Japan VS the World

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  • #1199720
    rvnrvn
    Moderator

    Sowas wie The Witcher wäre in Amerika zB garnicht möglich und Sachen wie Anno oder Siedler kann man außerhalb Deutschlands vergessen.

    #1199721
    SpacemoonkeySpacemoonkey
    Teilnehmer

    ihr habt recht aber wenn mirro’s edge aus england und the witcher aus den usa kämen würde ich jetzt nicht mit häääää? das ist aber eigenartig für das land! reagieren.

    #1199722
    Anonym
    Inaktiv

    @Ullus

    Nein mit den Farben und dem Design war nur ein Beispiel.
    Es spielen natürlich verschiedene Faktoren eine Rolle.


    @RVN

    Ja kann deine Argumentationen gut verstehen.
    Bei mir ist es ja nicht anders nur dass halt die Waage anders ist.
    Spiele die wie ein Resident Evil,Splinter Cell oder eben dein erwähntes The Last of Us spiele ich im prinzip auch gerne aber wie bei dir bei den Pixar Filmen ist das Maß da auch schnell voll und ich will “gute Laune” Unterhaltung.

    Also nach deiner Aussage wäre auch ein Bayonetta 1-2 kein erwachsenen Spiel was plausibel ist.
    Kann man so sehen.
    Da komme ich wieder zu den Altersfreigaben wo ich mir oft denke Spiele die zwar ein hohen Brutalitätsgehalt haben aber extrem künstlich und unrealistisch sind sollten/müssten nicht ab 18 sein usw.
    Aber auch hier schweife ich wieder ab ^^

    Aber gut dass du die Sopranos erwähnt hast.
    Bei solchen Serien habe ich meistens keine Lust damit anzufangen und schaue lieber die Xte wiederholung von einer King of Queens folge.
    Warum muss ich dir sicherlich nicht erklären aber ich mache es mal damit es alle verstehen.
    Ich schalte ein man muss nicht lange sich ein einarbeiten,man hat was zu lachen,es ist gut gemacht und hat deswegen ne gute Zeit.
    Bei anderen Serien muss man sich dagegen ja erst länger reinarbeiten usw.
    Mache ich zwar auch gerne wie bei The Walking Dead aber dass sind halt die Ausnahmen.
    Gleiche kann man auch auf die Spiele beziehen

    #1199723
    ghostdog83ghostdog83
    Teilnehmer

    @: Captain Carot

    Japan nimmt in den Köpfen relativ vieler Spieler einen nach wie vor großen Stellenwert ein, mehr als irgendein anderes Land auf der Welt. Würde die Fragestellung Polen, Ukraine oder Frankreich gegen den Rest der Welt lauten (einschließlich Japan), so wäre die Antwort da mit Sicherheit sehr einseitig.

    Warum gab es in der Vergangenheit immer wieder Specials über Japan in der Maniac oder M!Games (sogar ganze Artikel Serien), warum lohnt es sich für die beiden Japan Auswanderer Jan und Jacob einen Podcast zu betreiben, weil sie scheinbar genug interessierte Zuhörer finden, die sich für das Land und die dortige Spielekultur interessieren. Warum lesen wir nichts über die Spielekulturen anderer Länder, sondern wenn schon nur über die aus Japan?

    Die Menge an Spielen die aus Japan kommen sind um ein vielfaches höher als bei Polen (u.a CD Projekt RED, Techland) oder der Ukraine (4A Games), wenn wir uns auf den Konsolenmarkt beschränken, somit deren Bedeutung viel höher.

    Bei Frankreich wird es etwas Schwieriger, da der Publisher zwar zu den größten überhaupt zählt, aber viele Spiele außerhalb Frankreichs entwickeln lässt, deren Stil kaum als typisch französisch bezeichnet werden kann (Tom Clancy Spiele). Was übrig bleibt (z.b. Arkane Studios, Dontnod Entertainment) fällt ebenso geringer aus als zu Japan.

    Das es zwischen Europa und den USA sowie innerhalb dieser Unterscheidungen hinsichtlich des Stils und Spieldesigns gibt ist normal, ich hatte bereits diese Unterschiede in einem Kommentar berücksichtig, aber auch erwähnt, dass die Unterschiede zwischen Japan und den Rest der Welt aus meiner Sicht noch um einiges größer sind. Spiele wie Killer 7, Okami, Viewtiful Joe, Bayonetta, Catherine oder El Shaddai wären in der Form im Westen nur schwer vorstellbar.

    Des Weiteren finde ich deinen Ausdruck hohl zu harsch, unpassend trifft es wenn schon eher. Die Ausgangsfrage erscheint mir auch sehr spontan (was an der knappen Formulierung abzuleiten ist), daher wäre es schön, wenn sich Tinker Corps auch mal zu Wort melden würde.

    #1199724
    LunaticLunatic
    Teilnehmer

    Wenn es so weiter geht kann ich bald auf beides verzichten. Der Videospielemarkt war wohl noch nie langweiliger. Einfach traurig was im Moment geschieht.

    #1199725
    SpacemoonkeySpacemoonkey
    Teilnehmer

    untergaaaaaaaaang :)

    #1199726
    captain carotcaptain carot
    Teilnehmer

    @ghostdog:
    Die große Frage lautet IMO eher, warum wird immer noch so sehr zwischen Japan und Rest unterschieden, obendrein wo sich doch recht viele japanische Spiele auch an den Rest der Welt angepasst haben.
    Ich denke, das leigt auch sehr stark an der Rolle, die die Japaner sehr lange Zeit im Konsolensektor hatten. Manch langjähriger Homecomputerspieler würde dir da z.B. das ein oder andere britische Team hervorheben und wohl auch die Besonderheiten damaliger Spiele von der Insel unterstreichen.

    In der Praxis ist es oft so, dass man dann bei vielen japanischen Publishern bzw. oft auch Entwicklern in der Praxis eher mit dem Kopf schüttelt.

    Bandai Namco? Da kommt noch alle paar Jahre was brauchbares. Dann sogar fast schon eher ein neues Tales als etwa Ridge Racer.

    Square Enix? Muss man schon nicht mehr wirklich viel zu sagen.

    Natürlich gibt es durchaus auch Ausnahmen. Die bedienen aber gerade in Europa schon eher die kleine Die Hard Coregamerschaft. Und die setzt sich damit nebenbei auch noch schön von der Maße ab.

    #1199727
    Anonym
    Inaktiv
    Ullus wrote:

    @ Hakumen:

    also dieser Thread ist meinem Thread was ist los mit dem “JRPG, zu generisch, immer dasselbe….” ziemlich ähnlich, deshalb erlaube ich mir hier etwas heftiger mitzudiskutieren..

    Final Fantasy 14 soll das beste Spiel sein, das Square jemals produziert hat, dem kann ich absolut nicht beipflichten, das Onlinegame hat nicht mal eine Story, und kann schon allein daher nicht mit den Klassikern von Squaresoft Softwarekader mithalten.

    Squares bestes Spiel ist Final Fantasy Tactics, Parasite Eve 1 und Vagrant Story für mich.

    ich hatte das in die News geschrieben mit Square, wie auch immer, Square hat definitiv immens abgebaut, auch hier wieder der qualitative Vergleich zu den Klassikern, Drakengard 3 ist purer Müll, da war selbst auf handwerklicher Ebene das zweite Musashi besser.

    Der Tiefpunkt war der 13er, ein seelenloses Kasperletheater und zugeknallt mit aufdringlicher Pseudophilosophie und labiler Esoterik.

    Nicht nur Square, sondern alle japanischen Entwickler, außer Atlus haben stark abgebaut, bei meinen 140 Jrpgs ( sorry, ich schreib es schon wieder) die ich im Laufe der Jahre konsumiert habe, konnte auch ich einen allgemeinen Qualitätsrückgang bemerken.

    Dazwischen findet sich jedoch auf den Handhelds Ausnahmen. Wie z.b. Bravely Default, Fire

    Emblem Awakening

    Der Qualitätsabbau hat mehrere Gründe:

    Die Zeit der großen Jrpgs ist vorbei, wie ich schon behauptet habe, hat die beste und umfangreichste JRPG Bibliothek immer noch die PS One und die PS2, danach war Schicht im Schacht.

    a) Jrpgs haben nicht mehr den Stellenwert, wie früher, es hängt an aufkommenden Trends dem Zeitgeist und der aktuellen Marktsituation.

    b) Der Animeboom, der in den 90ern in den Westen rüberschwappte ist längt abgeflaut, damals war das was vollkommen Neues, das indirekt die Popularität der damaligen Titel unterstützt hat. Heutzutage ist der Markt mit dem Animekram massiv übersättigt.

    c) Der Westen hat spieltechnisch massiv aufgeholt und seit der PS3 die Vormachtstellung der Japaner ins Abseits gedrängt.

    d) die Japaner sind auch global nicht mehr so erfolgreich, da sie immer und immer und immer wieder denselben Animeeinheitsbrei abspulen, das hat zu PS One und PS2 Zeiten geklappt, aber heute reicht das nicht mehr.

    Dem Vorwurf Westliche Spiele sind ebenso Einheitsbrei kann ich nicht so stehen lassen, denn der Westen ist wesentlich flexibler und offener was die Gestaltung dessen Titel angeht.

    Die Japaner sind bockstur und Traditionalisten, es fehlt ihnen der Wille zur Anpassung, Capcom und Konami sind sich dessen Problematik bewußt, sie gehören zu den wenigen Entwicklern, die sich dem Westen anpassen. Dragons Dogma wirkt westlich. Square hat das auch, allerdings ging der Schuss nach hinten los.

    e) Japanische Games sehen immer gleich aus, selbst innerhalb der animebezogenen Stilgrenzen. Westliche Entwickler bemühen sich immer, ihren Spielen eine optisch individuelle Note zu verpassen, Japaner machen das so gut wie nie, auch deshalb stechen ihre Games nicht mehr aus der Masse.

    Es ist absoluter Quatsch zu behaupten, das japanische Spiele besser als westliche Titel seien. Die sind nicht schlechter und auch nicht besser. Wir sind Europäer und unterscheiden uns maßgeblich von der japanischen Kultur in unserer Philosophie, Wertempfinden, Ansichten und Verhalten.

    Hier werden Äpfel mit Birnen verglichen.

    Doom hat recht, immer wenn ich das angedeutete “Japanozocken ist das wahre Zocken im Forum” lesen muss, nervt das gewaltig.

    Die Japaner waren sehr kreativ, dies wurde immer in ihren Titeln großgeschrieben, allerdings besitzen sie jedoch, bedingt durch ihre Manga und Anime Kultur einen anderen Sinn für Ästhetik. Deren Spiele sind technischer schlechter, sie wollen einen Ausgleich im Gesamtkonzept erzielen durch….

    … ein positives Beispiel: Regel des Anime, stärkere Konzentration auf die Charaktere, da ist das Paradebeispiel Persona 4, selbst die Dialoge sind optimal abgestimmt auf die individuelle Persönlichkeit der Protagonisten. ( das beherrscht jedoch auch der

    Westen, wenn es darauf ankommt, hier ist das Paradebeispiel für psychologische Ausarbeitung der Figuren Last of US)

    Wie auch immer, die Konzentration auf die Figuren kann bei den Japanern auch so danebengehen, das purer Kitsch noch die harmloseste Beschreibung für das ganze bunte Treiben darstellt…

    Ein negatives Beispiel:

    Wenn ich kreischende Animegilrlies mit Quietscheentchenstimmme entdecke, die mit unfassbar kindlichen Verhaltensweisen, die zum Fremdschämen einladen sowie strunzdumme Dialoge punkten wollen, nehme ich sofort Reissaus, ich kann mir nämlich nicht vorstellen, das diese mentale Folter der Durchschnittseuropäer gutheißt.

    Westliche Games und Japanische Games haben beide ihre Berechtigung, genausowenig wie die Japaner ein brillantes Last of US nicht hinkriegen würden, würden auch die Amerikaner kein Dragon Quest hinbekommen.

    Balance ist wichtig, drei grandiose Japanotitel: Persona 4, Mario Kart 8, Link between Worlds.

    5 grandiose West Titel: Trine 2, Stalker, Witcher 1, Command and Conquer, Bioshock Infinite.

    Alles eine Frage der Produktphilosophie.

    Mein eigener Geschmack verändert sich. Das hattest du Hakumen ähnlich angesprochen, da stimme ich zu, Ich werde älter, vieles was ich früher gut fand, kann ich mir nicht mehr geben. Trotzdem, wer viel zockt entwickelt ein Gefühl für Qualität, dieses Gefühl ist subjektiv und steht der handwerklichen objektiven Qualität eines Titels gegenüber, beinhaltet trotzdem mehr Gewicht als man denkt. Da meine eigene Ansichten und Erwartungshaltung individuell sind, kann selbst ein handwerklich hochwertiger Titel mir missfallen.

    Einen haben wir neben Atlus vergessen, nämlich Nintendo, deren Games sind immer noch hochwertig, aber auch die schwächeln momentan, allein durch die Wii U, der Sturheit und ihren fragwürdigen Firmenkurs.

    Das reicht jetzt mal, das dürften die wesentlichen Gründe sein, warum Japan abgesunken ist.

    Ich bin für beide Gruppen, Osten und Westen, die profitieren nicht voneinander, sondern sorgen auch für mehr Vielfalt auf dem Markt.

    Tja wir zwei beide werden wohl nie auf einen gemeinsamen Nener kommen , denn :

    FF14 soll keine Story haben ? Da muss ich mich zwangsläufig fragen ob dus überhaupt gespielt hast. Was da an tollen Charackteren und witzigen , traurigen und auch ernsthaften Themen behandelt wird ist schier atemberaubend .

    Du schreibst Drakengard sei purer Müll aber Ich sehe das einfach nicht so , es mag deine Aussage ja auf die Technik zutreffen aber auf Gamplay und Characktere wohl kaum.

    Bei FF 13 sind wir uns einig , wenn wohl auch die Gründe für unser Empfinden jeweils ganz andere sind , denn mein “Hass” auf dieses Spiel hat fast ausschlieslich mit Lightning zu tun , den ganzen Rest fänd ich ok wenns denn eine Aussnahme in der Reihe bleibt

    Die beste Jrpg Bibliothek hat für mich immer noch der Sega Saturn.

    Die Zeit der grossen Jrpgs sei vorbei. Ich habe in der letzten Generation unter anderem White Knight Chronicles , Ni No Kuni , Lost Odysse , Blue Dragon , Infinite Undiscovery , Enchantet Arms , die Neptunia Games , Disgaea etc etc gespielt und alle davon waren phänomenal gut und müssen sich mMn in keiner Weise hinter den alten Klassikern verstecken.

    Deine Punkte a-d sind im Grunde korrekt , allerdings würde ich sie gänzlich anders bewerten da für mich Jrpgs immer noch sehr wichtig sind . Das wesliche Spiele besser geworden sind kann ich so stehen lassen , aber sie sind eben noch lange nicht soweit eine starke Konkurenz zu den Japanern darzustellen. Zu blass die Characktere und die Spielwelten ,alles möglichst auf Realismus getrimmt und bloss nix abgefahrenes bringen – damit kann ich zumindest nichts anfangen.

    Ich habe rein garnichts gegen westliche Spiele , ich selber habe Sacred 2 , Oblivion , Skyrim , Battlefield 3 , alle Crisis Teile , alle Mass Effect Teile in dieser Generation gespielt um nur einige zu nennen. Alles worum ich bitte ist das ständige Gemecker einzustellen sonst müsste ich nämlich androhen in Zukunft auch bei allem was mir nicht zusagt das Maul aufzureissen ^^

    #1199728
    ghostdog83ghostdog83
    Teilnehmer

    @captain carot:

    Ich kann dazu keine eindeutige Antwort liefern, da ich den japanischen Markt in seiner Umfassendheit nicht so gut im Blick habe wie andere.

    Dass der japanische Markt nicht nur aus Square Enix oder Bandai Namco besteht, ist mir aber schon klar, das sich Nintendo als großer Hersteller nicht dem Einfluss des Westens gebeugt hat und auch weiterhin mit seiner Software (aber nicht jeder) hohe Absätze erzielt ebenso. Womöglich ist es gerade dieses Unternehmen, welches die Faszination für Japan im Westen bei der Masse aufrechterhält (demnächst mit Bayonetta 1 & 2, wohl aber mit einer kleineren Käuferschicht), wer weiß.

    Du gehst davon aus, dass viele japanische Spiele sich dem Westen angepasst haben, aber womöglich liegt das auch daran, dass viele(?) auf den japanischen Markt ausgerichtete Spiele erst gar nicht außerhalb Japans mehr erscheinen (z.b. Yakuza 5), womöglich von denjenigen importiert werden, bei denen die Faszination erhalten geblieben ist.

    Da ich seit dem GBA SP kein Handheld Gerät mehr besessen habe, fehlt mir hierzu der nötige Überblick, aber was ich so mitbekommen habe, scheint sich die Auswahl an klassischen japanischen Titeln hier stärker zu konzentrieren (aufgrund der hohen Nachfrage nach Handhelds ins Japan auch kein Wunder), mit einer stärkeren Ausbeute an im Westen erscheinenden Titeln. Auch hier lässt sich ein Ansatz finden, warum diese Kluft bis heute herrübergerettet worden sein kann.

    Deine Frage nach dem warum ist ohne eine exakte Betrachtung des Marktes, mit einer empirischen Erfassung bei den Veröffentlichungen, der Entwicklung großer Serien über die Jahre nicht durch ein paar Sätze zu beantworten. Ich könnte mir auf Basis deiner These, warum die Faszination bei westlichen Spielern bis heute erhalten geblieben ist gut als Leitartikel einer M!Games vorstellen, mit kurzen Previews zu kommenden Erscheinungen, mit Einschätzung auf einen Release außerhalb Japans (Ähnliches gab es bereits in der Vergangenheit).

    Ich sehe diese Faszination im Netz und dem Umfeld für das Land nach wie vor. Ich selbst bin mittlerweile zu 90 Prozent auf westliche Titel ausgerichtet, der letzte große Titel für mich aus Japan der mich begeistern konnte war Xenoblade Chronicles, wo ich über 200 Stunden Zeit investiert habe.

    Was auch zu berücksichtigen ist, sind die Spieler, die Nachwachsen, die von den alten im Westen erhältlichen Spielen aus Japan zu begeistern sind, eine neue Generation von Japan faszinierten Spielern bilden. Die Betrachtung ist zu differenziert, um sie einfach so Beantworten zu können, zumindest fehlt mir dazu das Wissen, und mit Halbwissen zu arbeiten ist nicht zielführend.

    #1199729
    captain carotcaptain carot
    Teilnehmer

    Es war immer so, dass viele japanische Spiele nicht bis zu uns kamen. Manches davon durchaus selbst in Japan Nischentitel. Es fehlt aber mittlerweile oft an den großen, klassischen Serien oder aber sie wurden allzu oft verwestlicht, was ja immer wieder für Diskussionen gut ist.

    Das interessante daran ist vllt. eher, dass Nischentitel aus anderen Ländern im Konsolenmarkt erst gar keine Beachtung finden. In Europa entwickeln viele Kleinentwickler z.B. klassisch für PC und seit einigen Jahren auch für Smartphone und Tablet. Gerade das PC-Segment wird von Konsolenspielern furchtbar gerne ignoriert. Es gibt genug, die deswegen bspw. über deutsche Spiele weit weniger wissen als über japanische Nischentitel.

    Zur Handheldthese: Stimmt einerseits schon, dass es da mehr klassisch japanisches gibt. Bei vielen Spielen ist typisch japanisches aber gar nicht so ausgeprägt. gerade beim 3DS. Da merkt man vllt. auch den Einfluss einer sehr globalen Welt.

    Nintendo selbst hat dabei aus meiner Sicht durchaus eine Sonderrolle. Der Großteil der Nintendotitel lies sich eigentlich nie als ‘typisch japanisch’ bezeichnen. Eher als typisch Nintendo. Die Ausprägung war aber immer weltweit kompatibel.

    Ganz ehrlich, ich behaupte mal, gerade Spieler, die langjährig ausschließlich an Konsolen gespielt haben neigen dazu, den Westen viel zu einseitig zu sehen und auch nicht unbedingt ausreichende Erfahrung mit den unterschiedlichen Ausprägungen von Rest der Welt zu haben.

    Ggf. führ ich das später noch aus.

    #1199730
    ChrisKongChrisKong
    Teilnehmer

    @Carot

    Wird der PC in der Form wie wirs hier kennen eigentlich überhaupt bedient, oder zumindest so, wie ich die PCs früher in Erinnerung hatte mit den ganzen Sims- und Strategiespielen und Adventures? Kann mich da halt nur an West Games erinnern.

    #1199731
    FuffelpupsFuffelpups
    Teilnehmer

    Adventures sind tot, die gibt es nur in unserer Fantasy… und Deutschland.

    PC heute ist Steam und Blizzard, zumindest für mich. Auf dem PC findet man alles, sowohl im guten, wie auch im schlechten Sinne, i’m looking at you Steam Greenlit & Early Access… (>_<)

    Gibt natürlich noch mehr Stores, z. B. die Humble Bundles, GOG usw.

    Und die Steam copy cats, Uplay und Origin… (>_<)

    Es gibt nicht was es nicht gibt, z.B Bürosimulator…

    Von den Bundles, wie Humble Bundle war ich aber nie ein Fan. Weil da immer mindestens 1x Spiel dabei war, was ich nicht so pralle fand. Das einziege Bundle, wo ich zugeschlagen habe, ist/war das Double Fine Humble Bundle.

    #1199732
    UllusUllus
    Teilnehmer

    Nochmals für Hakumen:

    Wer ich jetzt gehässig würde ich behaupten, das sowas wie Drakengard 3 herauskommt, wenn man eine Menge talentierter Entwickler in einen Raum sperrt und ihnen nicht genug Geld zur Verfügung stellt…

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    Ebenfalls ein guter Beweis dafür wie weit manche japanische Titel den westlichen Titeln technisch hinterherhinken und wie Square Enix im Vergleich zu früher qualitativ abgebaut hat.

    Doch wieder mal der Reihe nach.

    Story ganz grob: In der Welt von Drakengard herrschen sechs Schwestern, höhere Wesen, die Intoner genannt werden. Durch ihren Gesang schützen sie die Welt vor Krieg.
    Aus irgendeinem Grund, will die älteste Schwester Zero all ihre anderen Schwester niederstrecken. Warum, weiß keiner so genau. Die gefühlskalte und aggressive Zero ist äußerst angepisst und beginnt ihren Feldzug….

    …und wir schlüpfen als Joypadakrobat in ihre Rolle.

    Vom Gameplay her kann man das dritte Drakengard als ein Mann bzw. ein Frau Dynasty Warriors bezeichnen.

    Nicht mein Fall, die Serie von Tecmo Koei.

    gxjllg5f.jpg

    Nun ja, eigentlich ist Zero nicht ganz alleine, denn sie hat ihren Drachen Mikhail im Schlepptau und bald auch als weitere Support Charaktere die Diener der bereits besiegten Schwestern, die sich ihr nur allzugerne anschliessen.

    Viel spielerische Abwechslung wird eigentlich nicht geboten, die übermächtige Zero metzelt sich durch Horden oder besser gesagt ganze Armeen von mittelalterlichen Klon Soldaten, die sowohl als auch Kanonenfutter und Fussvolk der fünf Schwestern darstellen.
    Dabei spritzt eimerweise Blut über den Bildschirm, das mit der Zeit Zero selbst und ihrem weißen Gewand einen stark übertriebenen roten Anstrich verleiht.

    Es gibt noch den Intoner Modus, dabei schillert Zero rosa, ihre Durchschlagskraft erhöht sich und kurzzeitige Unverwundbarkeit kommt ebenfalls dazu.

    Ein laues Level UP System, da diesen Namen aber eigentlich gar nicht verdient, wurde auch mit integriert.

    In manchen Abschnitten darf unsere schmucke Lady auch auf Drache Mikhail Platz genommen werden, der in ein Art Panza Dragoon Manier die Gegner aufs Korn nimmt und mit feurigem Atem oder Rammattacken den Gegnern ordentlich einheizt.

    Ab und zu wartet noch ein Endgegner auf uns.

    4lhsn9jk.jpg

    Drakengard 3 ist in Missionen eingeteilt, die von einer Art Chapter Select Menü angewählt werden. Dort darf man ebenso neue Waffen und bestimmte Gegenstände käuflich erwerben sowie Waffen mit Basismaterial ( in Truhen neben Schwertern und Geld zu finden ) aufmotzen. Eine Handvoll Spezialwaffen, die von den beigetretenen Dienern verliehen werden sind ebenfalls im Gepäck zu finden. Nebenquests stehen zur Verfügung, die sich jedoch meist nur um Sammeln und Metzeln drehen, wie das Spiel halt.

    Das Game ist übrigens nicht nur arg blutig und brutal, sondern auch stark vulgär, grotesk, durchgeknallt angehaucht und wimmelt nur so von WTF Momenten, besonders in den Zwischensequenzen.

    Das Game ist nicht umsonst ein 18er geworden.

    Während der Missionen führen die eigentlich verhaltensgestörten Figuren viele Dialoge die ihren momentanen Zustand widerspiegeln. Diese sind nach fragwürdigem und Dumgeschwaffel Inhalt nicht gerade gut gelungen…

    Die immer schlecht gelaunte Zero ist ein Bad Ass die mit Gewalt alles durchsetzten will, Gnade scheint in ihrem Wörterbuch nicht zu existieren. Als Gegenpart haben wir da Drache Mikhail, der im Prinzip als Stimme ihres Gewissens sowie Vernunft dient und oft eine friedlichere Lösung vorschlägt. Doch dann hagelt’s nur harsche Kritik oder wüste Beschimpfungen von Zero…

    amvdai65.jpg

    Moralapostel könnten sich an der Hemmschwelle zur Brutalität und vulgärem Inhalt stören.

    Mir macht dies aber nichts aus, da die Charaktere mit Absicht überspitzt dargestellt werden.

    Irgendwie schon amüsant das Ganze.

    Während die Hauptakteure schon recht eindimensional wirken, kommen die Nebendarsteller noch mehr eindimensional rüber.

    Positiv zu erwähnen ist trotz generischem Look das gelungene Art Design mit den hübschen Animefiguren, (besonders die Mädels) der schöne Soundtrack, die englischen Sprecher gehen auch in Ordnung, die Einteilung in Missionen, das umfangreiche Waffenangebot, die unterstützenden Diener sowie der ordentliche Spielfluss.

    Negativ zu erwähnen ist die biestige, sehr hakelige, ungenaue Steuerung, man trifft zwar immer etwas, aber hat nie das Gefühl der kompletten Kontrolle darüber. Dies gilt auch für den Drachenritt. Ohne Lock On Funktion, die ihren Zweck einigermaßen gut erfüllt eine kleine Katastrophe.

    pcx92aks.jpg

    Die Kamera hat auch so ihre Tücken, öfters muss man diese manuell nachjustieren, darunter leidet auch die Übersicht.

    Die Technik ist ein zweischneidiges Schwert, während die Figuren größtenteils glänzen können, fallen die mauen Hintergründe, schwache Texturen und erdigen, blassen Farben stark ab. Hinzu kommt noch Geruckel, Slowdowns bzw. Framerateeinbrüche, dies ist umso verwunderlicher, da das Game eh nicht besonders gut aussieht.

    Erinnert mit an PS2 Titel, nicht mehr zeitgemäß.

    Der Spielverlauf gestaltet sich wie schon ähnlich erwähnt eher monoton und stumpfsinnig, mal abwarten wie lange das ganze bunte Treiben motivieren kann…

    7nbroh8s.jpg

    Eigentlich hätte ich bevorzugt von Square Enix mir ein neues Front Mission, Chrono Trigger und Legend of Mana alles für Konsolen gewünscht, stattdessen gibt es dieses halbgare Asiamenü… :/

    Vom Gesamtbild irgendwie billig.

    Nur Eines von geschmiedeten, gekonnt geführten Schwertern.

    Gibt echt Besseres !

    #1199733
    RavingrabbidRavingrabbid
    Teilnehmer

    Würde ich auf japanische Spiele verzichten, wäre mein Spieleregal fast leer.
    Ich weiß die Vielfalt an Games zu schätzen und spiele westliche Games auch sehr gerne und darunter gibt es einige Perlen, aber gerade auf dem 3DS und auf der PS3 würden mir einige Japan-Spiele wirklich fehlen. Rpg’s gehören nach wie vor zu meiner Lieblingssparte und da kommt auch immer noch ein Groß aus dem Land der aufgehenden Sonne. Außer mit Mass Effect und The Witcher konnte ich mit keinem westlichen Vertreter dieses Genres was anfangen.
    Allein der Verzicht auf Platinum Games würde für mich ziemlich schwer wiegen.
    Aber auch kein Zelda mehr? Kein Fire Emblem? Kein Metroid?
    Nein Danke!
    Aber auf Final Fantasy kann ich mittlerweile ganz gut verzichten. Die androgynen Fönfrisuren können mir echt gestohlen bleiben. Die hätte man selbst zu Zeiten des Glam-Rock von der Bühne gepfiffen.

    #1199734
    SpacemoonkeySpacemoonkey
    Teilnehmer

    hab 16 ps3 spiele im regal. 11 sind aus japan. bei downloadspielen weiß ich jetzt nicht

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