riesige, bis ins Detail ausgearbeitete Fantasy-Welt bei der Stange hielten, finden sich die Mana-Zutaten auf dem DS zu einem ebenso unkomplizierten wie vordergründigen Action-Rollenspiel zusammen. Children of Mana steht spielerisch ganz und gar unter dem Hack’n’Slay-Stern – und wirkt überhaupt eher wie eine auf simple Kurzweil abgezielte Hommage ans große Vorbild denn eine vollwertige Fortsetzung. Elemente wie der Gastauftritt des plüschigen Drachen Flamie (spielt hier das Landkartenreise-Muli) oder das Wiedersehen mit einer Vielzahl altbekannter Gegner schicken sich an, den Titel zum würdigen Nachfolger zu erheben – aber die Abs­tinenz von Erzählung, Spielwelt und nennenswerten Charakteren ersticken diese Hoffnung im Keim. Eine einzige Siedlung mit einer Hand voll blasser Figuren und die willkürlich anmutende Sammlung monströs ­belagerter Jagdgründe taugen für kurze Metzel-Intermezzi, dürfen sich aber schwerlich als vollwertiges Abenteuer bezeichnen.

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