Dying Light: The Beast – im Test (PS5)

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Um diese Areale zu bereisen, könnt Ihr Euch die Offroad-Fahrzeuge der Park-Ranger aus­leihen, die Ihr am Wegesrand oder auf Parkplätzen findet. Damit pflügt Ihr dann relativ gelassen durch Zombiehorden, bis der nachfüllbare Tank leer ist oder das Fahrzeug Feuer fängt. Die ­Autosteuerung erfüllt ihren Zweck und dank der optionalen Third-Person-Ansicht habt Ihr auch keine Probleme mit der Übersicht. Da Ihr keinen Boost habt und das Höchsttempo nicht mal einen Blitzer dazu verleiten würde auszulösen, sind die Fahrten zwar wenig spannend, sie bringen Euch aber ein wenig schneller ans Ziel als Kyles flotte Beinchen.

Die Schusswaffen sind nun wieder vom Start an enthalten und zahlreich. Neben den zu erwartenden Knarren und Bögen gibt es unter anderem herstellbare Granatwerfer, Sägeblattwerfer und Flammenwerfer. Schießeisen wie die Schrotflinte sind allesamt sehr effektiv. Ihr benötigt jedoch reichlich Ressourcen oder Moneten, um an Munition zu kommen. Selbst mit einer extrem hohen Loot-Frequenz badeten wir nicht in Patronen. Aus unserer Sicht ein guter Kompromiss, der aber die Freude über Waffenfunde dämpft.
Ein weiteres Problem ist das dadurch angewachsene Mikro­management. Da uns Munition oder Wurfgegenstände wie Granaten schnell ausgehen, verbrachten wir mehr Zeit in Untermenüs als gewünscht, um Waffen und Werkzeuge auszutauschen oder sogar einfach nur aufzufüllen. Das gilt ebenso für die ­neuen Nahrungsressourcen, ­deren Heilungseffekt jedoch so gering ist, dass Ihr Euch lieber mit der aktuell besten Version Eurer ­Bandagen versorgen solltet.

Die KI der Gegner bleibt weiterhin ausbaufähig. Infizierte sind immer noch nicht in der Lage, ­unter Tische zu kriechen. Soldaten setzen Euch zwar gekonnt unter Druck und weichen öfters Schlägen aus, rennen aber auch mal gerne reihenweise in Eure Schrotflinte oder werfen eine Granate auf ihre eigene Etage, ­obwohl Ihr Euch ein Stockwerk unter ­ihnen befindet.

Was uns sehr gut gefallen hat, ist die dichte Atmosphäre, die insbesondere durch einen gelungenen Soundtrack und ein bedrohliches Audiodesign erzeugt wird. Gerade in Waldabschnitten und Feldern werden wir nun häufiger blitz­artig von Infizierten umzingelt, wodurch wir stets motiviert sind, in Bewegung zu bleiben oder zumindest genügend Notfallmesser für Sofort-Kills herzustellen.

Die blitzschnellen und mächtigen Schattenjäger sorgen bei Nacht durch ihre Klickgeräusche ähnlich wie die Infizierten aus The Last of Us für ein besonderes Gefühl der Anspannung, das in einen Fluchtreflex mündet, sobald sie Euch entdecken. Während Ihr in der Stadt viele Ausweichoptionen habt, bergen die Nächte draußen in der Wildnis mehr Risiko, da Euch in der Dunkelheit Orientierungspunkte sowie Hindernisse fehlen und Ihr ständig Gefahr lauft, von einem der kleineren Beißer festgehalten zu werden.

Schaltet Ihr fleißig Sicherheitszonen frei, könnt Ihr die Abendspaziergänge größtenteils ohnehin umgehen, da Euch nur sehr wenige Missionen Nacht­einsätze aufzwingen. Am Ende hängt aber der Gruselfaktor vor allem davon ab, wie erfahren Ihr mit den Gefahren in Dying Light seid.

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