Fear Effect – im Klassik-Test (PS)

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In regel­mäßigen Abständen stellt sich Euch ein besonders hartnäckiger Wider­sacher in den Weg, bei dem Ihr mit der sonst üblichen Taktik ‘Anschleichen & Abdrücken’ nicht weit kommt. Einmal sollt Ihr einen Hubschrauber (!) mit einem cleveren Trick besiegen, ein anderes Mal Eure waffenmäßige Unterlegen­heit durch Ausweichmanöver und die richtige Kampftaktik wettmachen. Leichter gesagt als getan – bei jedem Zwischengegner müsst Ihr damit rechnen, mehrmals ins Gras zu beißen. Zum Glück sind Spei­cher­punkte reichlich gesät und Ihr dürft vier Spielstände auf Memory Card bannen. Diesen Luxus solltet Ihr nutzen, denn wer mit wenig Energie einem Zwischengegner gegen­übertritt und auf keinen früheren Spiel­stand mit bester Gesundheit zurückgreifen kann, kommt aus dieser Sackgasse kaum raus.

Nachdem Ihr mit Hana den ersten Zwi­schen­gegner besiegt habt, währt Eure Freude nur kurz: Ihr seht noch Hanas überraschten Gesichtsausdruck bei der Gefangennahme, dann wechselt die Spielfigur zum ersten Mal. Kollege Royce Glas, der mit Euch im Hubschrauber saß, wird sogleich unter Beschuss genommen und kann sich im letzten Moment vor einer Rakete in Sicherheit bringen. Charakterwechsel folgen nun am laufenden Band, manchmal spielt Ihr im Abstand von wenigen Minu­ten mit Hana, Royce und Deke.

Zwischen den heißen Gefech­ten müsst Ihr aber auch kühlen Kopf bewahren. Während die ersten Denk­aufgaben nach dem Prinzip ‘Schlüssel ins nächstbeste Schlüsselloch’ noch simpel sind, steht Ihr nach einer halben Stunde vor dem ‘Lieblings­problem’ vieler Film­helden: Die zu entschärfende Bombe. Hier habt Ihr, wie bei vielen Rätseln in Fear Effect, mehrere Lösungs­mög­lichkeiten. Der Gehirnakrobat kappt durch logisches Denken die richtigen Drähte, der Normalspieler merkt sich die Hinweise an einer Häuserwand und der potenzielle Lottomillionär hofft auf sein glückliches Händchen. Bei weiteren Puzzles hat Entwickler Kronos penibel auf eine logische Lösung geachtet. So müsst Ihr z.B., gefangen in einer Zelle, eine Wache durch eine Ölpfütze außer Gefecht oder eine elektrische Leiter am Sicherungskasten in Betrieb setzen.

Emotionen spielen in Fear Effect eine wichtige Rolle: Nicht nur, dass Ihr während Eures Abenteuers aus witzigen Dialogen, knallharter Action und bedrohlich spannender Handlung ein Wellenbad der Gefühle durchschreitet – auch Eure Helden leiden unter Angst­zuständen. Statt einer Energieleiste wird nämlich der ‘Angstfaktor’ angezeigt. Treffer des Gegners erhöhen Euren Herzschlag bis hin zum Exitus. Habt Ihr die Gefahr überwunden, also z.B. den Gegner ausgeschaltet oder ein Rätsel gelöst, beruhigt sich Euer Puls wieder. Zum Durchspielen müst Ihr nicht alle Puzzles schaffen, allerdings erleichtert Ihr Euch dadurch im wahrsten Wortsinne das Leben. Fear Effect bietet drei unterschiedliche Abspänne. Das Happy End bekommt Ihr nur im kniffligeren der beiden Schwierigkeitsgrade zu Gesicht.

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Revolver_Ocelot
4. Februar 2020 21:57

@Sir Lancelot Ja das war Fear Effect Inferno. Der Trailer sah echt vielvesprechend aus. Wirklich schade das nichts daraus wurde.

4. Februar 2020 16:40

Für PS2 war ja mal ein Nachfolger angekündigt und es gab sogar ein Trailer. Leider wurde es gecancelt.

MadMacs
4. Februar 2020 16:36

Beide Teile waren klasse. Leider kam nie ein würdiger Nachfolger (das Isometrische ignoriere ich jetzt mal)

Revolver_Ocelot
3. Februar 2020 13:30

Immer noch eines meiner Lieblingspiele für die PS1. Einfach nur genial her vom Setting und der Grafik. Der Schwierigkeitsgrad hat es zwar echt in sich, aber wenn man Geduld hat und kein Problem mit dem Trial und Error Prinzip hat ist durchaus zu schaffen.

TigerManiac82
3. Februar 2020 8:26

Wie war denn eigentlich der Schwierigkeitsgrad beim Nachfolger (2 Teil)?

Morolas
2. Februar 2020 22:31

Ein hammer game 🙂
Ich liebte dieses Spiel und wünschte mir ein remake oder eher ein remaster 1A.
Ich habe es nie zu ende gespielt da ich kurz vor schluss einen riesen bock gemacht habe.
keine Energie, respektive munition um die gegner zu besiegen Sackgasse.
Habe nie wieder angefangen.
Trotz tausende Tode, es hat mega spass gemacht und die inszenierung und sound hat mir super gefallen. tolle characktere.
Schade dass das neue spiel FE… einfach müll ist.

@sir-lancelot
Demnach war ich früher besser.
Ich habe grosse Mühe mit Kindergeburtstage,
FE ist einfach wie Project X 🙂

Lando
2. Februar 2020 21:42

Mich hat auch etwas Bestimmtes zum Durchhalten des Schwierigkeitsgrades bewogen.

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Sonicfreak
2. Februar 2020 20:57

@sir-lancelot
“Kinder Geburtstag” ? geile Wortwahl.

Hab ich nie gespielt, hat mich aber immer sehr interessiert.
Selbes gilt für Dino Crisis.

Spriggan
2. Februar 2020 20:35

Ich betitle dieses Spiel als einer meiner grössten Fehlkäufe, war nach dem Test angetan und dachte “och ja jetzt, sooo schwer kann das ja wohl nicht sein”.. Wie sehr daneben ich damit lag.. 😀

TigerManiac82
2. Februar 2020 19:02

Leider nie gespielt… 🙁

2. Februar 2020 15:51

Schwierigkeitsgrad war wirklich jenseits von gut und böse. Dagegen sind Dark Souls und co Kindergeburtstag.

Anonymous
Anonymous
2. Februar 2020 15:10

An den hohen Schwierigkeitsgrad kann ich mich auch noch erinnern, habs aber wegen der genialen Präsentation trotzdem durchgezogen.