DVD & BluRay Filme fürs Heimkino

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  • #919958
    ChrisKongChrisKong
    Teilnehmer

    World War Z

    Endlich diesen Zombiefilm auch noch nachgeholt. Nach der Enttäuschung von Lofwyr war ich ja aufs Schlimmste gefasst. Aber ich muss sagen, der Film hat mich sogar sehr positiv überrascht. Über die recht ordentliche Lauflänge immer spannend zu bleiben, ist schon alleine ein Kunststück. Das gelingt Marc Foster recht gut. Atmo, Music und Schauspieler überzeugen durchs Band. Einzig die Zombie im Labor Szene wirkte irgendwie unfreiwillig komisch.

    Am besten war aber klar der Einstieg ins Szenario, der reichlich Beklemmung auslöste. Hat mich sogar an den Beginn von Dark Siders erinnert, als die Apocalypse startet.

    Was man sicher kritisieren kann, dass einiges deutlich zu reibungslos abläuft. Auch wird einiges nicht näher thematisiert und nur angerissen. Die eine Theorie wirkt sogar leicht antisemitisch und hat mich in einer internationalen Produktion sogar ein wenig überrascht. Der Film versucht schon recht überdeutlich, der Political Correctness zu huldigen. Später hat mans dann wieder deutlich abgemildert.

    Auf jeden Fall überrascht der Film mal mit Varianten und frischen Ideen. Was mich auch erstaunt hat, wie unblutig er ist und wie gut er trotzdem funktioniert. Aber das liegt wohl generell daran, dass man den Film eigentlich eher in die Katastrophenfim Schublade stecken würde, besonders, da die globalen Ausmasse der Katastrophe klar den roten Faden bilden.

    Der Ton schwankt ein wenig und überzeugt mich leider nicht immer. Manchmal etwas zu leise abgemischt, dann wieder wuchtig. Das nervt.
    Am Bild gibt es nichts auszusetzen, wobei da neuere Produktionen generell in letzter Zeit recht wenig Anlass zur Kritik geben.

    Ich würde mal sagen, das dann doch arg konventionelle Happy End drückt ihn dann noch ein wenig runter auf 8 von 10 Notfallplänen. Wer einen Zombiefilm mit Splatter erwartet, der dürfte total enttäuscht sein. Vielleicht eher was für Fans von Outbreak Lautlose Killer oder Contagion, einfach mit nem Schuss Extra-Zombie.

    #919959
    bitt0rbitt0r
    Teilnehmer

    hab mir gestern, nach vielen jahren, mal wieder “steiner – das eiserne kreuz teil 1” angeguckt.
    krieg ist zwar nix tolles, aber der film ist halt trotzdem geil und klaus löwitsch als dreckiger krüger einfach der hammer.

    #919960
    Red XIIIRed XIII
    Teilnehmer

    World War Z hab´ ich damals zusammen mit meinem Neffen im Kino (in 3D) angesehen.
    Der Film kommt schnell in Fahrt und bietet einige interessante Ideen.
    Das Happy-End hat mich allerdings jetzt nicht so sehr gestört.
    Dafür war der 3D-Effekt mäßig und eher überflüssig.

    #919961
    Tokyo_shinjuuTokyo_shinjuu
    Teilnehmer

    World War Z war einer meiner größten Fehlkäufe.
    Ehrlich ich fand den richtig schlecht.
    Angefangen bei der konstruierten Handlung das vom ganzen US Militär Personal natürlich nur ein Mann den ganzen Vorfall untersuchen kann. Bis hin zu alle sterben wie die Fliegen nur der schöne Brad überlebt alles wie durch ein Wunder (z.B. Flugzeugabsturz).
    Das der Film mehr Katastrophenfilm als Zombie Slasher sein will ist schon richtig, aber wenn ne Meute Zombies über jemanden herfällt erwarte ich ein Massaker und nicht blutleere Bissspürchen.
    Ich würd dem ganzen eher 4 von 10 Blutkonserven geben, die hätt er auch dringend nötig. ;)

    #919962
    ChrisKongChrisKong
    Teilnehmer

    Finde den plakativen Einsatz von Ekelszenen mittlerweile ermüdend. Z.B. in TWD. Und da hebt er sich erfrischend ab und erzeugt Spannung ganz ohne Gore und Splatter. Auch das die Zombies für einmal nicht als Analogie zur gehirnlosen Gesellschaft herhalten müssen, empfand ich als Abwechslung. Er war in vielerlei Hinsicht frisch.
    Konstruiert ist er sicherlich. Auch eine globale Epidemie ist immer wieder so ein Szenario, das gerne propagiert wird, in der Realität aber trotz Flugverkehr in dem Ausmass komplett unrealistisch ist.

    Nur seh ich da bei solchen Filmen eh lieber drüber hinweg. Gerade langsam schlurfende Zombies in anderen Filmen finde ich die viel konstruiertere Bedrohung.

    #919963
    DerSebomatDerSebomat
    Teilnehmer

    Bei World War Z hat mich in erster Linie Brad Pitt gestört. Nicht dass ich ihn nicht leiden kann, der passt schon, aber ich finde man merkt dem Film einfach überdeutlich an, dass er aus Pitt`s eigenem Produktionsstudio kommt. Das ist voll die one man show. Der Film sollte wohl eher “Brad War Z”heißen. Irgendwie hatte ich während des Schauens ständig das Gefühl, einen ziemlich weichgespülten Zombie-Streifen zu schauen, in dem dauernd Brad Pitt rumläuft.^^

    #919964
    Red XIIIRed XIII
    Teilnehmer

    Sicher war World War Z nicht der beste Film aller Zeiten; aber völlig ok.

    ChrisKong wrote:

    Gerade langsam schlurfende Zombies in anderen Filmen finde ich die viel konstruiertere Bedrohung.

    Wann fingen denn eigentlich die Zombies/Infizierten an, sich agil durchs Gelände zu bewegen?
    Bin da kein Untoten-Experte. War es beim “Dawn of the Dead”-Remake?
    Da hab ich´s zumindest das erste mal gesehen.

    #919965
    DerSebomatDerSebomat
    Teilnehmer

    Jo, dachte auch, dass das beim Dawn of the Dead-Remake losging.

    #919966
    ChrisKongChrisKong
    Teilnehmer

    Kommt immer drauf an, was du noch als Zombies identifizierst. Siehe the Crazies. Das Original ist ja sogar vom Zombievater Romero. Glaube da wird schon gerannt.

    #919967
    Red XIIIRed XIII
    Teilnehmer

    Es müssen nicht zwingend Zombies sein. Aber schon was artverwandtes.

    Siehe 28 Days later:
    Dort sind es mit Aggro-Viren infizierte Leute. Und die müssen nicht erst sterben, um dann als gefrässige Untote ihr Unwesen zu treiben.
    Im Prinzip ist das dann zwar nur eine Zombie-Variation; aber immerhin…
    Ach ja; gerannt wird auch dort.

    Edit:
    Na sowas…
    Ich dachte, 28 days later kam nach dem Dawn of the Dead-Remake raus.
    Laut Internet war erstgenannter Film jedoch zwei Jahre früher dran…

    #919968
    KinskiKinski
    Teilnehmer

    Heut mal wieder shoppen geswesen :)

    img1685jzcnukf0p1.jpg

    3 Steels zum guten Kurs.

    #919969
    KinskiKinski
    Teilnehmer

    Zum Word War Z:
    Ich fand den sehr unterhaltend, der Handlungsbogen war natürlich sehr vorhersehbar und Brad Pitt hat den Film auch sehr dominiert.
    Aber das Zusammenspiel zwischen ziemlich coolen Bildern und den sehr genialen Soundtrack u.a. von Muse, war der Film doch sehr
    unterhaltsam und ich werde ihn mir sicher irgendwann nochmal ansehen.

    #919970
    ChrisKongChrisKong
    Teilnehmer

    Turtles muss ich mir auch noch ansehen, muss dazu aber in Stimmung sein. ^^

    Snatch geht eigentlich immer. Oft kopiert, nie erreicht.

    #919971
    KinskiKinski
    Teilnehmer

    den Turtles hab ich mir die Tage mal angeschaut. Ich ärgere mich diesmal nicht zur 3D Blue Ray gegriffen zu haben. Im Gegensatz
    zu den ganzen Marvel Filmen, scheint der Film das perfekt zu nutzen und nicht nur einen Film in 3D zu verkaufen. Bei Sin City 2 kam
    der Effekt beispielsweise gut zur Geltung. Der Turtles Film ist sehr unterhaltsam und Megan Fox hat zuviele Klamotten an.
    So kann man den Film in einem Satz auf den Punkt bringen.

    #919972
    EXZELLSIONEXZELLSION
    Teilnehmer

    Mit NYMPH()MANIAC gibt uns Skandalregisseur Lars von Trier einen großen Brocken zu schlucken. 326 Minuten dauert sein Meisterwerk über eine getriebene Seele und deren Selbstzerstörungsprozess. Für die Kinoauswertung wurde der Film zwar in zwei Teile aufgeteilt und 90 (!) Minuten herausgeschnitten (Lars von Trier akzeptierte nur zähneknirschend), doch voll zur Geltung kommt nur die hier auf Blu-Ray vorliegende, gänzlich ungeschnittene Fassung. Dennoch wurde auch diese in zwei Teile zerlegt, was allerdings sinnvoll erfolgte, da er die Jugendjahre und die späteren Jahre trennt.
    Zur Handlung, oder besser dem roten Faden, denn der ganze Film ist eigentlich eine Charakterstudie: Der intelektuelle Seligman findet in einem Hinterhof die zusammengeschlagene, böse zugerichtete Joe. Er nimmt sie mit zu sich nach Hause und versorgt ihre Wunden. Joe erzählt ihrem „Retter“ in acht Kapiteln aus ihrem Leben als Sexsüchtige. Seligman interpretiert ihre einzelnen Lebensstationen anhand von literarischen Texten, der Bibel, dem dritten Reich usw. , den Joe ist davon überzeugt ein schlechter Mensch zu sein. Seligman möchte ihr das ausreden kommt im Laufe des Films aber auch an seine Grenzen während Joe emotionslos aus ihrem grausamen Leben berichtet.
    Lars von Trier hat seinen Film im Vorfeld damit beworben, echten Sex zwischen den Schauspielern zu zeigen. In der Tat geht es in diesem Film sehr pornografisch zur Sache, aber das ist eben nur ein offensichtlicher Aspekt des Films. Von Trier zeigt eigentlich die unglaublich tiefgründige Studie einer getriebenen Frau. Einer Frau die an ihrer eigenen Sucht zerbricht. An ihrer Sucht? Von Trier zeigt anfangs wie Joe sich die Schuld gibt: An ihrer Arbeitsstelle, welche sie verlor, da sie jeden Abend mit einem anderen Mann nach Hause ging, an ihrer gescheiterten Ehe mit dem einzigen Mann den sie je liebte und sie trotzdem nicht von ihrer Sucht lassen konnte, an ihrem verlorenen Sohn usw.. Nun, wenn man genau hinsieht, bemerkt man hier schon, dass es die Gesellschaft ist, die mit ihren Normen , Joes Sucht ins obszöne zieht. Nun wird ja in der burgeoisen Gesellschaft alles tabuisiert, was den normalen Bürger verunsichert. Oder um es mit Joes präzisen Worten und meinem Lieblingszitat aus dem Film zu zu schreiben: „ Each time a word becomes prohibited, you remove a stone from the democratic foundation! Society demonstrates its impotence in the face of an concrete problem by removing words from the language. The book-burners have nothing on modern society. Society is as cowardly as the people in it, who in my opinion, are all to stupid for democracy! The human qualities can be described in one word: Hypocrisy! We elevate who say right and mean wrong and mock those who say wrong but mean right. Society is based on hate, it should be based on forgivness! Hatred is primitive! You have to forgive your executioner!”
    Es ist also fast schon eine modern Version von Rainer-Werner Fassbinders “Angst essen Seele auf”. Ist es nicht auch dort die Dorfgemeinde, die die Liebe zwischen Emmi und Ali zerstört, indem sie die beiden misstrauisch beäugt und diffamiert, ja meidet? Die daraus entstehende Isolation ist dann unter anderem der Todeststoß für jede Beziehung.
    Es ist aber genau das, was Joe, trotz all ihrer Affairen anfangs, nie erlebt: Liebe nämlich. Sie versucht mit ihrer Sucht ihre innere Leere zu füllen, oder ist ihre innere Leere erst durch die Sucht verursacht worden? Jedenfalls ein Teufelskreislauf, der ein Drogensüchtiger oder Alkoholabhängiger durch den Entzug heilen kann. Nun, wie aber soll man Nymphomanie heilen? Man kann sich ja schlecht von seinem Körper trennen…und im Vergleich zu Drogen etc. ist die Lust etwas, das den Charakter des Individuums formt, das kann man nicht unterbinden! Freud sagte schon, dass der Eros die stärkste Triebfeder des menschlichen Körpers wäre.
    Ironischer weise lässt sie die Liebe dann im zweiten Teil des Films in eine tiefe Depression fallen: Sie findet in Jerome tatsächlich jemaden, mit dem sie mehr als nur Sex verbindet; dennoch ist auch diese Beziehung zum Scheitern verurteilt, da über kurz oder lang ihre Sucht wieder durchbricht…Umso brutaler dann, da sie mit Jerome bereits ein Kind hat. Jerome stellt sie vor eine Entscheidung: Entweder sie bekommt sich unter Kontrolle oder sie hat das Kind und ihn zum letzten Mal gesehen! Zitat Evangelion: Love is destructive.
    Sie ergibt sie sich wieder ihrer Sucht. Die daraus resultierenden Schuldgefühle lassen Joe immer weiter in einen Strudel aus Selbsthass, der daraus resultierenden Selbstbestrafung in Form eines äusserst scwer zu ertragenden Aborts und Selbstzerstörung gleiten…
    Lars von Trier mag garantiert nicht jedem gefallen, dennoch ist NYMPHOMANIAC sein zugänglichster Film. Eine fünf einhalb Stunden Abhandlung, die einen durchaus dazu verleitet, Dinge aus anderen Perspektiven zu sehen und einem das Bewusstsein zu erweitern. Ich muss sagen: Gott sei Dank gibt es Menschen wie ihn, die die den Schwachen eine Stimme geben, anecken unbequem sind, aufrütteln…Denn genau das sollen Filme ja, wie jedes andere Werk in der Kunst auch!
    Vor allem aber: Jeder Schauspieler ist grandios! Charlotte Gainsborough, Stellan Skarsgaard und Stacy Martin, ja sogar Shia LaBeof (;-) )spielen alle so nuanciert, mir fällt kein Vergleich ein! Besonders hervorzuheben: Uma Thurman in Kapitel 3. Diese extrem harte, bittere Szene wird von Uma so authentisch, so überzeugend gespielt, dass ich nicht verstehe, wieso sie nach KILL BILL keine gescheiten, dramatischen Rollen mehr bekam…
    https://www.youtube.com/watch?v=JWLucxpVdPk

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