DVD & BluRay Filme fürs Heimkino

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  • #917498
    ChrisKongChrisKong
    Teilnehmer

    Ja, den hab ich schon mehrfach empfohlen, die absolute Trash-Spass-Granate. Fängt sehr ruhig an, aber irgendwann überschlagen sich die miesen Schauspielleistungen und strunzdoofen Dialoge. Dazu kommen Plastikechsen und Desperadoparts, die sich mit einer Psycho-Grundstory vermengen. Wers gesehen hat, der weiss wovon ich spreche. Besonders geil, das Cover hat so rein gar nichts mit dem Film zu tun und scheint aus einer Akte X Figur, Natsha Henstridge samt Species Make up und einem Leguan zu bestehen. Tim Boxell (Regisseur des Films) ist ein Meister seines Fachs, anders kann man es nicht ausdrücken. Genau das richtige für einen bierseligen Abend und einer der lustigsten Filme, die ich kenne. ^^

    #917499
    EXZELLSIONEXZELLSION
    Teilnehmer

    @Ullus Die review kannst Du gerne nochmal posten, das wäre nett! Ist halt auch ein Problem, wenn die Threads so voll werden ;-)

    #917500
    ChrisKongChrisKong
    Teilnehmer

    Ein Link genügt, sonst wird der Thread ja noch voller. ^^

    #917501
    UllusUllus
    Teilnehmer

    @ Exzellsion: So hier ist es ausnahmsweise nochmal !

    @ Chris: Ich kann den Link dafür auf dem Ipad nicht angeben, ich weiß nicht wie das funktioniert !

    Es gibt Filme, die gibt’s eigentlich gar nicht und doch bleiben sie in der Erinnerung hängen, egal ob sie sehr kreativ, immens actionreich gestaltet sind, mit besonders ausgearbeiteten Dialogen punkten können oder einfach nur zu skurill, bekloppt und trashig daherkommen.

    Wer abseits vom bekannten Mainstream, Indipendentbereich oder sonstigen auffallenden filmische Machwerke unterwegs ist und ein Faible für besonders Ausgefallenes pflegt, sei mal dieses sehr ungewöhnliche Filmerlebniss empfohlen.

    Dieser Streifen, den ich hier anspreche hat mich zwar zwiegepalten, verdutzt, verwirrt, ließ mich zudem am Verstand des Regisseurs zweifeln aber hat mich dennoch irgendwie fasziniert.

    Die Rede ist von Rubber, einem kaum bekannten filmischen Beitrag von einem französischen Regisseur namens Quentin Dupieux, der eigentlich beiläufig auch Musiker ist.

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    Man beachte besonders die Schrift in der unteren rechten Ecke des Covers.

    Rubber ist schwierig zu beschreiben,da er eher wie eine wilde Mischung aus Horrorfilm, ein bisschen actionhafte Komödie, Dialogfilm, Roadmovie und vor allen Dingen Experimentalfilm wirkt.

    Origineller Blödsinn in Vollendung mit dem gewisse Etwas.

    Zudem eine versteckte kritische Botschaft welche an die Macht von Hollywoods Filmindustrie gerichtet ist.

    Der Film definiert sich durch vier Ebenen.

    Beiläufig zur eigentlichen Story (welche ich bei diesem Film filmbedingt etwas durcheinander)ansprechen muss ist dies die erste Ebene:

    Rubber besitzt nämlich keine klare Struktur, auch vom Drehbuch her.

    Ebene 1: In Rubber geht es Achtung, allein die Idee ist schon ein Knaller, um einen mordenden Autoreifen namens Robert. Der übel aufgelegte Reifen besitzt telekinetische Kräfte und bringt manches Tier und manchen Mensch zum Platzen, rote Soße und Brocken inklusive !
    Wie das zuweilen zornige Gummiding das macht ist filmtechnisch herrlich blöd in Szene gesetzt, die Kamera zoomt abwechselnd an Opfer und Reifen, Robert wackelt heftig, ein dramatischer Soundeffekt wird eingesetzt und bald macht es Platsch !

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    Voller Selbstvertrauen rollt Robert, die Pistensau den Cops entgegen.

    Robert der Reifen ist auf einem Roadtrip, wer sich ihm entgegenstellt, wird wohl seine Rache spüren, außerdem ist er voyeuristisch veranlagt und schaut dem Objekt seiner Begierde, einem Mädel das sich ebenfalls auf einem Roadtrip befindet gerne mal beim Duschen zu, indem er sich in ein schäbiges Motel einschleicht und nebenbei auch gerne mal vor der Glotze abhängt.

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    Robert beim Vollen TV Genuss !

    Alle Personen in diesem Film denken bei Erstkontakt dass ein Reifen vollkommen ungefährlich sei, und reagieren gleichgültig und etwas überrascht. Aber wehe dem, der den wechselhaften Robert unterschätzt.

    Ebene 2: Zu Beginn des Film lernen wir eine Hauptfigur kennen, nämlich Officer bzw Sheriff Chad, dieser fährt mit dem Auto vor, steigt aus und beginnt einen Dialog mit dem Zuschauer. Chad spricht unter anderem davon warum E.T eigentlich braun ist und warum nicht gelb, Grün oder eine sonstige Farbe. Warum manche Menschen Würstchen mögen und warum manche diese überhaupt nicht ausstehen können. Nun folgt ein wichtiges Statement der den ganzen Film rechtfertigt. Die Antwort der vorherigen Fragen ist laut Chad reine Willkür, es gibt keinen Grund, überhaupt sei der Film eine Homage an “kein Grund”

    ( Der Regisseur spricht hier sozusagen an, warum in Hollywoodfilm dies und das überhaupt passiert, aber im Endeffekt keiner danach fragt, da es vollkommen egal filmtechnisch erscheint, das klingt echt kompliziert)

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    Sheriff Chad in voller Pracht.

    Sehr interessant ist die Tatsache, dass der Sheriff der einzige Charakter ist, der sich selbst bewusst ist dass er in einem Film mitspielt, für ihn ist das alles nicht real.
    Dies zeigt sich in einer späteren großartigen Szene, die ich gerne mal beschreiben möchte, wo Chad seine Männer anweist, mit deren Waffen auf ihn selbst zu schießen.

    Das sei eh nicht alles echt, und bald sei das ganze bunte Treiben ja sowieso vorbei.
    Nach anfänglichem langem Zögern feuert einer der Deputys ein paar Kugeln in Chads Magengegend. De zuckt nur kurz und man sieht Blut, aber ansonsten kommt er putzmunter daher. Die Deputys sind fassungslos und verdutzt, doch Chad hat mit seiner Therorie recht behalten.

    Der Sheriff und seine Mannen machen übrigens mit dem Roadtripmädel Jagd auf den Bösen Killerreifen.

    Diese Szene hat mich besonders fasziniert, überhaupt ein Verweis auf Querdenkerei, so was gefällt mir besonders, da es sich von den konventionellen Standards dadurch abhebt.

    Ebene 3: In Rubber kommet eine größere Touristengruppe vor, welche mit eigenen Ferngläsern der gesamte Handlung des Films folgen bzw. alles beobachten.
    Egal ob den Sheriff, den Reifen oder sonstiges.
    Die Kamera springt immer wieder zu diesen Personen, welche das verrückte Treiben mit eigenen Aussagen kommentieren.

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    Mit vollem Durchblick !

    Warum diese Touristen einfach da sind, warum Robert überhaupt Telekinese beherrscht, warum der Film so philosophisch mit Klischees spielt, wird nicht beantwortet, es geschieht halt alles ohne Grund.

    Ebene 4: Dies ist die Ebene des Filmzuschauers. Unweigerlich beginnt man selbst in Rubber hineinzuinterpretieren. Der Film regt zum Querdenken an und man fängt an sich Fragen zu stellen. Doch man kann diese nicht klar beantworten. Reine Willkür eben !
    Somit erfüllt sich auch die Absicht des Regisseurs, der Zuschauer kann sich Gedanken machen über keinen Grund.

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    Voll das Roadtripmädel !

    Rubber spaltet die Massen, die einen dürften den Streifen als unfassbar langweilig und zugleich trashig bockschlecht empfinden und diesen vorzeitig beenden und sich lieber anderen Dingen widmen.

    Die anderen sind offener und wundern sich das es der Regisseur tatsächlich irgendwie schafft dem Autoreifen Achtung Wortspiel “Profil” zu verleihen.

    Damit schafft es der Reifen neben den anderen Schauspielern auf eine gewisse Art und Weise den Film zu tragen, soweit man Toleranz übt und bereit ist sich auf dieses skurille “tiresome” Bühnenstück einzulassen, da der Streifen auch nach herkömmlichen Filmkriterien für Hartgesottene des öfteren als langweilig daherkommt.

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    Voll der ” Burning Rubber “

    Das Filmende ist allerdings so dermaßen bescheuert, dass es auch gleichzeitig schon wieder als genial bezeichnet werden kann.

    Hollywood kann sich schonmal warm anziehen.

    Regisseur Quentin Dupieux gehört die Hand geschüttelt für solch einen herrlichen Schwachsinn “ohne Grund” !

    Einer der unbekannten Filme der mich extrem überrascht hat, trotz seiner sehr eigenwilligen Ausrichtung !

    Mir gefällt das Ding einfach ( bescheuert ) gut und so vergebe ich 8 von 10 Stahlfelgen.

    #917502
    ChrisKongChrisKong
    Teilnehmer

    Hättest ja einfach schreiben können, auf welcher Seitenzahl. ^^

    #917503
    UllusUllus
    Teilnehmer
    ChrisKong wrote:

    Sorry, aber musst du Scorseses Namen so verhunzen, er steht auf dem Cover vorne drauf. :-)

    Stimmt, das ist noch die Rohfassung des Reviews, ich ändere es ab, mit der Seitenanzahl zu Rubber hast du auch recht ! :)

    #917504
    ChrisKongChrisKong
    Teilnehmer

    Sorry, aber musst du Scorseses Namen so verhunzen, er steht auf dem Cover vorne drauf. :-)

    Michael Bays Namen kannst du verhunzen wie du willst, von mir aus auch draufkacken, ums mal salopp zu sagen. :-)

    Den Wolf muss ich mir auch noch geben, aber hab auch sonst reichlich zu tun, von daher aufgeschoben.

    #917505
    UllusUllus
    Teilnehmer

    Hier was Aktuelles, vor kurzem konsumiert…

    Verdirbt Geld den Charakter ? Nun ja, im Allgemeinen scheint an der Aussage auf jeden Fall was dran zu sein. Wenn es wohl ein Synonym für diese kleine Weisheit gäbe, sollte Scorseses neuer Streifen wohl ein Glanzbeispiel diesbezüglich darstellen.

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    Angesiedelt in der Börsenwelt erzählt der Film den Aufstieg und Fall von Jordan Belfort, der vorzüglich von Di Caprio dargestellt wird.

    Anfangs nur mit Penny Stocks ( Aktien deren eigentlicher flüchtiger Wert nur unter 5 Dollar liegt ) handelnd, schafft es Belfort durch sein Geschick, Hartnäckigkeit und Voraussicht mit der Zeit seine eigene gegründete Firma Stratton Oakmont zu einem führenden Unternehmen aufzubauen,

    Das dabei nicht alles im legalen Bereich bleibt, dürfte klar sein, eine bevorzugte Taktik, die Gutmütigkeit sowie die Glaubwürdigkeit des Durchschnittsbürgers auszunutzen, Aktienspam zu betreiben und den erwirtschaften Gewinn unter den eigenen Mitarbeitern aufteilen.

    Belforts rasender Aufstieg bringt ihm bald den Titel the Wolf of Wall Street ein, eine passende Beschreibung seiner sich wandelnden Persönlichkeit.

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    Ein Mann der die Konkurrenz zerfleischt und für reisen Absatz, bzw. Umsatz sorgt ?

    Im Prinzip schon…

    Dem Leitsatz des America Dream folgend besitzt nun Jordan Belfort alles was man sich wünschen kann, aber er will noch mehr…

    Wow , was für ein Film ! Scorseses Vision ist mit einer Länge von knapp drei Stunden nicht gerade kurz ausgefallen, schafft es jedoch mit seinem überdurchschnittlichen Tempo, dem unterhaltsamen sowie gut zu verstehenden Plot, der interessanten Bildkomposition und seinem feinen Gespür für Charaktere und menschliche Abgründe , das der Zuschauer doch gerne am Ball bleibt.

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    Besonders Leo ist, wie schon ähnlich erwähnt, ein Lob auszusprechen, denn sein Psyeudonym Jordan Belfort ist ein echtes Ekel, profitgierig, rücksichtslos, chauvinistisch, egoistisch, mit einem Hang zu wilden Sexorgien und einem Faible für regelmäßigen Drogenkonsum. Alles was Belfort so braucht um die eigene Balance zu wahren und den Überblick noch zu behalten.

    So lässt er im Büro gerne mal Nutten jeder Preisklasse aufmarschieren, die die Motivation seiner Mitarbeiter erhöhen sollen, am nächsten Morgen lässt sich jeder halt Penicillin spritzen. interessant ist die Tatsache, das Belforts schwierige Persönlichkeit und wilder Lebensstil mit der Zeit sich immer mehr auf seine Mitarbeiter überträgt.

    Hochnäsig, übermütig, besserwisserisch, frech und abwertend. Ja, hier ist neben den vorher genannten die ganze Bandbreite menschlicher Eigenschaften vorhanden. Wie bereits erwähnt, Geld verdirbt anscheinend doch irgendwie den Charakter.

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    Aber Reich und erfolgreich zu sein, ist wohl für jeden verführerisch, das man sich selbst in allen Bereichen Besseres leisten kann und ein höheren Status genießt , macht nicht nur das Leben angenehmer, nein, dies ist einfach nur Tatsache.

    Damit setzt sich der Film ebenfalls auseinander, auch Korruption ist ein ständig vorherrschender, unterschwelliger Aspekt, der durch das selbstsüchtige Verhalten der Personen indirekt zum Tragen kommt.

    Der Streifen, den man am besten als eine Mischung aus Komödie, Tragödie und Drama beschreiben kann, besitzt eine Menge Kraftausdrücke, ein realistisches Grundgestell, hohe Authentizität, ein äußerst gut verfasstes Dialogdrehbuch und neben Leo passende Nebendarsteller, besonders seine umwerfende zweite Frau. Auch das Bühnenbild und die einzelnen Szenarios wurden gut gewählt und fügen sich ins Gesamtbild harmonisch ein.

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    Man kann anscheinend doch noch, entgegen dem heutigen Trend selbst heutzutage ohne CGI Überschuss einen klasse Film abliefern, der seine Wirkung nicht durch zweifelsohne makellose Ästhetik und Technik erzielt, sondern sich vom philosophischen Fokus her eher auf (verschobene) menschliche Werte, Machtmissbrauch, der Hochmut des Erfolgs und dessen möglichen Folgen sowie weiteren unterschwelligen Faktoren verlässt.

    Tja in jedem von uns steckt ein kleiner Wolf, den nötigen Biss muss man sich wohl selbst antrainieren, anscheinend kann man auch von Leo noch was lernen. ;)

    Ich vergebe 9 von 10 stabilen Wertpapieren, geiler Film ! :)

    It’s Wolf of Wall Street !

    #917506
    bitt0rbitt0r
    Teilnehmer
    #917507
    schnitzelschnitzel
    Teilnehmer

    Rubber werde ich mir auch mal angucken müssen.

    Aktuell warte ich noch auf El Topo.

    #917508
    krazykrazy
    Teilnehmer

    Klassiker wie Titanic, The Green Mile etc. sind ein MUSS für jede Sammlung!!! Ein guter Film fürs Heimkino ist aufjedenfall noch Shooter.

    #917509
    T3qUiLLaT3qUiLLa
    Teilnehmer

    ob titanic in jede sammlung gehört….geschmacksfrage, the green mile und shooter durchaus….^^

    hab mir heut mal wieder n film für die seele geholt. mit mononoke, der tollste ghibli filme überhaupt.

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    so ein film gehört in eine sammlung ;) ^^

    #917510
    captain carotcaptain carot
    Teilnehmer

    Hab ich, als Limited DVD Box. Die bBlu Ray lass ich aber aus.

    #917511
    TommoTommo
    Teilnehmer
    krazy wrote:

    Klassiker wie Titanic, The Green Mile etc. sind ein MUSS für jede Sammlung!!! Ein guter Film fürs Heimkino ist aufjedenfall noch Shooter.

    Shooter hat mich damals wirklich weggehauen! Seitdem sehe ich Marky Mark ;-p gern und werde
    wohl auch dem neuen Transformers im Kino ne Chance geben, mich flach zu unterhalten.

    #917512
    T3qUiLLaT3qUiLLa
    Teilnehmer

    hatte totoro noch nie gehabt daher sofort blind gekauft, war auch erst skeptisch weil nur deutsche untertitel dabei waren, ist aber sehr gut übersrtzt worden. dann kommt noch mononoke bald in die sammlung und ich bin zufrieden!

    im vergleich zur akira dvd zieht totoro hier blidquallitativ den kürzeren. akira schaut aus wie ein comicband ohne hand die das blatt umblättert. totoro schaut auch schick aus aber bei akira war ich schlicht einfach nur begeistert.

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