Der Film und Fernseh Thread

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  • #958954
    Fred FensterFred Fenster
    Teilnehmer

    @chis kong: hmm ok da hast du sicherlich einen punkt … ich hatte dich eher so verstanden, dass die Filme einen Abgesang auf ein best. Genre darstellen, was imo vor allem für chinatown zutrifft. So, wi edu es definiert hast geh ich nicht ganz konform damit, denn filme handeln ja immer ein bestimmtes thema ab, aber zB. Die Klapperschlange sehe ich eher als Starter der 80iger Actionfilme, als einen Abgesang – in Escape from alcatraz geht es ja auch um die verrohung der gesellschaft, also wie die Wärter blind dem direktor folgen und Befehle befolgen so auch in the shawshank redemption, vlt. auch full metal jacket… und auch watchmen, war ja einer der früheren comic-verfilmungen und klar behandelt er das ende einer ära in seinem eigenen universum. also wie gesagt du hast da schon einen punkt. ich stell hier mal die these auf, dass Kubrikfilme immer den anspruch hatten mit einem Filmgenre abzuschließen (zumindest die späteren): the shining, 2001, fullmetal jacket etc – was sagt ihr dazu?
    ja ich habe einen fable für filme aus den 60igern und 70igern – in den 90igern bin ich nicht so gut^^ kam nicht nach pulp fiction nur noch crap? ;-)


    @Harrikules
    : the wire ist schon eine der besten serien, die ich je gesehen habe. allerdings kann man sie nicht mit dingern, wie die sopranos, braking bad oder sowas vergleichen. ich hab the wire eher als eine art umfassende reality-doku geschaut – ich habe allerdings schon meine probleme mit dem writing. klar ist es total ausgeklügelt, komplex und spannen, die charaktere sind total glaubhaft etc, aber ich konnte mich teilweise einer latenten langeweile nicht erwehren, das ist mir zb bei deadwood (die ja auch recht realistisch aufgemacht ist) nicht passiert, vielleicht liegts aber auch daran, dass die handlung einfach sehr koplex war, fand ich.
    Carnivale musst du dir ansehen! ich weine immernoch darüber, dass da kein richtiges ende gibt, aber wenn du n bissi auf mystery á la king stehst ist es ein muss.
    Mit Braodwalk Empire fremdel ich zur Zeit noch etwas. ich weiß nicht warum aber ich komme nicht über die ersten 3 episoden hinweg – ich finde das settting und alles drum und dran richtig gut aber ich finde die bisherige story so unfassbar lame ich komm einfach nicht rein und ich hör immer nur wie geil es in den nächsten staffel wird und the wire´s Omar muss woh eine wichtige rolle haben?

    #958955
    ChrisKongChrisKong
    Teilnehmer

    @Fred Fenster Es bezog sich weniger auf das Genre, als halt auf den typischen Hollywood Helden-Archetypus, der demontiert wird. Die Helden sind desillusioniert, wissen zum Teil gar nicht, welche Seite die richtige ist, sei es Travis Bickle, Snake Plissken oder der von Sheen gespielte Soldat in Apocalypse Now. Auch Jack Gittes ist eher der Antiheld. Der Lack ist ab, wie man so schön sagt.
    Auf jeden Fall sprechen mich diese Themen an. Z.B. in Erbarmungslos von Eastwood, einerseits ein Abgesang auf das Genre, aber auch eben auf das Bild des Cowboys. Töten ist ein schmutziges Geschäft, der “Held” macht nicht mal vor Kindern halt.

    Ach, einen Filmtipp habe ich für dich, da du ja Lynch Filme magst und von daher wahrscheinlich auch solche, die eine starke Bildsprache haben. Einer meiner absoluten Favoriten ist Schrei in der Stille oder auch Reflecting Skin. Unter letzterem Namen ist der Film hierzulande kürzlich als Bluray erschienen. Der Film ist einerseits extrem kryptisch, entwickelt aber eine Sogwirkung, die seinesgleichen sucht, besonders wenn man ein Faible dafür hat.
    Und man stelle sich vor, alles nach Originaldrehbuch, wo man eigentlich eine Adaption erwarten würde.
    Vielleicht kennst du diesen Film auch schon.

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    Und ja, der Einstieg in Boardwalk Empire mag eher zäh sein, aber nachdem gewisse Entwicklungen in Gang sind, steht man danach nur noch mit offenem Mund da. Die 3. Staffel ist sogar etwas vom Besten und Spannendsten, dass je im TV lief.

    #958956
    Fred FensterFred Fenster
    Teilnehmer

    Naja ich sehe es eher so, dass eben diese Zweiseitigkeit und vlt auch Metaporphose der Charaktere zentral ist und es nicht unbedingt etwas damit zu tun hat, dass hier ein archetyp gebrochen wird, wie gesagt nach escape from new york ging´s ja erst so richtig los mit den archetypischen helden (Stallone, Willis, Schwarzenegger). Bei Easy Rider würde ich dir auf jedenfall recht geben und vlt auch bei filmen, wie stand by me und breakfast club – die einfach weil sie diese coming of age thematik haben und so auch einerseits mit der Kindheit aber auch mit einer bestimmten Zeit abschließen.
    Oh danke für den tipp – ich interessiere mich zwar für lynchfilme, habe aber bei weitem noch nicht alles gesehen… vom cover her musste ich direkt an carnival denken^^
    ja also wenn ich dir Filme empfehlen kann und du noch nicht viel gesehen hast, würde ich dir erstmal die klassiker empfehen also
    12 angry men, to kill a mockingbird, north by northwest, strangers on a train, the killing, killers kiss, paths of glory, the great escape,
    sehr geflasht hatte mich damals auch rosemaries baby, deep red haha und natürlich splatterkracher, wie last house on the left und i spit on your grave, aber die sind bestimmt bekannt und gehasst
    Falls du the deer hunter noch nicht gesehen hast, denk ich mal ist das auf jedenfall pflicht (de niro & walken)^^

    ja ich hab ja auch gehört, dass BE total geil ist und es müsste mir auch gefallen aber ich komm ja schon seit der ersten staffel nicht rein- ich schlepp diese pain schon jahrelang mit mir rum!

    #958957
    Fred FensterFred Fenster
    Teilnehmer

    Naja ich sehe es eher so, dass eben diese Zweiseitigkeit und vlt auch Metaporphose der Charaktere zentral ist und es nicht unbedingt etwas damit zu tun hat, dass hier ein archetyp gebrochen wird, wie gesagt nach escape from new york ging´s ja erst so richtig los mit den archetypischen helden (Stallone, Willis, Schwarzenegger). Bei Easy Rider würde ich dir auf jedenfall recht geben und vlt auch bei filmen, wie stand by me und breakfast club – die einfach weil sie diese coming of age thematik haben und so auch einerseits mit der Kindheit aber auch mit einer bestimmten Zeit abschließen.
    Oh danke für den tipp – ich interessiere mich zwar für lynchfilme, habe aber bei weitem noch nicht alles gesehen… vom cover her musste ich direkt an carnival denken^^
    ja also wenn ich dir Filme empfehlen kann und du noch nicht viel gesehen hast, würde ich dir erstmal die klassiker empfehen also
    12 angry men, to kill a mockingbird, north by northwest, strangers on a train, the killing, killers kiss, paths of glory, the great escape,
    sehr geflasht hatte mich damals auch rosemaries baby, deep red haha und natürlich splatterkracher, wie last house on the left und i spit on your grave, aber die sind bestimmt bekannt und gehasst
    Falls du the deer hunter noch nicht gesehen hast, denk ich mal ist das auf jedenfall pflicht (de niro & walken)^^

    ja ich hab ja auch gehört, dass BE total geil ist und es müsste mir auch gefallen aber ich komm ja schon seit der ersten staffel nicht rein- ich schlepp diese pain schon jahrelang mit mir rum!

    #958958
    ChrisKongChrisKong
    Teilnehmer

    Einige kenne ich schon, andere noch nicht. The Deer Hunter ist schon sehr speziell.

    Ach der Film Reflecting Skin ist nicht von Lynch, nur um Missverständnissen vorzubeugen. Aber ansehen lohnt sich, ist definitiv einer meiner Geheimtipps.

    Naja, man kann natürlich immer alles mögliche in Filmen sehen oder auch nicht. Wichtig ist mir lediglich, dass ich auch in etwa weiss, in welchem zeitlichen Kontext er entstanden ist, das sagt nämlich schon ziemlich viel über einen Film aus und kann die Lesart deutlich verändern.

    Tolle Filme gibt es wirklich zuhauf.

    Kubrick hat sicher viele Meilensteine zu verantworten, ob er den Anspruch gehabt hat, mit einem Genre abzuschliessen, weiss ich nicht, würde ich so auch nicht sehen, auch wenn er da Benchmarks geliefert hat.
    Shining ist ja jetzt auch nicht der ultimative Horrorfilm. Mit das gruseligste am Film war imo das Intro mit dieser langen Fahrt durch diese von Menschen verlassene Gegend, die untermalt von der genialen Musik, eine unheilsschwangere Atmosphäre heraufbeschwört.
    Da ist Kubrick ähnlich wie Lynch, ohne grosse Story, schaffen sies immer wieder einfach eine Atmosphäre zu kreieren, die man als Kinomagie pur beschreiben kann.
    Space Odyssey ist ja ein Paradebeispiel an Minimalismus was Dialoge und auch Story angeht, die Umsetzung funktioniert eben auf einer Ebene, wie es nur Film kann.
    Fullmetaljacket hat dann auch diese beklemmende Atmosphäre, ist mir für einen Antikriegsfilm dann aber doch irgendwie zu konventionell. Die besten Szenen hat der Film noch während des Drills.
    Auch ein sehr faszinierendes Thema, die institutionalisierte Entmenschlichung oder auch Misshandlung. MMn ist gerade in dem Bereich Einer flog übers Kuckucks Nest ein Geniestreich. Klar, einer meiner Favoriten, aber ich kann mir den immer wieder geben, vielleicht Nicholsons beste Rolle, nicht vom Schauspiel her, sondern von der Aussage, die diese Figur eigentlich darstellt. Auch hier hat man inszenatorischen Minimalismus, kaum Musik, kaum Schauplätze, dennoch funktioniert dieser Film hervorragend, ohne dass er auf plakative Mittel oder übertriebene Dramatisierung setzen muss.

    #958959
    Fred FensterFred Fenster
    Teilnehmer

    HALT STOP! ;-) Shining ist wohl der ultimative Horrorfilm im sinne des Genres bis dahin (natürlich eher auf der gruselebene, als auf der schockerebene) – er hat alle element aus den klassichen horrorfilmen Filmen : das creepy Kind, der Vater, der seine Familie umbringen will, die übersinnliche Komponente, das verlassene “Herrenhaus” das auf einem indianerfriedhof erbaut wurde ..es würde mir sicher noch mehr einfallen, wenn ich ihn mir nochmal ansehe – ich hab den eindruck da sollte alles was Horror zu der Zeit war ein für alle mal auf celluloid gebannt werden und so ist auch bei Full Metal Jacket als Vertreter des Kriegsfilgenres usw. Kubrick konnte einfach genrefilme perfektionieren. übrigens sehe ich full metal jacket garnicht als anti-kriegsfilm sondern als reinen kriegsfilm, der antikriegsfilm wäre eher dr strangelove oder?
    Natürlich muss ein film immer im historischen kontext gesehen werden, ganz klar, aber man muss eben auch aufpassen, dass man nicht zuviel reininterpretiert, passiert mir regelmäßig^^
    Einer flog übers Kuckucksnest ist echt unglaublich gut…da ich mich beruflich mit diesem Bereich beschäftige, kann ich natürlich nicht ganz “abschalten” und des vermießt mir den film etwas, aber die szenen draußen sind echt pure lebensfreude und nicht zu vergessen danny devito spielt auch mit!
    ja ich weiß nicht so recht was ich dir empfehlen soll, damals waren die filme anders als heute^^ ich habe den eindruck ich konnte dich mit meinen empfehlungen nicht sehr glücklich machen? was hast du eig. gegen deerhunter? auch ein antikriegsfilm?

    #958960
    ChrisKongChrisKong
    Teilnehmer

    Also soweit mir das ist, wurde das Haus von Poltergeist auf einem Indianerfriedhof gebaut und in Friedhof der Kuscheltiere ist der Friedhof ebenfalls in Indianerlegenden verwurzelt.

    Zu Deer Hunter, wenn ich sage speziell, dann meine ich speziell, weil er in kaum eine Schublade zu stecken ist, das soll kein Urteil über seine Qualität sein. Ich finde den Film gut, gibt aber bessere aus der Zeit. Die Darstellerleistungen sind hervorragend.

    Also ein Antikriegsfilm ist in meinen Augen, ein Film, der eben die hässliche Fratze des Krieges zeigt und nichts glorifiziert. Also Apocalypse Now, Platoon, Fullmetal Jacket und mein Favorit, der Schmale Grat, sind alle dem Antikriegsfilm zuzuordnen. Darüber herrscht in Fachmagazinen auch weitestgehend Einigkeit. Als Kriegsfilme würde ich eher div. John Wayne Flics und das dreckige Dutzend, die Brücke von Arnheim, etc. kategorisieren.

    Ja, Einer flog übers Kuckucks Nest geht an gewissen Stellen schon an die Nieren, ob das jetzt nur mit deinem Beruf zusammenhängt, weiss ich nicht.
    Hast du dann vielleicht den Film Instinkt mit Anthony Hopkins gesehen, spielt auch in einer Anstalt?

    Wie siehst du Filme, wo Patienten Hauptcharaktere sind oder der Film von ihrem Leid handelt? Siehst du dir sowas überhaupt an? Einige davon sind schwer zu ertragen. Besonders das intensive Spiel von Robert Downey Jr. in Mike Figgis Onenightstand war Kleenexverdächtig. Dann natürlich Tom Hanks in Philadelphia oder auch Filme wie Lorenzos Öl.

    #958961
    Fred FensterFred Fenster
    Teilnehmer

    naja stimmt schon aber ich habe iwie probleme mit dem begriff antikriegsfilm – ist easyrider ein antikriegsfilm? er ist für mich das genaue gegenteil von krieg^^ verstehst du was ich meine? filme, die zeigen, wie krieg ist- also ungeschönt (was zb auf platoon, full metal jacket, apocalypse now imo zur zum teil zutrifft) ordne ich generell auch als kriegsfilm ein. filme, die tatsächlich eine no war message haben würde ich als antikriegsfilm bezeichnen, da fallen mir nur nicht so viele ein…
    ja das hotel steht in the shining steht meines wissens auch auf einem indianerfriedhof, aber auch wenn nicht reichen doch die anderen versatzstücke.

    also ich meint nicht, dass mich filme, die in psychiatrischen einrichtungen spielen zu sehr mitnehmen…es ist nur so, dass vieles nicht stimmt oder es wird nicht richtig erklärt, bzw nur das brainwash-cliché behandelt, daher schau ich mir diese filme nicht sehr oft an oder zähle sie zu meinen favoriten. eine Außnahme hierbei stellt in treatment dar also ich hab nur das us remake der serie gesehen, das ist wirklich gelungen und zeigt einiges soweit recht real, soweit ich das beurteilen kann, so ganau kenn ich mich mit den verhältnissen in den usa diesbezüglich nicht aus… von den filmen, die du genannt hast hab ich glaub ich nur philadelphia gesehen, obwohl da ja keine psychische erkrankung im vordergrund steht.

    #958962
    Fred FensterFred Fenster
    Teilnehmer

    ups..
    allerdings schue ich mir gerne filme aus einem psychologischen Blickwinkel an, charakterzeichnung ist hier das stichwort!

    #958963
    ChrisKongChrisKong
    Teilnehmer

    Klar, in Filmen wird gerne dramatisiert, bestes Beispiel, Diabetes. Die Leute in den Filmen sterben immer gleich ohne Insulin (ConAir), was für ein totaler Schwachsinn. Wenn jemand einen zu hohen Blutzucker hat, dann kriegt er davon Langzeitschäden, aber akute Symptome wie im Film wären mir neu. Dies ist der Fall bei einer Unterzuckerung, wo man ins Koma fallen kann, aber dann würde man sicher kein Insulin spritzen sondern Zucker verabreichen.
    Soviel zu korrekten medizinischen Abläufen.
    Nun denn, wegen Antikriegsfilmen, die Definition davon ist schon in etwa die, die ich jetzt hier in Kurzform genannt habe, ist auch nicht auf meinem Mist gewachsen, aber ich kann deine Perspektive schon nachvollziehen, nur die genannten Filme tun eins sicher nicht, sie glorifizieren nicht, schon mal ein wesentlicher Punkt.
    Dann gibt es noch die wertungsfreien Kriegs- und Politfilme oder -serien wie Zero Dark Thirty, Generation Kill oder auch Band of Brothers, die es weitestgehend dem Publikum überlassen die Geschehnisse einzuordnen.

    Noch rasch zu Shining, also als ultimativen Horrorfilm würde ich den jetzt dann doch nicht bezeichnen, dafür hat der Film auch gewisse Längen und deckt auch nicht sämtliche Genres ab, was eh kein Film tut. Könnte man in die Sparte der Haunted House Filme stecken.
    Auch wenn ich meine Präferenzen habe, schaue ich auch kritisch auf die Filme meiner Favoriten, z.B. finde ich einige Filme von Scorsese mässig oder Mist, aber seinen Namen wird man in meiner Favoritenliste am häufigsten finden.
    Und so gehts mir eigentlich mit jedem Regisseur, heilig sprechen würde ich da keinen, auch keinesfalls einen Kubrick. Fullmetaljacket war gut, ein Meisterwerk, naja, Eyes Wide Shut war dröge und uninteressant. 2001 ist ein Meilenstein, gleichzeitig der epischste Langweiler, der je gedreht wurde. Ein Widerspruch? Ja, aber irgendwie passt das zu Kubrick.
    Es wird sich kaum ein Regisseur finden lassen, von dem man nicht die eine oder andere Leiche im Keller findet. Darum hat auch keiner ein Freilos und muss sich bei jedem Film aufs neue beweisen.
    Bei Schauspielern gilt exakt das selbe. Aus genau diesen Gründen ist auch ein Kubrick kein Übervater für mich, genauso wenig wie ein Scorsese, Hitchcock, Spielberg und Scott, auch wenn sie alle Meilensteine des Kinos geschaffen haben, da bewahre ich meine kritische Haltung.

    #958964
    Fred FensterFred Fenster
    Teilnehmer

    Ja genau es reicht ja schon der Erste-Hilfe-Schein für die Fahrschule als medizinische Vorbildung aus, um zu erkennen, dass zb. bei Emergency Room die meisten Patienten nicht mal die Aufnahme lebendig überstehen würden^^
    Zu den Kriegsfimen du wirst ja sicherlich nicht abstreiten, dass in Platoon etc schon eine ungeheuer stilisierte Form von Krieg gezeigt wird und das meine ich eben hier wird doch schon der Krieg verharmlos (ist vlt das falsche Wort). schau dir doch willem defoe in platoon an – gibts solche leute denn in echt? und er ist schon, wie ein Held gestorben oder? und Joker im Metal Jacket macht doch auch einfach mit und will auch seinen Kill – den er auch bekommt, ob er es sich nun so vorgestellt hatte…sicherlich nicht.
    ja Generation kill habe ich gern geschaut (glaub in einem Rutsch) ist ja glaub ich vom Macher von the Wire.
    Also the Shining ist sicherlich gealtert ganz klar, aber ich finde ihn auf keinen Fall langweilig und klar gruseln tu ich mich jetzt auch nicht mehr, aber imo der tatsächlich einer der besten Horrorfilme in my book. und ich habe ja nciht behauptet, dass er jegliche genres abdeckt – haunted house ist für mich kein genre, sondern ein element des Horrorfilmgenres, darauf wollte ich eigentlich hinaus, dass hier sehr viele klassische Elemente des Horrorgenres vorkommen (btw auch Splatter und gore). Bei Full Metal Jacket ist´s auch so finde ich, in seinen anderen filmen (eyes wide shut werd ich nicht schauen, vlt aber noch barry lyndon) kann man das vlt nciht so sagen aber für die beiden imo schon. Space odysse ist teilweise echt lame ok aber der storybogen ist halt echt riesig und bildlich und technisch kommen die Filme heut nicht an diese Qualität heran – der film ist von fucking 1968! vor der Mondlandung, vor CG und jetzt schaus dir an!´sieht fast aus wie bei gravity oder!? Kubrick will ich jetzt auch nicht zu sehr loben^^, aber so zwei drei filme sind immer noch state of the art.
    Ja sehr löblich von dir, dass du so kritisch bist. ich würde Filme auch nicht nach ihren Regisseuren beurteilen.

    Zu den Antikriegsfilmen würde mir eventuell Jacob´s Ladder einfallen, da fand ich ganz gut, dass sie wieder in der Heimat sind und noch Flashbacks haben etc. ok der plot bzw die Erklärung ist n bischen naja…

    Hast du schon Klass gesehen? Ich glaube ein Film aus Estland – sieht man ja nicht so oft, vlt interessiert´s ich ja.

    #958965
    ChrisKongChrisKong
    Teilnehmer

    Wenn du mir kurz erklärst, worums in Klass geht?

    Jacobs Ladder geht für mich stark in die Richtung von Inception, aber ich werde jetzt nicht zu sehr darauf eingehen, wegen Spoilerei und so, ich sag nur, die Thematik des Loslassens ist ziemlich ähnlich, gibt natürlich noch mehr Parallelen, ebenso zu Shutter Island, das mMn das Original ist und Inception das Remake, auch wenn Inception zuerst war. Nur nicht ernst nehmen, ist mehr spassig gemeint, in Filmforen meinten Leute ich meine das absolut ernst, das artete dann schnell aus.
    Auf jeden Fall sind solche Filme mit Personen, die Identitäts- oder Wahrnehmungsprobleme haben, sicher von Hause aus sehr spannend, sei es Identität, the Machinist, Fight Club, Stay, Mulholland Drive usw.

    Wegen der Horrorfilme, ich unterteil das dann eben doch wieder in Subgenres, hilft beim Einsortieren der Filme aber macht auch Probleme, wenn man einen Film in mehreren Genres einsortieren kann.

    Wobei die Sortierung sogar für einen Aussenstehenden ein Spoiler sein kann. Je nach Storytwist, ändert sich manchmal sogar das Genre dann.

    Hat das eigentlich einen Grund, warum du Eyes Wide Shut nicht anschauen willst?

    Wegen Platoon, ob er ein Held ist oder nicht, sagen wirs mal so, der Fokus liegt auf den authentischen Charakterisierungen, die durchaus zutreffend sind, in einer Milizarmee finden sich von Rambos bis zu gemässigten Idealisten eben alles. Ein Stück weit sind die Idealisten in diesen Filmen natürlich nicht konsequent, sonst wären es Kriegsdienstverweigerer. Aber da Stone ja selber dabei war, denke ich, weiss er besser darüber bescheid als wir.
    Geboren am 4. Juli vermied es auch in Kitsch abzudriften, aber von seiner Vietnamtrilogie hat mich zwischen Himmel und Hölle am meisten beeindruckt, da sieht man die wahren Helden des Krieges.

    #958966
    Fred FensterFred Fenster
    Teilnehmer

    Ja in klass (übrigens von 2003 also kein 60ier 70iger gedöhns) geht´s ganz grob darum, dass in einer klasse ein junge gemobbt wird und ein andrer versucht ihn zu verteidigen…ich will da nicht groß spoilern, aber es geht etwas in die richtung von elephant, falls dir der was sagt.
    ich würde inception nicht mir irgendwelchen filmen vergleichen, das hat kein film verdient^^ schon garnicht jacob´s ladder oder shutter island, obwohl ich shutter island eigentlich auch nicht soooo toll fand. ja Identität und the machinist sind herrlich. Fightclub…was soll ich sagen ich bin wohl der einzige Mensch auf der welt, der fightclub überhaupt nicht gut fand, nicht nur, dass ich schon beim ersten sehen den twist kommen sehen habe dieser film hast einfach eine athmosphäre, die ich einfach scheiße finde sry leute! nicht mit mir^^ Stay sagt mir jetzt nichts, kannst da was zu sagen?
    ja eyes wide shut ist , weiß auch nicht reizt mich garnicht. cruse und kidman…ok das ist jetzt kein argument, aber das reicht manchmal hehe.

    Also ich sortiere meine Datenträger eigentlich nur nach dvd, bluray und ja auch vhs…stimmt wenn man spoilerempfindlich ist (was ich nicht bin) kann die Sortierung schon manchmal was vorwegnehmen, aber da darf man sich nicht so heiß machen. Was wir uns früher auf dem Schulhof weggespoilert haben, das kann ich hier garnicht erzählen;-)

    #958967
    ChrisKongChrisKong
    Teilnehmer

    Mich spoilerts ja auch nicht, aber wenn ich jetzt jemandem sag, der Film ist in der Mindfuck-Ecke, dann weiss er ja schon, dass der Protagonist einen Schaden hat.

    Du meinst sicher Elephant von Gus van Sant, den hab ich in der Sammlung und gesehen. Thematisch ähnlich wäre noch 2:37, eine absolute Empfehlung mit einer sogar nachvollziehbaren Auflösung.

    Stay ist ein Film von Marc Foster mit Ewan Mc Gregor, Naomi Watts und Ryan Gosling. Tja, worums da geht, das ist jetzt eine gute Frage, muss ihn mir wohl selber nochmals in Ruhe ansehen, hab den beim ersten Mal eher beiläufig gesehen und das verzeiht der Film nicht. :-)

    Das dir Fightclub nicht gefallen hat, finde ich schade, aber werde dich da nicht vom Gegenteil überzeugen wollen. Wie schauts mit Memento aus, auch einer meiner Favoriten, die Idee und Umsetzung ist schlicht brillant mMn. Für mich Nolans bester Film, auch wenn die Dark Knight Fans vermutlich auf den Stühlen drehen deswegen.

    Und wegen den Vergleichen, die sind inhaltlicher und nicht qualitativer Natur, wobei ich alle 3 Filme mochte, mir Inception allerdings viel zu lange Actionsequenzen bot.

    Da du mit Klass einen Film mit Jugendlichen als Tipp parat hast, möchte ich den gern erwidern mit Dog Pound, ein Jugend Knastfilm, der sehr authentisch wirkt und auch kein kitschiges Happy End oder so hat.

    #958968
    HarrikulesHarrikules
    Teilnehmer
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