Oben seht Ihr die Vorstellung einer neuen Mehrspieler-Map für Gears of War 4. Diese trägt den Namen “Forge” und lässt auf spannende Multiplayer-Gefechte in einem düsteren Ambiente hoffen. Gears of War 4 erscheint am 11. Oktober exklusiv für Xbox One.
Zombies – im Klassik-Test (SNES / MD)
Meinung & Wertung
Martin Gaksch meint: Zombies ist eine gelungene Parodie auf Horror- und Splatterfilme, von “Freitag, der 13.” über “Chucky, die Mörderpuppe” bis zu “Der kleine Horrorladen”: Hinter einem Baum taucht der anschmiegsame Vampir Vlad Belmont auf und die untote Mumie jagt unvorsichtige Forscher durch die Grabkammer. Neben diesen Gags, in detaillierter Grafik mundgerecht verpackt, hinken die Zombies in Sachen innovativer Spielablauf etwas hinterher. Mehr als systematisch die Levels durchzukämmen und hilflose Menschen zu retten, habt Ihr nicht zu tun. Dafür bieten die Designer abwechslungsreiche Spielszenen – von Einkaufszentrum bis zum Spukgemäuer – mit denen Ihr auch auf Dauer beschäftigt seid. Leider bekommt Ihr nicht für jeden Level ein Paßwort, so daß Ihr beim Neueinstieg einige Abschnitte nochmal spielen müßt.
Spannendes Action-Vergnügen mit witzigen Anspielungen auf bekannte Horrorfilme. Ein Muß für alle Fans des Genres!
| Singleplayer | ![]() | 74 |
| Multiplayer | ![]() | |
| Grafik | ![]() | |
| Sound | ![]() |
A Kings Tale: Final Fantasy XV – der erste Trailer
Square Enix hat jetzt den ersten Trailer zu A Kings Tale: Final Fantasy XV veröffentlicht. Hierbei handelt es sich bekanntlich um einen Sidescroller für die Vorbesteller von Final Fantasy XV, der 30 Jahre vor den Ereignissen des Blockbusters spielt.
MilitAnt – im Test (PS4)
| Spiel: | MilitAnt |
| Publisher: | Xibalba Studios |
| Developer: | Xibalba Studios |
| Genre: | Action |
| Getestet für: | PS4 |
| Erhältlich für: | PS4 |
| USK: | |
| Erschienen in: | 8 / 2016 |
Eine Ameise verteidigt ihre Heimat gegen Krabbelviecher, darf vier ihrer Arme individuell bewaffnen und muss sich schießend, dashend und springend durch lineare Levels kämpfen, bevor sie jeweils gegen einen großen Boss antritt. Klingt gut. Doch leider findet sich mehr als eine Fliege in der Suppe: Lauft Ihr zügig durch die 2,5D-Areale, erscheinen Feinde gerne direkt vor Euch, weil das Spiel nicht mit Eurer Laufgeschwindigkeit mithalten kann. Dazu ist das Zielen mit dem rechten Analogstick eine Qual, häufig geht die Aufschaltung verloren. Und warum darf man an einem Armpaar nicht zwei gleiche Waffen nutzen? Der Sound dümpelt vor sich hin, die Grafik wirkt veraltet.
Contra trifft Das große Krab-beln: Die nette Idee wird durch schlechte Steuerung und alte Technik versaut.
| Singleplayer | ![]() | 42 |
| Multiplayer | ![]() | |
| Grafik | ![]() | |
| Sound | ![]() |
Hawken – im Test (PS4)
| Spiel: | Hawken |
| Publisher: | 505 Games |
| Developer: | Reloaded Games |
| Genre: | Ego-Shooter |
| Getestet für: | PS4 |
| Erhältlich für: | PS4 |
| USK: | 12 |
| Erschienen in: | 8 / 2016 |
Mechs sind schon vor langer Zeit zum Randthema in Videospielen verkommen. Umso schöner, dass es die actionorientierte Online-Ballerei Hawken nun endlich auf Konsole geschafft hat und das sogar zum Nulltarif! Wer will, investiert echtes Geld für spielinterne Währung relevante Upgrades und neue Mechs lassen sich aber auch mit im Spiel verdienten Credits kaufen. Die Schlachten gegen die KI oder echte Menschen machen Laune. Behaltet beim Feuern Eure Temperatur im Auge, nutzt Extras und Schubdüsen und geht rechtzeitig zur Reparatur in Deckung, um zu gewinnen! Leider ruckelt Hawken permanent, dazu sind die Levels und Mechs recht grob gestaltet. Ein Solomodus fehlt.
Flotte Mehrspieler-Mech-Action zum Nulltarif, die unter schlampiger Technik leidet.
| Singleplayer | ![]() | 68 |
| Multiplayer | ![]() | |
| Grafik | ![]() | |
| Sound | ![]() |
Carmageddon: Max Damage – im Test (PS4)
| Spiel: | Carmageddon: Max Damage |
| Publisher: | Sold Out Games |
| Developer: | Stainless Games |
| Genre: | Rennspiel |
| Getestet für: | PS4 |
| Erhältlich für: | PS4 |
| USK: | |
| Erschienen in: | 8 / 2016 |
Über 30 wilde Blechboliden, zig Areale, chaoslastige Spielmodi, eine lange Karriere, Tausende ahnungslose Passanten und eine Replay-Funktion, die Euch durchs gesamte Rennen scrollen lässt Carmageddon: Max Damage klingt wie der feuchte Traum jedes blutrünstigen Anarcho-Piloten, der Gegner schrotten und Blut auf dem Asphalt verteilen möchte. Wäre da nur nicht… alles andere!
Grafisch ist das Spiel eine Zumutung: PS2-Niveau mit höherer Auflösung, das sollte hinkommen. Die Texturen sind megamatschig, die Modelle sehr grobschlächtig und das Schadensmodell ist zwar aufwendig, sieht aber in Action hässlich aus. Dazu gesellt sich eine schwammige Steuerung, die Drifts auch nach Stunden Übung noch zum Glücksspiel macht.
Im Karriere-Modus bestreitet Ihr in einer beachtlichen Anzahl von Schauplätzen (das muss man dem Spiel lassen) verschiedene Events. Ihr hetzt auserwählten
Fußgängern oder auftauchenden Checkpoints hinterher, fahrt Runden ab oder nehmt an einer Art Auto-Fuchsjagd teil. In den Classic Carma-Rennen könnt Ihr auch durch schnelles Fahren oder das Töten aller Passanten gewinnen in der Praxis beschränkt Ihr Euch aber auf das Schrotten aller Feinde. Obwohl eine Vielzahl von Power-ups zur Verfügung steht (entweder sammelbar in den Arenen oder umständlich per Einblend-Menü kaufbar), werden viele Auseinandersetzungen zu den immer gleichen Ramme den Feind kaputt-Duellen inklusive nervigem Vorbeirasen und Umdrehen. Nebenbei schaltet Ihr Karren frei, motzt diese ein bisschen auf oder schaut Euch in der stets verfügbaren Wiederholung an, auf welche Weise Ihr Autos geschrottet oder Menschen und Tiere überfahren habt.
Außerhalb von Deutschland gibt es das Spiel auch als Disc, ungeschnitten ist es überall.
Matthias Schmid meint: Ich bin froh, dass ich mir keine Gedanken machen muss, ob mir ein Spiel mit dem Nebenziel Menschen überfahren nach der Amokfahrt von Nizza Spaß bereiten darf. Denn Carmageddon: Max Damage ist derart missraten und hässlich, dass es ohne Probleme selbst dafür sorgt, dass kaum Spaß aufkommt. Hier stimmt lediglich der Umfang technisch wie spielerisch rate ich von diesem Chaosraser ab.
Sofort auf den Schrottplatz damit: blutrünstiger Chaosraser mit übler Technik und lahmer Action; nur der Umfang ist stark.
| Singleplayer | ![]() | 42 |
| Multiplayer | ![]() | |
| Grafik | ![]() | |
| Sound | ![]() |
Videospiele – die Saat der Gewalt?
(Ursprünglich erschien dieser Artikel in der MAN!AC 07/02)
Das abscheuliche Massaker von Erfurt hat Video- und Computerspiele erneut ins Rampenlicht der öffentlichen Diskussion gerückt. Schlummert womöglich in jedem Zocker eine gewalttätige Bestie?
Robert Steinhäuser: 19 Jahre, Ex-Schüler am Gutenberg-Gymnasium in Erfurt, Heavy-Metal-Fan, Waffennarr, leidenschaftlicher Computerspieler – und Mörder von 16 Menschen. Am 26. April 2002 erschoss der als Einzelgänger bekannte Amokläufer zwölf Lehrkräfte, eine Sekretärin, eine Schülerin, einen Schüler sowie einen Polizisten, bevor er sich mit der Pistole selbst richtete. Bei den folgenden Ermittlung stellten Polizei-Beamte neben CDs der amerikanischen Schocker-Combo Slipknot und diversen Gewaltvideos auch Steinhäusers PC samt Software sicher. Darunter fand sich u.a. eine Version von Sierras Ego-Shooter Counterstrike, der nach Aussagen ehemaliger Klassenkameraden zu seinen absoluten Lieblingsspielen zählte.
Auf der Suche nach dem Warum
Welche Einflüsse oder Vorfälle veranlassten Steinhäuser zu der schrecklichen Bluttat? Die Probleme mit Eltern und Schule, permanenter Erfolgsdruck, eine labile Persönlichkeitsstruktur, der häufige Umgang mit Waffen im Schützenverein oder der exzessive Konsum von gewaltverherrlichender Musik und PC-Software?
Für das Gros der TV-Sender und der Printmedien war der Schuldige schnell gefunden: So titulierte die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung am 28. April einen Artikel mit Software fürs Massaker – Ein Computerprogramm der Firma Sierra Entertainment hat den Amokläufer von Erfurt trainiert und das Hamburger Abendblatt schrieb über Videospiele Alles, was sich bewegt, wird erschossen. Nur wer schneller schießt, kommt weiter. Die Opfer schlagen blutüberströmt einen Salto rückwärts. Wer sich den Weg freiballert, bekommt einen Bonus. Kinderwagen mit Großmüttern bringen Extra-Punkte. Der Blutfluss kann programmiert werden – für Anfänger normal, für Fortgeschrittene schnell und heftig.
Auch die Politik war nicht um vorschnelle Äußerungen wie Die Killerspiele müssen verboten werden (Bayerischer Ministerpräsident und Unions-Kanzlerkandidat Edmund Stoiber) verlegen, was quer durch alle Parteien für Zustimmung sorgte – schließlich will sich kein Staatsmann im Wahlkampf eine Blöße geben.
Erst einige Tage nach der Bluttat besannen sich die Journalisten und ließen nicht nur Kriminologen, Medienwissenschaftler sowie Vertreter der Spieleindustrie zu Wort kommen, sie förderten auch wichtige Details aus Steinhäusers Leben zu Tage. Allem Anschein nach war der spätere Amokläufer von Beginn an mit dem Leben als Gymnasiast überfordert. Selbst auferlegter Erfolgsdruck, schlechte Zensuren sowie der schlussendliche Rauswurf aus der Lehranstalt machten Robert S. zu einem ernsten, verschlossenen Schüler, der sich weder seinen Eltern noch seinen Lehrern anvertraute. Vielmehr zog er sich immer mehr zurück in seine eigene Welt, die von aggressiver Musik, gewaltintensiven Computerspielen und Videofilmen sowie dem Üben mit scharfen Waffen im lokalen Schützenverein bestimmt war. Am 26. April schließlich entluden sich seine Verbitterung und sein Hass in einer schrecklichen Bluttat.
PlayStation Store – neu am 22. Juli 2016
PlayStation 4:
- Gal Gun: Double Peace – 54,99 Euro
PlayStation Vita:
- Gal Gun: Double Peace – 39,99 Euro




















