Devil’s Third – im Test (Wii U)

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Ivan, der Devil’s Third-Hauptdarsteller, ist ein Haudegen alter Schule: ein tätowiertes Muskelpaket mit Knarre im Anschlag und Katana auf dem Rücken. Er spricht nur, wenn es sein muss, pafft unter Feindbeschuss Zigarette und läuft in Eis und Schnee mit nacktem Oberkörper herum. Passend dazu ist Devil’s Third ein Actionspiel alter Schule – es wirkt, als wäre es aus dem Jahr 2005 in die Jetzt-Zeit gebeamt. Zum einen sieht der Wii-U-Shooter grafisch wie ein Xbox-360-Launchtitel aus: Damals hätten wir die detaillierten Gesichter gelobt, heute spotten wir über Matsch-Texturen und unrealistische Beleuchtung. Damals hätten wir von der Inszenierung einiger Actionszenen geschwärmt, heute (gefühlte zehn CoD-Episoden später) lächeln wir nur müde, wenn Flugzeuge explodieren oder Gebäude plattgemacht werden – das wirkt 2015 billig und nicht mehr zeitgemäß.

Trotzdem geil? Nicht wirklich. Zwar geht die Steuerung in Ordnung, richtig rund wirkt das Charivari aus Ego-Shooter, Third-Person-Deckungsballerei und Hack’n’Slay aber nicht: Die Positionierung der Waffe in Ego-Sicht ist seltsam, zudem ärgert Ihr Euch regelmäßig über Kameraprobleme. Trotzdem verdient der Ansatz, verschiedene Action-Spielarten unter einen Hut zu bringen, Lob – daran wagt sich kaum ein Konkurrenztitel. Richtig spaßig sind die immer wieder anderen Nahkampf-Kills (dank wechselbarer Waffe) und so manches Boss-Duell. Geballert und gemetzelt wird übrigens in Lagerhallen, Häfen, Tempeln und Laboren – die fiktiven Areale sind Schauplatz einer trashigen ”Mutierte Supersöldner wollen Weltherrschaft, Ivan muss sie stoppen”-Story.

Die Frotzeleien meines Kollegen Tobias (”Oh, spielst Du das erste Counter-Strike auf Wii U?”) bringen ein Problem des Mehrspieler-Modus von Devil’s Third auf den Punkt: Die Action sieht einfach unappetitlich aus. Wer schon mal in Destiny Online-Schlachten bestritten hat, reibt sich bei den matschigen Texturen und hässlichen Arenen eines Devil’s Third die Augen.

Doch das nehme ich hin – schließlich hatte ich auch mit der Solo-Kampagne meinen Spaß, und die sah kaum besser aus. Also stürze ich mich in Online-Kampf um Online-Kampf… oder besser gesagt: Ich versuche es. Denn Mitspieler sind Mangelware!

Selbst zu guten Zeiten warte ich oft Minuten, bis ein Melonen-Matsch-Match zustande kommt, nach Mitternacht oder am frühen Morgen finden sich selbst für Team-Deathmatches nicht immer genug Leute ein – nicht schön für mich als nachtaktiven Zocker. Ob das daran liegt, dass tatsächlich kaum ein Mensch ”Devil’s Third” online spielt oder der Spielersuchdienst einen schlechten Job verrichtet, wissen wir nicht…

Wenn eine Partie startet (im normalen Deathmatch schon ab drei Leuten), erlebt Ihr eine solide Online-Ballerei mit schnellen Kills – die Steuerung und damit verbunden Eure Treffsicherheit fällt aber mittelmäßig aus. Reizvoll ist die an vielen Stellen einsetzbare Kletterfähigkeit, das sorgt für Vertikalität. Wegen der suboptimalen Zielsteuerung und manchen Lags sind Camper im Vorteil: Aus der Deckung auf umherlaufende Feinde zu feuern, ist ratsam. Wer auf Dauerspurt-Action steht, kauft sich besser eine starke Nahkampf-Waffe und hackt drauflos. Witziger Fakt: Die Kill-Cam hält nicht, was ihr Name verspricht – sie zeigt Euren Killer, nicht aber den Kill selbst. Während lange Menü-Ladezeiten und teure Shop-Preise nerven, bietet der ”Siege”-Modus viel Tiefgang: Ihr kämpft in Clans, heuert als bezahlter Söldner an, baut im Editor die eigene Basis aus und verteidigt bzw. attackiert in der Schlacht wechselnde Hot Spots – das ist cool. ms

Matthias Schmid meint: Komisch – bei Uncharted 3 verließ mich nach zwei Stunden die Lust, bei Devil’s Third griff ich durchaus mit Freude immer wieder zum Pad, bis der Abspann über den Schirm flimmerte. Dabei ist die Grafik großteils fies, die KI grottig und die Geschichte vorhersehbar. Auch die derbe Gewalt lockt einen adulten Videospiel-Tester mit Faible für intelligente Indiegames nicht hinter dem Ofen vor. Warum also hatte ich Spaß mit Ivan? Weil sich der trashige Actioner nicht ernst nimmt, weil die Checkpoints fair verteilt und die Bosse übertrieben sind, und weil Ivan Ego-Ballern, Deckungs-Shooten und Hack’n’Slayen kann – einen sekundenschnellen Übergang vom Shotgun-Splatterschuss zum Kopf-ab-Kill per Vorschlaghammer seht Ihr (vor allem auf Wii U) nicht alle Tage!

Wenn die grundlegende Spielbarkeit nicht stimmt, nutzen einfallsreiche Spielvarianten wenig. Der Online-Part von Devil’s Third ist (ähnlich wie die Kampagne) weit entfernt von unspielbar oder unspaßig – trotzdem hat er angesichts der hochwertigen Konkurrenz im Online-Shooter-Sektor eigentlich keine Daseinsberechtigung. Die Steuerung ist zu keinem Zeitpunkt so flott und fehlerfrei wie bei CoD, Halo &amp Co., auch bei der Spielbalance (zu starkes Trainingsgewehr, rasch tödliche Nahkampf-Attacken) hapert es. Da verpuffen leider die guten Ansätze: witzige Kostüme, der ziemlich taktische und vielseitige ”Siege”-Modus (samt Basen-Bau), die hektische Hühnerhatz oder das ordentliche Shop- und Lobby-System. Und dass ich erst ab Level 5 Zugang zum ”Siege”-Modus habe, ist einfach doof.

  • 70% Ego-Ballern, 30% Hack’n’Slay
  • simples Block- und Ausweich-System
  • regelmäßige Bossfights
  • sehr linearer Level-Aufbau
  • zig verschiedene Mehrspieler-Modi

Actionfans mit Faible für altbackene Japangames könnten Gefallen an Ivan finden – obwohl die meisten Shooter hübscher, moderner und besser sind.

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Hitman – Erscheinungstermin, Preis und DLC-Fahrplan

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Square Enix hat jetzt offizielle Informationen zu Erscheinungstermin, Verkaufspreis und DLC-Fahrplan von Hitman für uns. Demnach wird der Titel am 11. März 2016 veröffentlicht und in der “Intro Pack” genannten Basisversion 34,99 Euro kosten.

Besagte Fassung bringt drei Location (Paris, Marrakesh und Sapienza) und sechs Kampagnen-Missionen mit sich. Im Contract-Modus sind zudem ungefähr 800 Ziele vorhanden.

Außerdem kann das sogenannte Upgrade Pack für 29,99 Euro erworben werden, das, wie der Name bereits vermuten lässt, alle Zusatzinhalte beherbergt. Dies bedeutet etwa monatlich neue Sandbox-Locations (Thailand im April, USA im Mai und Japan im Juni), neue Kampagnen-Missionen und Ziele im Contracts-Modus sowie frische Signature-Kills.

Freunde von Rundum-Sorglos-Paketen dürfen für 59,99 Euro zuschlagen und erhalten dafür beide Packs. Außerdem gibt es dafür auch noch garantierten Zugang zum Beta-Test.

Spiele-Indizierungen im September 2015

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Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien hat im September nachfolgende Titel indiziert:

Indizierungen (Listenteil A):

  • Army of Two – Classics (360, EU-Version)

Eine kuriose “Altlast”, kann man wohl sagen… spannender sind diesmal die Streichungen, denn da hat offensichtlich Rockstar beantragt, dass die nicht-deutschen Fassungen von diversen Grand Theft Autos vom Index genommen werden, und das mit Erfolg: Liberty City Stories, Vice City Stories und San Andreas dürfen nun tatsächlich auch hierzulande wieder ungeschnitten öffentlich verkauft werden.

Mario Tennis: Ultra Smash – Erscheinungstermin für Europa

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Nintendo of America gibt per Twitter bekannt, dass Mario Tennis: Ultra Smash in Europa und den USA am 20. November erscheinen wird. Der Titel war auf der E3 angekündigt worden.

Abseits von portablen Veröffentlichungen oder Virtual-Console-Versionen ist es das erste stationäre Mario-Tennis seit Mario Power Tennis für den GameCube, das 2004 erschien.

The Witcher III: Wild Hunt – Patch 1.09 kommt im Oktober und bringt viele Änderungen

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Community Lead Marcin Momot schreibt im Forum von The Witcher III: Wild Hunt, dass der Patch 1.09 massive Änderungen, wie eine verbesserte Performance der PS4-Version des Action-Rollenspiels, mit sich bringen wird. Als Veröffentlichungstermin dafür ist aktuell der Oktober angepeilt.

The Witcher III: Wild Hunt erschien am 19. Mai. Die erste große Erweiterung dafür wird am 13. Oktober veröffentlicht.

PlayStation 4 – System-Update V3.00 ab heute erhältlich

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Heute ist es soweit: gegen Mittag wird der nächste “große” Versionssprung für die Systemsoftware der PS4 erhältlich sein – V3.00 bringt allerdings kaum wirklich nützliche Erweiterungen mit sich (nur die Erhöhung des Cloud-Speichers auf 10 GB für Plus-User ist in der Tat praktisch), dafür aber jede Menge Community- und Sticker-Schnickschnack.

Eine kurze Übersicht zu den “wichtigsten” Neuerungen gibt’s oben im Video, auf dem PlayStation Blog findet Ihr eine detaillierte Liste.

Grand Ages: Medieval – im Test (PS4)

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Echtzeitstrategie (auf Konsole) stirbt! Auch Grand Ages: Medieval schafft nur bedingt Abhilfe, da es sich eher um eine Handelssimulation handelt. In der Kampagne schlüpft Ihr in die Rolle von Leon, der seine Stadt im Laufe des 11. Jahrhunderts zu neuem Ruhm führen will. Das bedeutet: Ihr quält Euch zunächst durch ein staubtrockenes Tutorial, fühlt Euch von der Komplexität des Spiels erschlagen.

Nach einiger Zeit durchschaut Ihr das Prinzip: Rekrutiert Siedler, erforscht das Umland und baut auf einem geeigneten Fleck eine neue Stadt. Dabei solltet Ihr einen Ort wählen, der Rohstoffe bietet, den die umgebenden Siedlungen benötigen. Eure Händler laufen von Euch erstellte Handelsrouten ab und agieren autonom. So baut Ihr ein größer werdendes Netzwerk auf und freut Euch über das wachsende Bankkonto.

Ihr errichtet Gebäude, erhöht die Güterproduktion, rekrutiert Soldaten, schließt Bündnisse mit Konkurrenten. Da jede Aktion im Spiel Zeit benötigt, ist die Vorspultaste Euer Freund. Durch wachsende Einwohnerzahlen erhöht Ihr Euren Rang, erforscht Upgrades wie neue Einheiten oder effizienteren Rohstoffabbau.

Nach gut acht Stunden ist die Story vorbei, Ihr werdet ins freie Spiel entlassen. Nun expandieren auch die gegnerischen Parteien und Ihr versucht, Euch Europa unter den Nagel zu reißen. Die unspektakulären Kämpfe setzen auf Masse: Ihr seht wuselnde Einheiten und abnehmende Hitpoints, keine Formationen, kein kluges Platzieren von Bogenschützen hinter der Kavallerie – nur den Befehl zur Flucht könnt Ihr erteilen. Die Steuerung ist angesichts der Herausforderungen an ein Konsolen-Strategiespiel in Ordnung, die schöne Musik sorgt für eine entspannte Atmosphäre.

Robert Mons meint: Ich wollte packendes, neues Strategiefutter – zeitraubende Variationsarmut war die Realität. Ihr geht nach Schema F vor, habt bald alles erforscht, starrt permanent auf die monotone Landschaft. Nach der Kampagne freut Ihr Euch, den Gegner endlich mit einer Riesenarmee angreifen zu können. Doch wenn Ihr auf Augenhöhe kämpft, schmilzt das Bankkonto und Soldaten fliehen. Dann heißt es: Frieden schließen, feindliche Städte mit massig Zeit und Geld übernehmen… und wegdösen.

  • gut 8-stündige Kampagne oder freies, komplett konfigurierbares Spiel
  • Konsolen-Neustart hilft bei lahmen Menüs
  • nervige, sich wiederholende Soundsamples
  • englische Sprachausgabe ist besser

Nüchterne Handels­simulation im europäischen Mittelalter – Geschichts- und Wirtschaftsfans dürfen einen Blick riskieren.

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Xbox Game Store – neu am 29. September 2015

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Xbox One:

  • NBA 2K16 – 69,99 Euro

Xbox 360:

  • NBA 2K16 – 49,99 Euro

PlayStation Store – neu am 29. September 2015

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PlayStation 4:

  • NBA 2K16 – 69,99 Euro
  • Arcade Archives: Moon Cresta – 9,99 Euro
  • Poltergeist: A Pixelated Horror – 7,99 Euro

PlayStation 3:

  • NBA 2K16 – 49,99 Euro

Quantum Rush: Champions – im Test (XOne)

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Mit futuristischen Rasern sind die Xboxen bislang selten beglückt worden, nach Quantum Redshift auf der ersten Microsoft-Konsole kam nichts Nennenswertes mehr nach – das ändert sich auch mit dem ähnlich betitelten Quantum Rush nicht. Das klaubt sich seine Ideen aus diversen Vorbildern zusammen, zuvorderst natürlich von WipEout, ohne daraus ein reizvolles Ganzes schaffen zu können: Zwar steuern sich die Gleiter noch ganz akzeptabel, dafür fallen die Strecken trotzt teils offenerer Kursführung recht dröge aus das Waffensystem ist unhandlich und die ohnehin selten wirklich flüssige Grafik kommt gelegentlich massiv ins Stocken. Und wer sich damit arrangieren kann, ärgert sich über KI-Gegner, die hin und wieder übermächtig wirken.

Bemühter, aber rundum schwächerer “WipEout“-Verwandter.

Singleplayer4
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