Hardware-Preissteigerungen dank AI Bubble?

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  • #1811872
    joiajoia
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    @ghostdog – genau. Das ist doch ein interessantes Geschäftsmodell. Und die Idee ist auch schon da – inklusive Strukturen.


    @captain
    carot – wie war der Copilot ungefragt drauf? Nicht schlecht. Sowas hat MS schonmal gemacht … fällt mir noch ein.

    Und wegen der PS6 – die kann sich verschieben, kein Problem für mich persönlich. Das ganze Geschäft dürfte einmal etwas ruhiger werden und sich mehr Zeit geben. Die müssen doch auch irgendwo merken – egal wie groß – dass sie sich verheizen auf Teufel kommt raus.

    Aber das ist nur meine persönliche Meinung.

    Worum es bei dem Spiel wirklich geht, steht ja in dem von dir verlinkten Artikel, wo steht, wie der CEO von Phison “pessimistisch” in die Zukunft blick:
    “Von den derzeit hohen Preisen profitiert Phison allerdings ebenso wie die Speicher­hersteller.”

    Das kann einen schon ganz schön traurig machen.

    Meine ebenso persönliche Entscheidung ist – ich halt mich raus mit Neukäufen oder Anschaffungen, so lange es geht. Und ich habe, wenn ich will, einen langen Atem.

    #1811894
    captain carotcaptain carot
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    Copilot war Teil eines Windoof Updates. Allerdings nicht aktiviert und ohne NPU ist das…

    Ich bin weitestgehend bedient. Hab dies Jahr noch meine AM4 Plattform mit Ryzen 7 5700X und Radeon RX 9070 aufgerüstet. Da steht die nächsten Jahre maximal noch eine weitere SSD zur Debatte. Momentan sind 3TB drin und ich hab es da auch nicht eilig.

    Dazu kam dann noch der PC-Handheld. Das einzige was vielleicht noch aussteht ist Switch 2, das hängt aber auch stark davon ab in welche Richtung Nintendo sich entwickelt. Momentan kommt mir sowas wie das Legion Go S tatsächlich mehr entgegen.

    Davon abgesehen bin ich bis 2030 halt einfach bedient.

    Die Branche generell: Speicher war jetzt eine ganze Zeit lang am Tiefpunkt. Dass es raufgehen muss war klar. Das wäre dann aber der normale Schweinezyklus gewesen. In der aktuellen Situation wird zwar viel auf die RAM Hersteller geschimpft, aber Produktionskapazitäten drastisch erweitern heißt auch, riesige Investitionssummen und Zeit. Natürlich verdienen die jetzt temporär gut, aber es weiß auch niemand wie lange der Boom hält. Die reale Gefahr ist, dass wir in drei Jahren extreme Überkapazitäten haben werden und Speicherhersteller dann riesige Verluste machen.

    Generell sehen wir auch gerade eine Reihe Probleme. Die sind im Kern aber nicht neu. Über die Zeit haben sich ein Haufen Oligopole und Quasimonopole rausgebildet. Drei Speicherhersteller bilden zum Beispiel 92% des Weltmarktes. Für x86/Highend gibt es momentan faktisch zwei relevante GPU Hersteller, wobei einer von beiden den PC-Markt wie auch AI-Computing dominiert. Chipfertiger? TSMC dominiert hier den Markt, alles andere zusammen kommt bei den High End Prozessen weit dahinter. Das sieht erst in Verbindung mit Low End Prozessen anders aus.

    Auf Softwareseite ist es nicht wirklich besser. Momentan sehen wir zum Beispiel eine Handvoll wirklich relevante KI Anbieter (die auch irre viel Kapital in den Arsch geblasen bekommen), auf OS-Seite Windows, Android, iOS.

    Das hat auch abseits von KI negative Folgen. Google kann mittlerweile mit Chrome den Browsermarkt dominieren. Und hat in Chrome selbst unliebsame Plug Ins schon gesperrt oder eingeschränkt. Es gibt auch kaum noch Browser, die nicht Chrome-basiert sind. Safari und Firefox sind die prominentesten. Dadurch bewegt sich das Netz weg von Standards, hin zu Google.

    Noch ein Punkt bei KI, die Deregulierung unter Trump. Das wird mehr und mehr zum Freifahrtschein für die KI-Industrie auf Kosten von Verbrauchern und anderen Unternehmen.

    Aber mal zurück zum Konsumentenmarkt: ich sehe die Probleme nicht so sehr bei PS5 und Switch 2. Nintendo subventioniert aktuell seine Hardware gar nicht. Sie machen aktuell nur nicht viel Gewinn mit der Switch 2 Hardware. Das wäre also durchaus eine Option, zumal die Speicherkosten bei Switch 2 nicht so sehr steigen werden wie bei anderen Geräten mit mehr Speicher. PS5, der scheinbare Preisvorteil gegenüber Pcs wächst und könnte zu einem realen Preisvorteil werden. Selbst wenn Sony den Preis erhöhen muss bleibt die Kiste damit attraktiv für viele Spieler.

    Lenovo, Dell, HP, Asus…, die großen Hersteller und gerade die im B2B Bereich stark vertretenen werden gut raus kommen. Vielleicht ‚muss’ man restrukturieren, weil man selbst B2B weniger Systeme (für mehr Geld) verkauft, aber die werden es überleben.

    Kleinhersteller wie AYN, Ayaneo usw, Hersteller von Billigsmartphones, von Einplatinenrechnern aber auch reine Mainboard- und Grafikkartenhersteller, Kühlerhersteller…, da wird dann sehr vieles auf der Strecke bleiben. Da sind Firmen dabei, die gerade schon schlagartig 50% und mehr Umsatzeinbußen haben während andere demnächst entweder die Preise deutlich erhöhen oder ihre Geräte drastisch schlechter ausstatten müssen. Da wird es also 2026/27 richtig hart werden.

    Speziell bei günstigen Smartphones kommt dann noch ein Faktor hinzu, den wir im Westen gerne ignorieren. Mittlerweile ist das in sehr vielen Entwicklungs- und Schwellenländern die Eintrittskarte in die digitale Welt.

    #1811895
    captain carotcaptain carot
    Teilnehmer

    P.S.: das alles ist der Worst Case. Sprich, die Preise bleiben teuer, bzw. ziehen im OEM-Bereich erst richtig an, Kapazitäten sind längerfristig wegen hoher Nachfrage knapp. Momentan zieht es im OEM-Segment nur ein bisschen an und üblicherweise gibt es hier auch längerfristige Verträge statt Spotmarkt Preise.

    Dazu kommen dann noch die großen Fragezeichen bei KI-Boom, denn wenn da die Nachfrage einbricht ist die ‚Speicherkrise‘ auch fast sofort vorbei. Die Negativprognosen gehen alle davon aus, dass es so bleibt.

    #1811899
    joiajoia
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    Ich finde die “Negativprognose” gar nicht so abwegig – solange die Blase sich weiter aufbläht. Und die Verkettung die du beschreibst, macht auch Sinn. Und ja, da werden wohl einige Hersteller/Vertreiber etc. Federn lassen. Aber das ist eben die Marktentwicklung.

    Was für mich noch attraktiv ist, ist die Valve Machine, da hab ich fast einen Kaufzwang im Vorfeld entwickelt, weil ich einfach auf schwarze Quadrate steh. Himmel! Allein die Vorstellung!

    Die Switch2 hab ich mir noch gegönnt, weil ich die einfach in ihrem Segment – aber auch darüber hinaus – für mit eines der fortschrittlichsten Geräte im Heimgebrauch für Gernspieler sehe. Sogar auf meinem 43″ Fernseher sieht das alte Zeug jetzt richtig gut aus und ich hab mir erst wieder eine Runde Metroid Dread gegönnt – herrlich.

    Nintendo sieht sich schwierigen Entscheidungen gegenüber – wie hält man beispielsweise seine “Einzelgängerposition”, die durchaus – und natürlich durch die Franchisegeschichten – in der Vergangenheit für eine starke Marktposition hergehalten hat. Passt man sich dem Markt mehr an bzw. öffnet man sich? Dann braucht es über kurz oder lang “pessimistisch” gesehen keine Switch mehr, dann reicht ein Lenovo XYZ oder ein Rog Ally XYZ – da laufen Mario, Metroid und Co auch. Wie schnell man selbst als vermeintlicher Big Player weg sein kann vom Spielefenster hat man bei Sega gesehen.

    Sony hat den Balanceakt ja ganz gut hinbekommen und hält einen relativ stabilen Marktanteil, der noch viel vom Verve und dem Glauben an Sony seit/aus PS1-4-Zeiten herrührt. Aber auch die sind abhängig von der Entwicklung von KI/Cloud/Maschinenentwicklung.

    Jedenfalls hat mich die Qualität der Switch2 bislang voll überzeugt. Und ich hab jede Menge Games, die ich noch durchreiten will. Insofern sehe ich mich da gut bedient.
    Für mich wäre ein Rog Ally X interessant, weil ich durch meine Gamepass-Mitgliedschaft und bisherige Käufe noch einige schöne Sachen mit auf die nächste Technikstufe nehmen könnte.

    Trotzdem … dieses schwarze Quadrat macht mich unheimlich an…

    #1811908
    captain carotcaptain carot
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    Ich hab mich bei den Abos komplett rausgezogen. Und fahre damit für mich auch besser. Die Switch 2 ist auch noch nicht aus dem Rennen. Nur hab ich meine Prioritäten erstmal anders gesetzt. Das hat zum Teil mit Nintendos aktueller Firmenpolitik zu tun, zum Teil mit dem Mangel an Must Haves (für mich) und sogar ein bisschen mit dem mäßigen Screen. Hab die Switch viel mobil genutzt und finde den Switch 2 Screen echt nicht auf der Höhe der Zeit.

    ML: der Witz dabei ist, Konsolen hängen zukünftig auch mehr denn je davon ab. DLSS auf Switch 2 ist ein kleiner Vorgeschmack. Raytracing profitiert aber zum Beispiel drastisch von ML, High Framerate Gaming mit 120-240fps ist zukünftig fast generell ein Fall für ML-Frame Generation…

    Der Next Gen Grafiksprung wird nahezu komplett von Deep Learning und den Raytracing Fähigkeiten abhängen.

    #1811984
    ghostdog83ghostdog83
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    Nvidia plant für Anfang 2026 drastische Kürzungen bei der Versorgung mit GPUs

    Jüngsten Berichten zufolge beabsichtigt Nvidia, seine Produktionskapazitäten für GPUs der GeForce RTX 50-Serie in der ersten Hälfte des Jahres 2026 zu reduzieren. Diese Kürzungen sind angeblich auf einen Mangel an Speicher zurückzuführen, und zwar nicht nur an GDDR7, sondern an allen Speichertypen.

    30 bis 40 % der GeForce-GPU-Produktion von Nvidia könnten gestrichen werden. Dies bedeutet, dass Nvidia nicht genügend GDDR7-Speicher beschaffen kann, um GPUs im derzeitigen Umfang zu produzieren. Alternativ bedeutet dies, dass Nvidia für 2026 einen deutlichen Rückgang der GPU-Verkäufe erwartet, möglicherweise aufgrund steigender NAND- und DRAM-Kosten und deren Auswirkungen auf die PC-Preise.

    Beachten Sie, dass GPUs, die nicht zur GeForce RTX PRO-Serie gehören, nicht erwähnt werden. Wenn das Angebot an GDDR7-Speicher tatsächlich begrenzt ist, könnte Nvidia seine begrenzten Speicherbestände für seine profitablere RTX PRO-GPU-Produktreihe reservieren und dafür seine GeForce-Produktreihe opfern.

    https://overclock3d.net/news/gpu-displays/nvidia-plans-heavy-cuts-to-gpu-supply-in-early-2026/

    #1811987
    captain carotcaptain carot
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    https://www.computerbase.de/news/grafikkarten/speicherkrise-nvidia-soll-rtx-50-produktion-wegen-teurem-gddr7-zuegeln.95492/

    Das ganze deutlich weniger reißerisch. Die Produktion wird reduziert. Es ist aber noch nicht wirklich klar, wie sehr oder warum. Es trifft wahrscheinlich wie es aussieht zwei populäre Modelle, die für Nvidia insofern ungünstig sind, dass sie viel Speicher fürs Geld bieten, RTX 5060 Ti 16GB und RTX 5070 Ti. IMO übrigens die aktuell einzigen Nvidia Karten, dien sich für Spieler wirklich lohnen. Das sagen asiatische Quellen ziemlich klar.

    Die 30-40% YoY sind dagegen deutlich spekulativer. Könnten aber auch damit zu tun haben, dass Nvidia mit deutlich geringerer Nachfrage rechnet. Was auch kein Wunder wäre. Der DIY-Markt ist in kurzer Zeit um 50% eingebrochen. Das heißt auch, dass nächstes Jahr zumindest in der ersten Hälfte deutlich weniger Nachfrage für Grafikkarten da ist. Bei Fertig-PCs zeichnen sich vorläufig nur moderate Preissteigerungen ab, aber da gibt es dann auch eher die kleinen 8GB Modelle oder eine RTX 5070. Und der Löwenanteil sind mittlerweile Laptops, ausgerechnet bei Laptops hört man aber noch nix von reduzierter Produktion.

    #1812018
    joiajoia
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    Hier eine Randnotiz, die zwar nur indirekt mit dem Thema zu tun hat, aber eben doch auch sehr:

    https://www.eurogamer.de/zeit-der-realitat-ins-auge-zu-blicken-warhorse-chef-verteidigt-ki-einsatz-nach-larian-shitstorm

    #1812024
    captain carotcaptain carot
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    Sven Vincke hat jetzt auch mehr als ein Mal gesagt, dass er das als Tool in bestimmten Bereichen sinnvoll findet (dem stimme ich übrigens absolut zu), aber zum Beispiel keine AI-Art, kein AI-Writing etc in einem fertigen Larian Spiel zu sehen sein wird. Er hat auch mehr als ein Mal gesagt, dass ausgerechnet die Tools, die Larian haben möchte noch lange nicht auf dem Level sind, dass es eigentlich braucht.

    Gerne ignorierte Fakten, wir haben seit 40 Jahren prozedural generierte Inhalte in Spielen. Seit 25 Jahren Speedtree und spätestens seit Oblivion prozedural generierte NPC’s. Das sind Bereiche, die mit Deep Learning besser sind. UE5 setzt in bestimmten Bereichen stark auf Deep Learning. Das werd ich jetzt nicht noch mal aufdröseln, aber es wird zurecht an den Stellen eingesetzt.

    Auf der anderen Seite steht halt auch wirklich KI-Rotz. Aber da muss man auch lernen, zwischen der Flut an sinnfreiem Müll und den Bereichen, wo es tatsächlich sinnvoll ist zu unterscheiden.

    Momentan sehen wir halt leider die Flut an AI-Slop, mittlerweile auch schon bei Spielen und Mods. Das ist aktuell definitiv die große Schattenseite. Zumal gerade der ganze Müll momentan irre Ressourcen verballert.

    Ich hab momentan KI in Bereichen, wo ich sie nicht will oder nicht brauche. Aber auch in Bereichen, wo sie extrem praktisch sein kann.

    Das größte Problem ist IMO aktuell die Geschwindigkeit, mit der all das passiert. Das ist halt einfach ziemlich irre.

    #1812169
    captain carotcaptain carot
    Teilnehmer

    https://www.computerbase.de/news/storage/speicherknappheit-auch-apple-muss-230-prozent-aufpreis-fuer-ram-zahlen.95569/

    Die News ist für CB Verhältnisse ungewöhnlich spekulativ. Der Kernpunkt aber auch ein ganz anderer, weswegen ich das trotzdem mal hier poste. Neue Langzeitverträge mit Firmen wie Apple oder halt auch Nintendo werden in den nächsten Monaten wirklich massive Aufschläge auch bei LPDDR sehen. Das ist mittlerweile sicher. Und das Problem sehe ich in dem Fall nicht so sehr bei Apple wie bei Nintendo und Co.

    Switch 2 hat mit 12GB so viel RAM wie das iPhone 17 Pro und so viel Flash-Speicher wie dessen kleinstes Modell. Geht man von den Zahlen aus, die aktuell so im Umlauf sind und legt das auf Switch 2 um, dann könnte die Kombi aus RAM und Flash bei der Switch 2 zukünftig Mehrkosten von 100-130$ pro Konsole bedeuten.

    Anders als bei Apple ist bei Nintendo soweit ich weiß nicht mal ein Gerücht bekannt, wie lange deren Lieferverträge sind und wann sie auslaufen. Mit viel Glück hat Nintendo dieses Jahr erst einen frischen Vertrag. It langer Laufzeit ausgehandelt.

    Generell werden hier aber alle betroffen sein, die zeitnah neue Verträge abschließen müssen. Und Gaming Hardware ist meistens eh knapp kalkuliert. Bei Konsolen bis heute gerne mal verlustbehaftet.

    Bleibt das alles wie gehabt, dann sehen wir bei Gaming Devices in den nächsten 12 Monaten fast durch die Bank Preissteigerungen von 100-200€. Praktisch egal, ob das nun ein PC Handheld, PlayStation oder Switch 2 ist. Geräte mit besonders viel RAM werden wahrscheinlich aus dem Programm genommen, weil sie zu teuer werden. Das Legion Go S in den 32GB Versionen beispielsweise dürfte schlicht so teuer werden, dass man keine Käufer mehr finden wird.

    #1812358
    ghostdog83ghostdog83
    Teilnehmer

    Nach Angaben der Branche vom 30. Dezember sollen AMD ab Januar nächsten Jahres und Nvidia ab Februar nächsten Jahres die Preise für einige GPUs erhöhen.

    Die Preiserhöhungen werden voraussichtlich zunächst vor allem bestimmte GPUs für Verbraucher betreffen, darunter die GeForce RTX 50-Serie von Nvidia und die Radeon RX 9000-Serie von AMD. Der Verkaufspreis des Flaggschiffprodukts von Nvidia, der RTX 5090, lag Anfang des Jahres bei 1999 US-Dollar (2,86 Millionen Won), wird aber im nächsten Jahr voraussichtlich auf 5000 US-Dollar (7,15 Millionen Won) steigen.

    Beide Unternehmen werden die GPU-Preise voraussichtlich jeden Monat weiter erhöhen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Preiserhöhungen nicht nur für Verbraucher-GPUs, sondern auch für GPUs für KI-Rechenzentren und Server gelten werden.

    […]

    Ein Brancheninsider erklärte: „Der durchschnittliche Anteil des Speichers an den Gesamtproduktionskosten von GPUs hat kürzlich 80 % überschritten.“

    Der Preis für DDR5 16G (2Gx8), den typischen DRAM-Speicher, der in GPUs verwendet wird, lag im Mai bei 5,5 US-Dollar, stieg jedoch im letzten Monat auf über 20 US-Dollar.

    Das globale Marktforschungsunternehmen Counterpoint geht davon aus, dass die Speicherpreise bis zum zweiten Quartal des nächsten Jahres um weitere 40 % steigen werden. Einige Beobachter gehen davon aus, dass der Preisanstieg im nächsten Jahr noch steiler ausfallen wird. Die Preise für universelle Speicher könnten um ein Vielfaches steigen.

    Daher sind auch erhebliche Auswirkungen auf den KI-Markt zu erwarten. In der Regel werden für GPUs für KI-Rechenzentren langfristige Lieferverträge abgeschlossen, sodass sich die gestiegenen Speicherpreise ab den Lieferverträgen im nächsten Jahr auf die GPUs auswirken könnten.

    Der Preis für Nvidias Flaggschiff-KI-GPU „H200“ liegt bei 30.000 bis 40.000 US-Dollar (42 bis 57 Millionen Won), und es ist davon auszugehen, dass er im nächsten Jahr noch weiter steigen wird. Die H200 enthält sechs 5G-HBM3E-Speicherchips (High Bandwidth Memory), deren Lieferpreis um 20 % gestiegen sein soll.

    Ein Brancheninsider erklärte: „Die Big Tech-Unternehmen müssen die Entwicklung der Speicherpreise im Auge behalten. Das nächste Jahr wird ein Jahr sein, in dem die Speicherpreise einen großen Einfluss auf den GPU-Markt haben werden.”

    https://mobile.newsis.com/view/NISX20251229_0003458273#_endPass

    #1812359
    captain carotcaptain carot
    Teilnehmer

    GPUs verwenden GDDR7 bzw GDDR6. Bei AMD aktuell nur GDDR6, wo die Preise generell noch nicht so angezogen haben. B2B sind die Preissteigerungen auch noch nicht so krass, allerdings dennoch extrem heftig. So wie es jetzt aussieht werden Neuverträge je nach Speichertyp um 100-200% teurer als aktuelle. Das ist extrem, aber nicht die Vervierfachung wie bei DRAM im Consumersegment aktuell (Tendenz immer noch steigend).

    #1812360
    ghostdog83ghostdog83
    Teilnehmer

    Ich möchte mir nicht ausmalen, wie das Hardware-Geschäft in einem Jahr aussehen wird. Vor allem, wie teuer die Konsolen zu dem Zeitpunkt sein werden.

    Mit GTA 6 könnte im nächsten Jahr noch ein Titel erscheinen, der die Schmerzgrenze der Konsumenten beim Hardware-Preis vielleicht noch etwas abfedern könnte, aber grundsätzlich bin ich eher verhalten pessimistisch, wie sich das Ganze weiter entwickeln wird.

    Der PC hatte von allen Plattformen 2025 das höchste Wachstum (das Thema werde ich noch in einem anderen Thread aufbereiten), damit dürfte im nächsten Jahr wohl Schluss sein.

    #1812365
    captain carotcaptain carot
    Teilnehmer

    Nicht unbedingt. Weil den PC viele haben und man da abseits der Highend Bubble auch auf älterer Hardware gut spielen kann. Evtl. müssen manche Spieleentwickler eher wieder umdenken wenn sie weiterhin gute Verkäufe wollen. Weil halt kaum wer in nächster Zeit eine Grafikkarte mit 12GB oder mehr VRAM kaufen wird um ein Spiel zu spielen. Smartphones und PCs ‚braucht‘ man. Vielleicht wird es dann ein Smartphone mit 4GB RAM oder man benutzt halt länger das alte.

    Konsolen sind dagegen tatsächlich ein Luxusgut.

    Realistisch betrachtet, ausgehend von aktuell im Umlauf befindlichen Erhöhungen bei Long Term Verträgen, Switch 2 könnte um 120€ teurer werden, PS5 und Series X 150€, PS5 Pro bis zu 200€.

    Das hängt aber auch von den Verträgen und Laufzeiten ab. Wenn zum Beispiel Nintendo im Frühjahr einen Zwei Jahres Vertrag abgeschlossen hat können sie die Entwicklung vielleicht aussitzen.

    Die andere Frage könnte tatsächlich werden, wer bekommt wie viel RAM. OpenAI hat bekanntlich große Teile der Waferproduktion vom Markt weggekauft und generell sind die Margen aktuell absurd. Da ist sogar denkbar, dass RAM-Hersteller Vertragsstrafen zum Beispiel von Sony oder Nintendo in Kauf nehmen und stattdessen die KI-Industrie beliefern.

    Derweil hat Nvidia gerade mit dem Zeitkontingent bewiesen, dass Streaming auch heißt, die Anbieter können zukünftig die Konditionen diktieren. Das ist kein echter Ersatz für eigene Hardware.

    Natürlich sind die 100 Stunden aktuell noch ziemlich üppig. Zusatzstunden aber schon ordentlich teuer. Und man könnte in einem Jahr durchaus auf 50 oder 30 Stunden reduzieren.

    Ich hab gerade für jemanden einen Rechner fertig gemacht. Alles älterer Kram. Core i7 10700, 16GB DDR4, Geforce GTX 1660 Super und 1,5TB SSD Speicherplatz. Indy läuft nicht drauf wegen Raytracing Zwang unter Windows (funktioniert unter Linux mit Software RT) und Doom will obendrein zwingend 8GB VRAM. Das war es dann auch schon. Mit einer RTX 2060 Super würde alles drauf laufen. Natürlich nicht mit Reglern auf Rechtsanschlag.

    Ergibt sich bei Gelegenheit noch sowas wie eine Radeon RX 6700 (XT) kann man damit auf PS5 Niveau spielen.

    Randnotiz, mit SteamOS kann ich auch auf dem Legion Go S erstaunlich gut spielen trotz der Low End Hardware.

    Vielleicht wird es eher Zeit, dass manche Techjournalisten ihr Luftschloss verlassen. Paradebeispiel für mich ist da wegen der Bekanntheit Alex Bataglia.

    #1812383
    captain carotcaptain carot
    Teilnehmer

    https://insider-gaming.com/ram-prices-next-gen/

    Die Gerüchteküche dreht sich weiter, allerdings durch relativ glaubwürdige Quellen befeuert. MS und Sony denken angeblich darüber nach, die Next Gen Geräte um Jahre zu verschieben.

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