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Es wird aber nicht nur geschossen und gelevelt, sondern auch gefahren. Im Gegensatz zum ersten RAGE bietet Teil 2 eine richtige offene Welt, in der Ihr Euch am besten motorisiert fortbewegt. Neben dem bewaffneten Standardwagen warten eine Fülle verschiedener Fahrzeuge, vom Motorrad über einen Radlader bis zum Panzer und Gyrokopter. Steigt Ihr in ein fremdes Gefährt und bringt es zu einer der wenigen friedlichen Ortschaften, steht es fortan immer zur Verfügung und kann gegen einen kleinen Geldbetrag gerufen werden. Auf den Straßen des Ödlands ist viel los, Banditen bekämpfen sich untereinander und laden Euch zu Rennen ein. Außerdem sind schwer bewachte Konvois Marke ”Mad Max Fury Road” unterwegs, für deren Zerstörung Ihr Belohnungen kassiert. Wer in kontrollierter Umgebung rasen will, nimmt am ChazCar-Derby auf ausgewiesenen Rennstrecken teil. Hier wie dort ärgert man sich aber mit der trägen Steuerung herum. Alle Gefährte verfügen über unglaublich weite Wendekreise, selbst bei normalen Kurven raten wir zum Handbremsen-Einsatz.
Vollgas statt Handbremse war unterdessen beim Welten- und Charakterdesign angesagt – das könnte man jedenfalls anhand des Covers und der Trailer meinen. In Wirklichkeit erschöpft sich die Punk-Attitüde von RAGE 2 aber im vermehrten Einsatz der Farbe Pink und dem merkwürdigen Klamottenstil seiner NPCs, die eine Vorliebe für Leder und nackte Haut zu haben scheinen. Das sorgt für den ein oder anderen Lacher, schockiert aber niemanden und verliert rasch seine Faszination.
Ihr merkt, der Zwiespalt zieht sich durch nahezu alle Aspekte von RAGE 2. Und er macht auch vor der Technik nicht halt: Auf der einen Seite spielen sich die Gefechte schnell und dynamisch, die Bildrate geriet während unserer gesamten Testphase nie ins Stottern (mit Ausnahme der Credits). Auf der anderen Seite enttäuschen einige matschige Texturen, Pop-ups beim Autofahren und detailarme NPCs. Explosionen leuchten in kräftigen Farben, der Rauch zieht aber ruckelnd in den Himmel. Auch die Vertonung reiht sich ein: Die Waffen klingen voll, Nachladeanimationen bringen befriedigende Soundeffekte mit, der rockige Soundtrack dreht bei einigen Schießereien richtig auf. Sogar die Synchonsprecher machen einen guten Job – wahlweise auch auf Englisch, was bei RAGE 2011 noch nicht der Fall war. Auf der anderen Seite ärgerten wir uns mehrmals über einen fiesen Soundbug, bei dem sich etwa das Geräusch des Fahrzeuggeschützes in einer Dauerschleife wiederholte, während die Stimmen leiser wurden und alle anderen Sounds auf einmal blechern klangen. Hier half jedes Mal nur ein Neustart – ärgerlich, wenn man gerade mitten in einer Storymission steckt und dann eine Passage erneut spielen muss. Mal sehen, ob das noch gepatcht wird.









dieser ausgeprägte openworld fokus machts für mich uninteressant. ich hab sowas von die schnauze voll von Nebenmissionen. ich will nichts nebenher machen, ich will RICHTIGE missionen spielen! ich hatte ja gehofft das sie nach dem openworld/schlauch-zwitter mit dem zweiten teil die kurve kriegen und die pseudo offene welt abschaffen, aber genau das gegenteil haben sie gemacht. schade um die marke Rage.
Stimmt schon.
Vom Ballern her ist Rage 2 aber fett.
@Rudi Ich stehe auf fetten Ego – Shooter. Irgendwie fehlt mir die Muse Rage 2 an zutriggern.
@Max Snake Gönn dir beide ;D
Da warte ich lieber auf Borderlands 3.
Für mich geht die Wertung so in Ordnung. Mit ein paar verschiedenen Waffen und Fähigkeiten ging echt die Post ab. Zum Ende war etwas die Luft raus, aber das Ballern mit 60 fps war einfach zu geil. Ich hatte trotz spielen direkt zum Release nur den kleinen Bug, bei dem ich einen Questgeber nicht ansprechen konnte. Aus einem anderen Winkel ging es. Ansonsten lief alles völlig fehlerfrei.
@Rudi Ratlos:
dito….für einen zwanni werde ich es mir später auch mal angucken, aber mehr wird definitiv nicht ausgegeben. Ich gehe davon aus das es spätestens in einem Herbst-Sale auf diesen Preis gefallen sein wird.
Naja dass ballern war schon richtig heftig inszeniert.
Aber alles andere war irgendwie naja, beschissene fahrzeugsteuerung, öde story, die open world hat mich absolut null zum erkunden animiert also einfach mal aus der karre austeigen und sich gegenden anschauen.
Dass hat days gone irgendwie um welten besser hinbekommen.
Ich hätte rage 2 etwas um die 70% gegeben.
Hab da schon Bock drauf, wird für nen Zwanni mitgenommen. Wie halt schon der Vorgänger 😀
Das klingt alles stark nach Mittelmass ohne nennenswerte Höhepunkte. Dafür ist mir die Zeit dann doch zu schade.
Ich kann an dieser Stelle nur sagen, was ich in den letzten zehn Jahren schon so oft sagte: Kauft Spiele erst frühestens sechs Monate nach Veröffentlichung. Alles andere sind nur Beta-Versionen. Im Falle von Rage 2 werde ich bis Weihnachten warten. Irgendwie entwickele ich allmählich Mitleid mit jenen, die trotz besseren Wissens Spiele vorbestellen. Ist der Drang, auf dem Schulhof zu den ersten zu gehören, wirklich so groß?
Wirkte auf mich, als hätte man dem Game noch mehr Zeit geben sollen, um die Welt mit mehr NPC´s und Nebenmissionen zu füllen. Das Spiel war in den Feuergefechten durchaus spassig, doch abseits davon… gähn. Die Hauptstory umfasst 7! nicht wirkliche lange Missionen, ein Witz. Ansonsten gegnerische Basen säubern, Archen finden für bessere Waffen, Map “säubern” um genug Materialien zum Aufleveln der Spielfigur, Waffen und Fähigkeiten zu finden und das war es auch schon.
Zudem hatte ich einen richtig “schönen” Soundbug. Nahezu jedes 2. Mal war irgendwann der Ton (Musik, Hintergrundgeräusche und Sprache) weg und dafür war ein nerviges Geräusch ähnlich einer Turbine (es war nicht meine PS4! 😉 ) zu hören. Ein Neustart des Games war dann erforderlich.
Kurzum war für mich Rage ein halbgares Game mit guter Grafik und viel verschenkten Potenzial und einem Beispiel, wie Open World NICHT sein sollte, leer und öde. Schade…