Damsel in Distress

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  • Dieses Thema hat 419 Antworten, 27 Teilnehmer, und wurde zuletzt von Anonym vor vor 13 years aktualisiert.
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  • #1121160
    Bastian 1984Bastian 1984
    Teilnehmer

    Ein guter Artikel über Damsel in Distress bei Giga.de:

    GIGA wrote:
    Die deaktivierte Kommentarfunktion ist ein trauriges Sinnbild für den Zustand der Sexismus-Debatte im Games-Umfeld. Es gibt sie nicht. Wird sie dennoch geführt, artet sie blitzschnell in offene Hassbekundungen aus. Das, liebe Mitspieler, ist ziemlich scheiße.

    […]

    Das unschöne Thema frauenfeindlicher Gesinnung in Spielen und auch unter Gamern selbst macht leider keinen Spaß. Ganz im Gegenteil. Es nervt, verdirbt uns unschuldige Freuden und beschmutzt ein leidenschaftlich gepflegtes Nest. Vielleicht will auch genau deshalb niemand wirklich drüber reden.

    Für all diejenigen, die einfach nur spielen wollen, ist es nämlich ein höchst irritierendes Störgeräusch in einer ansonsten durchweg bekömmlichen Unterhaltungskultur. Spielen ist ja immer auch Flucht, ist gelebter und geliebter Eskapismus. Wird das digitale Paradies, in dem man so gerne abschaltet, aber plötzlich von ein paar dahergelaufenen Miesepetern zu einem Hort misogyner Anfeindungen und frauenfeindlicher Hasstiraden gemacht, dann findet das eben nicht jeder gut. Wenn dann auch noch ideologisches Schundluder mit den persönlichen Lieblingsikonen getrieben wird, ist es der Ofen komplett aus. »Nicht einmal hier hat man seine Ruhe«, werden sich viele denken.

    Dabei verlangen Blogger wie Jenny Haniver und Anita Sarkeesian ja gar nicht, dass man ab sofort nur noch „Journey“ spielt und sich im Gegenzug den Spaß an „God of War“ verbietet. Ihnen geht es nur um eine respektvoll geführte Diskussion an deren Ende hoffentlich ein paar bessere Spiele stehen. Wer da nicht mitreden will, kann sich gerne enthalten. Die Frage muss aber unbedingt gestattet sein!

    http://www.giga.de/spiele/god-of-war-4/specials/sexismus-und-games-und-alle-so-yeaaaah-kommentar/

    #1121161
    Oliver GruenerOliver Gruener
    Teilnehmer

    Kommen wir mal wieder zum Grundthema zurück. Nichts gegen Frauenspiele. Es gibt schließlich auch Frauenfilme und Frauenliteratur. Also was haben solche Frauen dann gegen Männerspiele? Es gibt doch nun wirklich mehr Vielfalt als je zuvor, egal ob für Frauen, Männer, Kinder, Großeltern oder alle zusammen. Ich will jedenfalls meinen Rüstungsbikini! ^^

    #1121162
    VreenVreen
    Teilnehmer

    Frauen und männerspiele? Warum wundert mich das nicht.

    #1121163
    captain carotcaptain carot
    Teilnehmer

    Vielleicht einfach die Tatsache, dass in Spielen gerne ein sehr antiquiertes Frauenbild transportiert wird? Und nein, es muss nichtmal der Rüstungsbikini sein.

    Wirf doch mal einen Blick in die vermeintliche Männerdomäne Heavy Metal. Da wird eine Band auch gerne mal politisch unkorrekt als gay oder schwul bezeichnet. Spielt aber gar keine Rolle, ob ein Bandmitglied nun homo ist oder nicht. Sogar die ganze Kapelle könnte schwul sein ohne dass sie gay ist.
    Ebenso gibt es ganz allgemein anerkannte Musikerinnen in dem Bereich, an denen sich auch keiner stört. Dabei müsste man doch eigentlich davon ausgehen, dass Metal die Machoshow unter den Musikrichtungen ist.

    #1121164
    Anonym
    Inaktiv

    Ich fühle mich bemüßigt,euch meine Gedanken und Schlussfolgerungen, zu einigen der hier geposteten Argumente und Kommentare darzulegen.
    Diese ganze Debatte,ob Videospiele ein fragwürdiges Frauenbild transportieren,ist wohl dem allgemeinen Konsens und Diskussionswahn geschuldet.
    Sind wir doch mal ehrlich:Eine simple Geschichte,welche von der Thematik eher Vorschulniveau erreicht,zu einem frauenverachtendem Epos umzudeuteln
    ist eindeutig zu viel des Guten.
    Die Thematik “Prinz rettet Prinzessin” ist doch schon seit Jahrhunderten in den Weltkanon der “Evergreens” der Geschichtenerzählung eingegangen.
    Meiner Meinung nach ist es,dank Internet,zur einer höchst bedenklichen Anflutung von Meinungen und vermeintlichen wissenschaftlichen Erkenntnissen
    gekommen.
    Wir sollten uns alle nur sehr vorsichtig und meiner gesunden Portion Skepsis all den Kampagnen-egal in welchen Medium- nähern!
    Ein falsches Frauenbild,ja sogar Menschenbild wird permanent von allen Beteiligten Parteien und Institutionen in die Welt posaunt!
    Denn:Je wirksamer ein Massenmedium ist um so mehr Interessengruppen befleißigen sich ebendiesem,um ihre Sicht der Dinge zu verbreiten.
    Das heißt: Augen auf und nachgedacht!
    Wo ist eigentlich der Einwand,daß man den Eindruck haben könnte,daß es sich beim Feminismus um eine Ideologie handelt,welche den
    immerwährenden Klassenkampf zwischen den Geschlechtern propagiert?
    Es ist schön,sich als intellektuell wahrnehmender Mensch,mit solchen Theorien zu beschäftigen.Solche griffigen und polarisierenden Gedankengebäude sind
    beruhigend und geben dem,in der jeweiligen Gedankenwelt sich bewegenden Menschen Frieden!
    Leider bestehen die meisten Ideologien,welche einen immerwährenden Kampf propagieren,meist nicht den Realitätscheck.
    Trotz dieses Umstandes sind Utopien nötig,um der Gesellschaft einen Weg aufzuzeigen,wie es auch anders gehen könnte.
    Sowas macht im Kopf beweglich und ist eine feine Sache!
    @Oli Grüner
    Es gibt einige Dinge,die einfach nicht in den öffentlichen Medien diskutiert werden sollten.Der Umstand,daß Ausländer,angeblich,überproportional an
    Verbrechen beteiligt sind gehört dazu.
    Auch das Verhältnis Israel-Deutschland bietet sich an,allerdings wäre der Schaden,in beiden Fällen,größer als der Nutzen für die Republik.
    So eine Diskussion würde nur Demagogen,Rattenfänger und plumpe “Das wird man doch mal sagen dürfen !” Protagonisten auf den Plan rufen.
    Uns Deutschen ist oft nicht bewusst,daß wir aufmerksam vom Rest der Welt beäugt werden!Du wirst verstehen,daß ein offenes und modernes
    Deutschlandbild für Uns als Exportnation eine essenzielle Bedeutung hat.
    Leider,muss ich jetzt was arbeiten,sonst hätte ich euch noch mit meiner Meinung zum Sozialstaatsumbau a la Fenris beglückt!
    Schönen Tag noch…

    #1121165
    VreenVreen
    Teilnehmer
    fenris21 wrote:
    Die Thematik “Prinz rettet Prinzessin” ist doch schon seit Jahrhunderten in den Weltkanon der “Evergreens” eingegangen.

    das etwas seit jahrhunderten im weltkanon zu finden ist, ist weder ein argument für dessen richtigkeit noch für dessen recht auf beständigkeit. mal ersthaft, vor ein paar jahrhunderten waren die menschen noch unzivilisiertere barbaren als sie es heute sind. das glück und auch die verantwortung die wir in einer aufgeklärten gesellschaft haben, ist alles kritisch zu hinterfragen und uns nicht nur die rosinen und den offensichtlichen schwachsinn heraus zu picken.

    fenris21 wrote:
    Ein falsches Frauenbild,ja sogar Menschenbild[…]

    wahrscheinlich verstehe ich dich falsch,aber du differnzierst hier gerade zwischen frauen und menschenbild, und bringst durch dieses “ja sogar” eine steigerung hinein. das impliziert ersten, dass frauen und menschen zwei paar schuhe sind und zweitens, dass das menschenbild dem frauenbild übergeordnet ist. eine feministin würde für diesen satz mit dir den boden aufwischen ;-)

    #1121166
    Oliver GruenerOliver Gruener
    Teilnehmer

    @Vreen und alle Feministen, Was habt ihr denn so gegen Inhalte für Männer? Habt ihr euch überhaupt schon mal angeschaut, was im Gegensatz dazu für ein Männerbild in Frauen-Medien und insbesondere auch in Klein-Mädchen Medien verbreitet wird? Regt ihr euch darüber auch auf? Über die ganzen kleinen trotteligen Jungs, die sich vom klugen Mädel retten lassen müssen? Über den muskulösen Highlander im knappen Lendenschurz der bei der Dame vom Hofe, als auch der Leserin, Hitzewallungen verursacht?

    Die Gleichberechtigung in den Medien ist schon lange da! Es gibt für jeden Geschmack das passende. Das Problem ist nur, so was kennt ihr gar nicht, weil ihr als Jungs so was nie konsumiert habt! Geht einmal in den nächsten Zeitungskiosk und guckt euch diese ganzen Baccara, Bianca, Dr. XY, Prinzessin Liilyfee etc. Dinger mal an … oder, prominentes Beispiel:- Edward aus Twilight. Der ist so unrealistisch, weil er einer Frauenfantasie entsprungen ist, die hier ihr eigenes Idealbild von perfekter Liebe und dem Kerl, der ewig darauf gewartet hat als auch gleichzeitig noch strahlender, starker Ritter sein soll, nieder geschrieben hat – und Millionen Mädchen fliegen auf ihn!

    #1121167
    captain carotcaptain carot
    Teilnehmer

    Ja. Ehrlich gsagt mindestens genauso. Insofern man da von Aufregen sprechen kann.

    #1121168
    VreenVreen
    Teilnehmer

    @oliver: was sind denn inhalte für männer? klassischerweise meinst du wahrscheinlich testosteronschwangere muskelberge, die mit gewehren irgendwas zu klump schiessen, am ende die prinzessin oder arme waisenkinder retten, vielleicht noch ein panzer oder ferrari zu fahren ist und frauen im bikini herumspringen. das wäre dann das stumpfsinnige stereotyp des männerspiels. so reinrassig findet sich das bsw bei duke nukem, und karrikiert sich dabei natürlich selbst. derartige klischees sind immer karrikaturen. tatsächlich gibt es genug frauen, die an ähnlichen szenarien spass haben, und genauso männer, die in jump n runs über bonbonbunte wölkchen springen und lächelnde sternchen auf schildkröten verschiessen.

    die strikte trennung in männerprodukt, frauenprodukt und welche trennungen “leuten wie dir” noch so alles einfallen, sind nicht mehr als gedankenkrücken, sich eine vielschichtige und dadurch komplizierte welt einfach und klar strukturiert erscheinen zu lassen. sobald man aber differenziert bricht das bild zusammen. müsste eine lesbische frau nicht genauso spaß an heterosexualisierten männerspielen haben wie ein mann? das beispiel mit twilight ist in dem zusammenhang auch gut gewählt. ob das buch/film einer männer oder frauenfantasie entsprungen ist, erklärt nur scheinbar die inhalte. ich mein, als ob diese filme so erfolgreich hätten werden können, wenn nur frauen sie gesehen hätten. meld dich doch mal auf moviepilot an und guck die persönliche kritiken zu den filmen an. da gibts haufenweise männer die twilight was abgewinnen können und das auch (was noch ein faktor ist) zugeben. andersherum, hast du mal punisher warzone gesehen? der einzige punisherfilm, in dem der punisher ohne ausformuliertem rape and revengehintergrund leute abschlachtet. den hat zb ne frau gedreht.

    #1121169
    VreenVreen
    Teilnehmer

    und was sexistische elemente in reinen “frauenmedien”, wie du sie nennst, angeht: die geschlechtertrennung, gerade über die vermittlung von akzeptanz auf bestimmte “passende” medien, ist generell ein relikt aus unreflektierteren zeiten, in denen weder grundlagen der psychologie noch der pädagogik die menschen erreicht hat. es ist einfach einfacher gewesen, rollenbilder kindern anzuerziehen. jungs sollten jungssachen machen, mädchen mädchensachen, und sie entwickleten sich häufiger zu den rollenbildern entsprechende erwachsene und hinterfragten weniger. der einfachheithaltber findet sich das immer noch, besonders bei produkten für kinder, da die gesellschaft, neben den profitablen wirtschaftlichen vorteilen dieses systems, auch angst hat, die geschlechtliche entwicklung nicht zu beeinflussen, weil in der konservativen welt chaos und anarchie daraus entsteht, wenn menschen sich bewusst fragen dürfen, welches und wie sie ihre rollenbilder auswählen.

    jedenfalls reden wir hier über ein system, das bei näherer betrachtung falsch ist, aber traditionell und wirtschaftlich vorteilhaft. und zur grundfrage zurück, warum sollte ich mich darüber aufregen, dass in “frauenmedien” auch rollenklischees verwendung finden? das bestätigt doch nur, das sich männer und frauen nicht diametral gegenüberstehen, und auch frauen den gleichen scheiß verinnerlichen wie männer, was meine ursprungsthese bestätigt. wenn wir über absolute gleichberechtigung reden, gibts keinen grund davon auszugehen, dass frauen weniger fehler machen oder machen sollten, als männer…

    #1121170
    LofwyrLofwyr
    Teilnehmer

    Die Diskussion hier ist doch mal wieder total für die Füße. Beim letzten Versuch hat das einzige verbliebene weibliche Forenmitglied die Biege gemacht. Spricht ja mal Bände.

    #1121171
    VreenVreen
    Teilnehmer
    Lofwyr wrote:

    Die Diskussion hier ist doch mal wieder total für die Füße. Beim letzten Versuch hat das einzige verbliebene weibliche Forenmitglied die Biege gemacht. Spricht ja mal Bände.

    wohlgemerkt nachdem sie sich über die infantilen tittenbilder in den news beschwert hat.

    #1121172
    bitt0rbitt0r
    Teilnehmer

    hat jemand titten gesagt?

    #1121173
    Bastian 1984Bastian 1984
    Teilnehmer
    Vreen wrote:

    Frauen und männerspiele? Warum wundert mich das nicht.

    Also mal ganz ohne Scheiß: Meine Frundin spielt dieser Tage “Lesiure Sweet Larry: Magna Cum Laude” und amüsiert sich ganz prächtig darüber. Aber ich muss immer die Tanzszenen machen (Steuerkreuzrumgedrücke).

    Vreen wrote:

    und genauso männer, die in jump n runs über bonbonbunte wölkchen springen und lächelnde sternchen auf schildkröten verschiessen.

    Juhuu

    Das traurige ist ja tatsächlich, das manche anscheinend glauben, die Kritik an Sexismus im Spielen wäre gleichbedeutend mit der Forderung, wir müssten alle so etwas spielen:

    Pony-Friends-2_Wii_USboxart_160w.jpg

    EDIT: Ansonsten kann ich es übrigens gut verstehen, wenn Frauen der M! und dem Forum den Rücken kehren…
    Und ob ein Thread wie dieser Anstoß war, sei mal dahingestellt. Selbst wenn es der letzte Tropfen auf das volle Fass gewesen sein mag,das Fass war schon voll…

    #1121174
    VreenVreen
    Teilnehmer

    meine freundin feiert shadows of the damned voll ab, eben wegen dem asozialen, männergerechten prollhumor, der da auf die spitze getrieben wurde und freut sich auf the last of us. ich muss ihr mal sagen, dass sie eigentlich lieber little big planet oder maximal noch mirrors edge spielen sollte.

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