Das hab ich im DVD Bluray Thread geschrieben. Der Film wechselt mir irgendwie zu oft die Richtung und erklärt dann auch noch zuviel schon in der Hälfte. Das alles fühlt sich mMn nicht wirklich rund an. So als ob die Produzenten gedacht haben, das Publikum ist zu doof, das schnallen die sonst nicht. Dass einiges auch arg konstruiert wirkt, ist da natürlich auch nicht grad förderlich.
Gut, damit hats Fincher noch nie wirklich genau genommen, siehe the Game mit Michael Douglas. Und normal drück ich da auch ein paar Augen zu. Aber der Stilwechsel von Ehedrama, zu Thriller, dann Ermittlungs- und Anwaltsstory, tut dem Film mMn einfach nicht gut. Man hätte sich eher auf den ersten Teil des Films konzentrieren sollen und so lange als möglich beide Varianten, sprich Perspektiven beibehalten.
So ist nach nicht mal der Hälfte des Films irgendwie die Luft raus. Aber Lauflänge ist ja scheinbar alles in Hollywood.
Wie gesagt, ich fand ihn recht gut, aber restlos überzeugt hat er mich nicht. Der Film will zuviel und verzettelt sich dann in Nebenschauplätze, die zu Lasten des Charakterdramas gehen.
Wenn du einen guten Thriller willst, bei dem aus verschiedenen Blickwinkeln die Geschichte aufgerollt wird, dann kann ich dir Wild Things mit Neve Campbell empfehlen oder Mystic River mit Sean Penn.
Aber hey, jeder wie er will. Wenn du ihn super fandest, auch ok. MMn hat Hollywood einfach generell ein Schreiber-Problem. Kaum ein Film in letzter Zeit, der mich da gross vom Hocker gerissen hätte. Meist holen Regie und Darsteller noch was raus.