Hardware-Preissteigerungen dank AI Bubble?
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captain carot vor vor 1 Woche aktualisiert.
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2. Januar 2026 um 15:56 #1812384
FuffelpupsTeilnehmer*snip* wrong thread…
2. Januar 2026 um 19:10 #1812386
ghostdog83TeilnehmerDie Gerüchteküche dreht sich weiter, allerdings durch relativ glaubwürdige Quellen befeuert. MS und Sony denken angeblich darüber nach, die Next Gen Geräte um Jahre zu verschieben.
Der Zeitpunkt wäre natürlich sehr unpassend, wo man doch den Eindruck gewinnen könnte, MS hätte die aktuelle Hardwaregeneration bereits abgeschrieben (Entscheidungen, welche die bereits schleppenden Absätze nur noch weiter verringern (Wegfall bzw. Verringerung der Subvention pro Gerät)).
Corsair ändert angeblich die PC-Preise erheblich und storniert Bestellungen von Nutzern ohne Angabe von Gründen.
Es scheint also, dass PC-Anbieter nicht mehr zögern, die Preise ihrer Produkte zu erhöhen, und Corsair ist ein aktuelles Beispiel dafür. Während Preiserhöhungen für PCs heutzutage gang und gäbe sind, ist es nicht akzeptabel, eine bereits aufgegebene Bestellung ohne triftigen Grund zu stornieren. Ein Redditor berichtete gerade, dass er Opfer eines solchen Vorfalls geworden ist, nachdem er vor zwei Tagen eine Bestellung für ein vorgefertigtes System von Corsair aufgegeben hatte.
[…]
Der Reddit-Nutzer u/Senior_Ball_9068 berichtete, dass er am 31. Dezember den Gaming-PC Corsair Vengeance A5100 bestellt habe, der mit einem Ryzen 9 9900X3D, einer RTX 5080, 32 GB DDR5-RAM und 2 TB Speicher ausgestattet ist. Auf dem Screenshot ist zu sehen, dass er für die Bestellung 3.499 US-Dollar bezahlt hat, und der Nutzer gab an, die Rechnung vom Unternehmen erhalten zu haben. Als er jedoch seine E-Mails überprüfte, stellte er fest, dass Corsair seine Bestellung ohne Angabe von Gründen storniert hatte.
[…]
Als der Nutzer versuchte, die Bestellung erneut aufzugeben, zeigte ihm die Website einen neuen Preis von 4.299 US-Dollar an, was einer erstaunlichen Preiserhöhung von 800 US-Dollar entspricht. Diese Preiserhöhung von über 20 % ist unglaublich lächerlich, selbst wenn man die gestiegenen Preise für RAM und Speicher berücksichtigt. Corsair hätte den Nutzer zumindest vor der Stornierung der Bestellung informieren müssen, aber es wirft dennoch ethische Fragen auf, warum Corsair keine Mitteilung veröffentlicht hat, in der es seine Kunden darüber informiert, dass es die PC-Preise erhöhen würde, wie es Framework und andere Anbieter getan haben.

https://wccftech.com/corsair-reportedly-cancels-users-pc-order-hikes-the-price-by-800/
https://old.reddit.com/r/Corsair/comments/1q1rwpk/my_order_has_been_cancelled_and_they_raised_the/2. Januar 2026 um 20:36 #1812389
captain carotTeilnehmerDas Thema ist aktuell vielschichtig. Es geht ja nicht nur um den Preis, sondern zum Beispiel auch um die Verfügbarkeit von RAM und ob zum Beispiel Next Gen Fassungen für Entwickler überhaupt attraktiv sind.
Letzteres, gerade für kleinere bis mittlere Studios, lohnt sich zum Beispiel nur, wenn die Hardware auch eine gewisse Verbreitung hat.
Zum zweiten Punkt, angeblich bekommt nicht mal Samsungs Mobile Sparte genug LPDDR-Speicher von Samsung Memory. Alleine die Verfügbarkeit von Speicher könnte also schon ein echter Flaschenhals werden. Erst recht bei Geräten mit 30GB und mehr. Auf der anderen Seite kann man quasi zwei PS5 oder dreieinhalb Series S mit der Menge an Speicher produzieren, die die Next Gen bekommt. Und GDDR6 ist auch nicht so extrem ausgelastet wie GDDR7.
Und dann sind da natürlich die Kosten. Alleine bei der PS6 mit vermutlich 30GB RAM und 2TB SSD steigert sich der Preis drastisch. Stand jetzt sind da 200-300€ mehr denkbar. Damit wären wir statt bei einer 600€ Konsole (schon teuer für die breite Masse) bei 800-900€. Kann man aber gar nicht so viel produzieren fallen an anderen Stellen Skalierungseffekte weg, so dass der Aufpreis am Ende irgendwo zwischen 250 und 400€ betragen könnte.
Wir würden also ganz realistisch von einer mindestens 850€ teuren PS6 reden.
Bei der NeXtBox schätzt man den VK Preis eher auf 1200$/€ vor Speicherkrise, dank unter anderem mehr Speicher läge man mindestens bei 1500. Das Ding peilt selbst im besten Fall schon die Highend Nische an, würde dann aber noch viel mehr mit Gaming-PCs konkurrieren als ohnehin schon.
Momentan sieht es so aus, als ob Sony mit neuer Hardware für Ende 2027 plant oder geplant hat. Während der Handheld anscheinend mehr oder weniger auf eine Next Gen Standard Version der Z-APUs setzt und auch in kleineren Mengen erfolgreich produzierbar wäre muss man sich bei der PS6 einigermaßen bald fragen, ob sich das aktuell lohnt oder ob man besser ein, zwei Jahre schiebt.
MS, da ist vielleicht vor allem die Frage, ob man genug produzieren kann, weil man auch zeitnah die ganze Cloud Infrastruktur auf Next Gen wechseln müsste. Gleichzeitig wird das Gerät natürlich noch teurer als sowieso schon, der potenzielle Kundenkreis schrumpft also noch weiter. Und bei all dem muss man Entwickler erstmal überzeugen, dafür zu entwickeln.
Ohne Cloudgeschäft und Wette auf die Cloudzukunft hätte MS die Hardwaresparte wahrscheinlich eh schon abgewickelt.
Ich denke nicht, dass da schon irgendwas entschieden ist, aber man wird sich in den nächsten Monaten entscheiden müssen, ob man die Releases verschiebt. Falls ja, dann denke ich, werden MS und Sony versuchen, neue Hardware Ende 2028 zu bringen und nicht länger zu warten als unbedingt nötig.
Edit: die Corsair Geschichte werden wir die nächste Zeit wahrscheinlich häufiger sehen. Sehr unschöne Aktion, allerdings kann es sein, dass Corsair hier nicht einfach nur die Speicherpreise aufgeschlagen hat sondern evtl schon die Preiserhöhungen seitens Nvidia einpreist, die in den nächsten Wochen kommen sollen.
2. Januar 2026 um 23:02 #1812393
ghostdog83TeilnehmerASUS hat angekündigt, dass es aufgrund von Herausforderungen in der Branche ab dem 5. Januar die Preise für verschiedene Produkte erhöhen wird.
ASUS Announces Price Hikes Starting January 5th, Which Could Raise ROG Ally Prices
3. Januar 2026 um 9:30 #1812396
captain carotTeilnehmerMittlerweile dürfte die Frage, ob wir einen normalen Schweinezyklus sehen endgültig durch sein. Bei Nvidias RTX 5090 ist aktuell von einer Preissteigerung auf 5000€ die Rede. IMO richtet die Karte sich in erster Linie sowieso nicht an Gamer und dank Leistung sowie 32GB ist sie in der KI-Ecke momentan ziemlich beliebt. Dazu kommt dann aber auch noch das Gerücht, dass Nvidia gerade bei den spielerfreundlichen Modellen 5060 Ti 16GB und 5070 Ti die Produktionsmenge drastisch kürzt. Die alternative Quellenlage ist übrigens nicht besser. Laut wccftech wird die Produktionsmenge nicht gekürzt aber ein riesiger Teil der GPUs wandert für KI nach China.
Im Endeffekt sind das genau die zwei Nvidia Karten, die man guten Gewissens empfehlen kann während der Rest für Spieler immer irgendeinen Haken hat.
Notebook Chips sollen Stand jetzt ‚nur‘ teurer werden für die Hersteller. Was aber auch keine tolle Botschaft ist. Bei Laptops bezahlt man i.d.R. zwischen 50 und 100% mehr für die gleiche Leistung.
5. Januar 2026 um 12:55 #1812453
ghostdog83TeilnehmerSpiegel-online hat einen Artikel veröffentlicht (Paywall), wo es darum geht, welche möglichen Risiken den Weg für eine Finanzkrise für das laufende Jahr bereiten könnten. Als ein potenzielles Risiko wird die KI-Blase benannt.
Viele Marktbeobachter hatten US-Technologieaktien bereits vor Jahresfrist das Ende des Hypes vorhergesagt. Allein: Es kam anders. An der Techbörse Nasdaq legten die Kurse 2025 rund 22 Prozent zu.
Dennoch ist die Sorge weiterhin groß, dass ein Einbruch der Boom-Aktien den Gesamtmarkt in die Tiefe reißen könnte, weil insbesondere die sogenannten »Magnificent 7« ein enormes Indexgewicht haben, also Apple, Microsoft, Amazon, die Google-Mutter Alphabet, der Facebook-Konzern Meta, Nvidia und Tesla.
Die Zweifel am Börsenhype um diese Konzerne sind nicht geringer als vor einem Jahr.
So gab es zuletzt heftiges Geraune um die Bilanzierungspraktiken von Schwergewichten wie dem Chiphersteller Nvidia oder Meta. Vor allem der US-Hedgefondsmanager Michael Burry, der einst erfolgreich auf den Zusammenbruch des amerikanischen Immobilienmarktes wettete, macht Nvidia schwere Vorwürfe. Kunden des Konzerns würden den Wert der Chips nicht korrekt beziffern, so Burry. Weil sie die Grafikprozessoren oftmals über sechs Jahre bilanziell abschrieben, obwohl die Chips nur über eine kürzere Spanne Mehrwert generierten, würden sie Nvidia helfen, Gewinne künstlich aufzublähen. Nvidia wies die Vorwürfe zurück.
Meta rückte ins Scheinwerferlicht, weil das Unternehmen sein im Bau befindliches KI-Rechenzentrum Hyperion im Bundesstaat Louisiana aus seiner Konzernbilanz in ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem Investor Blue Owl Capital schob, an dem Meta selbst 20 Prozent hält. Indem Meta Hyperion aus seiner eigenen Bilanz heraushält, entschlackt der Konzern diese um milliardenschwere Kosten und kann sein gutes Kreditrating behalten; das wiederum erleichtert es Meta, neue Schulden zu günstigen Konditionen aufzunehmen.
Generell sind die In-sich-Geschäfte der großen KI-Firmen für viele Marktbeobachter ein Gefahrenherd. Stellvertretend dafür stehen Nvidias Milliardeninvestments in den Cloud-Dienstleister CoreWeave und den ChatGPT-Entwickler OpenAI.
Überhaupt OpenAI: Das Unternehmen hat sich verpflichtet, fünf Jahre lang beim Softwarekonzern Oracle Rechenkapazitäten im Wert von insgesamt 300 Milliarden Dollar einzukaufen, um das sogenannte »Project Stargate« umzusetzen, ein KI-Leuchtturmprojekt von US-Präsident Donald Trump. Microsoft wiederum ist mit 27 Prozent der wichtigste Anteilseigner an OpenAI.
Dadurch, dass einige wenige, sehr potente Konzerne finanziell miteinander verflochten sind, wächst die Sorge vor einer Krisenkaskade, sollte einer der Beteiligten in Not geraten. »Der KI-Boom wird in einem erheblichen Umfang über Kredit finanziert. Sollten vermehrt von Finanzinvestoren gehaltene Firmen in Konkurs gehen, würde es Probleme im Kreditmarkt geben«, fürchtet stellvertretend für viele Experten Edgar Walk, Chefvolkswirt bei Metzler Asset Management in Frankfurt am Main.
Oracle: Das schwächste Glied in der Kette?
Ein besonderer Fall im lustigen IT-Reigen ist der Konzern des Trump-Freundes und Milliardärs Larry Ellison. Seit Mitte September hat die Oracle-Aktie rund 40 Prozent an Wert verloren, die Schuldpapiere des Technologieriesen werden an den Anleihemärkten inzwischen mit Ramschstatus gehandelt. Das heißt: Will Oracle per Anleiheverkauf Geld einsammeln, muss das Unternehmen viel höhere Zinsen zahlen als andere IT-Multis, so groß ist das Misstrauen der Anleger inzwischen.
Es gibt mehrere Gründe für die Skepsis gegenüber Oracle: So sollen Rechenzentren, die Oracle für OpenAI entwickelt, später fertig werden als geplant. Am Markt gilt: Schwächelt OpenAI, kommt auch Oracle in Schwierigkeiten. Das kommt nicht von ungefähr: Dass OpenAI durch die Konkurrenz in die Enge getrieben werden könnte, hat der sogenannte DeepSeek-Schock Anfang 2025 gezeigt. Damals hatte das chinesische Unternehmen ein leistungsstarkes, extrem kostengünstiges KI-Modell angekündigt und damit OpenAI frontal angegriffen – an der Börse herrschte zeitweise Panik.
Zudem könnten andere Anbieter effizientere Chips herstellen und Oracle auf leer stehender Rechenzentrums-Infrastruktur sitzen bleiben. Dahinter steht die Sorge, dass sich die gigantischen Investitionen in KI-Projekte als übertrieben entpuppen könnten – und zwar nicht nur die von Oracle.
Kurzum: Mit seinen weit mehr als 100 Milliarden Dollar Schulden gilt Oracle inzwischen als Gradmesser für die Stimmung gegenüber der künstlichen Intelligenz und der Furcht vor einer Blase in diesem Sektor. So waren jüngst auch die Kosten in die Höhe geschnellt, die Anleger dafür zahlen müssen, sich für einen Zahlungsausfall von Oracle zu wappnen. »Oracle ist das schwache Glied in der KI-Kette«, sagt ein Investor, der lieber ungenannt bleiben möchte.
6. Januar 2026 um 0:35 #1812479
captain carotTeilnehmerEs kann eigentlich nicht früh genug knallen. Und das nicht mal wegen der aktuellen Entwicklung im Hardwarebereich, sondern weil die Folgen immer dramatischer werden je weiter die Blase wächst. Das wird nicht besser wenn da noch ein paar Billionen versenkt werden.
7. Januar 2026 um 13:21 #1812533
ghostdog83TeilnehmerMicroslop wird wohl in Kürze aufgrund der hohen Kosten für KI erneut viele Beschäftigte auf die Straße setzen:
Die Microsoft Corporation MSFT +1,20 % ▲ plant Berichten zufolge im Januar 2026 eine weitere Runde von Stellenstreichungen. Schätzungen zufolge könnten weltweit zwischen 11.000 und 22.000 Stellen abgebaut werden. Das entspräche etwa 5 % bis 10 % der Gesamtbelegschaft von rund 220.000 Mitarbeitern.
https://www.tipranks.com/news/microsoft-msft-eyes-major-january-layoffs-as-ai-costs-rise
7. Januar 2026 um 17:54 #1812534
captain carotTeilnehmerWenn man sich anguckt wie viel alleine MS pro Jahr mittlerweile in AI investiert…
Aber immerhin kann man ein bisschen bei den Mitarbeitern sparen. Ist doch auch schön.
Ich weiß aktuell nicht ob ich überhaupt noch Spiele von dem Verein kaufen möchte. Nächsten Monat steht der OS-Wechsel an beim Desktop. Ehrlich gesagt freue ich mich trotz der Arbeit schon drauf.
13. Januar 2026 um 22:31 #1812781
captain carotTeilnehmerWährend Nvidia ein Wachstum von 64% bei den Umsätzen hingelegt hat und damit einen Jahresumsatz von 125 Mrd $ steigen mittlerweile auch die Grafikkartenpreise. Bei manchen Modellen bereits deutlich. Kleinere Hersteller erhöhen auch schon die Preise für Geräte mit LPDDR5X.
Nintendo scheint erstmal nicht betroffen zu sein dank Verträgen mit langer Laufzeit. Das kann sich aber auch ändern.
23. Januar 2026 um 22:30 #1813428
ghostdog83TeilnehmerAufgrund der KI-Lieferkettenkrise kosten SSDs mittlerweile 16-mal mehr als HDDs
Der Mangel an Speicher/NAND-Flash-Speichern beeinträchtigt den Speichermarkt weiterhin erheblich. VDURA berichtet (aus Blocks and Files), dass SSD-Preise derzeit um das 16-fache über denen von HDDs liegen, wodurch hybride Speicherlösungen mit einer Kombination aus SSDs und HDDs deutlich kostengünstiger und finanziell stabiler sind als reine SSD-Konfigurationen für Rechenzentren.
[…]
VDURA behauptet, dass zwischen dem zweiten Quartal 2025 und dem ersten Quartal 2026 die Preise für 30-TB-TLC-SSD-Festplatten der Enterprise-Klasse um atemberaubende 257 % gestiegen sind. Eine 30-TB-TLC-SSD, die im zweiten Quartal 2025 noch 3.062 US-Dollar kostete, kostet nun fast 11.000 US-Dollar. Im Gegensatz dazu stiegen die Preise für HDDs im gleichen Zeitraum Berichten zufolge „nur” um 35 %. Die Analyse von VDURA ergab außerdem, dass sich die Speicherkosten für Rechenzentren zwischen SSD- und HDD-Kapazität von 6,2-fach im zweiten Quartal 2025 auf 16,4-fach im ersten Quartal 2026 erhöhten.
[…]
Der Bericht von VDURA bestätigt, was wir in der gesamten Speicherbranche beobachten. SSDs sind mittlerweile so teuer, dass M.2-SSDs mit hoher Kapazität (4 TB und 8 TB) für Endverbraucher ungefähr genauso viel kosten wie Gold, und dabei sind Enterprise-Laufwerke noch nicht einmal mitgerechnet. NAND-Flash-Anbieter wie Kioxia gehen davon aus, dass die SSD-Knappheit wahrscheinlich bis 2027 andauern wird, da die Nachfrage das Angebot bei weitem übersteigt.
[…]
Auch Festplatten sind davon nicht ausgenommen: Trotz ihrer im Vergleich zu SSDs niedrigeren Preise sind Festplatten aufgrund der Nachfrage im Bereich der künstlichen Intelligenz Berichten zufolge für zwei Jahre ausverkauft. Dieses Problem führt derzeit zu höheren HDD-Preisen, da diese seit September um 46 % gestiegen sind.
Mich würde mal interessieren, inwieweit diese Kostensteigerungen in der Planung der Unternehmen berücksichtigt sind, die groß in KI-Rechenzentren investieren. Ab einem bestimmten Punkt muss die Dynamik doch so sehr von der bisherigen Planung abweichen, dass eine neue Bewertung mit Blick auf die weiteren Investitionen vorgenommen werden muss (ob die Kosten noch tragbar sind). Das kann sich ja nicht ins Uferlose steigern. Die Frage nach der Wirtschaftlichkeit steht im Raum.
23. Januar 2026 um 22:33 #1813429
FuffelpupsTeilnehmerIn be 4 “PlayStation 5 Retro HDD” Version Ankündigung.
23. Januar 2026 um 23:23 #1813431
captain carotTeilnehmerDie Frage ist da auch, wer was bezahlt. Teilweise werswn Spotmarkt Preiae herangezogen während für die großen Anbieter Langzeitverträge gelten. Im Endkundenbereich gibt es aktuell auch ‚nur‘ Preissteigerungen zwischen 50 und 100%, je nach Modell und Kapazität. Mal gucken, wie sich das in den nächsten Monaten weiterentwickelt.
29. Januar 2026 um 1:28 #1813584
captain carotTeilnehmerDie Grafikkartenhersteller, zumindest die kleineren, die nur Grafikkarten herstellen, sind momentan gleich doppelt gebeutelt. Da Nvidia sein Rabattprogramm beendet hat und man viele Modelle für möglicherweise Monate nicht bekommen kann wird man einerseits Preise erhöhen müssen und andererseits nur ein sehr minimales Angebot auffahren können. Anders als etwa Gigabyte oder Asus können das reine Grafikkartenhersteller nicht abfedern. Zotac bietet auch Mini-PCs und mit dem Zone ein PC Handheld an, ist aber bei beidem eher in der Nische.
30. Januar 2026 um 18:46 #1813663
ghostdog83TeilnehmerMicroslop hat infolge des Kursverlustes von 12 Prozent an einem Tag 440 Milliarden Dollar Verlust gemacht, da die Anleger im Bezug auf die hohen Ausgaben für KI zunehmend skeptisch werden, ob sich das am Ende wirklich für sie auszahlt.
Der starke Ausverkauf von Technologieaktien am Donnerstag unterstrich die Erschöpfung der Anleger gegenüber dem Modell „jetzt ausgeben, später profitieren“, das den AI-Bullenmarkt seit drei Jahren antreibt. Microsoft führte den Rückgang an, dessen Aktien bis zum Mittag um 12 % einbrachen und damit mehr als 440 Milliarden Dollar an Marktwert vernichteten – ein Einbruch, wie er seit der Pandemie nicht mehr zu beobachten war. Der Nasdaq verlor zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels fast 2 %.
Der unmittelbare Auslöser scheint eine verstärkte Konzentration auf Investitionen (Capex) zu sein. Microsoft gab bekannt, dass seine Ausgaben im letzten Quartal um 66 % auf 37,5 Milliarden US-Dollar gestiegen sind, obwohl sich das Wachstum seines Azure-Cloud-Geschäfts leicht abgekühlt hat. Noch besorgniserregender für Analysten war jedoch eine neue Offenlegung, dass etwa 45 % der verbleibenden Leistungsverpflichtungen (RPO) des Unternehmens in Höhe von 625 Milliarden Dollar – ein wichtiger Maßstab für zukünftige Cloud-Verträge – direkt mit OpenAI verbunden sind, wie das Unternehmen nach der Bekanntgabe seiner Ergebnisse am Mittwochnachmittag bekannt gab. (Microsoft ist sowohl ein wichtiger Investor als auch ein Anbieter von Cloud-Computing-Diensten für OpenAI.)
„Es ist der Zusammenbruch der Software und der Aufstieg der Hardware, und das ist erschütternd“, bemerkte Jim Cramer von CNBC am Donnerstag auf X, als der Markt Unternehmen bestrafte, die Milliarden für Software-Infrastruktur ausgeben, ohne sofortige Renditen zu erzielen.
Es ist eine „unheilvolle“ Statistik, schrieb Austin Rief, Mitbegründer von Morning Brew, auf X, insbesondere in Verbindung mit der Tatsache, dass Meta plant, den größten Teil seines freien Cashflows für Investitionen zu verwenden. Meta ist dank einer über den Erwartungen liegenden Umsatzprognose, die einen gesunden Umsatzanstieg von 24 % gegenüber dem Vorjahr zeigt, der durch Online-Anzeigen getrieben wird, dem Ausverkauf entgangen. Die Tatsache, dass die Wall Street Meta mit ihren ebenfalls massiven Investitionen davonkommen lässt, zeigt den Grund, warum Investoren verkaufen: Sie trauen OpenAI nicht zu, diesen Umsatz ohne massive Finanzspritzen von außen selbst zu erzielen.
Die Stimmungsänderung beschränkt sich nicht nur auf Redmond. Oracle hat einen Kursverlust von 50 % gegenüber den Höchstständen vom September hinnehmen müssen, wodurch fast 463 Milliarden US-Dollar an Wert verloren gingen. Oracle, einst ein Liebling der KI-Branche, hat ebenfalls mit dem Vertrauen der Anleger zu kämpfen, dass die riesigen Rechenzentren, die es für OpenAI baut, letztendlich finanziert werden. Darüber hinaus hat sich der Zeitplan für mehrere Projekte Berichten zufolge bis 2028 verschoben, was zu einer Lücke zwischen den hohen, fremdfinanzierten Ausgaben des Unternehmens und dem Eintreffen der tatsächlichen Einnahmen führt.
OpenAI hat rund 1,4 Billionen Dollar für die Beschaffung der Energie und Rechenleistung bereitgestellt, die es für seinen Betrieb benötigt. Aber seine Einnahmen beliefen sich 2025 kaum auf mehr als 20 Milliarden Dollar.
Investoren stehen den von ihnen als „zirkulär” bezeichneten Geschäften, an denen die größten Akteure der Branche beteiligt sind, zunehmend kritisch gegenüber. Am Mittwochabend berichtete The Information, dass OpenAI weitere 60 Milliarden Dollar an Finanzmitteln von Schwergewichten wie Nvidia und Amazon anstrebt. Die Reaktion des Marktes deutet jedoch darauf hin, dass mehr Kapital kein tragfähiger Ersatz für ein Geschäftsmodell mehr sein wird. „Vielleicht hat die Oracle-Aktie die Fundamentaldaten weit überholt, und jetzt sagt der Markt: ‚Okay, zeig es mir, ich will es sehen‘“, sagte Eric Diton, Präsident der Wealth Alliance, gegenüber Yahoo Finance.
https://fortune.com/2026/01/29/microsoft-stock-openai-sam-altman-debt-capital-expenditure-ai-oracle/
Damit wird deutlich, dass selbst wenn die Unternehmen gewillt sind, die steigenden hohen Kosten weiter tragen zu wollen, der Markt am Ende dem einen Strich durch die Rechnung machen könnte, wenn die Anleger die Geduld verlieren (was die Unternehmen zu einem Kurswechsel zwingen könnte). Damit dürfte der Druck steigen, zählbare Ergebnisse vorzuweisen. Bei MS möchte ich mir dahingehend nicht ausmalen, welche großartigen neuen Möglichkeiten gefunden werden, mit KI Einnahmen zu generieren.
So sehr ich mir wünsche, dass das ein Ende hat, so sehr befürchte ich, das wir dann einen Dominoeffekt erleben werden, der weitreichende Folgen haben könnte.
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