Hardware-Preissteigerungen dank AI Bubble?
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captain carot vor vor 1 Tag, 8 Stunden aktualisiert.
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8. Dezember 2025 um 8:04 #1811192
joiaTeilnehmerDas ist ein interessantes Fazit und entspricht meiner Voraussicht. Inklusive dem “pessimistischen” Ausblick.
Daran halte ich auch erstmal fest, bis mich was Besseres überzeugt. Denn du sagst es ganz richtig – ob man mit der Produktion so schnell hinterher kommt, ohne die Cloud zu nutzen – bleibt mehr als fraglich.
Bzw. ob dann nicht die vollumfängliche Speicherproduktion und Nutzung IN Verbindung mit Cloud erst die UltraKI heraus bringt – ist auch noch eine Idee, die praktisch durchaus nützlich und möglich wäre.8. Dezember 2025 um 10:51 #1811213
captain carotTeilnehmerDie AGI ist aktuell eine Wunschvorstellung. Dafür müssten die Modelle erstens denken und zweitens wissen. Die plappern aber nur sehr überzeugend nach, was am häufigsten im Netz (frei verfügbar) steht.
Das wird auch heute schon zur Manipulation etwa im Nachrichtenbereich genutzt. Behaupte auf ganz vielen Gratisquellen, was du willst dass die Leute es hören und die KI plappert es nach.
Die aktuellen Modelle scheinen clever, weil sie mit unfassbar viele Daten nutzen. Sie wissen aber tatsächlich nix und lernen ist da eigentlich auch ein irreführender Begriff. Sperr deinem KI Bildgenerator Zugriff auf bekannte Bilddateien und er kann nicht mal mehr Strichmännchen.
Die Systeme sind auch alle hoch fehleranfällig. Personenerkennung ist zum Beispiel wegen mangelhafter Trainingsdaten oft bis heute nicht in der Lage, schwarze Menschen sicher zu erkennen. Dabei gab es gerade in den USA deswegen schon Fehlverurteilungen wegen Straftaten.
Blutergüsse bei dunkelhäutigen Menschen werden oft nicht erkannt, weil das meiste Lehrmaterial von hellhäutigen Menschen ist wo Blutergüsse ganz anders aussehen.
Klar können die Systeme gleichzeitig irre viel in anderen Bereichen.
9. Dezember 2025 um 9:21 #1811258
captain carotTeilnehmerUnabhängig davon ob es am Ende Einfluss auf den Markt hat, weil Jensen Trump in Form von Spenden kräftig einen geblasen hat darf Nvidia jetzt den H200 nach China exportieren. Dabei kassiert die US Regierung dann noch 25%. Das zeigt im Prinzip schon, worum es geht. Um großes Geld.
Der gemeine Bürger und Konsument (der Firmen wie Nvidia und AMD erst groß gemacht hat) ist sowohl den Unternehmen als auch der aktuellen US-Regierung ziemlich egal.
EU und europäische Regierungen (ich weiß, wir meckern furchtbar gerne drüber) arbeiten i.d.R. zwar deutlich bürgernäher, werden hier aber auch nix reißen können. Uns fehlen nicht nur Fertigungskapazitäten in dem Bereich, das Bisschen europäische Chipentwicklung ist auch schon ewig nicht auf den Consumerbereich ausgerichtet.
9. Dezember 2025 um 13:42 #1811359
joiaTeilnehmerDas mit den Amerikanern sehe ich genauso und ja, du hast Recht: wir haben Nvidia und AMD groß gemacht. Und haben dafür auch bekommen, was wir wollten. Es ist aber eine historische Tatsache, dass ab einer gewissen Fallhöhe lieber oben ist, wers geschafft hat und unten egal wird. Das werfe ich denen auch nicht vor. Und wer das nicht länger unterstützen will, muss halt mit den Konsequenzen leben und sich ein Evercade kaufen.
Und der amerikanische Protektionismus ist momentan einer der ersten – sicherlich nicht der letzte – Schwimmversuch eines zwischenzeitlichen Nichtschwimmers, der wirtschaftlich gesehen lieber oben schwimmen, als international untergehen will. So eingereiht sehe ich auch den Kolonialisierungsversuch Venezuelas.
Was die EU und die europäische Regierung – du meinst das Parlament? – deutlich bürgernäher machen, verstehe ich aber rein gar nicht. Hast du ein paar Beispiele? Oder nur eins? Bis auf die freiwillige Chatkontrolle, versteht sich. Ich habe heute erst gelesen, dass sich die Abgeordneten und die Kommission die 8te Gehaltserhöhung in drei Jahren geschenkt haben.
Ja, so sieht bürgernähe aus. Aus der Ferne – versteht sich 😉Mit einem Gehalt von jetzt 40.000+ Euro (siehe Frau von der Leyen) hätte ich übrigens auch kein Problem, mir weiter Nvidia-Produkte zu kaufen.
9. Dezember 2025 um 15:21 #1811411
captain carotTeilnehmerEs gibt eigentlich einen ganzen Haufen Beispiele. Um mal ein paar sehr konkrete Beispiele im digitalen Bereich zu nennen, DSGVO (auch wenn es manchmal nervt), Digital Markets Act, Vereinheitlichung von Ladesteckern, Recht auf Reparatur, die baldige Wiederkehr austauschbarer Akkus, Recht auf Vergessen…
Das heißt im Umkehrschluss nicht, dass alles richtig gemacht wird und das ewige Gespenst Chatkontrolle ist ein allzu gutes Beispiel für die Irrwege, die es gibt.
Die EU hat übrigens gerade ein Ermittlungsverfahren gegen Google eröffnet und die Tage erst eine Strafe gegen X verhängt. Bei ersterem geht es übrigens auch nicht einfach nur um große Verlage sondern auch um Content Creators und kleine Websites.
Trump und die US-Wirtschaft: ne, der killt gerade einfach weite Teile davon, während nur sehr bestimmte Bereiche tatsächlich geschützt werden und das vor allem diejenigen sind, die in irgendeiner Form Zuwendungen erbringen.
Kleine Unternehmen und Farmer haben aktuell massive Probleme dank Trump. Da droht tatsächlich eine massive Pleitewelle. Die Arbeitslosenzahlen sind wahrscheinlich drastisch höher als vor einem Jahr aber das lässt sich nicht so einfach sagen weil die Statistik im Sommer wirklich massiv geändert wurde, um besser auszusehen. Dank beschleunigter Inflation lässt der Privatkonsum immer mehr nach, der aber einen beträchtlichen Teil der Wirtschaftsleistung ausmacht. Erst recht für die Unternehmen, die tatsächlich in den USA produzieren. Das Abholzen sozialer Sicherungssysteme ist da übrigens nicht hilfreich.
Ohne die AI Bubble wären die USA jetzt schon in einer deutlich tieferen Rezession als Deutschland aktuell. Wobei wir in der EU auch momentan Wachstumsschlusslicht sind.
Die Techindustrie stellt also momentan die Schwimmflügel der USA dar, nur sind immer mehr spitze Gegenstände im Wasser.
Venezuela: lassen wir den irren Erfolg des Irakkrieges mal genauso an Seite wie die Tatsache, dass irgendwer im Wahlkampf versprochen hat, sich aus Kriegen rauszuhalten. Es geht offensichtlich um Ressourcen. Nur bei einer davon bewegt sich ein Großteil der Welt immer schneller davon weg, mal abgesehen davon dass die ganze Förderindustrie in Venezuela am Boden liegt. Bei der anderen, seltene Erden, muss man auch mal klar sagen dass es die eigentlich überall gibt. Auch wenn die in manchen Ländern verstärkt vorkommen, es war dem Westen vor allem zu teuer, die in den eigenen Ländern abzubauen.
Ich will in D und EU auch nix schönreden. Europa verliert sich immer noch viel zu gerne in Klein-Klein. Schönes Beispiel diesen Herbst war zum Beispiel der sinnfreie Beschluss zu Namen für Fleischersatzprodukte. Und hier haben wir gerade erst wieder die Chance auf eine Rentenreform vertan, obwohl so viele Nachbarländer zeigen, wie es heute besser geht.
10. Dezember 2025 um 7:49 #1811519
joiaTeilnehmerOke, bei den EU-Beispielen bin ich raus – die finde ich bestenfalls teil/teils aber eher gar nicht bürgernah bzw. politisch wichtig. Praktisch machen die mit Sicherheit Sinn – insofern hast du nen Punkt.
Bei Rest bin ich sowieso größtenteils bei dir.
Ja, Trump holzt ab – Ökonomen wie Krainer oder Wolff sehen darin aber ein durchaus konstruktives Vorgehen – nicht unkritisch, versteht sich – in Bezug auf eine Re-nationalisierung der US-Ökonomie nach dem Kriterium “holt die Produktion wieder nach Hause, auch wenn sich´s grad noch nicht lohnt”, aber auf lange Sicht soll sich das angeblich auszahlen. Ähnlich Argentinien – erstmal Kettensäge und Schmerzen, bis dann nach dem Regen auch mal wieder Sonne lacht.
Den Mut muss man auch haben – wie du sagst in Bezug auf die Rentenreform – hier hat den Mut offenbar keiner. Sind wieder nur Klientelwünschen nachgekommen und haben das Hauptwahlvolk bedient mit den letzten Beschlüssen und gut.
Dabei müssten wir in Deutschland dringendst reformieren…
Ich kenne Unternehmer und viele Selbständige – die zeichnen auch hierzulande ein Bild, von dem ich interessanterweise in den Zeitungen oder Nachrichten nichts zu hören oder zu sehen bekomme. Wahrscheinlich aus Angst seitens der Politik und Medien, den “Rechten” in die Hände zu spielen.
Aber das schaffen die auch locker so.Jetzt werd ich zu politisch. Sorry.
Nur kurz noch: Ja, dieses Jahr im Vorweihnachtsgeschäft bislang die miesesten Zahlen seit Menschengedenken in den USA. Aber nicht nur in den Staaten…
Und bezüglich der KI-Bubble – auch krass, wie weit die aufgeblasen wird und ist, dass die Staaten sich nur daran klammern können oder tun – in der Hoffnung nicht unterzugehen.
Man wird sehen wie es weiter geht.
10. Dezember 2025 um 11:21 #1811633
captain carotTeilnehmerÜber die Probleme von Unternehmen aktuell wird schon berichtet, gerade auch von kleineren. Ein dicker Punkt, auch auf der Kostenseite, überbordernde Bürokratie. Ich glaube, da könnten wir in vielen Bereichen sehr viel Geld sparen.
Argentinien und die USA sehe ich als Beispiele, wie man nicht umbaut. Selbst wenn das mittelfristig zu einem gewissen Erfolg führt (die US-Probleme liegen aber eigentlich eh woanders als in schlecht laufender Wirtschaft) bleiben gleichzeitig extrem viele auf der Strecke.
Produktion nach Hause holen: Da sehen wir halt oft eine Verlagerung. Und ein wichtiger Punkt dabei sind natürlich Kosten. Die Frage ist immer, ob das so schlimm ist. und das hängt unter anderem davon ab, ob man neue Jobs schaffen kann. Siehe US-Kohleregionen, da ist halt einfach nix passiert. Holt man die Produktion bei ‘Dingen die sich nicht lohnen’ ins Land, dann heißt das auf jeden Fall höhere Kosten, aber nicht unbedingt höhere Produktivität. Vorausgesetzt man findet überhaupt noch Leute die den jeweiligen Job machen wollen. Wenn das nicht der Fall ist funktioniert das Konzept von vornherein nicht.
Bringt das wirtschaftlich was? Kann man drüber streiten. Für produzierendes Gewerbe ja, aber (unter anderem) die US-Wirtschaft ist mittlerweile weiter gewandert in Richtung Tech, Dienstleistung und Finanzen.
Bringt das ökonomisch am Ende was? Es bedeutet auf jeden Fall für viele Produkte steigende Preise. Das heißt potenziell, es wird nachher teurer aber weniger konsumiert. Dabei kann ein 20$ T-Shirt made in USA statt drei für je 5$ aus Bangladesch eben auch bedeuten, dass nachher Geld für weiteren Konsum in anderen Bereichen fehlt.
Die Breitband Zollpolitik mit Ausnahmen für die guten Freunde (Unternehmen, nicht Länder) hat dann noch eine ganz andere Komponente. Denn die trifft auch Dinge wie Lebensmittel, die sowieso nicht in den USA produziert werden und für die man auch nicht mal die passenden Bedingungen hätte.
Privatkonsum und Weihnachtsgeschäft im Besonderen: der Deutsche tendiert sowohl bei der Wirtschaftslage im eigenen Land als auch bei unsicheren Aussichten in der Weltpolitik zum Sparen und verzichten. Witzigerweise merke ich das auch deutlich in meinem Job in der Entsorgung, aber das nur am Rande. Der US-Amerikaner reagiert üblicherweise primär auf die eigene Wirtschaftslage. Das US-Weihnachtsgeschäft dürfte da also unterm Strich deutlich mehr über die tatsächliche Lage aussagen. Da muss man halt auch immer auf das Konsumverhalten in einzelnen Ländern gucken.
Was ich aber auch sagen kann, es war lange Zeit ganz normal, dass zum Beispiel voll funktionsfähige Geräte entsorgt wurden. Wir haben auch hier ziemlich hemmungslos konsumiert. Das heißt nicht, dass es allen gut ging (oder geht), aber im Schnitt war das schon krass.
10. Dezember 2025 um 13:11 #1811651
joiaTeilnehmerJa, die Produktion wieder Zuhause geht nur mit steigenden Kosten einher. Aber damit steigt über kurz oder lang die Produktionsqualität – wünschenswerterweise oder hoffentlich – wieder auf ein Niveau vor der Auslagerung in internationale Gebiete.
Ich habe im Maschinenbau gearbeitet und war Schnittstelle zwischen Teileproduzenten und Montage bis zum Endkunden und dann hat die Firma alles erst nach Osteuropa ausgelagert bis hin zur Produktion in China und die Qualität gleichzeitig auf ein Minimum gesenkt, so dass das gesamte Kerngeschäft die global ausgelegten Margen, die zunehmend schrumpften, nach kurzzeitigen Megagewinnen natürlich, hätte auffangen sollen. So ähnlich wie der aktuelle Fall mit der Baywa.
Ich bin da eher Konservativ und meine, man hätte die Produktion erstmal Zuhause lassen sollen und langfristig – quasi in Generationendenken – auch international ausdehnen können.
Alles viel langsamer. Das steht kurzfristigen Gewinnen entgegen. Und der Qualität. Wo ein Tiltrotator (Baggeranbauteil) bis vor 15 Jahren noch 15 Jahre gehalten hat, hielt er am Ende 2 Wochen bis zum ersten Reparaturgang.Das mit der Entsorgung voll funktionstüchtiger Geräte fand und finde ich nach wie vor krass – ich wurde noch so erzogen, Dinge pfleglich zu behandeln und zu nutzen, bis es ehrlich nicht mehr geht. Das hat zwar bei mir auch eine Zeit eingerissen, aber das war nur eine Phase. Arbeite heute noch mit meinem 14 Jahre alten Macbook – nicht nur weil es noch läuft und zwar im Vergleich zu modernen Büromaschinen noch sehr gut und schnell – sondern weil ich es auch noch komplett selbst reparieren kann. Diese Art Service ist ja auch komplett weggefallen über die Massenherstellung und -konsum.
Naja. USA, China, Lateinamerika, Europa und so weiter. Im Moment erleben wir einen krassen Wandel im Weltgeschehen, der sich so oder so auswirken wird. Ich weiß nicht genau wie. Hoffentlich macht es nicht zu laut “BOOOMMMM!”
Dein Job klingt jedenfalls auch spannend.
10. Dezember 2025 um 13:46 #1811652
oscarTeilnehmerDas mit der Entsorgung voll funktionstüchtiger Geräte fand und finde ich nach wie vor krass – ich wurde noch so erzogen, Dinge pfleglich zu behandeln und zu nutzen, bis es ehrlich nicht mehr geht. Das hat zwar bei mir auch eine Zeit eingerissen, aber das war nur eine Phase. Ähnlich finde ich es bei Plattformen wie https://highflybet-de.com/ , wo auch kleine Boni oder Belohnungen für treue Nutzer geschätzt werden – Wertschätzung macht einen Unterschied.
Ganz richtig, der Trend zu Massenproduktion hat die Qualität vieler Produkte massiv gesenkt.
10. Dezember 2025 um 13:59 #1811655
captain carotTeilnehmerNe, der Trend zu Einsparungen. Es gibt bis heute massig hochwertige Ware aus Massenfertigung. Die kostet dann aber auch immer etwas mehr. Und, Überraschung, Unternehmen erhöhen gerne die Gewinnspannen. Das geht natürlich besonders gut durch Einsparungen in der Produktion. Für Billigprodukte ist der Sparzwang dann sowieso besonders groß.
11. Dezember 2025 um 7:44 #1811674
joiaTeilnehmerEinsparung und Massenproduktion. Hängt für mich untrennbar zusammen. Denn irgendwann lässt sich der Gewinn nur noch erhöhen, wenn man beim Material und Personal oder gleich bei allem spart, was kostenmäßig bestenfalls noch über Mindestqualität liegt. Bei Lebensmittel wie bei sonstigen Produkten. Und das spiegelt sich unmittelbar in der Qualität. Und das führt irgendwann so oder so zu einer Art Billig-Produkten, gegenüber echt hochwertigen Produkten.
Hab erst mit nem Mac-Techniker aus Börlin geplaudert und der traute sich zu sagen, dass Apple vor 20 Jahren qualitativ besser gewesen sei als heute. Zwar hätten sich einige Dinge verbessert und wären genauer geworden – aber die Maschinen seien im allgemeinen anfälliger, die Lebensdauer geringer. Kosten würde vor allem das Design bzw. die Designentscheidungen, die dann auch den Leuten zugute kämen, die sie getroffen haben.
Aber nochmal, ja, es gibt gute Produkte. Und die kosten ihren Preis.
Aber ebenso ja, hat die Qualität im Allgemeinen nachgelassen.
Der Teufel liegt mal wieder im Detail.11. Dezember 2025 um 9:43 #1811696
captain carotTeilnehmerGerade moderne Computer finde ich da immer schwierig. Unabhängig von Apple. Einerseits befinden wir uns mittlerweile am physikalischen Limit, andererseits ist die Fehlerquote im Lauf der Zeit runter gegangen.
Gibt da zwar einiges, was mich stört weil es aus meiner Sicht unnötig ist (fest verbaute Notebook Akkus z.B.) aber im Schnitt sieht man da eine viel längere Nutzungsdauer.
Früher war alles besser: die letzten beiden Röhrenfernseher, die meine Eltern hatten sind zweimal respektive einmal repariert worden. Das ist dann leider auch auf mehr als einer Ebene relevant. Man hat Geräte repariert bzw reparieren lassen weil sie teuer waren. Aber auch weil sie schlicht reparierbar waren. Heute läuft das nach Garantieende ja gerne auf den teuren Austausch einer Baugruppe hinaus. Vor Ort kann das aber sowieso keiner machen, also rückt dann ggf noch ein Techniker für teurey Geld an. Das Ende vom Lied, es wird halt nicht repariert.
Bei Konsolen setzt der Switch 2 Pro Controller da übrigens ein neues Lowlight. Akkutausch oder Sticks reparieren? Fängt schon mit der verklebten Faceplate an, die man dafür entfernen muss. Wii U Pro Controller und Gamepad sowie 3DS haben den Akku übrigens noch unter einer Wartungsklappe.
Der Dual Sense hat übrigens einfach Schrauben unter L1/R1 und der schwarzen Zierabdeckung versteckt, allerdings auch einen Haufe Clips dazu. Beim Xbox Controller sind die Schrauben unter den eingeclickten Abdeckungen def Griffhörner. Der Xbox Controller lässt sich aber Praktischerweise sowieso mit handelsüblichen Akkus nutzen.
11. Dezember 2025 um 10:34 #1811698
joiaTeilnehmerDas mit dem Switch2 Controller wusste ich nicht – ja, das ist ein echtes Lowlight. Da dachte ich nicht, das Nintendo sparen würde.
Heute hatte ich es passenderweise auch mit Röhrenfernsehern – hatte mit einem Kollegen über Reparaturen gesprochen – früher und heute – weil wir eben alte Computer entsorgen mussten. Windwos 95-Rechner noch vollkommen funktionstüchtig. Aber halt “out”. Mainboards, wo man noch selber löten konnte – im Vergleich dazu das physikalische Limit heute.
Und ich suche einen Röhrenfernseher für meine alten Konsolen, weil das skalierte Bild auf den “neuen” Fernsehern eher mager wirkt.
Kann mich ebenfalls ans Elternhaus erinnern, dass unsere Philips-Röhre nur einmal den Geist aufgegeben hat. Lief glaub ich gerade Fußball, Samstagabend, weil mein Opa ziemlich ausgerastet ist.Hast du eine Idee oder schon was gehört, wie man versucht das physikalische Limit technisch-innovativ zu überwinden? Ist man da dran?
Und mit der Fehlerquote bist du sicher? Weil ich das gefühlt nicht bestätigen kann, habe aber auch keine Beweise bzw. Zahlen dazu.
Was mir persönlich nur vor ein paar Jahren aufgefallen war, war dass MS seinerzeit mit Windows10 endlich und tatsächlich ein halbwegs stabiles Betriebssystem veröffentlicht hat – der Grund, warum ich immer bei Apple geblieben bin, war alles bis dahin. Windows 10! Das war schon was!! 😉Was die Kontroller angeht – den Rest kenne ich und habe die Teile mit mehr oder weniger Lust und Laune auch schon zerlegt oder zerlegen müssen… Aus der Praxis heraus finde ich bis heute die 360-Kontroller nach wie vor ziemlich gut. Ich mag die Lage und Handhabbarkeit der Sticks und Knöpfe und das Gewicht mit dem Akku. Spiele zwar überwiegend Sony-Maschinen, aber das Konzept mit den zwei Sticks auf einer Höhe ist für mich immer noch weniger angenehm.
11. Dezember 2025 um 12:44 #1811702
captain carotTeilnehmerC64, je nach Quelle sollen seinerzeit 10% defekt aussortiert worden sein.
Man darf an solchen Stellen auch nicht vergessen, dass das was man heute an alten Sachen sieht das ist, was übrig bleibt nach X Jahren. Müssen wir für die Technik von heute abwarten.
Lebensdauer ist auch generell schwierig. Beispiel Fernseher, die laufen heute im Schnitt deutlich mehr Betriebsstunden pro Jahr. Da muss man dann gucken, was man gegeneinander rechnet.
Beispiel in die andere Richtung, unser Fuchs MHL 320 auf der Arbeit ist mittlerweile trotz ‚nur‘ 16.000 Betriebsstunden echt durch. Das liegt aber am Alter von 24 Jahren und dass er immer draußen steht.
Ich sehe es zum Beispiel auch nicht unbedingt so, dass Auslagerung zwingend das Hauptproblem ist (die hat allerdings genug Problemzonen, kenne das Spiel von Kleinauf, weil mein Vater aingenieur war und meine Frau Ingenieurin ist). Eher die sonstigen Sparzwänge drumherum. Da wird Material gespart weil zum Beispiel weniger, günstigeres oder gleich beides verwendet wird und all sowas.
Für mich zum Beispiel ein Grund, warum ich seit Ewigkeiten eine mittlerweile 35 Jahre alte Bosch Küchenmaschine hab. Das Getriebe von den alten ist fast unzerstörbar. Das war aber unabhängig vom Fertigungsstandort eines der Teile mit dem größten Sparpotenzial.
Um dann noch auf die Frage zurückzukommen, wie könnte man die Grenzen überwinden? Bei den Schaltkreisgrößen überhaupt nicht. In bestimmten Bereichen wie SRAM gibt es auch jetzt schon fast keine Skalierung mehr. Es gibt Ansätze wie Spintronik, die theoretisch deutlich höhere Taktraten ermöglichen könnten. Daran wird schon ewig geforscht. Stand Jetzt laufen wir bei klassischer Mikroelektronik irgendwann gegen die Wand. Andererseits muss man sich dann auch fragen, reicht es nicht langsam?
Das was AMD und Sony vor kurzem vorgestellt haben ist interessant, weil es vorhandene Technik bei Raytracing deutlich besser auslasten kann und dann wären da die Machine Learning Optimierungen wie DLSS, FSR 4, Ray Reconstruction/Regeneration…
Auf der anderen Seite muss man sich aber auch langsam fragen, was wollen wir eigentlich noch? UE5 kann mit Lumen und Nanite selbst ohne Path Tracing fantastisch aussehen. Alan Wake 2 ist auf Konsole schon großartig, geschweige denn am PC mit Pathtracing.
Arbeitswelt? Wenn ich mir angucke, was in Inventor auf einem stinknormalen PC geht und wie weit man darauf FEM-Simulationen treiben kann dann ist das schon ziemlich irre. Dabei ist die Software in manchen Punkten sogar beschissen optimiert.
Generell sehe ich den Schlüssel zukünftig eher bei Optimierung. Die UE5 hat zum Beispiel sehr viel Reifezeit gebraucht und in vielen Punkten ist immer noch Luft nach oben. Multicore Auslastung zum Beispiel. Raytracing/Pathtracing, darauf sind aktuelle GPU-Architekturen bestenfalls semioptimiert. Selbst bei Nvidia.
11. Dezember 2025 um 14:10 #1811703 -
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