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Spielerisch und inhaltlich hält sich Star Ocean: The Second Story R mit Echtzeit-Actionkämpfen, vielen erlernbaren Skills und den Private-Actions, bei denen Ihr das Verhältnis der Protagonisten untereinander verbessern könnt, stark an das Vorbild aus den späten 1990ern. Entwickler Gemdrops begnügt sich dennoch nicht einfach damit, das 32-Bit-Abenteuer grafisch ansprechend in die aktuelle Generation zu heben, auch etliche kleine Erweiterungen und Verbesserungen sind mit an Bord. Das sind mal Kleinigkeiten wie die Dialoge auf der Weltkarte oder frische Idle-Animationen, aber auch Neuerungen, die sich enorm auf Spielgefühl und Balance auswirken. Vor Bossen gibt es Speicherpunkte, an denen Ihr Lebensenergie und Magie aufladet. Für alle Szenarien existiert eine praktische Automap, verlorene Kämpfe dürft Ihr direkt wieder versuchen und, das ist wohl die größte Neuerung: Zufallskämpfe gibt es keine mehr, Ihr seht Gegner jetzt stets als Rauchwolken herumlaufen, deren Farbe Aufschluss über die Schwierigkeit des Kampfes gibt. Greift Ihr von hinten an, habt Ihr die Initiative, und stehen Gegner nah zusammen, könnt Ihr einen Kettenkampf auslösen: Dann stellt Ihr Euch nacheinander, ohne zwischen den Gefechten zu heilen, den einzelnen Gruppen und freut Euch als Belohnung für den Sieg über massive Erfahrungspunkte-Boni: So könnt Ihr auch die Levels von hinterherhinkenden Gruppenmitgliedern schnell steigern.
Die zahlreichen Neuerungen und Komfortfunktionen machen das Remake des zweiten Star Ocean auch für Kenner des PlayStation-Originals sehr spannend: kaum ein Aspekt, an dem Entwickler Gemdrops nicht gefeilt hat. Und wer die neuen Illustrationen oder den von Komponist Motoi Sakuraba selbst generalüberholten Soundtrack nicht mag, der wechselt einfach zwischen den unterschiedlichen Stilen. Wer möchte, der kann sein Abenteuer so auch mit modernem Voice-Acting, den Porträts der PSP-Fassung und dem klassischen PlayStation-Soundtrack angehen. Switch-Spieler sollten dabei allerdings beachten, dass beim Kauf des Moduls ein zusätzlicher Download fällig wird, wenn sie alle Sprachoptionen zur Verfügung haben wollen, auch die Bildrate ist im Vergleich zur PlayStation-Fassung auf 30 Bilder pro Sekunde halbiert. Netterweise hat Square Enix auch eine Demo in die jeweiligen Online-Stores gestellt: Die lässt Euch den kompletten Auftakt des Abenteuers spielen, den Spielstand übernehmt Ihr dann in die Vollversion.









Klingt gut und kommt auf die Wunschliste – spiele ja gerade den „großen 3D-Bruder“ und der ist ebenfalls recht fesselnd. Wenn nur die Fitzelschrift nicht wäre…
Hatte sehr viel Spaß mit dem Remake, welches zwar gekonnt modernisiert wurde, aber sich trotzdem noch wie ein JRPG aus den guten alten Zeiten angefühlt hatte. Chapeau Square Enix!